MSI GT70 im Test: Notebook mit Intel Haswell und Geforce GTX 780M

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Die neue Intel-Prozessoren halten auch in Notebooks Einzug, sodass PC Games Hardware ein Vorseriengerät des MSI GTX70 mit Intel Core i7-4930MX und Geforce GTX 780M testen konnte. Das neue 17-Zoll-Notebook zeigt im Test beeindruckende Performance-Werte.

MSI GT70 (Vorseriengerät) (1) Quelle: PC Games Hardware MSI GT70 (Vorseriengerät) (1) PCGH testet im GT70 den wahrscheinlich schnellsten Core-i7-4000-Prozessor samt Geforce GTX 780M in einem Vorserien-Notebook von MSI. Bei der CPU handelt es sich um den Intel Core i7-4930MX, welcher mit 3,0 bis 3,9 GHz und vier Kernen arbeitet. Hinzu kommt Nvidias neues Flaggschiff für Notebooks: Der Geforce GTX 780M basiert auf dem Kepler (GK104) und löst den GTX 680M beziehungsweise 680MX (bisher nur im Apple iMac eingesetzt) ab. Gegenüber dem Geforce GTX 680M bietet der 780M 1.536 statt 1.344 ALUs (Shader-Einheiten) und taktet mit 823 (Boost: 850 MHz) statt 720 MHz. Damit ist der neue Grafikchip aus dem Hause Nvidia 30 bis 40 Prozent schneller. Die 4 GByte GDDR5-Speicher sind mit 2.500 MHz getaktet und mit 256 Bit angebunden.

MSI GT70 im Test: Haswell für Notebooks

Im MSI GT70 kommt wie erwähnt der Core i7-4930MX (4 Kerne, 8 Threads) zum Einsatz. Intel listet diese CPU mit 1.096 US-Dollar OEM-Einkaufspreis! Der Standardtakt beträgt 3,0 GHz. Intels Turbo Boost Technologie 2.0 sorgt für einen maximalen Quadcore-Turbo von 3,7 GHz. Werden nur zwei Kerne benötigt, sind es bis zu 3,8 und bei einem Kern 3,9 GHz. Als Grafikeinheit kommt die bisher leistungsstärkste HD Graphics 4600 (400 bis 1.350 MHz) zum Einsatz. Im Test erreicht die integrierte GPU in Crysis Warhead (720p, kein AA/AF) 12 Fps. Das Vorgängermodell HD Graphics 4000 erreicht nur 9 Fps in Crysis Warhead. Damit ist der HD Graphics 4600 etwa 30 Prozent schneller als sein Vorgänger – Spieler haben davon aber nicht viel, da Games immer noch sehr niedrige Qualitätseinstellungen brauchen, damit sie flüssig laufen.

MSI GT70 im Test: Vorseriengerät mit starker Leistung

Neben den bereits beschriebenen Kernkomponenten (Core i7-4930MX und Geforce GTX 780M) arbeiten im MSI GT70 (Vorseriengerät) 16 GiByte RAM (DDR3-1600), gleich drei SSDs, eine 750er Festplatte, ein Blu-ray-Laufwerk und ein 17-Zoll-Display. Das Barebone des GT70 ist nicht neu und bekannt aus Vorgängerserien. Allerdings hat MSI einige Detailverbesserungen vorgenommen, so ist nun auch der Rand des Displays matt statt glänzend und das Kühlsystem wurde verbessert. Die Headpipes, die CPU und GPU verbinden, sind nun im Kreis verlegt, was die Wärme besser verteilen soll. Trotzdem muss nach wie vor ein Lüfter die Abwärme von Prozessor und Grafikkarte nach draußen transportieren. Das Resultat sind sehr laute 8,5 Sone. Dazu sagte uns MSI allerdings, dass die Lüftersteuerung des GT70 noch nicht optimiert wurde. Es ist also möglich, dass ein Seriengerät deutlich leiser arbeitet.

Die Leistung des MSI GT70 ist sehr hoch: In Crysis Warhead (720p, kein AA/AF) messen wir 67 Fps und in Anno 1404 (720p, kein AA/AF) 52 Fps. Mit einem Tastentrick lässt sich ein automatischen Übertakten der CPU auslösen und per Afterburner können wir der Geforce GTX 780M 220 MHz mehr geben (Grafikspeicher plus 650 MHz). Das Resultat sind 74 Fps in Crysis Warhead und 57 Fps in Anno 1404. Der 3DMark11-Wert steigt von P7474 auf P8311 – rund 11 Prozent mehr Performance. In Cinebench 11.5 (64 Bit) sind sogar 8,02 Punkte dank Overclocking möglich. Durch das Übertakten steigt aber auch massiv die Energieaufnahme an, sodass das Netzteil an seine Grenzen kommt. MSI hat für diesen Fall den Akku als Hilfe vorgesehen: Die eingebaute Batterie soll bei Spitzenlasten zusätzlich Strom liefern, selbst wenn das GT70 ans Stromnetz angeschlossen ist.

