Notebook mit Intel Iris Pro Graphics 5200 im Test - Spieletauglichkeit und Intel-Zusatzfunktionen von Grid 2 ausprobiert

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Die PCGH-Redaktion hat ein 14-Zoll-Notebook von Schenker zum Testen erhalten. Dieses hat mit dem Intel Core i7-4750HQ auch eine integrierte GT3-GPU mit an Bord, die Intel Iris Pro Graphics 5200. Das verleitete uns dazu, auch die erweiterten Grafikeinstellungen in Grid 2 genauer unter die Lupe zu nehmen, die nur mit Intel-Grafik mit Embedded-DRAM aktivierbar sind.

In unserem Testlabor haben wir ein 14-Zoll-Notebook von Schenker genauer unter die Lupe genommen. Unser Interesse hat dabei der Intel-Haswell-SoC geweckt. Der Core i7-4750 HQ kommt nämlich mit der Intel Iris Pro Graphics 5200, der besten GPU-Einheit der neuen Intel-Chips. Auf diesem können die GT3-GPU und die CPU über den Ringbus auf 128 MByte gemeinsamen EDRAM zugreifen. Die Grafikeinheit läuft im Grundtakt mit 200 MHz, die maximale Frequenz liegt laut Intel bei 1,2 GHz. Diese Werte wurden auch über das Tool GPU-Z angezeigt. Zudem verfügt das Notebook über 8 GiByte RAM, 1 Terabyte an Speicher und einen Akku mit 86 Wattstunden. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, an Materialien kommen beim Notebook Plastik beim Gehäuse und Metall bei der Handballenauflage zum Einsatz.

Intel Iris Pro Graphics 5200: Erweitertes Blending und Rauchschatten in Grid 2

Wir berichteten auf pcgh.de bereits Ende Mai über die Optimierungen, die mit der integrierten Grafikeinheit der Haswell-CPUs und dem Embedded-DRAM möglich sind. Mit dem Schenker-Notebook bot sich nun die Möglichkeit, die zusätzlichen Fähigkeiten zu testen. Insbesondere versprach Intel, durch das schnelle Teilen der Daten zwischen CPU und GPU Order-Independent Transparency zu ermöglichen. Dadurch können per Adaptive Volumetric Shadow Maps (AVSM) Schatten auf transparente Objekte wie Rauch gelegt werden. Codemasters arbeitete mit Intel zusammen, um beim Rennspiel Grid 2 diese Neuerungen zu implementieren. Tatsächlich bietet das Spiel zwei Einstellungsmöglichkeiten im erweiterten Grafikmenü, die nur mit einem entsprechenden Intel-Chip, wie der Iris Pro Graphics 5200, aktiviert werden können. Die Funktionen bleiben ausgegraut, wenn das Spiel mit einer anderen GPU gestartet wird. Eine Erklärung, warum das so ist, blieb uns Intel bisher schuldig.

Grid 2 Schenker W740SU (Intel Iris Pro 5200) Alienware 17 (Geforce GTX 780M)
1080p, Volle Details, 4 x MSAA 14,58 Fps 45,68 Fps
1080p, Hohe Details, kein MSAA 36,24 Fps 114,2 Fps
720p, Volle Details, 4 x MSAA 21,41 Fps 71,46 Fps
720p, Hohe Details, 4 x MSAA 44,37 Fps 136,79 Fps

Um zu sehen, wie sich die Grafikeinheit der neuen Haswell-Chips im Praxistest schlägt, haben wir Grid 2 in diversen Einstellungen getestet. Dabei wird schnell deutlich, dass volle Details und eine 1080p-Auflösung nicht für einen internen Grafik-Chip geeignet sind, auch nicht, wenn dieser über Embedded-DRAM verfügt. Im spielinternen Benchmark von Grid 2 wurden beim Test-Notebook von Schenker bei vollen Details, 1080p und 4 x MSAA lediglich 14,58 Fps gemessen. Zum flüssigen Spielen von Grid 2 sollte der Wert nicht unter 40 Fps fallen. Zum Vergleich wurden die Benchmarks bei gleichen Einstellungen mit einem Alienware-Notebook und dedizierter Grafik (Geforce GTX 780M) durchgeführt. Dieses erreichte hier 45,68 Fps. Auch mit Details auf "Automatisch" und deaktiviertem Anti-Aliasing konnte das Schenker-Notebook bei 1080p lediglich 36,24 Fps erreichen, das Spiele-Notebook von Alienware erreichte hier 114,2 Fps. Eine spielbare Einstellung wurde erst bei einer Auflösung von 720p, hohen Details und 4x MSAA erreicht. Hier schaffte die Intel-Iris-Grafik 44,37 Fps. Alienwares Geforce GTX 780M macht beim gleichen Szenario 136,79 Fps. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass der produzierte Rauch der Reifen oder bei Crashs mit aktiviertem erweitertem Blending und aktivierten Rauchschatten tatsächlich detaillierter dargestellt wird. Das Ergebnis des Tests birgt keine großen Überraschungen. Insgesamt geht das Konzept mit integriertem EDRAM in die richtige Richtung, momentan reichen integrierte Grafik-Chips allerdings noch nicht zum flüssigen Spielen in hohen Auflösungen.

