Nvidia Geforce 10 Serie hat Probleme mit DPC-Latenzen

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Nvidia Geforce 10 Serie weist DPC-Latenzen auf
Quelle: MSI

Im Forum von Nvidia wird ein Latenzproblem bei Rechnern mit eingebauter Geforce-Karte der 10er Serie wie der GTX 1080 besprochen. Nutzer klagen über Aussetzer oder Knacken aus den Lautsprechern. Die Patchnotes der vorgestern veröffentlichten Treiber erwähnen dieses Problem nicht. Laut Nvidia wird der Fehler mit einem der nächsten Treiber behoben.

Nvidias Grafikkarten der Geforce 10 Serie weisen in manchen Rechnern Latenzprobleme auf, welche für Stottern, Aussetzer und selbst für Tonprobleme sorgen. Dies berichten Anwender im Forum von Nvidia, die eine Grafikkarte der aktuellen Generation auf Basis der Pascal-Architektur in ihrem PC verbaut haben. Das Problem besteht wohl schon länger. Diskutiert wird darüber bereits seit einem Monat.

Die Verzögerungen treten nicht bei allen Besitzern einer dieser Grafikkarten auf. Betroffene Nutzer im Forum geben Werte von 800 - 2000μs und mehr bei ihren Messungen von Latenzen unter Last an. Im Normalfall liegen diese Werte bei unter 100μs, in der Regel sogar unter 50μs. Die Probleme beschränken sich nicht nur aufs Spielen, auch beim Ansehen von Videos treten Verzögerungen auf und die Wiedergabe ruckelt. Dazu gehört auch die Nutzung von Streamingdiensten wie Netflix. Die Ursache dafür liegt wohl am Treiber. Nutzer berichten, dass die Werte wieder in den Normbereich zurückkehren und sie keinerlei Aussetzer mehr bemerken, sobald sie den Treiber von Nvidia deaktivieren.

Nvidia reagierte auf die Meldungen mit einem Fragebogen, den betroffene Nutzer ausfüllen konnten, um die Sachlage genauer zu analysieren. Eine Woche später meldete sich ein Mitarbeiter erneut im Forum zu Wort und merkte an, dass sie den Fehler reproduzieren konnten und bereits eine Vermutung haben, woran das Fehlverhalten der Grafikkarten liegt. Eines der kommenden Treiber-Updates soll sich dem Problem annehmen und den Fehler beheben. Bis dahin bittet Nvidia, keine weiteren Fragebögen zu diesem Thema mehr an sie zu senden. Das nächste Update wird den Fehler allerdings noch nicht beheben, da es zeitlich nicht reicht, eine Lösung in den nächsten Treiber zu implementieren. Sollte die Überprüfung früher abgeschlossen sein, wolle man aber einen Hotfix veröffentlichen.

DPC steht für Deferred Procedure Call und ermöglicht es unter anderem Treibern in Betriebssystemen von Microsoft, Aufgaben zu priorisieren, damit wichtige Vorgänge möglichst schnell abgearbeitet werden, während weniger wichtige Prozesse mit einer niedrigeren Priorität versehen werden können. Wenn so ein Aufruf nicht schnell genug abgearbeitet wird, können Aussetzer bei Ton- und Bildwiedergabe entstehen.

Um die DPC-Latenzwerte auszulesen, gibt es ein Programm namens DPC Latency Checker, welches auf thesycon.de kostenlos zum Download bereitsteht. Allerdings weist der Entwickler darauf hin, dass sein Programm zwar auf Windows 8 läuft, es dort aber ungenaue Werte abliefert. Damit auch Nutzer von Windows 8, Windows 8.1 und Windows 10 Messungen durchführen können, bietet Microsoft eine Möglichkeit durch die mitgelieferte Leistungsüberwachung. Diese kann man ganz einfach im Startmenü durch die Eingabe von perfmon und einer Bestätigung aufrufen. Dort klickt man auf den Menüpunkt Leistungsüberwachung unter Überwachungstools.
Leistungsmonitor mit Anzeige für die DPC-Rate Quelle: PC Games Hardware Leistungsmonitor mit Anzeige für die DPC-Rate
Im unteren rechten Bereich sollte man einen Eintrag Prozessorzeit (%) finden. Dort wählt man mittels Rechtsklick den Eintrag Leistungsindikatoren hinzufügen. Im sich öffnenden Fenster klappt man den Eintrag Prozessor nach unten, wählt DPC-Rate und klickt auf Hinzufügen. Nach einer Bestätigung auf Ok wählt man das Häkchen bei Prozessorzeit ab und bekommt die DPC-Werte präsentiert.

