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  • Outlast im Hands-On-Test - Die Rückkehr des Survial-Horrors - mit 4K-Screenshots!

    PCGH macht den Test: Outlast ist feinstes Futter für Survival-Horror-Fans. Waffen- und wehrlos verschlägt es den Journalisten Miles Upshur in eine verlassene Irren-Anstalt. Der Spieler steuert den Reporter aus der Ego-Perspektive durch schummrige Räume. Überall zeugen entstellte Körper und verdrehte Gliedmaßen von unkontrollierter, manischer Gewalt. Wir schleichen uns nägelkauend durch die dunklen Gemäuer.


    Outlast Aufmacher Outlast Aufmacher Quelle: PC Games Hardware Outlast ist ein Survival-Horror-Titel des Indie-Entwicklers Red Barrel, in dem der Spieler in die Rolle des investigativen Journalisten Miles Upshur schlüpft. Auf der Suche nach einer Story verschlägt es ihn zu einer verlassenen Anstalt für Geisteskranke. Mit seiner Kamera samt schummrigem Restlichtverstärker bewaffnet, stoßen wir schnell auf die ersten stumme Zeugen grausamer Gewalt. Etwas Schreckliches ist hier geschehen. PCGH macht den Test mit der Steam-Version von Outlast.

    Outlast - Angst, Panik, Entsetzen

          

    Erhöhter Puls, die Pupillen weiten sich und die Skellettmuskulatur krampft sich fluchtbereit zusammen, die Zunge klebt am Gaumen. Mit zittrigen Händen lassen wir unsere Spielfigur immer wieder einen Blick über die Schulter werfen. Schleicht sich vielleicht ein durchgeknallter Insasse von hinten an uns ran? Outlast lässt uns die Angst in vielfältiger Weise erleben. Die Atmosphäre ist zum Schneiden, stimmungsvolle Beleuchtung und ein hervorragendes Sound-Design lassen uns mit kribbelnden, schweißnassen Händen auf Zehenspitzen durch die verwüsteten Räumlichkeiten schleichen. Effektiv eingesetzte Schockmomente lassen uns schreckhaft zusammenzucken. Geraten wir bei unseren Streifzügen an einen der entstellten Verrückten, schaltet unsere Nebenniere auf vollen Durchlauf und schwemmt unseren Blutspiegel mit Adrenalin. Untermalt von schräger, herztreibender Musik fliehen wir panisch. Wir verstecken uns mit zerfetztem Nervenkostüm unter einer der siffigen Pritschen in einer Zelle und hoffen, dass wir unentdeckt bleiben. Doch wir werden gepackt, hervorgezerrt und mit einem irren Grinsen zu Tode geprügelt.

    Outlast: Atmosphäre zum Schneiden Outlast: Atmosphäre zum Schneiden

    Outlast - Das Gameplay

          

    Mamma Mia, Outlast ist nichts für schwache Nerven, Zartbesaitete oder Minderjährige. Es ist blutiger, archaischer Survival-Horror in Reinstform. Spielerisch erinnert der Titel stark an Amnesia: The Dark Descent, auch wenn sich die beiden spielbaren Phobien durchaus voneinander unterscheiden. Amnesia ist vom Tempo eher auf der gemächlichen Seite und lässt die Angst eher durch die Psyche einfließen, während uns Outlast genüsslich mit einer ganze Bandbreite von Ängsten terrorisiert. Das Spieltempo ist dabei zweigeteilt: Sind wir auf der Suche nach Hinweisen oder Schlüsselkarten, streifen wir gemächlich durch die von unserem Restlichtverstärker in bleiches Grün getauchten, gruseligen Zellenblöcken samt rostiger Gitterstäbe, umgeworfener Einrichtung und blutigen Hinterlassenschaften der Insassen oder verstecken uns vor diesen in den Schatten oder einem passenden Schlupfloch. Werden wir jedoch aufgespürt, sind schnelle Reaktionen gefragt: Miles Upshur kann sprinten, über Hindernisse flanken und sogar klettern. All dies ist auch bitter nötig, denn auch die Angreifer sind gut zu Fuß. Allerdings können sie in der funzeligen Umgebung nicht besonders gut sehen und eine geschickte Flucht in die Schatten ist in den meisten Fällen erfolgreich.

