Nvidias Gameworks-Programm im Kreuzfeuer: Kann es AMD-Grafikkarten gezielt ausbremsen?
Die Webseite Extremetech hat sich mit Nvidias Gameworks-Programm auseinandergesetzt. Dieses beinhaltet eine Software-Bibliothek für Spieleentwickler, die allerdings weder von diesen noch von AMD einsehbar sei. AMD habe demnach nicht die Möglichkeit, seine Treiber für entsprechende Spiele zu optimieren. Außerdem könnte Nvidia bewusst Nachteile für die Konkurrenz einbauen, damit diese weniger Frames erzielt. So zumindest die Theorie.
Nvidia hat sich in den letzten Monaten die Zusammenarbeit bei einigen großen Spieleentwicklungen gesichert. Neu daran ist das sogenannte Gameworks-Programm, das eine optimierte Software-Bibliothek enthält. Aktuell steht diese Software-Bibliothek bei Extremetech in der Kritik. Die Webseite bemängelt, dass sie Nvidia-Karten prinzipiell bevorzuge. Weder die Spieleentwickler noch AMD selbst hätten die Möglichkeit, einen Blick hinein zu werfen. Was bei der Treiberanpassung jedoch wichtig sei, da die Bibliothek der GPU mitteile, wie sie Schatten, Umgebungsverdeckung oder die Beleuchtung berechnen soll.
Rein theoretisch wäre es laut Extremetech möglich, dass Nvidia beziehungsweise die Spieleentwickler Gameworks nutzen, um AMD-Grafikkarten gezielt auszubremsen. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um eine Theorie. Belege dafür führt die Webseite keine an. So hätte AMD den anfänglichen Performance-Rückstand gegenüber Nvidia in Assassins's Creed 4: Black Flag sogar tatsächlich minimieren können. Auch der von Nvidia unterstützte Titel Splinter Cell: Blacklist laufe mittlerweile flotter.
Beim Gameworks-Titel Batman: Arkham Origins sei das allerdings nicht der Fall. Den berechne eine Radeon R9 290X nach wie vor nur minimal schneller als die eigentlich klar langsamere Geforce GTX 770. Dabei würde der Unreal-Engine-3-Titel seinem Vorgänger Arkham Asylum technisch sehr ähneln. Dieser läuft auf der AMD-Grafikkarte jedoch deutlich flotter, in DX11 seien es satte 24 Prozent Mehrleistung. Prinzipiell könne man, so Extremetech, nicht automatisch Gameworks für die geringe Performance in Arkham Origins verantwortlich machen, da bessere Schatten sowohl auf der Radeon R9 290X als auch auf der Geforce GTX 770 zehn Prozent Leistung kosten. Dennoch fehle AMD wegen Gameworks generell die Möglichkeit, sich den Shadercode anzuschauen. Nvidia habe dieses Problem nicht.
An der Stelle bringt die Webseite schließlich den eingangs erwähnten Vorwurf ins Spiel. So mache sich Arkham Origins bei der Tessellation die gleichen Tricks zu eigen, mit denen Nvidia sich seit der Veröffentlichung von Fermi schon in anderen Games und Benchmarks höhere Bildraten sichere. Gemeint ist ein hoher Tessellation-Faktor ohne erkennbaren Mehrwert gegenüber geringeren Einstellungen. Tesselation liegt Nvidia-Karten nämlich nach wie vor besser als der Konkurrenz. Eine Radeon R9 290X benötige für das Feature pro Frame 30 bis 40 Prozent mehr Zeit als vergleichbare Nvidia-Karten. Und eben das könne man geschickt für längere Benchmark-Balken ausnutzen.
Bewiesen ist die Theorie damit freilich nicht. Das gesteht auch der Autor der Streitschrift auf Extremtech. Er gibt jedoch zu bedenken, dass AMD bei Gameworks-Titeln aufgrund des "Closed Source"-Ansatzes nicht mal eben ein leistungssteigerndes Treiberupdate aus dem Hut zaubern kann. "Sollte es passieren, dass die Performance manipuliert wird, würden schon ein paar Prozent hier und ein paar Prozent dort in Summe zu einer signifikanten Leistungsminderung führen", so die Spekulation. Bei einem Spiel mit vier High-End-DX11-Features, die alle nur zwei Prozent langsamer laufen als nötig, ergebe sich bereits eine Leistungsdifferenz von acht Prozent. Im High-End-Bereich könne das den Unterschied zwischen einer 400-und einer 500-US-Dollar-Grafikkarte ausmachen.
Quelle: Extremetech

Heißt also:
AMD + AMD-entwickelte Features = Kaputte Spiele auf nVidia-Hardware.
Schon lustig, dass die selben Leute, die sich hier aufregen, bei AMD irgendwie immer die Augen zudrücken. Ein Schelm, der böses dabei denkt.
Das ist genau das Gegenteil von Gameworks.
"Schon lustig, dass die selben Leute, die sich hier aufregen, bei NV irgendwie immer die Augen zudrücken. Ein Schelm, der böses dabei denkt."
Stimmt. Und das Spiel mit TressFX - Tomb Raider - lief nicht mal vernünftig auf nVidia-Karten.
Heißt also:
AMD + AMD-entwickelte Features = Kaputte Spiele auf nVidia-Hardware.
Schon lustig, dass die selben Leute, die sich hier aufregen, bei AMD irgendwie immer die Augen zudrücken. Ein Schelm, der böses dabei denkt.
Und falls Nvidia da einen Vorteil aus Gameworks ziehen kann, dann werden sie es auch machen, denn sonst hätte diese Aktion mit closed Libraries wohl keinen Sinn.
Und falls sich das bestätigt und PCGH und/oder andere Testseiten genau das feststellen, dann komm mir bloß nich mit "Habe ich doch gesagt bzw. geschlussfolgert", oder "Destruktives Gameworks", denn die Argumentation hast du dir verbaut
Naja, ich glaube ja auch, dass man das schon so ein bisschen sehen kann, aber ein echter Beweis ist es eben nicht. Ich hoffe das hab ich jetzt deutlich gemacht
Ich weiß, das ich mit meiner einen Aussage etwas gegen nVidia sage, und mit der anderen etwas behaupte, was unter Umständen eine legitime Ausrede für schlechtere Framerates wäre, aber ich wollte damit nur sagen, dass einem ja die Logik schon sagt, das das daraus resultieren muss. So langsam steig ich jetzt aber auch selber nicht mehr durch die Diskussion..
EDIT: Ich schließe mich übrigends Skysnake an, ich glaube, dass sie das nicht so offensichtlich machen werden, dass das bei den wenigen Gameworks Spielen die kommen so einfach zu sehen ist. Da werden wahrscheinlich dann nur die ganz wichtigen Spiele (welche bei allen kaufrelevant sind und so) eindeutige Mehrleistung bieten. Und kannst du dann sagen, ob das an allgemein gut optimierten Treibern nVidias, schlecht optimierten Treibern AMDs, oder einfach an Effekten wie Physx oder sonst was liegt? Da weiß man dann eben nüscht