Notebook mit Intel Iris Pro Graphics 5200 im Test - Spieletauglichkeit und Intel-Zusatzfunktionen von Grid 2 ausprobiert (7) Quelle: PC Games Hardware Notebook mit Intel Iris Pro Graphics 5200 im Test - Spieletauglichkeit und Intel-Zusatzfunktionen von Grid 2 ausprobiert (7)

Schenker W740SU: Spieleleistung und Lautstärke

Neben dem getesten Grid 2 wurden auf dem W740SU auch die Standard-Benchmarks für unsere Notebook-Tests ausgeführt. Beim Cinebench erreichte der Core i7-4750HQ 6,32 Punkte. Ein mobiler Core i7-4700MQ erreichte hier 7,01 Punkte. Beim x264-Benchmark macht der Prozessor des Schenker Notebooks eine gute Figur. Hier wurden 37,3 Fps erreicht, der Core i7-4700MQ schafft hier 38,2 Fps. Battlefield 3 stellte den Härtetest für die integrierte Grafikeinheit dar. Hier wurden mit unseren Testeinstellungen lediglich 18,4 Fps bei 720p und 18,1 Fps bei 1080p erreicht. Die Einstellungen sind dabei auf Ultra gesetzt, zudem sind 4 x MSAA und 4 x AF aktiviert. Ein Notebook mit Geforce GTX 780M erreicht hier 75,0 Fps (720p), beziehungsweise 50,3 Fps (1080p).

Die verbaute Festplatte von Seagate arbeitet zügig, und erreicht im Benchmark 96,1 MByte pro Sekunde beim Lesen und hatte eine Zugriffszeit von 18,3 Millisekunden. Das sind nicht unbedingt Bestwerte: Das Schenker XMG P703 erreichte bei uns im Test 15,6 MByte pro Sekunde und 15,8 Millisekunden. Während dem Spielen und dem strapazieren der CPU bei den diversen Benchmarks fiel bereits auf, dass das Notebook von Schenker auch unter Last relativ leise bleibt. Im Soundlabor haben wir eine maximale Lautstärke von 2,1 Sone gemessen. Im normalen Betrieb unter leichter Last waren es lediglich 1,2 Sone, im Idle war das Notebook mit 0,2 Sone kaum wahrnehmbar.

Schenker W740SU: Austattung

Zusätzlich zum Core i7-4750HQ mit Intel Iris Pro 5200 sind zwei Module DDR3-1600 Arbeitsspeicher zu je 4 GiByte verbaut. Die Festplatte in unserem Testexemplar hatte 1 Terabyte Speicherplatz. Eine SSD war nicht enthalten, ist aber gegen Aufpreis bei Schenker bestellbar. Für Peripheriegeräte stehen drei USB-3.0-Anschlüsse zur Verfügung. Zusätzliche Displays können wahlweise über einen Displayport oder einen HDMI-Anschluss verbunden werden. Die verbaute Tastatur weist einen guten Druckpunkt auf. Das Touchpad arbeitet allerdings eher hakelig und verleitete uns dazu, eine Maus für die durchgeführten Tests anzuschließen. Auch bei den Lautsprechern muss das Schenker-Notebook Abstriche machen. Hier hört man deutlich, dass nicht viel Wert auf guten Sound gelegt wurde. Ein typischer Badewannen-Sound ist die Folge.

Dafür ist Display von 25 bis 240 cd/m² regelbar und hat eine maximale Helligkeitsverteilung von 8 Prozent. Das sind für Notebooks sehr gute Werte. Die Full-HD-Auflösung sorgt bei der Bildschirmdiagonale von 14 Zoll für eine Pixeldichte von 157,35 ppi. Auch die Spiegelung des Displays ist gering. Der Akku ist fest im Notebook verbaut. Die 86 Wattstunden sollen laut Hersteller für einen Officebetrieb von bis zu 6 Stunden reichen. In unserem Akku-Test mit dem Battery Eater Pro, der eine Office-Verwendung simuliert, hat das Notebook trotz niedriger Helligkeitseinstellung lediglich 291 Minuten durchgehalten, das sind nicht einmal 5 Stunden. Beim Spielen waren immerhin 128 Minuten Spielvergnügen möglich. Dies liegt auch daran, dass die Grafikeinheit mit der CPU auf einem Chip sitzt und nicht extra mit Strom versorgt werden muss.