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    Outlast: Die Horroranstalt im Launch-Trailer


    Doch unterschätzen sollte man die Gegner nicht: Gibt es in einem Raum nur ein einziges offensichtliches Versteck, sollte man damit rechnen, dass dort auch nachgeschaut wird. Schleichen ist ein wichtiges Element des Gameplays, im Zweifelsfall also lieber in die Schatten drücken und den Irren umgehen. Doch keinen Mucks dabei! Auch wenn die Augen der Angreifer nicht die besten sind, sie haben Ohren wie Luchse und reagieren auf die kleinsten Laute. Einige der Widersacher sind auch ganz ihren animalischen Instinkten verfallen und folgen schnüffelnd wie Bluthunde der Spur unseres Angstschweißes. Die Umgebung von Outlast ist weit weniger interaktiv als in The Dark Descent, Schubladen, Schränke und dergleichen bleiben uns größtenteils verschlossen, in der Szenerie herumstehende Objekte können nicht beeiflusst werden und auch wenn wir Türen mit der Maus aufstoßen oder alternative spaltweise öffnen können, bleibt der direkte Kontakt mit der Spielewelt relativ starr. Dies wird jedoch mit der weitaus größeren Beweglichkeit des Spielers ausgeglichen. Bei der Lichtquelle gibt es ebenfalls Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Miles Handkamera benötigt Batterien, ähnlich wie die Lampe in Amnesia Öl, und wie dort sieht sich der Spieler bald mit knappen Ressourcen konfrontiert. Statt direktem Licht gibt es ein bleich-grünes, kontraststarkes Nachtbild, welches eine ganz eigene, markante Stimmung schafft. In der Summe macht Outlast sehr erfolgreich Angst und sichert sich durch das gelungene Gameplay einen eigenständigen Platz im Horror-Genre.

    Outlast erzählt seine Geschichte teilweise in Notizen und Dokumenten, die der Spieler finden kann. Outlast erzählt seine Geschichte teilweise in Notizen und Dokumenten, die der Spieler finden kann.
    Ein paar kleine Schwächen hat der Titel aber doch: Einige der Checkpoints sind nicht allzu gut gewählt und nötigen dem Spieler einen größeren Abschnitt nochmals auf, was vor allem der Atmosphäre abträglich ist: Sind wir beim ersten Mal noch mit Gänsehaut und aufgestellten Nackenhaaren durch die Schatten geschlichen und haben uns vor einer plötzlich aufspringenden und kreischend auf uns zustürmenden, wohl doch noch nicht ganz toten Leiche zu Tode erschreckt, sprinten wir im zweiten Anlauf unbeeindruckt vorbei. Auch einige der Schockmomente sind arg vorhersehbar, auch wenn Outlast hier im Mittel eine sehr eindringliche Arbeit verrichtet. Die Gegner sehen zwar relativ furchteinflößend aus, doch besonders einfallsreich ist das Design nicht, zombie-ähnliche Widersacher gibt es in unzähligen anderen Spielen und die sporadischen Quick-Time-Events hat das Spiel nicht nötig.

    Outlast - Technik nicht zum Fürchten

    Technisch ist Outlast überraschend gut gelungen. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 3, die für den dreckigen Look einige Anpassungen erhalten hat. Der typische Unreal-Look ist in dem Direct-X-9-Titel nur noch zu erahnen, die Grafik von Outlast wirkt sehr individuell. Besonderer Fokus bei der Entwicklung lag eindeutig bei der auffällig gut gelungenen Beleuchtung, gerade der Restlichtverstärker zaubert ein überaus glaubhaftes Bild auf den Monitor. Auch die Schatten sind sehr gut gelungen: Tiefschwarze Dunkelheit lauert in jeder Ecke und die eigene Spielfigur wirft hübsche Silhouetten auf relativ hochauflösende Texturen. Eine gut implementierte Umgebungsverdeckung schafft überzeugende Übergänge bei Licht und Schatten und sorgt für organisch wirkende Ecken und Kanten. Miles hat im Gegensatz zu vielen anderen Spielen mit Ego-Perspektive auch tatsächlich einen Körper, seine Hände stützen sich beim Um-die-Ecke-Schauen sichernd an den rauen Putz, die Füße tasten vorsichtig über ein bröckelndes Sims oder baumeln hilflos in der Luft, wenn uns ein Insasse am Hals zu packen bekommt. Kein Out-Of-Body-Erlebnis also.