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    • Kommentare (118)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Vertigo79 Schraubenverwechsler(in)
        Der neue Treiber ist seit 15.08. endlich draußen - Version 372.54. In den Release notes steht u.a. " Corrected high DPC latency. ". Die Probleme mit den DPC-Latenzen sind also gefixt.
        Das werde ich mal testen ...

        Edit:
        Mir hat's auf jeden Fall was gebracht: Mit LatencyMon ist jetzt alles im grünen Bereich (Test lief ca. 30 Minuten). Die Windows Leistungsüberwachung zeigt aber in etwa dieselben Werte wie zuvor.
      • Von Vertigo79 Schraubenverwechsler(in)
        Der neue Treiber ist seit 15.08. endlich draußen - Version 372.54. In den Release notes steht u.a. " Corrected high DPC latency. ". Die Probleme mit den DPC-Latenzen sind also gefixt.
        Das werde ich mal testen ...

        Edit:
        Mir hat's auf jeden Fall was gebracht: Mit LatencyMon ist jetzt alles im grünen Bereich (Test lief ca. 30 Minuten). Die Windows Leistungsüberwachung zeigt aber in etwa dieselben Werte wie zuvor.
      • Von pronde Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hallo zusammen hab seit gestern meine GTX 1070 und keinerlei Probleme.
        Die Leistungsüberwachung zeigt Werte um die 60 μs (beim ansehen eines 4k Streams auf Youtube).
        Liegt also nicht an der Karte selbst sondern wahrscheinlich an der jeweiligen Konfiguration.
      • Von Schaffe89
        Nvidia wird das Treiberproblem bestimmt im nächsten Treiber angehen und geringfügig höher ist der Stromverbrauch definitiv nicht.
      • Von JaJa81
        erste besitzer einer gtx1060 auf mindfactory melden latenzprobleme die sich in stottern bei videos und spielen wiederspiegelten.

        zitiere:
        Hatte beim Videos schauen und spielen komische stotterer.
        Eine Suche bei Google ergab, dass die aktuellen Geforce 10 Karten offenbar
        Latenzprobleme haben. Hab die Karte umgetauscht, da sowas ein No Go ist.
        Wenn es jetzt schon solche Treiberprobleme gibt, nein danke.
        Da es aktuell keine Alternative gibt, werde ich mir wohl in ein paar Tagen die RX480 als Custom Design besorgen.
        Die GTX1060 hatte ich im Laden gekauft.

        Ich schätze, wer keine Latenzprobleme hat, wird mit der Karte Spaß haben.
        Aufgrund von mehr VRAM und besserer DirectX12 Ausnutzung, werde ich nun aber
        zur RX480 wechseln, da mich der geringfügig höhere Stromverbrauch nicht stört.
      • Von Vertigo79 Schraubenverwechsler(in)
        Danke für den gut gemeinten Rat. Ich nutze die externe USB-Soundkarte für Audiobearbeitung (Aufnahme, Schnitt) über Cubase, dafür muss die Soundkarte über einen ASIO-Treiber angesprochen werden. Das funktioniert mit dem Onboard-Sound natürlich nicht. Abgesehen davon, hatte ich Probleme mit dem Realtek-Treiber, der bei mir immer grundlos eine hohe Systemauslastung verursacht hatte. Mit der externen Soundkarte funktionierte bisher meistens alles sehr gut (mit der GTX 970), auch bei Spielen. Die gelegentlichen Macken (Tonausfall) lagen einfach daran, dass der Beta-Treiber eigentlich nicht für Windows 10 programmiert wurde. Jetzt hat sich mit der GTX 1080 das Problem etwas verschärft, aber nicht extrem - erst gestern konnte ich in Cubase einige Aufnahmen problemlos bearbeiten.

        Bevor ich die GTX 1080 eigebaut hatte, testete ich mein System mit LatencyMon, also dem Härtetest, und alles war im grünen Bereich, keine Warnungen. Es muss also am neuen Treiber und oder der Karte liegen.
      Direkt zum Diskussionsende
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