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  • Apple iPad Air im Test: Lohnt sich das Tablet mit Model-Maßen?

    Mit dem iPad Air greift Apple das Konzept des Macbook Air auf und bringt es zu den Tablets. Das Ergebnis ist ein erstmals nach langer Zeit flaches und leichtes iPad, nachdem die Apple-Tablets mit dem iPad 3 merklich klobiger wurden. PC Games Hardware hat das iPad Air in der Redaktion und unterzieht es dem Test.

     iPad Air: Tablet mit Model-Maßen (1) iPad Air: Tablet mit Model-Maßen (1)Quelle: PCGHWenn Apple ein neues Produkt vorstellt, kann sich das Unternehmen sicher sein, für die die Dauer der Keynote die Aufmerksamkeit auf sich zu konzentrieren. Bei der Vorstellung des iPad Air schien sich der Effekt aber etwas abzuflauen. Zumindest war er geringer als beim iPhone 5S. Trotzdem stellt das iPad Air die technisch wohl interessanteste Tablet-Neuvorstellung seit dem iPad 3 dar.

    iPad Air im Test: Abgespeckt, aber nur physisch

          

    Das iPad Air kann man als indirekten Nachfolger des iPad 2 betrachten. Dieses war mit etwa 600 Gramm das bisher leichtere Tablet. Danach folgte das Retina-Display, wegen dem der Akku und damit das Gewicht des iPads wachsen mussten. Die Spitze stellt bisher das iPad 4 mit bis zu 660 Gramm dar. Das iPad Air legt hier nochmal eine Schippe drauf, beziehungsweise nimmt eine Schippe weg: Mit 469 Gramm (WLAN-Version) ist es das leichteste iPad mit 9,7-Zoll-Diagonale und wahrscheinlich auch das leichteste Tablet in der 10-Zoll-Klasse insgesamt.

    Zudem wurde das Gehäuse verschlankt: Die Elektronik wurde in einem 7,5 Millimeter dünnen Gehäuse verstaut. Apple-typisch besteht dieses aus Aluminium, verfügt nun aber über spitzere Kanten. Der äußere Aluminium-Rahmen ist angefast, sodass sie etwas wie die vom HTC One wirkt. Die dünne Bauform wird zum Teil durch den neuen Bildschirm erreicht, der eine Glasschicht weniger als sein Vorgänger besitzt. Allerdings sorgt das auch dafür, dass sich der Bildschirm weniger stabil und massiv anfühlt: Das Klopfen darauf lässt das Gerät sehr hohl klingen. Beim Rahmen orientiert sich Apple am Nexus 7 und am iPad Mini: Der Rahmen an den langen Seiten des Gehäuses ist gerade einmal 11 Millimeter dick. Anfassen kann man das Tablet an den dünnen Rändern trotzdem ohne Probleme: Die Software filtert Fehlbedienungen aus, wenn auch nicht perfekt. Der Fingerprint-Sensor des iPhone 5S fehlt dagegen komplett.

    Die Haptik des Gerätes ist insgesamt sehr gut. Jedoch muss man im Vergleich zum Vorgänger einige kleine Abstriche in Kauf nehmen. Das liegt zum einem an dem weichen Schutzglas des Displays, das sich sehr leicht eindrücken lässt und deshalb mehr wie Plexiglas als normales Glas anmutet. Im oberen Teil der Rückeneindeckung ist außerdem eine Kunststoffintarsie eingelegt. Während man beim iPad 4 noch definitiv fühlte, ein Gerät aus Glas und Metall zu benutzen, geht dieses beim iPad Air etwas verloren. Auch wenn es nicht so ist, hat man eher das Gefühl, ein sehr stabiles Gerät mit Kunststoffgehäuse zu benutzen. Insgesamt befinden sich die Haptik und die Arbeit aber immer noch auf einem hohen Niveau. Apropos stabil: Trotz seiner dünnen Bauweise ist das iPad Air sehr verwindungssteif. Wer also aufgrund der Dicke ein eher wabbeliges Gerät erwartet, wird positiv überrascht sein.

