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  • Nvidia Shield vorgestellt: 4K-Videos, Spiele und Streaming - Alles zu Preis, Release, technische Daten

    Nvidia Shield: 4K-Videos, Spiele und Streaming (1) Quelle: Nvidia

    Am Ende des zweiten Tages der Game Developers Conference 2015 lud Nvidia ins Masonic Auditorium in San Francisco ein. Vor Entwicklern und Pressevertretern enthüllte Firmenchef Jen-Hsun Huang dort Nvidias erste Spielkonsole, die obendrein 4K-Videos und Spiele streamen kann.

    Nvidias Präsident und CEO Jen-Hsun Huang bediente sich am gestrigen Abend schamlos bei Steve Jobs. Der hatte 2007 drei neue Geräte angekündigt: einen iPod, ein Telefon und einen Internet-Kommunikator. Am Ende vereinte das iPhone alle drei Geräte in sich. Huang präsentierte einen Internet-Fernseher, eine Spielkonsole und einen Supercomputer. Auch hier handelt es sich um ein einziges Gerät namens Nvidia Shield. Es streamt Filme in 4K-Auflösung, ist mit 520 GFLOPS etwas flinker als eine Wii U (480 GFLOPS) und greift über Nvidias Streaming-Dienst GRID auf Server mit GTX-Grafikkarten zu.

    Filme und Serien in 4K-Auflösung

    In der ab Mai für 199 US-Dollar in den USA erhältlichen Konsole steckt eine Tegra-X1-CPU auf Maxwell-Basis mit 256 Kernen und 3 GByte RAM. Sie sorgen unter anderem dafür, dass Videos in 4K-Auflösung mit 60 Frames pro Sekunde abgespielt beziehungsweise aufgenommen werden können. Dazu setzt Nvidia auf die Kompressionsformate H.265, H.264 und VP9. Klanglich versorgt das System 7.1- beziehungsweise 5.1-Lautsprecher mit HD-Audio (24 Bit/192 kHz). Die über eine bidirektionale Bluetooth-Verbindung mit der Konsole kommunizierende Fernbedienung besitzt einen Akku, der per USB-Kabel aufgeladen werden kann. Neben diversen Bedientasten finden sich daran auch ein Kopfhörerausgang und ein Mikrofon. Denn die Shield-Konsole lässt sich per Sprache steuern, was bei der Präsentation mal besser, mal schlechter funktionierte. Das sorgte beim Publikum für Erheiterung.

    Nvidia Shield: 4K-Videos, Spiele und Streaming (11)Nvidia Shield: 4K-Videos, Spiele und Streaming (11)Quelle: Nvidia

    Doppelt so schnell wie eine Xbox 360

    Auch für Spiele ist der Tegra-X1-Chip gerüstet. Er ist mit 520 GFLOPS etwa doppelt so leistungsfähig wie eine Xbox 360, kommt jedoch an die 1,84 TFLOPS einer PlayStation 4 bei Weitem nicht heran. Dennoch läuft auf der Shield-Konsole die Infiltrator-Demo der Unreal Engine 4 mit allen Effekten ohne Einschränkungen. Vor zwei Jahren war dafür noch ein rund 3.000 US-Dollar teurer PC nötig. Zum Nvidia-Boss gesellten sich nun in rascher Folge zahlreiche Entwickler mit ihren Spielen, darunter "The Talos Principle" (Croteam), "Borderlands: The Pre-Sequel" (Gearbox Software), "Doom 3 BFG Edition" (id Software), "Crysis 3" (Crytek) - alle liefen ohne Einschränkungen auf der Android-Konsole. Etwa 50 Titel sollen zum Start verfügbar sein. Das mitgelieferte Gamepad hält übrigens 40 Stunden durch, bevor sein Akku aufgeladen werden muss. "Für manche von euch eine typische Zock-Session", frotzelt Jen-Hsun Huang.