PCGH-Wertung

2,44

Schenker W740SU: Fazit

Das Notebook von Schenker ist ein klassisches Business-Notebook ohne Grafikkarte, dafür aber mit viel Rechenleistung. Der Intel-Core-Prozessor schlägt sich im Test gut, Arbeitsspeicher und Festplattenleistung sind ebenfalls ausreichend. Lautsprecher und Touchpad des Notebooks konnten hingegen nicht überzeugen, der Akku hielt auch nicht so lange wie erwartet. Die integrierte Grafikeinheit bietet zwar ordentlich Leistung, besonders bei Physikberechnungen, reicht aber zum Spielen nicht wirklich aus. Das 14-Zoll-Display schnitt in den Tests gut ab. Insgesamt erhält man mit dem W740SU von Schenker für circa 1.100 Euro ein rundes Paket mit Stärken und Schwächen, die aber, wenn man den Einsatzbereich betrachtet, richtig verteilt sind.

Bildergalerie

Ausstattung (20 %) 1,88
Arbeitsspeicher 2 x 4.096 MiByte DDR3-1600
Prozessor/Chipsatz Core i7-4750HQ (2 bis 3,2 GHz, 4 Kerne)
Grafikchip Intel Iris Pro Graphics 5200 (600 MHz, 1.200 MHz mit Boost)
Grafikspeicher/Anbindung 2.048 MiByte (1,2 GHz)/128 Bit
Festplatte HDD: Seagate 1 TByte
Optisches Laufwerk Nicht vorhanden
LCD, Spiegelung 14 Zoll (1.920 x 1.080, 157,35 ppi), gering
Akku/Gewicht inkl. Akku 1,9 kg
Kommunikation WLAN 801.11 b/g/n, Bluetooth, SD-Kartenleser, Webcam
Eigenschaften (20 %) 1,67
Zubehör/Software Windows 8
Anschlüsse 3 x USB 3.0, 2 x Klinkenaudio, HDMI, Displayport, Gigabit-Ethernet
Ergonomie Tastatur mit gutem Druckpunkt, Touchpad
Haptik (Verarbeitung/Stabilität, Look & Feel) Hochwertiges Kunststoffgehäuse 
Leistung (60 %) 2,88
Cinebench 11.5 (64 Bit)/x264 4.0 6,32 Punkte/37,3 Fps
Crysis Warhead 720p (kein AA/AF; 4x MSAA/16:1 AF) 10,8 Fps; 8,1 Fps (Min-Settings: 64,9 Fps)
Anno 1404 720p (kein AA/AF; 4x MSAA/16:1 AF) 26,4 Fps; 15,1 Fps (Min-Settings: 43 Fps)
Akkulaufzeit 80 cd/m²; Crysis Warhead Loop Max. cd/m² 264 Min (4:24 h); 128 Min (2:08 h)
Lautheit 2D/Leichte Last/Crysis Warhead Loop 0,2/1,2/2,1 Sone
Datenträger: Lesen, Zugriff (HD Tach) 96,1 MB/s; 18,3 ms
LCD: Reaktionszeit; Inputlag; Regelbereich  8 (28) ms; -;25 bis 240 cd/m²
LCD: Helligkeitsverteilung (Abweichungen), Interpolation Max. 8 %, Gut (2,0)
LCD: Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
Klangqualität Lautsprecher Ausreichend (4,0)
Fazit 2,44
Pro / Contra + Guter Akku
  + Starker Prozessor
  - Nur 200 MHz GPU-Takt mit Akku

Testmethoden

Die Leistung (Rechenkraft, Akkulaufzeit etc.) bestimmt die Endnote zu 60 Prozent, während die Ausstattung (Speichermenge, Webcam etc.) und die Eigenschaften (Verarbeitung, Ergonomie etc.) jeweils zu 20 Prozent einfließen. Die Details der meisten Wertungskriterien entnehmen Sie der Testtabelle am Ende des Artikels. Trotz des Fokus auf die Spieleleistung muss das Gesamtpaket ausgewogen sein. Die Akkulaufzeit, eine bei Nutzer­umfragen stets stark gewichtete Disziplin, messen wir wie gehabt mit dem Battery Eater (www.batteryeater.com). Dieses Tool protokolliert die Akkulaufzeit bei zwei Lastszenarien: Für den 2D-Laufzeittest wird das Lesen beziehungsweise Bearbeiten eines Textes im Energiesparmodus mit stark reduzierter Helligkeit (ca. 80 Candela pro Quadratmeter) und aktiver WLAN-Einheit simuliert. Die 3D-(Spiele-)Leistung evaluieren wir mit demselben Programm im Hintergrund, während dem Crysis Warhead bis zum Ende der Energiereserven in einer Schleife läuft. Neu sind die LCD-Tests des Inputlags und die subjektive Prüfung des Kristall­effekts.