    Outlast Grafikmenu Outlast Grafikmenu Quelle: PC Games Hardware
    Ein weiteres technisches Schmankerl ist ganz klar das Sound-Design: Musik kommt nur spärlich zum Einsatz, wird aber ausgesprochen geschickt eingesetzt um Spannung oder Panik weiter anzuheizen und glänzt ansonsten eindrücklich mit gespenstiger Abwesenheit. Die Lücke füllt ein komplex gewobener Klangteppich aus knarzenden Dielen, regengepeitschten Fenstern, unheimlichem Stöhnen und rieselndem Staub. Kreischend öffnen sich verrostete Gittertore, Stimmen flüstern in den leeren Gängen, stoßweise dringt uns Miles' hecktische Atmung in die Ohren, sein Herz klopft mit dem unseren im Takt. Auch die (englische) Sprachausgabe ist sehr gut gelungen: Wir treffen auf zwei splitternackte, verdreckte und mit Narben übersäte Insassen, die uns durch die Gitterstäbe mustern und sich mit psychopatischer Gelassenheit darüber beratschlagen, wie sie uns am besten Schlachten und welche unserer Körperteile wem zustehen. Das ist überaus beeindruckend und ziemlich schauderhaft.

    Outlast - Fazit

          

    Volljährige Horror-Fans können Outlast bedenkenlos kaufen. Durch das wechselnde Spieltempo wird das Gameplay auf furchteinflößende Art und Weise aufgelockert: Wann immer wir nach längerem Streifen durch die depressiven Korridore und Zellenblöcke anfingen, uns bedrückt zu fühlen, warf uns das Spiel einen Adrenalin fördernden Abschnitt vor oder sperrte uns in einen Raum mit irre vor sich herbrabbelnden Insassen, die es im Auge zu halten galt. Die Grafik ist für einen Independent-Titel ausgesprochen gut und sehr stimmungvoll, gerade die Beleuchtung ist mustergültig gelungen. Beim Sound gehört Outlast sogar zu den echten Vorzeige-Titeln, die feine Akustik trägt einen großen Teil zu der dichten Atmosphäre bei. In dieser finden sich mehrere recht offensichtliche Vorbilder, namentlich Amnesia, Silent Hill, Blair Witch und einer Prise Cloverfield, das Endergebnis ist aber eigenständig. Wir sprechen eine klare Empfehlung für den Indie-Horror aus. Outlast kann ab sofort für 18,99 Euro zum Beispiel bei Steam geordert werden.

    Sind Sie ein darbender Horror-Fan? Dann könnte Outlast genau das richtige Spiel für Sie sein. Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie Ihre Meinung mit uns. Zum Abschluss bieten wir Ihnen als kleinen Bonus einige Screenshots mit hochauflösender 4K-Auflösung und verlustfreiem PNG-Format.

  • Outlast
    Outlast
    Release
    04.09.2013

    Stellenmarkt

    Es gibt 31 Kommentare zum Artikel
    Von Bester_Nick
    Hab mir das Lets Play von Gronkh angeschaut. Das ist nach Amnesia endlich mal wieder ein richtiges Horrorspiel. Dead…
    Von Snoozle
    sOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOo geil !!!! habs gestern mal gekauft und direkt mal angefangen zu zocken, habe fast 4 stunden…
    Von Rizzard
    Hab sein Outlast LP auch direkt zum Start angefangen. Sehr unterhaltsam wie ich finde.Muss da auch jedes mal lachen…
    Von AnthraX
    Durch facecam etc finde ich es sehr echt. Und wenn man seine lps sieht, dazu den GamesCom auftritt, seine lice streams…
    Von Iconoclast
    Verglichen mit zum Beispiel PewDiePie sind es sogar wenige. Kann mit den ganzen LP's aber auch nichts anfangen.…
      • Von Bester_Nick Lötkolbengott/-göttin
        Hab mir das Lets Play von Gronkh angeschaut. Das ist nach Amnesia endlich mal wieder ein richtiges Horrorspiel. Dead Space ist dagegen ein Kindergeburtstag.
      • Von Snoozle PC-Selbstbauer(in)
        sOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOo geil !!!!