    Spiele-Streaming mit maximalen Details

    Doch was ist mit dem angekündigten Supercomputer? Dahinter versteckt sich Nvidias Spiele-Streaming-Dienst GRID. Auf einem Server mit GTX-Grafikkarten werden allerneuste Titel in höchster Detailstufe gerendert und über das Internet auf die Shield-Konsole gestreamt. Nach Angaben von Jen-Hsun Huang haben es seine Mitarbeiter geschafft, die dabei anfallende Latenz auf 150 Millisekunden zu senken. "Ein Augenzwinkern dauert doppelt so lang", sagt Huang. Zu den Spielen, die Grid unterstützen, gehören "The Witcher 3" (CD Projekt), "Batman: Arkham Knight" (Rocksteady Games), "Resident Evil Revelation 2" (Capcom), "Metal Gear Solid 5" (Konami) und "Grid 2" (Codemasters). Ihre Android-Download-Premiere sollen unter anderem "Resident Evil 5" (Capcom) und "Metal Gear Rising: Revengeance" (Konami) gehören. Über 50 Spiele sollen in einem Basis-Abo enthalten sein, dessen Preis noch nicht bekannt ist. Brandneue Titel sollen je um die 60 US-Dollar kosten.

    01:13
    Nvidia Shield: Rendervideo der Android-Spielekonsole

    Unser Fazit: Shield

    Was Nvidia mit dem Shield-System auf die Beine gestellt hat, ist eine beeindruckende Angelegenheit. Allerdings betreten die Entwickler damit einen hart umkämpften Markt und haben mit einigen Handicaps zu kämpfen. Da wäre zum einen der Preis: Apples beziehungsweise Amazons Streaming-Hardware kostet nur die Hälfte beziehungsweise nur ein Viertel der von Nvidia angefragten 199 US-Dollar. Dafür sind sie weniger leistungsfähig und können keine 4K-Videos wiedergeben, zugegeben. Doch 4K-Inhalte sind derzeit noch ebenso dünn gesät wie die entsprechenden Fernseher. Die Spieleleistung ist beachtlich, gewiss. Doch wer noch einmal 200 US-Dollar drauflegt, bekommt für 399 US-Dollar eine PlayStation 4 - die derzeit schnellste Konsole unter der Sonne, für die in ein, zwei Jahren echte Kracher erscheinen dürften.

    Das Spiele-Streaming per GRID ist hingegen eine spannende Sache: Bei den in San Francisco vorgeführten Titeln konnten wir nur selten Artefakte oder Fehlfarben entdecken. Dafür sind natürlich eine schnelle Internetanbindung sowie ein Abo erforderlich. Doch dann braucht man sich nie wieder am PC-Aufrüstwahn beteiligen, um aktuelle Spiele in höchster Farbpracht spielen zu können. Und per Bluetooth lassen sich in nicht allzu ferner Zukunft sicher auch Maus und Tastatur an das Gerät anschließen.

    CPUTegra X1 (256 ALUs Maxwell GPU 3 GB RAM)
    Video-Features4K "Ultra-HD Ready", 4K Playback und Aufnahme bis zu 60 fps (VP9, H265, H264)
    Audio-Features7.1 und 5.1 Surround Sound Pass über HDMI
     High-Resolution Audio Playback bis zu 24-bit/192kHz über HDMI und USB
     High-resolution Audio Upsample mit 24-bit/192hHz über USB
    Festspeicher16GB
    Drahtlos-Verbindungen802.11ac 2x2 MIMO 2.4 GHz und 5 GHz Wi-Fi
     Bluetooth 4.1/BLE
    AnschlüsseGigabit Ethernet
     HDMI 2.0
     Zwei USB 3.0 (Type A)
     Micro-USB 2.0
     MicroSD slot (bis zu 128GB-Karten)
     IR Receiver (kompatibel mit Logitech Harmony)
    Gaming-FeaturesGrid Streaming Service
     Game Stream
    Gewicht654g
    AbmessungenHöhe: 130mm 
     Breite: 210mm
     Tiefe: 25mm
  • Nvidia Shield
    Nvidia Shield
    Hersteller
    Nvidia
    Release
    05.2015

