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  • Ausprobiert auf der CES: Oculus Rift Crescent Bay - Wann kann man das Teil endlich kaufen?

    Skibrillen-Design, 3D-Audio, enorme Performance: Crescent Bay hat her ordentlich abgespeckt, liefert aber konstante 90 fps in der Unreal-Engine-4-Demo. Quelle: PC Games Hardware

    Die wohl beeindruckendste Erfahrung der CES 2015: Bullettime-Kugeln in der Unreal-Engine-4-Version von Transformers, Balancieren über Gotham und das Sprechen mit E.T. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.

    E.T. würde gerne telefonieren. Das kleine Alien stellt sich im Hands-On-Test mit Oculus Rift: Crescent Bay vor Sie, schaut Sie erwartungsvoll mit großen blauen Augen an und reagiert auf Ihre Aktionen. Machen Sie einen Schritt zurück, kommt er etwas näher, stellt seinen Kopf schräg und setzt seinen Dackelblick auf. Gehen Sie in die Hocke, damit Ihr Kopf auf Augenhöhe mit seinem ist, lacht er und freut sich. Er streckt seine Hand aus und Sie können gar nicht anders, als seine virtuelle Hand zu schütteln. Die Masse von Objekten kann Oculus Rift noch nicht darstellen, aber ansonsten ist es einfach nur beeindruckend, wie echt sich Virtual Reality anfühlen kann. Das liegt vor allem an den neuen 3D-Audio-Kopfhörern, die Oculus jetzt an seinen Crescent Bay-Prototyp drangebaut hat. Beachten Sie das kleine Alien nicht und machen einen Spaziergang auf der Mondlandschaft, dann ertönt von rechts hinten plötzlich ein "Entschuldigung". Sie schauen sich rechts über die Schulter, aber da ist nichts. Dann wieder ein "Entschuldigung", nur dieses mal von links. Sie schauen sich über die Schulter und dann sitzt da plötzlich E.T. auf einem Felsen.

    01:39
    Elite: Dangerous - Oculus-Rift-Gameplay direkt aus dem VR-Headset


    Auf der CES trackt eine kleine Kamera an der Wand die Bewegung des Spielers, das Alien läuft Ihnen also nach und ist auf einen Felsen geklettert, damit Sie ihn eher wahrnehmen. Bleiben Sie stehen, rutscht er ein Stück näher ran und Ihre Köpfe sind jetzt wieder auf Augenhöhe. Er verzieht das Gesicht, Tränen kullern aus seinen Augen. Der kleine Kerl sieht so plastisch und echt aus, Sie würden Ihn am liebsten in den Arm nehmen und trösten. Es ist nur die erste Tech-Demo, aber schon ein bisschen "wow". Übertragen Sie diese Szene auf ein dramaturgisch starkes Spiel wie Heavy Rain (erschien leider nicht auf PC, nur PS3) oder Alan Wake und Sie können sich die Zukunft von Oculus ausmalen.

    90 fps, Skihelm-Design und Gotham City VR

    Technolust setzt 3D-Audio vor allem zu Schockzwecken ein. Zunächst herrscht Totenstille, dann surrt ein Ventilator los, schließlich sitzt die Lady hier im Sessel. Technolust setzt 3D-Audio vor allem zu Schockzwecken ein. Zunächst herrscht Totenstille, dann surrt ein Ventilator los, schließlich sitzt die Lady hier im Sessel. Quelle: PC Games Hardware Laut Nate Mitchell, Vice President of Product, ist das stark überarbeitete Design von Crescent Bay sehr wichtig für die Spielerfahrung: "Dk2 war etwas zu massig und zu schwer. Sie wurden immer wieder daran erinnert, diese Art Helm zu tragen. Deshalb haben wir das Gewicht reduziert und uns bei der Form an Ski-Brillen orientiert". Oculus nutzt für Crescent Bay eine komplett neue Optik, auch wenn Mitchell jeglichen Fragen nach der exakten Auflösung des Screens ausweicht. "Wir bei Oculus stellen immer wieder fest, dass sich Es gab Journalisten, die gefragt haben, ob wir mit 4k arbeiten. das Empfinden der Auflösung zwischen einem normalen Display und VR drastisch unterscheidet. Es gab Journalisten, die gefragt haben, ob wir mit 4k arbeiten." Er lacht, denn die Specs bleiben sein Geheimnis.

    In der nächsten Demo gilt es, einen Balance-Akt über einen Stahlträger zu meistern, wobei die Kulisse darunter frappierend an Gotham City erinnert. Die Texturen sind knackscharf, Mondlicht durchschneidet die Nacht und trifft auf Regen-Effekte, die vielleicht nicht ganz so gut aussehen wie in "Batman: Arkham Knight", aber die Performance nicht beeinträchtigen. "Alle Demos laufen mit 90 fps", bestätigt Mitchell. Ansonsten ist Oculus ein bisschen wie die NSA der Spielebranche, sogar die Spezifikationen der Hardware sind geheim. Mitchell verrät lediglich, dass die Demos auf Maxwell-Karten laufen.