    04:18
    iPad Air im Video-Test: So sieht Apples Tablet mit Model-Maßen aus

    iPad Air im Test: Die inneren Werte

          

    Im Inneren bietet das iPad Air dagegen kaum Überraschungen. Das Gerät gibt es wie bisher mit einer internen Speicherausstattung von 16 bis 128 GByte sowie als WLAN und 3G-Version. Das Display hat wie seit dem iPad 3 2.048 x 1.536 Pixel. Da das Display auf IZGO-Technik setzt, kann eine Glasscheibe eingespart und so das Gerät noch dünner gebaut werden. Dafür wirkt das Deckglas sehr weich. Beim SoC gibt es kleine Überraschung zu entdecken: Erstmals seit langem nutzt Apple keinen AX-Prozessor sondern den gleichen SoC, wie er auch in der iPhone-Generation verwendet wird: den A7-Prozessor. Auch wenn dieser zwar genau baugleich zum Smartphone-Pendant ist, gibt es doch einen Unterschied: Der SoC taktet rund 100 MHz höher. iOS arbeitet wie immer gewohnt flüssig, weshalb man hier mit der neuen CPU keine großen Unterschiede bemerken wird. Bei Ladezeiten und App-Starts lässt sich aber durchaus ein Effekt der schnelleren CPU erkennen. Die von Apple propagierte Verdoppelung der SoC-Geschwindigkeit ist in den meisten Messungen aber ein Mythos: Einzig im Geekbench 3 können wir diesen Effekt nachweisen. In den Restlichen Messungen gibt es zwar einen Vorsprung, der aber bei weitem nicht derart gravierend ausfällt. Außerdem neigt das iPad Air bei großer Hitzeentwicklung zum Drosseln des SoC. Nutzer eines iPad der vierten Generation die alleine aufgrund der von Apple propagierten SoC-Geschwindigkeit das Bedürfnis zum Aufrüsten verspüren, dürfen getrost eine Runde aussetzen.

    Da der Stromhunger dieses Chips wesentlich niedriger als der des Vorgängers ist, kann auch am Akku gespart werden. Das ist auch bitter nötig, um so ein dünnes Gerät zu bauen. Im iPad Air fasst der Energiespeicher noch rund 8.827 mAh. Beim iPad 4 waren es noch 11.560 mAh. Die reduzierte Kapazität des iPad-Air-Akkus erlaubt noch eine Laufzeit von etwa 11 Stunden, ein niedrigerer aber immer noch sehr guter Wert. Eine Stunde mit dem Spiel "Sky Gamblers: Cold War" verbrauchte rund zwölf Prozent der Akkuladung. Vollgetankt könnten Sie sich also acht Stunden mit dem Spiel vergnügen.

    Wie bei Tablets gewohnt, gewinnen beide Kameras keine Qualitätspreise. Dennoch gehört die 5-Megapixel-Kamera zu den besseren im Tablet-Bereich. Die Front-Kamera bietet eine Auflösung von 1,2 Megapixel, reicht also für Videofonie und Facetime locker aus. Die beiden Lautsprecher an der Unterseite geben Musik in einer für Tablet-Verhältnisse anständigen Qualität wieder, das allerdings nur in Mono.

    iPad Air im Test: Das neue iOS

          

    Wie das iPhone 5C und das iPhone 5S besitzt auch das iPad Air vom Start weg die neueste Version von Apples Mobilbetriebssystem mit der Nummer 7. Das Betriebsystem wirkt wesentlich "flacher" und ahmt nicht mehr Materialien nach, die beim realen App-Vorbild zur Anwendung kommen würden (Skeuomorphismus, etwa ein Blatt Papier als Hintergrund in einer Notiz-App). Außerdem erstrahlt das Betriebssystem nun in leuchteten Neonfarben. Das moderne Design ist sicherlich Geschmackssache, scheint aber meist gut anzukommen. Da seit dem iPad Air auch iWorks kostenlos dem Betriebssystem beiliegt steigert sich der Nutzwert eines solchen Tablets enorm.