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    • Kommentare (30)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jonny1983 Komplett-PC-Käufer(in)
        Sehe ich das richtig, dass mit unterschiedlichen Grafikdetails gebencht wurde?
        Erweitertes Blending und Rauchschatten hätten natürlich beim Schenker deaktiviert werden sollen! Wie viel fps kommt dann mehr zustande?
      • Von Jonny1983 Komplett-PC-Käufer(in)
        Sehe ich das richtig, dass mit unterschiedlichen Grafikdetails gebencht wurde?
        Erweitertes Blending und Rauchschatten hätten natürlich beim Schenker deaktiviert werden sollen! Wie viel fps kommt dann mehr zustande?
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ion
        Interessant. Wäre aber kein Problem bei einer HD 7970 wenn es nicht so effizient wie auf einer HD 5200 abläuft, oder? Natürlich nur theoretisch.
        Man müsste das ganze dann natürlich ganz anders vom Code her lösen, also einen extra Pfad schreiben der etwas ähnliches ermöglicht.
        Ich glaube Marc hat geschrieben, dass Intel meinte mit ihrem Pixelsync wären die Ergebnisse 21 mal schneller.
        Die 7970 sollte es dann aber unter 1080p sicherlich dennoch mit genug Luft noch stemmen können.
        Hier mal ein Link zum Thema:

        Grid 2 has exclusive Haswell GPU features - Beyond3D Forum

        Andrew Lauritzen arbeitet seit einiger Zeit bei Intel und erklärt dort genauer die Unterschiede.
      • Von Ion Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Locuza
        Nope, soweit ich verstanden habe hat Intel etwas spezielles in ihren ROPs gemacht, welche Design technisch sich etwas von denen von AMD/Nvidia unterscheiden.
        Diese Lösung wäre nicht so effizient auf einer AMD/nvidia möglich wie es gerade bei Intel abläuft.
        Interessant. Wäre aber kein Problem bei einer HD 7970 wenn es nicht so effizient wie auf einer HD 5200 abläuft, oder? Natürlich nur theoretisch.
      • Von quantenslipstream Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Konnte mal jemand im Fließtext das Wort "Plastik" gegen "Kunststoff" austauschen?
        Ich habe da sonst den Eindruck, dass der Autor dem Notebook extra einen "billigen" Touch einhauchen will.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von beercarrier
        doch gibt es:

        Im NeoGAF-forum tummeln sich nicht erst seit gestern diverse Experten aus der Gaming- und Hardware-Branche und manch bekannter User dort lag mit seinen geleakten Informationen schon goldrichtig. Augenblicklich wird dort das Thema der neuen Chips für die Xbox One heiß diskutiert, denn wie mancher Insider wissen will, gibt es bei der Herstellung der eSRAM Wafer ziemlich hohen Ausschuss. Grund soll die enorme Größe der Dies sein, die neben den 5 Millionen Transistoren der APU (Accelerated Processing Unit) auch noch den eSRAM beherbergen.

        quelle: Xbox One: Hat Microsoft Probleme bei der Herstellung der Chips?

        falls du neuere infos hast dann hätte ich gerne mal einen link.
        SRAM => Cache. Nur weil er bei der X1 auch manuell angesprochen werden kann, ändert das nichts daran, dass er rein gar nichts mit DRAM zu tun hat und keine für den Einsatz als Grafik-/Hauptspeicher nötigen Größen innerhalb der möglichen Transistorbudgets erreichen kann


        Zitat von Cleriker
        Das Produkt an sich ist klasse, das steht außer Frage. Das Intel da aufholt war aber auch nur eine Frage der Zeit. Es ist mMn aber einfach keine wirkliche Alternative, solange der Preis höher ist als der der Konkurrenz.

        Der Preis wird immer nach den Kunden gemacht. Und da Intels Preise für 80-90% der Marktteilnehmer niedrig genug sind, werden sie auch nicht weiter sinken.
      Direkt zum Diskussionsende
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