    Beeindruckend ist auch hier die Präsenz von VR. Das wirkt alles täuschend echt. Ein Blick nach rechts oder links und Ihnen wird regelrecht schwindelig, denn die Demo suggeriert effektiv sehr große Höhe. Entsprechend setzen Sie langsam einen Fuß nach den Der PCGH-Autor stürzt beinahe im Präsentationsraum, das der Helikopter ins Trudeln gerät. anderen. Die Immersion funktioniert vor allem so gut, weil das 3D-Audio bereits nahezu perfekt funktioniert. Sie hören Quietsch-Geräusche und prasselnden Regen, zum Ende der Demo nähert sich sogar ein Helikopter von Osten, man hört die langsam nähernden Rotorblätter und der PC-Games-Hardware-Autor stürzt beinahe im Präsentationsraum, weil der Helikopter plötzlich ins Trudeln gerät und vielleicht einen Meter vor seinen "Augen" abstürzt. Stellen Sie sich Call of Duty vor mit Rotorblättern, die wie Sensen auf Ihren Kopf zusteuern. Atmosphärisch gesehen ist das eine ganz neue Liga.

    Michael Bays VR-Traum mit Unreal Engine 4

    Die VR-Demo von Epic ist ein atmosphärisch faszinierendes Erlebnis, arbeitet aber mit deutlich niedrig aufgelösteren Texturen als vom PC gewohnt. Die VR-Demo von Epic ist ein atmosphärisch faszinierendes Erlebnis, arbeitet aber mit deutlich niedrig aufgelösteren Texturen als vom PC gewohnt. Quelle: Epic Erinnern Sie sich noch an die Samaritan-Demo mit dem grimmigen Mantelträger, der lässig eine Zigarette im strömenden Regen raucht? Ungefähr die gleiche Szenerie verwenden Oculus und Epic für das Crescent Bay-Hands-On mit der ersten Spieldemo für die Unreal Engine 4. Sie laufen dabei durch New York City, bewundern das Lichtspektakel der LED-Werbebanden überall und plötzlich rasen futuristische Polizeifahrzeuge mit Blaulicht nur haarscharf an Ihnen vorbei. Sie greifen nicht wirklich aktiv ein, sondern beobachten die Szenerie. Spezialeinheiten gehen in Position, entsichern ihre Waffen und plötzlich schaltet das Spiel auf Zeitlupe und Ihnen fliegen die Kugeln im Matrix-Style um die Ohren.

    Die Projektile sollen dabei einen Mech-Saurier treffen, der direkt aus Transformers: Ära des Untergangs stammen könnte und der wiederum feuert Raketen zurück. Das Spielgefühl lässt sich schwer beschreiben, aber der 3D-Sound gibt Ihnen ein cineastisches Mittendrin-Gefühl. Das ist auch nicht einfach nur Dolby Surround wie im Kino, sondern der Sound orientiert sich sehr stark an Ihren Bewegungen. Sie stehen und die Kugeln zischen rechts und links an ihrem Kopf vorbei. Sie laufen in Deckung und hören das Zischen Oculus, wann kann man das Ding endlich kaufen? der Projektile in gewisser Entfernung und auch das Einschlagen der größeren Sturmgewehr-Kaliber. Außerdem reagiert natürlich auch die Physik. Lehnen Sie sich an ein parkendes Auto und schlagen dort Kugeln ein, bricht die Windschutzscheibe und Glas fällt vor Ihnen auf den Boden. Im Showdown wirbelt der Mech dann auch noch ein Auto durch die Luft, das ganz nach Michael Bays Geschmack effekthascherisch tief über Ihren Kopf segelt. Sie gehen instinktiv in die Hocke. Schauen Sie jetzt nach oben, können Sie sogar das verängstigende Gesicht des Fahrers sehen. Oculus, wann kann man das Teil endlich kaufen?