        habs gestern mal gekauft und direkt mal angefangen zu zocken, habe fast 4 stunden gespielt insgesamt glaube ich sogar. hatte besuch von nem kollegen udnder war auch so gefesselt von dem spiel, das der die ganze zeit neben mir gesessen hat während ich es gespielt habe. Die Atmsophäre ist phenomenal !!! extrem geil ! Die Soundkulisse ist extrem heftig ! Da ich Besuch hatte kontne ich es bishern icht auf Kopfhörern spielen, mal sehn, werde ich dann ab jetzt machen udn vllt. spiele ich es ein zweites mal. 2, 3 mal habe ich mich sogar ein bisl erschreckt * !

        Die Gewittersounds sind super geil. der gore faktor ist auch sehr geil, überall Gedärme O - gameplay super, ist echt mal was Anderes. Spannung pur, Story interessant und joa einfach nur geil geil geil !

        Kann ich jedem nur empfehlen !!!
      • Von Rizzard PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von AnthraX
        Ja die Facecam ist teilweise schon sehr unterhaltsam. Das beste ist wenn er sich total verjagt , dann lacht und immer nur fragt "wieso spiel ich son scheiß?"
        Hab sein Outlast LP auch direkt zum Start angefangen. Sehr unterhaltsam wie ich finde.
        Muss da auch jedes mal lachen wenn er sich fragt warum er den sche*ß überhaupt spielt.^^
      • Von AnthraX Software-Overclocker(in)
        Zitat von "Iconoclast;5641021"
        Verglichen mit zum Beispiel PewDiePie sind es sogar wenige. Kann mit den ganzen LP's aber auch nichts anfangen. Jediglich 666theheartless666 finde ich wirklich gut bzw. amüsant. Da gucke ich mir hin und wieder mal was an.
        Aber sowas wie Gronkh ist mir einfach zu unecht/aufgesetzt.
        Durch facecam etc finde ich es sehr echt. Und wenn man seine lps sieht, dazu den GamesCom auftritt, seine lice streams etc, dann merkt man das er das echt ist. Aber wenn einem das nicht gefällt ist das nunmal Geschmack. Der Erfolg jedoch spricht für ihn.

        Und er macht das ja auch nicht nur zum Spaß. Immerhin ist er Geschäftsführer bei der Firma.
      • Von Iconoclast BIOS-Overclocker(in)
        Verglichen mit zum Beispiel PewDiePie sind es sogar wenige. Kann mit den ganzen LP's aber auch nichts anfangen. Jediglich 666theheartless666 finde ich wirklich gut bzw. amüsant. Da gucke ich mir hin und wieder mal was an.
        Aber sowas wie Gronkh ist mir einfach zu unecht/aufgesetzt.
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Outlast
Outlast im Hands-On-Test - Die Rückkehr des Survial-Horrors - mit 4K-Screenshots!
PCGH macht den Test: Outlast ist feinstes Futter für Survival-Horror-Fans. Waffen- und wehrlos verschlägt es den Journalisten Miles Upshur in eine verlassene Irren-Anstalt. Der Spieler steuert den Reporter aus der Ego-Perspektive durch schummrige Räume. Überall zeugen entstellte Körper und verdrehte Gliedmaßen von unkontrollierter, manischer Gewalt. Wir schleichen uns nägelkauend durch die dunklen Gemäuer.
http://www.pcgameshardware.de/Outlast-Spiel-62/Specials/Outlast-Test-4K-Horror-Indie-Steam-1087096/
09.09.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/09/OLGame_2013-09-06_11-24-39-06-pcgh.png
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