Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Medion Akoya S2218 für 240 Euro im Test [User-Review von kazzig]

    Gesamtansicht aufgeklappt Quelle: Kazzig

    Aldi Süd hatte vor Kurzem das Medion S2218 (MD 99590) für knapp 240 Euro im Sortiment. An dieser Stelle möchte ich mich bei Aldi-Süd für die Bereitstellung des Notebooks bedanken und außerdem erwähnen, dass das Notebook nach der Testphase an eine Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart gespendet wird.

    Hinweis der Redaktion: Der folgende Artikel wurde von einem PCGHX-User, und nicht von der Redaktion geschrieben. Wenn Sie selbst Interesse haben, einen Userartikel zu verfassen, dann empfehlen wir Ihnen unsere Anleitung: So werden Sie Autor auf PCGH.de.
    ++++++++
    Verpackung Verpackung Quelle: Kazzig

    Lieferumfang

    • Medion Akoya Notebook (Atom Z3735F, Intel HD-Grafik, 2 GiB RAM, 64 GB Flash)
    • Netzkabel
    • Microfaser Reinigungstuch
    • Handbuch und Quickstart-Guide

    Lieferumfang Lieferumfang Quelle: Kazzig

    Gehäuse

    Design

    Die äußere Erscheinung des Akoya Notebooks sieht sehr wertig aus. Die Oberfläche der Klappe hat eine Textur von gebürstetem Aluminium, besteht jedoch aus Plastik. Für den Preis kann man hier auch kein anderes Material erwarten, von daher geht das absolut in Ordnung. Das S2218 ist ein 1,2 Kilogramm schweres Notebook, das bei Abmessungen von 300 x 201 x 20,8 Millimetern ein 11,6 Zoll großes Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln bietet. Medion nennt für das Akoya S2218 MD 99590 eine Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden.
    Frontansicht Frontansicht Quelle: Kazzig Ansicht von rechts aufgeklappt Ansicht von rechts aufgeklappt Quelle: Kazzig

    Verarbeitung


    Alles in Allem ist das Notebook sehr gut verarbeitet, Spaltmaße sind in Ordnung und die Anschlüsse sind passgenau in das Gehäuse integriert.

    Scharniere


    Der Kraftaufwand zum Öffnen der Frontklappe ist etwas zu groß, da man mit den Fingern schwer zwischen das Gehäuse kommt, um die Klappe anzuheben. Das Schließen funktioniert unauffällig wie jedes andere Notebook auch. Man muss auch erwähnen, dass sich die Klappe nicht voll aufklappen lässt. Nach einem Winkel von ca. 115° ist der Begrenzer drin.

    Wartung


    Die Reinigung des Gehäuses klappt mit einem feuchten Tuch sehr gut. Durch die geringe Größe hat man mit ein paar Wischbewegungen alles gereinigt und kann weiterarbeiten.

    Anschlüsse

    Anschlusstypen

    • 1 x Multikartenleser für microSD-Speicherkarten
      (Speicherkarte nicht im Lieferumfang enthalten)
    • 2 x USB 2.0
    • 1 x HDMI
    • Audio: 1 x Audio Kombo (Mic-in, Line-out)

    Ansicht rechts Ansicht rechts Quelle: Kazzig
    Ansicht links Ansicht links Quelle: Kazzig

    Qualität


    Bei den Anschlüssen habe ich am microSD Karten Slot einiges auszusetzen, denn der funktioniert nur sporadisch. Steckt man die Karte in den Slot, so wird sie kurz erkannt und fliegt dann wieder aus dem Windows Explorer raus (man hört das am Ton in Windows). Erst habe ich einen Defekt vermutet, drückt man aber im eingesteckten Zustand bisschen an der Karte, wird sie wieder erkannt. Die Kontakte der Kartenaufnahme scheinen hier nicht richtig gesetzt zu sein und man muss genau die richtige Position erwischen, dass die Karte auch korrekt in Windows erkannt wird. Für mich auf jeden Fall ein Grund, einige Punkte abzuziehen. Man stelle sich vor, dass der Benutzer durch eine Karte den Speicher (die mit 64GB recht klein ausfällt) erweitern möchte und wenn die Karte nicht durchgehend erkannt wird, könnte das im Alltagsgebrauch sehr ärgerlich werden. Die restlichen Anschlüsse funktionieren alle ohne Beanstandung.