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    Es gibt 88 Kommentare zum Artikel
    Von Ap0ll0XT
    So ist es. Man darf aber Komprimierungsverfahren nicht unterschätzen. Verlustbehaftete Formate sind immer kompakter…
    Von Sueff81
    Das will glaube ich auch keiner. Es ging eher darum, dass bei realistischen Bandbreiten eben eine gewisse…
    Von Ap0ll0XT
    Ähmmm das kann man so auch nicht vergleichen. Egal in welchem Modus du vor dem Kasten hockst. Ein verlustbehaftet…
    Von Multithread
    15ms? aber auch nur bei ner 150 oder 250er Leitung. Das Bild selber muss beim Downstream ja auch noch verschicht…
    Von Sueff81
    OK, Lendox, ich nehm alles zurück. Hab's jetzt anstatt an meinem 15" Laptop Monitor mal an meinem Schreibtisch am 24…
      • Von Ap0ll0XT
        Zitat von Sueff81
        Das will glaube ich auch keiner. Es ging eher darum, dass bei realistischen Bandbreiten eben eine gewisse Komprimierung stattfinden muss. Wie stark die sein muss und welche Qualität sie dadurch haben wird müssen wir natürlich selbst sehen.
        So ist es. Man darf aber Komprimierungsverfahren nicht unterschätzen. Verlustbehaftete Formate sind immer kompakter als verlustfreie. Und ab einem bestimmten Grad nimmt eben auch die Qualität merklich ab. Aber das System wird definitiv nicht daran kranken. Denn die Zielgruppe sind eben nicht die 60cm-vorm-Bildschirm-PC-Zocker, sondern die Couchpotatoes. Theoretisch macht NVIDIA, wenn das Streaming gut funktioniert, die klassischen Konsolen für viele obsolet. Denn während die Anforderungen an die Hardware seitens der Spiele steigen, bleiben die Anforderungen für den Streamingclient weitesgehend identisch. Warum sollte man die Shield-Konsole wechseln, wenn am Ende nur die Systeme in den Rechenzentren aufgerüstet werden müssen?

        4K bleibt 4K und wenn 4K funktioniert, wird 4K auch weiterhin funktionieren. Eine Ausnahme gibt es natürlich, wenn sie irgendwann auf h.266 oder so umsteigen und das der Chip können "muss". Aber am Ende wird es wahrscheinlich einen Softwarehack geben, der den Codec trotzdem implementiert.

        Dieser Teil ist also eher unbedeutend für den Erfolg des Gerätes. Da gibt es noch einige andere Faktoren.
      • Von Sueff81 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Ap0ll0XT
        Ich maße mir definitiv erst einmal nicht an zu sagen, das die Streaming-Qualität vom Shield sche!ße ist. Dafür müsste ich es vergleichen können.
        Das will glaube ich auch keiner. Es ging eher darum, dass bei realistischen Bandbreiten eben eine gewisse Komprimierung stattfinden muss. Wie stark die sein muss und welche Qualität sie dadurch haben wird müssen wir natürlich selbst sehen.
      • Von Ap0ll0XT
        Zitat von Sueff81
        OK, Lendox, ich nehm alles zurück.
        Hab's jetzt anstatt an meinem 15" Laptop Monitor mal an meinem Schreibtisch am 24 Zoller ausgetestet. Erstens lehn ich mich automatisch zurück und zweitens schalten meine Augen irgendwie auf Filmmodus, sodass ich die Artefakte noch weniger wahr nehme.
        Hab mal Testweiße Bioshock Infinite angeschmissen und danach nen Video reingemacht. Obwohl ich nichtmal in Ultra mit zigfach AA spiele (wie im Video) ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die wunderschönen Farbspiele in Bioshock kommen in den Videos (hab mehrere durchgetestet) gar nicht zur Geltung und die Artefakte erkennt man, wenn man auf Zockdistanz ranrückt (anstatt nach hinten gelehnt im "Filmmodus") wirklich gewaltig.
        Sorry, da hatte ich mich wohl verplappert, hatte das aber immer als ganz gute Quali im Kopf.

