Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Asus GX700 mit GTX 990M ausprobiert: Iron-Man-Design mit externer Wasserkühlung

    Die wildeste Gaming-Enthüllung der IFA: das GX700 setzt auf einen i7 6820HK sowie die neue GTX 990M, die für maximale Leistung von einer externen Lösung gekühlt wird. Quelle: PC Games Hardware

    Das GX700 von Asus ausprobiert: Vollaluminium-Gehäuse, Lasergravuren, golden strahlender Look: Das GX700 ist nicht nur ziemlich schick, sondern auch das derzeit leistungsstärkste Gaming-Notebook der Welt. Dank der eigentlich noch gar nicht enthüllten "GTX 990M", die so viel Power unter der Haube hat wie der große Desktop-Bruder GTX 980. Können Sie damit auch in Zukunft The Witcher 3 in 4K und mit allen Details auf Ultra im Flugzeug spielen? Na ja, fast. Selbst in der Business Class ist wohl kaum noch Platz für eine Overclocking-Station mit Wasserkühlung im Lamborghini-Design. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.

    Das neue ROG GX700 von Asus sieht aus, als hätte es Tony Stark designt: Geschwungen geformte Lüftungsschlitze wie beim Lamborghini Veneno treffen auf ein Vollaluminium-Gehäuse mit Lasergravur sowie Vertiefungen am Rücken, in die LED-Streifen eingelassen sind. Wirkte das letzte ROG G751 noch ziemlich bullig und durch die Kombination aus Schwarz, Grau und dezenten Aluminium-Applikationen eher ein bisschen langweilig, sieht das GX700 richtig edel aus. Dafür sorgt vor allem das eloxierte Aluminium, welches das gesamte Gerät umschließt sowie die golden glänzenden Lüftungsschlitze im unteren Segment, deren Kolorierung an das Apple-Gold erinnert. Dort, wo Gehäuse und Notebook-Deckel abschließen, verläuft dann auch noch mal "Republic of Gamers" als Lasergravur. Einziges Designmanko ist der Plastikrahmen fürs Display. Können sich bitte mal alle Hersteller bei Dells XPS abschauen, wie man Notebooks mit randlosen Displays designt? Gerade in der Ultra-Hochpreis-Region über 3.000 Euro sollte das eigentlich Standard sein – letztendlich ist Design aber natürlich Geschmackssache.

    Erster K-Skylake Mobile und GTX 990M

          

    Asus stößt mit der neuen ROG-Serie in 4K-Gefilde vor und stattet sein Flaggschiff GX700 mit einem 17 Zoll großen und 3.840 × 2.160 Pixel auflösenden IPS-Panel aus. Für technische Messungen fehlte auf der IFA Zeit und Equipment, vom ersten Eindruck her ist es aber sehr schön ausgeleuchtet und die Farben sind knackig. Ob's an die aktuelle Display-Referenz von Dell rankommt, muss aber erst ein Labortest zeigen. Gespielt haben wir The Witcher 3, das läuft dank der Ultra-High-End-Ausstattung in höchsten Einstellungen ruckelfrei. Dafür sorgt die Kombination aus eigentlich noch gar nicht von Nvidia enthüllter "GTX 990M" und dem Intel Core i7-6820HK. Mit der GTX 990M wollen die Kalifornier ganz offensichtlich die Power einer GTX 980 auch im Notebook-Segment etablieren, denn beide Grafikkarten setzen auf volle GM204-Chips mit 2.048 Shader-Einheiten. Der 8 GiByte große GDDR5-Speicher ist zwar wie die 980M mit 2,5 GHz getaktet, rechnet aber mit 4.874 GFLOPs nur 205 Gigaflops pro Sekunde langsamer als der große 980er-GTX-Desktop-Bruder – der Boost-Takt ist also etwas geringer; wie hoch genau wollte man uns nicht verraten.