    iPad Air im Test: Fazit

          

    Das Besondere sind beim iPad Air nicht die Hardware oder seine Leistung. Das Produkt bezieht sein Faszination aus seinen für ein Tablet der Zehn-Zoll-Klasse kompakten Abmessungen und seinem geringeren Gewicht. Das iPad Air unterbietet selbst leichtere 10-Zoll-Konkurrenten um gut 100 Gramm. Falls ein Tablet-Neukauf ansteht, können wir Apples neuestes Produkt definitiv empfehlen. Nutzer eines iPad 3 oder 4 dürfen unter Performance-Gesichtspunkten gerne noch ein oder zwei Generationen überspringen.

    iPad Air im Test: Testtabelle und Preise

          
    GerätiPad Air
    Hersteller (Bezugsquelle)Apple
    Preis (mit 4G)Ca. € 480/570/660/749,- (600/690/780/870,-)
    BetriebssystemiOS 7.0.3
    Herstellereigene OberflächeiOS-Standard
    Display, CPU, Speicher 
    Display: Größe, Auflösung9,7 Zoll, 2.048 x 1.536 (263 ppi)
    ProzessorDualcore, 1.400 MHz (Apple A7)
    Integrierter Speicher/RAM16 GByte bis 128 GByte/1.024 MiByte
    HDMI-AnschlussNein
    Akku-Kapazität8.827 mAh
    Slot für SpeicherkarteNein
    Slot für SIM-KarteNano-SIM
    Bedienung 
    Stabilität/VerarbeitungsqualitätSehr gut/sehr gut
    Größe (Höhe x Breite x Tiefe)240 x 169,9 x 7,5 mm
    Gewicht469 Gramm
    Touch-PräzisionSehr gut
    Display-SpiegelungMittel bis hoch
    Display-BildqualitätSehr gut
    Standard-TastaturGut
    ErgonomieSehr gut
    Erreichbarkeit: TastenProblemlos
    Erreichbarkeit: SIM-Karte & AkkuAkku nicht wechselbar
    Kamera an Rückseite (Bildqualität)5 Megapixel (gut)
    ... mit Blitz?Nein
    Kamera an Front (Bildqualität)1,2 Megapixel (befriedigend)
    AuslöseverzögerungWeniger als 1 Sekunde
    NFCNicht unterstützt
    Unterstützte DatentransferstandardsDual-Band WLAN n/UTMS/HSPA+/HDSPA/LTE
    Leistung 
    GFXBench 2.76.892 Punkte (61 Fps)
    Web-Leistung: Browsermark3591 Punkte
    Boot-Dauer18 Sekunden
    Akkulaufzeitca. 11 h

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  • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von lordiyodi
    https://discussions.apple... Gelbstich geht mal gar nicht
    Von keinnick
    Befindet sich ein Feuerlöscher im Lieferumfang? Rauch und Funkenflug: Explosion! Aus iPad Air schießen Flammen -…
    Von Cook2211
    Nach ein paar Tagen im Dauereinsatz muss ich sagen, dass ich schwer angetan bin vom iPad Air.Ich hatte lange zwischen…
    Von Redbull0329
    Bei mir war es ein Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition mit LTE und Snapdragon 800. Das schnellste Tablet der Welt
    Von blaudoge
    Schöner Test Allerdings steht in der Tabelle bei Gerät noch Iphone 5
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Apple iPad Air im Test: Lohnt sich das Tablet mit Model-Maßen?
Mit dem iPad Air greift Apple das Konzept des Macbook Air auf und bringt es zu den Tablets. Das Ergebnis ist ein erstmals nach langer Zeit flaches und leichtes iPad, nachdem die Apple-Tablets mit dem iPad 3 merklich klobiger wurden. PC Games Hardware hat das iPad Air in der Redaktion und unterzieht es dem Test.
http://www.pcgameshardware.de/Neue-Technologien-Thema-71240/Tests/Apple-iPad-Air-Test-1096138/
07.11.2013
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/11/ipad_air_01-pcgh.jpg
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