        Könnte am Fernsehen auf einigen Metern Entfernung (Standard Konsolenspielweiße) aber evtl weniger auffallen, als am Schreibtisch auf nem relativ großen Monitor.
        Ähmmm das kann man so auch nicht vergleichen. Egal in welchem Modus du vor dem Kasten hockst. Ein verlustbehaftet komprimiertes Video wird erneut durch das Videoportal verlustbehaftet komprimiert. Und wer weiß, wie oft es dazwischen noch gerendert und komprimiert wurde. Den Unterschied kann man objektiv nur wahrnehmen, wenn beide Quellen nebeneinander stehen, ohne das etwas nachträglich mit dem Bild gemacht wurde. Wenn man diesen Vergleich so aber nicht machen kann, dann sind die Unterschiede höchstens als subjektive Wahrnehmung zu werten. Ich maße mir definitiv erst einmal nicht an zu sagen, das die Streaming-Qualität vom Shield sche!ße ist. Dafür müsste ich es vergleichen können.
      • Von Multithread Software-Overclocker(in)
        Zitat von Deimos
        CB schreibt zum Streaming folgendes:

        Ich kann mir vorstellen, dass das heute nicht allzu spassig ist.
        Dagegen ist M-GPU superflüssig.

        15ms? aber auch nur bei ner 150 oder 250er Leitung. Das Bild selber muss beim Downstream ja auch noch verschicht werden.

        Wie Ich schon sagte: Laborbedingungen. Im Echten Leben können wir dann froh sein wenn wir 200-250ms Verzögerung haben, und zu den Hauptspielerzeiten haben wir dann noch lags und ruckler, weil die Rechenkapazitäten nicht ausreichen. Genauso bei jedem neuen Release von Bethesda, CoD und BF
      • Von Sueff81 Freizeitschrauber(in)
        OK, Lendox, ich nehm alles zurück.
        Hab's jetzt anstatt an meinem 15" Laptop Monitor mal an meinem Schreibtisch am 24 Zoller ausgetestet. Erstens lehn ich mich automatisch zurück und zweitens schalten meine Augen irgendwie auf Filmmodus, sodass ich die Artefakte noch weniger wahr nehme.
        Hab mal Testweiße Bioshock Infinite angeschmissen und danach nen Video reingemacht. Obwohl ich nichtmal in Ultra mit zigfach AA spiele (wie im Video) ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die wunderschönen Farbspiele in Bioshock kommen in den Videos (hab mehrere durchgetestet) gar nicht zur Geltung und die Artefakte erkennt man, wenn man auf Zockdistanz ranrückt (anstatt nach hinten gelehnt im "Filmmodus") wirklich gewaltig.
        Sorry, da hatte ich mich wohl verplappert, hatte das aber immer als ganz gute Quali im Kopf.

        Könnte am Fernsehen auf einigen Metern Entfernung (Standard Konsolenspielweiße) aber evtl weniger auffallen, als am Schreibtisch auf nem relativ großen Monitor.
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Nvidia Shield
Nvidia Shield vorgestellt: 4K-Videos, Spiele und Streaming - Alles zu Preis, Release, technische Daten
Am Ende des zweiten Tages der Game Developers Conference 2015 lud Nvidia ins Masonic Auditorium in San Francisco ein. Vor Entwicklern und Pressevertretern enthüllte Firmenchef Jen-Hsun Huang dort Nvidias erste Spielkonsole, die obendrein 4K-Videos und Spiele streamen kann.
http://www.pcgameshardware.de/Nvidia-Shield-Konsolen-260157/Specials/Nvidia-Shield-Preis-Release-Daten-1152436/
04.03.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/03/SHIELD__NVIDIA_s_First_Living_Room_Entertainment_Device-pcgh_b2teaser_169.png
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