    Genauso spannend wie die Grafikeinheit ist für das GX700 auch die CPU: Der i7-6820HK ist einer der ersten Skylake-Prozessoren, die über einen entsperrten Multiplikator verfügen, sich ergo von Hersteller und Nutzer frei übertakten lassen. Der Basistakt liegt von Intel spezifiziert bei 2,7 GHz, im Turbomodus sind 3,6 drin. Das ist nett, aber da so ein 17-Zöller mit gut vier Kilo Gewicht sowieso weniger für den mobilen Einsatz und mehr als Desktop-Replacement sowie LAN-Maschine geeignet ist, kombiniert Asus sein GX700 mit einer abgefahrenen, externen Kühllösung, die laut Asus bis zu 80 Prozent mehr Leistung bringen soll. Wie das funktioniert? PC Games Hardware hat's ausprobiert.

    Die Schnelltrenner sind sehr stabil gebaut und mit Aluminium verstärkt. Auf Knopfdruck fährt der Rüssel automatisch ins Notebook und der Wasserkreislauf beginnt. Die Schnelltrenner sind sehr stabil gebaut und mit Aluminium verstärkt. Auf Knopfdruck fährt der Rüssel automatisch ins Notebook und der Wasserkreislauf beginnt. Quelle: PC Games Hardware

    Das "Hydro Overclocking System": Anstecken, kühlen, übertakten

          

    Das GX700 wird im gleichen Design mit drei unterschiedlichen Konfigurationen auch in der Asus-752er-Reihe angeboten, allerdings vorerst nur mit 980M. Wer die 990M will, der muss zum Paket aus Laptop und sogenannter "Hydro Overclocking Station" greifen, das wohl 2016 für rund 4.000 Euro in den Markt kommt, wobei der Preis eventuell noch nach unten korrigiert wird. Zwischen 3.000 und 4.000 Euro liegt aktuell der anvisierte UVP, Asus will offensichtlich die Reaktionen des Marktes erst einmal testen. 4.000 Euro ist schon eine Menge Geld, vor allem weil die vollständige Leistung nur in Kombination mit dem Hydro-System abgerufen werden kann. Im Normalbetrieb wird das GX700 luftgekühlt, wodurch die maximale Leistung auf 180 Watt beschränkt ist. An den externen Wasserkreislauf angeschlossen, darf der Verbrauch auf 330 Watt steigen, da ist also ordentlich Potenzial nach oben drin. Die Kühlflüssigkeit ist allerdings nicht wechselbar, dafür müsste man das Gerät wohl zu Asus schicken. Laut einem Mitarbeiter vor Ort soll das aber nur alle paar Jahre notwendig sein. Dafür funktionieren die Schnellverschlüsse erstaunlich gut: Das ist alles sehr sauber und stabil verarbeitet, das An- und Abstöpseln klappt zumindest bei den diversen IFA-Modellen ohne irgendwelche Rückstände von Flüssigkeit. Auf Knopfdruck wird der Wasserfluss gestoppt, die Rüssel werden eingefahren und Sie können das Notebook mitnehmen. Wollen Sie es wieder anschließen, stecken Sie das GX700 in eine Art Halterung, drücken aufs Knöpfchen, der Rüssel fährt automatisch in die entsprechenden Öffnungen. Leider war es nicht möglich, ins Notebook-Innere zu schauen, um zu sehen, wie das Ganze aussieht. Ebenso blieben uns die Innereien der Wasserkühlungsstation verborgen.

    Die Hydro Overclocking Station 700 sieht aus wie ein gelandetes Alienraumschiff oder ein Teil eines Lamborghinis. Suchen Sie es sich aus. Die Hydro Overclocking Station 700 sieht aus wie ein gelandetes Alienraumschiff oder ein Teil eines Lamborghinis. Suchen Sie es sich aus. Quelle: PC Games Hardware

    Fazit: GX700

          