MSI GT70 (Vorseriengerät) (3) Quelle: PC Games Hardware MSI GT70 (Vorseriengerät) (3) Etwas ganz Besonderes ist der Aufbau des Massenspeichers im GT70, denn MSI hat neben einer normalen 750-GByte-Festplatte drei MSATA-SSDs eingebaut. Doch damit nicht genug: Die SSDs sind per RAID 0 miteinander verbunden, sodass die Leserate laut Hersteller auf 1.500 MByte/s steigt. PCGH misst per HDTach immerhin 1.305 MByte/s. In der Praxis zeigt diese brachiale Leistung auch Vorteile, so laden Spiele überraschend schnell – vorausgesetzt, die Games werden durch Online-DRMs nicht behindert.

Die weitere Ausstattung klingt ebenfalls sehr gut: Moderne Schnittstellen wie USB 3.0, Mini-Displayport und HDMI sind an Bord. Zudem soll die Netzwerkfunktion Killer E2200 (Doubleshot für LAN und WLAN) für Priorisierung im Datenverkehr sorgen, sodass Sie in Online-Spielen bessere Pings erzielen. Neben der Optik ist die Haptik ein wichtiges Merkmal: Das MSI GT70 besitzt ein wertiges Kunststoffgehäuse und die beleuchtete Steelseries Fullsize-Tastatur bietet einen guten Druckpunkt. Das Touchpad ist zudem sehr präzise und kann per Taste abgeschaltet werden.

MSI GT70 (Vorseriengerät) (4) Quelle: PC Games Hardware MSI GT70 (Vorseriengerät) (4) Das matte 17-Zoll-Display arbeitet mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (Full HD) und bietet ein klares Bild (geringer Kristalleffekt). Wir messen eine Reaktionszeit von 9 Millisekunden, damit sind in Ego-Shootern eindeutig Schlieren erkennbar. Der Inputlag ist mit 9 Millisekunden sehr gering und so nicht wahrnehmbar. Die maximale Helligkeit liegt bei guten und hellen 250 Candela pro Quadratmeter. Die Helligkeitsverteilung ist mit maximal 14 Prozent Abweichung (Ränder zum Mittelpunkt) nur befriedigend. Auflösungen unterhalb der nativen interpoliert das MSI GT70 recht gut auf Vollbild; Texte sind problemlos lesbar. MSI setzt in dem 17-Zoll-Laptop neben Stereo-Lautsprechern auch einen Subwoofer ein, wodurch die Klangqualität auf befriedigend bis gut steigt.

Weitere Werte und Vergleiche zu anderen Notebooks finden Sie unter anderem in PC Games Hardware 07/2013!

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Marco Freizeitschrauber(in)
        Zitat von criss vaughn
        Sehr schöner Test, immer wieder stark zu sehen wie PCGH Heft-Artikel einfach so auf der Site veröffentlicht - alles, aber nicht selbstverständlich

        Hi, das ist nur ein Ausschnitt aus dem Test. Im Heft gibt es Testtabelle, Benchmarks usw.

        Marco
      • Von PCGH_Marco Freizeitschrauber(in)
        Zitat von criss vaughn
        Sehr schöner Test, immer wieder stark zu sehen wie PCGH Heft-Artikel einfach so auf der Site veröffentlicht - alles, aber nicht selbstverständlich

        Hi, das ist nur ein Ausschnitt aus dem Test. Im Heft gibt es Testtabelle, Benchmarks usw.

        Marco
      • Von Deathsnake Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das nun mit der CPU, GPU aber in 15 Zoll mit nur 1 SSD und 1 HDD dafür 1300 Euro und ich kaufs
      • Von criss vaughn Volt-Modder(in)
        Sehr schöner Test, immer wieder stark zu sehen wie PCGH Heft-Artikel einfach so auf der Site veröffentlicht - alles, aber nicht selbstverständlich
      • Von Elrom81 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also, dieses Gerät ist wirklich von den Leistungsdaten nicht schlecht, aber ich finde den Preis persönlich für überzogen. Mag sein das alle Komponenten zusammen soviel kosten aber wer kauft sich so ein Gaming Notebook ? Da gibt es Geräte im Preissegment von so 1500 Euro die wirklich Top sind.
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