    Quantität


    Für die meisten Anwender werden die Anschlussmöglichkeiten reichen. Es fehlen hier zwar die heute üblichen USB 3.0 Anschlüsse, aber das ist sicherlich kein Beinbruch. Falls die beiden USB-Ports nicht ausreichen sollten, kann man sich auch mit einem USB-Hub Abhilfe schaffen.

    Lage und Aufteilung


    Auf der linken Seite befinden sich die meisten Anschlüsse, und zwar der HDMI-Ausgang, eine USB-Buchse, der Kopfhörer-Mikrofon-Stecker und der Netzstecker.

    Leistung & Gaming

    Akkulaufzeit


    Für die Akkulaufzeit habe ich zwei Szenarien gewählt:

      1. 25% Helligkeit, moderate Nutzung (Browserspiele, Youtube, Amazon Prime Instant Video, usw.)
      2. 100% Helligkeit, Dauernutzung und Youtube HD-Videoschleife

      Folgende Akkulaufzeiten habe ich nach den Tests ermitteln können:

      Szenario 1: 8,5 Stunden bis zur Abschaltung

      Szenario 2: 5,25 Stunden bis zur Abschaltung

      Die Werte können sich durchaus sehen lassen. Nach einer Ladezeit von ca. 2-3 Stunden ist der Akku wieder bei 100% Leistung.

      WLAN-Verbindungsgeschwindigkeit


      Die Tests wurden mittels speedtest.net durchgeführt. Der Test ist zwar ein bisschen ungenau, sollte aber trotz allem einen Richtwert darstellen. Die Entfernung zum Modem war ca. 4 Meter.
      WLAN Geschwindigkeit WLAN Geschwindigkeit Quelle: Kazzig


      Gaming


      Für die Leistungsmessung habe ich 3DMark 11 benutzt und unten seht ihr das Gesamtergebnis. Was erkennen wir? Richtig, es ist auf jeden Fall kein Gaming-Notebook oder sonst was. Für die meisten Browsergames und kleinere 2D-Indietitel reicht der Akoya mit Sicherheit aus, aber versucht Blockbuster wie z.B. The Witcher 3 zu spielen, erlebt eine böse Diashow. Aber dafür hat Medion dieses Notebook auch nicht ausgelegt für den Preis.
      3D Mark 11 Ergebnis 3D Mark 11 Ergebnis Quelle: Kazzig

      Eingabegeräte

      Tastatur

      Tastenlayout


      Das Layout ist immer eine Sache der Gewöhnung. Falls jemand noch nie auf einer Notebook-Tastatur getippt hat, wird er die ersten Wochen eine höhere Fehlerquote haben als jemand, der schon jahrelang damit arbeitet. Ich als reiner PC-Nutzer habe mich innerhalb der ersten 20 Minuten sehr schnell an die Tastenaufteilung gewöhnt und konnte bereits fehlerfrei tippen. Von daher ist das Layout als sehr intuitiv und passend zu bewerten.
      Tastatur Tastatur Quelle: Kazzig

      Tippgefühl


      Das Tippgefühl ist für die Preisklasse in Ordnung, die Tasten an sich wirken natürlich nicht so wertig wie bei Notebooks in höheren Preisregionen. Der Tastenanschlag ist relativ weich und so steht auch längeren Tippsessions nicht viel im Wege, was die Ermüdung der Finger betrifft.

      Touchpad

      Ansprechverhalten


      Das Touchpad bietet viel Platz, um mit dem Finger zu navigieren. Die große Fläche bietet drei Druckbereiche an (linke, mittlere und rechte Maustaste) und außerdem ist ein Scrollen mit zwei Fingern (wie bei Notebooks üblich) üblich.
      Touchpad Touchpad Quelle: Kazzig

      Mausersatztasten


      Mausersatztasten gibt es nicht, die Tasten werden alle direkt über das Touchpad angesprochen.

      Display

      Beim Bildschirm handelt es sich um ein Full-HD Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920x1.080. Vom rein subjektiven Eindruck ist der Bildschirm gestochen scharf, Schrift und bewegte Bilder hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Bei der Ausleuchtung konnte ich keine Lichthöfe oder Sonstiges feststellen. Die maximale Helligkeit ist für die Benutzung daheim völlig ausreichend.

      Das einzige und größte Manko am Display ist, dass es glänzend ist. Bei der Benutzung tagsüber ist mir aufgefallen, dass der Bildschirm sehr stark spiegelt, wenn man vor dem Fenster sitzt. Draußen ist die Bedienung sehr anstrengend und nur mit voll aufgedrehter Helligkeit einigermaßen als "erträglich" zu betiteln.