    Asus hat sicherlich aus Gamer-Sicht mit das spannendste Line-Up der IFA 2015 abgeliefert. Die neuen Designklassen Armor Titanium (eher silbern glänzend) und Plasma Cooper (eher bronze/golden glänzend) sind ein wahrer Hingucker und ziehen sich jetzt durch die gesamte ROG-Produktlinie. Auch das 1440p-Curved-Display PG348Q sieht beeindruckend hochwertig aus. Die ROG-Monitore waren ja früher eher kantig und langweilig designt, jetzt schwingen sich förmlich Aluminium-Applikationen am Dreibein-Standfuß hoch und insbesondere der Rücken weiß zu entzücken. Vom Design her hat Asus hier wirklich ganze Arbeit geleistet, auch das GX700 sieht mit seinem Mix aus eloxiertem Aluminium und golden glänzenden Applikationen richtig schick aus. Einzig die Displayumrandung wirkt arg old-schoolig, hier sollten sich die Taiwaner mal bei Dell anschauen, wie heutzutage ein randloses Notebook auszusehen hat.

    Das 4K-Display macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck mit sattem Schwarz und guten Kontrastwerten. Der Star ist aber natürlich die GTX 990M, die maximale Power für Vielreisende mitbringt. Und wer Grafikbretter wie The Witcher 3, Metal Gear Solid 5 oder The Division in 4K erleben will, der kann sich vielleicht auch mit der Overclocking-Station arrangieren. Schick aussehen tut die durchaus, arbeitet mit den gleichen Designelementen wie das GX700 und hat Lüftungsschlitze, die mehr an einen Lamborghini, als an ein PC-Gadget erinnern. Nur der Preis, der ist heiß und wird ein dickes Loch in Ihr Bankkonto brennen. Was wären Sie eigentlich bereit für so eine Power-Kombination auszugeben? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

    05:23
    Skylake: Asus-Z170-Mainboards im Video
  • Stellenmarkt

    Es gibt 44 Kommentare zum Artikel
    Von cryon1c
    Nönö den Gepäckträger (menschlich!) musst du dir für das Monster selbst besorgen, den gibts nicht umsonst
    Von plusminus
    Ist da auch eine Sack Karre im Preis inbegriffen? Oder ist das alles aus Carbon
    Von jadiger
    Erstens stimmt das nicht zweitens ist es nur Pr auf einer 390 8Gb genauso wie es auf Notobooks Pr ist. Den 4Gb braucht…
    Von cryon1c
    Eine gute LAN-Kiste die alles schafft, kriegt man auch mit 1000€ hin, solange da nur 1080p dranklebt und keine…
    Von FortuneHunter
    Oh kompakt, transportabel, leistungsfähiger und zu einem geringeren Preis stelle ich dir in 30 Minuten einen Mini-ITX…
      • Von cryon1c BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von plusminus
        Ist da auch eine Sack Karre im Preis inbegriffen? Oder ist das alles aus Carbon
        Nönö den Gepäckträger (menschlich!) musst du dir für das Monster selbst besorgen, den gibts nicht umsonst
      • Von plusminus Software-Overclocker(in)
        Ist da auch eine Sack Karre im Preis inbegriffen? Oder ist das alles aus Carbon
      • Von jadiger Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Erstens stimmt das nicht zweitens ist es nur Pr auf einer 390 8Gb genauso wie es auf Notobooks Pr ist. Den 4Gb braucht man unter 4K selten und rate mal welche Chips kein 4K schaffen diese Chips.
        4Gb sind ein guter Wert für die nächsten Jahre der PC Spiele und bevor der Speicher ausgeht wird man sowieso schon eine neue Karte kaufen wollen weil kommt ja 4K und so. Selbst die GTX980ti OC ist in 4K
        noch weit davon Entfernt alles Spielbar zuhalten und Speicher ausbaut ist übrigens nicht alles es kommt sehr auf die Architektur und Treiber an.
        Übrigens die Afterburner Messungen die hier gerne gezeigt werden sagen sehr wenig über den Vram verbrauch aus, den als Beispiel AC U läuft ohne Stocker auf deiner 2Gb GTX 770 wenn die Schatten eins runter sind.
        Die gleichen Einstellungen zeigen bei der GTX970 3,8 GB Vram Auslastung an bei der GTX 770 2022 MB. Würde man das Spiel jetzt mit 8Gb Karten spielen kommt bestimmt eine Zahl weit über den 4Gb raus in wahrheit läuft es
        aber mit sehr viel weniger Vram und die Schatten sind nur runter gestellt wegen den Fps.
      • Von cryon1c BIOS-Overclocker(in)
        Eine gute LAN-Kiste die alles schafft, kriegt man auch mit 1000€ hin, solange da nur 1080p dranklebt und keine 120/144Hz angepeilt werden mit entsprechenden FPS.