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Oculus Rift: Release, Preis, Spezifikationen, Systemanforderungen [April-Update]
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    Es gibt 37 Kommentare zum Artikel
    Von Sdarr82
    oh wär das schön wenn ich mir das ding nach Feierabend endlich mal für ne Std über die Rübe ziehen könnt und alles um…
    Von Brainwaver
    In heutigen Shootern ist das Problem wohl eher weniger das dein Körper sich nicht mitbewegt, sondern das man…
    Von CptAhnungslos
    Laut Palmer Luckey lösen die Tretmühlen das Problem auch nicht(vollständig), da sich zwar die Beine bewegen aber…
    Von Racoon1211
    Ich bin super gespannt, gerade der Crescent Bay Prototyp ist schon sehr nahe an dem, was man sich als Endkunde für die…
    Von kinnaj93
    Zu dem einen Post auf Seite 1, wo Mikroruckler im SLI-Betrieb angedeutet wurden:Nvidia hat das meines Wissens noch…
      • Von Sdarr82 Kabelverknoter(in)
        oh wär das schön wenn ich mir das ding nach Feierabend endlich mal für ne Std über die Rübe ziehen könnt und alles um mich rum ausblenden kann.
        Ob Game, ob Film... egal. Mir ist auch egal ob man jeden Pixel sehen kann, Hauptsache besser als das Zeiss-Ding (was ich besitze und nicht nutzbar ist weil die Displays irgendwie beschlagen sind und ich das Ding nicht auf bekomm um es zu reparieren, Garantie abgelaufen).
      • Von Brainwaver Freizeitschrauber(in)
        Zitat von clemi14

        Wäre wirklich mal interessant wieviele hier im Forum z.B. das DK2 schon probieren konnten. Wir haben natürlich in der Uni erstmal BF3 ausprobiert. 4 Mann haben es gespielt und bei 3en war nach 5 Minuten Schluss wegen Übelkeit und beim letzten war nach 10 Minuten Schluss. Immerhin denkt der Kopf der Körper würde sich bewegen, tut er aber nicht. Ist also wie Seekrank werden nur andersherum, aufm Schiff denkt der Kopf er ruht, aber das Gleichgewichtsorgan sagt es wird sich bewegt.

        Erst Virtuix Omni könnte das Problem durch Übertragung realer Bewegungen in das Spiel lösen.
        In heutigen Shootern ist das Problem wohl eher weniger das dein Körper sich nicht mitbewegt, sondern das man umgerechnet sich mit ca. 60 km/h durch die Welt bewegt was am Monitor nicht so auffällt aber in der OR extrem wird.
        Auf gut Deutsch Shooter müssen extra für die OR entwickelt werden damit es funktioniert.
      • Von CptAhnungslos Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von clemi14

        Erst Virtuix Omni könnte das Problem durch Übertragung realer Bewegungen in das Spiel lösen.
        Laut Palmer Luckey lösen die Tretmühlen das Problem auch nicht(vollständig), da sich zwar die Beine bewegen aber trotzdem keine Beschleunigung stattfindet.

        Ich selbst habe das DK2 seit ca. einem halben Jahr und muss sagen, dass es wirklich der Hammer ist in Rennspielen oder sogar in Third Person Spielen (Toybox Turbos)!
        Als Ego-Shooter funktioniert echt nur Alien Isolation, da man dort nur langsam vorgeht und sich so die Motion Sickness in Grenzen hält.
      • Von Racoon1211 Schraubenverwechsler(in)
        Ich bin super gespannt, gerade der Crescent Bay Prototyp ist schon sehr nahe an dem, was man sich als Endkunde für die CV1 wünschen würde.
        Aber es muss noch einiges an optimierungsarbeit reingesteckt werden, dann sind evtl. die Hardwareanforderungen auch etwas niedriger.
        Um eine potente Grafikkarte wird man natürlich trotzdem nicht herum kommen.
      • Von kinnaj93 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zu dem einen Post auf Seite 1, wo Mikroruckler im SLI-Betrieb angedeutet wurden:
        Nvidia hat das meines Wissens noch doch gelöst, indem Sie in der neuen Maxwell Version jedes Auge selbst berechnen lassen können (oder nicht?!)

        Außerdem:
        Ich freue mich auch schon seit circa 1 Jahr auf die CV1. Am meisten freue ich mich wohl darauf, mich ins Kino setzen zu können mit Riftmax bzw VR Cinema 3D.
        Ich bezweifel aber, dass das gut gehen wird, da die Auflösung aktuell wohl noch immer nicht ausreicht und man auf 8K warten muss. Selbes Problem bei dem kleinen Tool VR Player, denke ich mal.

        Und wegen der Übelkeit: Das dürfte jedem klar sein und dagegen hilft nur eine 3rd-Person. Bei LKW-Simulationen sieht man ja, das klappt alles super.
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Oculus Rift
Ausprobiert auf der CES: Oculus Rift Crescent Bay - Wann kann man das Teil endlich kaufen?
Die wohl beeindruckendste Erfahrung der CES 2015: Bullettime-Kugeln in der Unreal-Engine-4-Version von Transformers, Balancieren über Gotham und das Sprechen mit E.T. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.
http://www.pcgameshardware.de/Oculus-Rift-Hardware-256208/Specials/Ausprobiert-Crescent-Bay-1147786/
18.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/Oculus_Rift_CES_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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