      Sound

      Zu den Lautsprechern kann man relativ wenig sagen, außer, dass eben Ton raus kommt. Nicht gut, aber auch nicht schlecht. Für den Alltagsgebrauch reicht es aus, aber wer auf einigermaßen guten Klang setzt, wird zwingend Kopfhörer kaufen müssen. Der Unterschied mit den getesteten Superluxx HD681 und AKG701 ist doch enorm zu den Notebook-Lautsprechern.
      Detail Tastatur Detail Tastatur Quelle: Kazzig

      Lautstärke

      Sowohl im Idle als auch im Lastbetrieb ist vom Notebook absolut nichts zu hören. Wenn man mit dem Ohr an das untere Gehäuse geht, hört man, wie die Festplatte arbeitet, aber im Normalbetrieb (mit dem Kopf vor dem Bildschirm) wird keiner ein Geräusch wahrnehmen. Das ist auch dem fehlenden Lüfter geschuldet, nehme ich an.

      Fazit: Medion Akoya S2218

      Für welche Zielgruppe ist dieses Notebook entwickelt worden? Diese Frage hat sich mir nach intensiver Nutzung gestellt und ich habe eine klare Antwort dazu gefunden. Das Medion S2218 ist für Menschen geeignet, die bei ihrem Tablet eine vollwertige Tastatur und die Möglichkeit, eine Maus anzuschließen, vermissen. Außerdem bietet es mit 12"-Displaygröße genug Umfang zum alltäglichen Surfen und Schreiben von Texten. Trotz allem kann ich es z.B. studienbegleitend nicht empfehlen, da einfach zu viele andere Qualitäten fehlen. Dazu gehört der glänzende Bildschirm, der das Arbeiten unter ungünstigen Lichtverhältnissen sehr erschwert. Die Bildschirmgröße ist zum Schreiben von Hausarbeiten etwas zu klein, muss man doch ständig nach oben und unten scrollen, um den geschriebenen Text zu verfolgen. Absolut erstklassig ist der Akku hervorzuheben, denn bei moderater Nutzung hält er rund 8-9 Stunden - wie Medion es auch in seiner Produktbeschreibung verspricht. Einen dicken Minuspunkt erhält das Produkt beim microSD-Karten Slot, denn dieser ist schlampig konstruiert und erkennt manchmal die eingesteckte Karte nicht. Das sollte nicht sein.

      Abschließend lässt sich sagen, dass man mit dem S2218 für den Preis von ca. 240 Euro ein Tablet mit dem Luxus einer Tastatur und Maus bekommt. Für alle diejenigen, die auf diese Features (HDMI Anschluss, Kartenleser) verzichten können, ist ein Tablet meist die bessere Wahl.

    • Stellenmarkt

      Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
      Von ZobRombie
      Hallo, Danke für deinen Bericht! Das Gerät ist einer Woche bei Aldi-Nord wieder im Angebot und ich hatte es mir auch…
        • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
          Hallo,

          Danke für deinen Bericht!

          Das Gerät ist einer Woche bei Aldi-Nord wieder im Angebot und ich hatte es mir auch schon mit einem gewissen Interesse angesehen. Als Surf- und Konsum-Maschine ist sie sicher gut zu gebrauchen. Und wann sieht man schon ein FHD-IPS Panel zu dem Preis!

          Ich hätte es aber noch schöner gefunden, wenn anstelle eines Bay Trail-T Atoms ein Cherry Trail Atom verbaut worden wäre. Die Tray-Kosten sind zwar minimal höher, aber die erweiterten Dekodier-Fähigkeiten der Cherry Trails hätten dem Laptop vielleicht gut gestanden. Allerdings dürften solche Angebote ja vermutlich auch zu preislichen Sonderbedingungen (oder Abverkauf) stattfinden.
    • Print / Abo
      Apps
      PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
      PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
    article
    1170799
    Notebook_Laptop
    Medion Akoya S2218 für 240 Euro im Test [User-Review von kazzig]
    Aldi Süd hatte vor Kurzem das Medion S2218 (MD 99590) für knapp 240 Euro im Sortiment. An dieser Stelle möchte ich mich bei Aldi-Süd für die Bereitstellung des Notebooks bedanken und außerdem erwähnen, dass das Notebook nach der Testphase an eine Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart gespendet wird.
    http://www.pcgameshardware.de/Notebook_Laptop-Hardware-201330/Lesertests/Medion-Akoya-S2218-Test-1170799/
    16.09.2015
    http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/09/IMG_20150903_223235-1024x576_b2teaser_169.jpg
    lesertests