        Trotzdem hat das Teil seinen Platz - es ist eine Machbarkeitsstudie, die zeigt was eben geht wenn man es etwas anders macht. Und auf ner LAN sorgt man damit für deutlich mehr Blicke. Vergesst nicht, das ist immer noch ein Notebook, der in Sekunden hochgefahren ist und überall funktioniert. Und wenn man die Leistung braucht, wird man wohl sowieso an einem Ort sein, wo die Station auch hin kann.
      • Von FortuneHunter BIOS-Overclocker(in)
        Oh kompakt, transportabel, leistungsfähiger und zu einem geringeren Preis stelle ich dir in 30 Minuten einen Mini-ITX Rechner LAN-Ready zusammen, der den X700 in jeder Beziehung schlägt und behalte von den 4.000€ noch 270 € übrig. Quelle der Preise: https://www.alternate.de/

        Beweis gefällig:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Dazu dann noch diese Tasche für den 24"-Monitor: Roccat Tusko Across-the-board Widescreen Bag von 50,8: Amazon.de: Computer & Zubehör

        Und man kann losziehen und seine Freunde mit UHD-Gaming in höchster Qualität beeindrucken.

        Ich denke 8 TByte Festplatten-, 2 TByte SSD-Speicher, eine GTX980ti, Skylake 6700k, 16 GByte DDR4 Speicher und ein 24" UHD-Monitor sollten für dieses Zweck wohl grade so reichen.
        Hier ist auch genug Power unter der Haube um die UHD-Auflösung des Monitors ansatzweise auszureizen.

        Wenn man sich mit 5 TByte begnügt ist man schon bei 3.100 €.

        Bei dieser Zusammenstellung habe ich bewußt übertrieben um einen möglichst hohen Preis zu erreichen. Also auch eine Machbarkeitsstudie.
        Wie oben schon mal geschrieben ist dieser Rechner der absolute Overkill wenn es um LAN-Partys oder den Besuch bei Freunden geht.
        Aber transportabel und machbar ist er alle Male und das Gehäuse hat sogar einen praktischen Tragegriff.

        Ein sinnvoller LAN-Rechner ist auch schon für 1500-2000€ auf Basis dieses Gehäuses auf die Beine zu stellen.
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
    PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1170956
Notebook_Laptop
Asus GX700 mit GTX 990M ausprobiert: Iron-Man-Design mit externer Wasserkühlung
Das GX700 von Asus ausprobiert: Vollaluminium-Gehäuse, Lasergravuren, golden strahlender Look: Das GX700 ist nicht nur ziemlich schick, sondern auch das derzeit leistungsstärkste Gaming-Notebook der Welt. Dank der eigentlich noch gar nicht enthüllten "GTX 990M", die so viel Power unter der Haube hat wie der große Desktop-Bruder GTX 980. Können Sie damit auch in Zukunft The Witcher 3 in 4K und mit allen Details auf Ultra im Flugzeug spielen? Na ja, fast. Selbst in der Business Class ist wohl kaum noch Platz für eine Overclocking-Station mit Wasserkühlung im Lamborghini-Design. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.
http://www.pcgameshardware.de/Notebook_Laptop-Hardware-201330/Specials/Asus-GX700-GTX-990M-Test-IFA-1170956/
12.09.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/09/GX700_Aufmacher_01-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials