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      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Ich mag vielleicht in einigen Dingen zu pessimistisch sein (aber merke: "Pessimist" ist nur ein Ausdruck von Optimisten für Realisten ), aber zumindest bei der Aufmerksamkeitsspanne der Bevölkerung brauch man sich echt nichts vormachen. Fukushima ist noch keine 18 Monate her und die Mehrheit scheint sich wesentlich mehr um vermeintliche Einflüsse auf ihre Stromrechnung zu sorgen, denn um Betriebsrisiken von AKWs. Und scheiternde Endlager, die drohen ihre Umgebung zu kontaminieren, sind eigentlich ein Dauerthema, aber selbst wenn sich die Aufmerksamkeit mal auf den zuständigen Minister richtete, fanden allein dessen Wahlkampftaktiken Beachtung.
      • Von coroc Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran


        Was gibt es da viel zu kapieren? Auf diesem Planeten leben vermutlich >6,5 Milliarden Menschen, die keine Ahnung haben, was Radioaktivität ist. Und allein in Deutschland wirst du 70 Millionen finden, die sie nur dank der öffentlichen Diskussion über bestehende Atomkraftwerke kennen und die z.B. null Ahnung haben, was eine Radionukleotidbatterie ist.
        Ich hab mich aufgrund dessen, das ,eine Großeltern 5Km vom AKW Krümmel entfernt wohnen schon mit dem Thema Radioaktivität beschaftigt, ich denke, das, wenn man Ummantelungen aus Kupfer macht, das es durch die Jahre haltern wird, aber wenn Kupfer dann mal eng wird, d.h. das Vorkommen sinkt, wird es (leider) Menschen geben, denen es nurums Profit und um sonst nix geht.

        Ok, ich bin in der Hinsicht, das ich 14 Jahre alt bin, vielleicht etwas "überbildet", aber das es deinen Einschätzungen so kantastophal ist, hätte ich nicht gedacht. Das Volk wird durch Unfälle wie Fukushima wieder aufwas aufmerksam gemacht, doch leider geraten die Gefahren durch Atomkraft immer wieder für den Großteil der Bevölkerung in Vergessenheit
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von coroc
        Wieso nimmt man keine Edelmetalle, und macht innen einen Blei (oder sowas) Mantel, das die Strhlung agbschirmt. Zu teuer?


        Wie gesagt: Die Schweden experimentieren mit Kupfer. Das ist aber noch nicht so edel, dass nicht von bestimmten Bodenmilieus angegriffen werden kann und es geht halt um echt lange Zeiträume. Gold und Platin sind viiiiiieeeelllll zu teuer (und dann hast du es endgültig mit Schatzsuchern zu tun)
        Blei in wirkungsvollen Dicken würde vermutlich enormen Massen entsprechen (die Strahlung hat viel Zeit, zu wirken - da muss sie nicht stark sein), die auch wieder Kosten, zusätzlich Platz im Lager beanspruchen und ja auch wirklich nur vor Strahlungsaustritt schützen. Grundwasser, etc. müsste seinerseits wieder vor Blei geschützt werden, d.h. es nützt nur etwas, wenn du eine von außen 100% sichere Hülle hast, die nur noch durch die Strahlung gefährdet ist.

        Zitat
        Das es solche Leute gibt...Ich kapier das nicht


        Was gibt es da viel zu kapieren? Auf diesem Planeten leben vermutlich >6,5 Milliarden Menschen, die keine Ahnung haben, was Radioaktivität ist. Und allein in Deutschland wirst du 70 Millionen finden, die sie nur dank der öffentlichen Diskussion über bestehende Atomkraftwerke kennen und die z.B. null Ahnung haben, was eine Radionukleotidbatterie ist. Wenn du nicht weiß, dass (und WAS! für) eine Gefahr besteht und ganz unten angekommen bist, dann ist besagter Leuchtturm für dich eben nur noch eine unbewachte Ansammlung von Materialien, für die Schrotthändler gutes Geld zahlen. In Deutschland kommen jedes Jahr Leute um, die Bahn-Oberleitungen klauen wollen, um sie zu verkaufen (nein, keine stillgelegten) und es wurden sogar schon größere Abschnitte Unterseekabel aus den Meeren gefischt.
        Wo es etwas wertvolles gibt (oder geben könnte*), gibt es auch jemanden, der es haben will und wenn man eine falsche (oder keine) Vorstellung davon hat, wie gefährlich etwas ist, sinkt die Hemmschwelle, etwas zu unternehmen. Und wie eben gerade erwähnt: Ohne laufende AKWs (und vor allem ohne laufende Proteste dagegen) wäre Radioaktivität auch für die meisten Deutschen nur etwas, wovon sie mal kurz in der Schule gehört haben - wenn sie sich daran überhaupt noch erinnern. Projeziere das ganze 1000 oder gar 10.000 Jahre in die Zukunft... . Es gibt keine Nukleartechnik mehr auf der Welt, Geschichtsunterricht ist noch langweiliger und schneller vergessen, als Physik und überhaupt: Wahrscheinlich wird es gar nicht mehr gelehrt, denn wo heute eine Ausbildung auf den Stand der Wissenschaft schon bis zum 30., 35. Lebensjahr dauern kann, wird man sich Allgemeinwissen in Zukunft kaum noch leisten können, wenn man Experten will, die ihr Spezialgebiet noch vorranbringen können, bevor sie zu alt sind.
        Und genau deswegen ist die Kennzeichnung so wichtig: Damit wenigstens der, der direkt davorsteht, auf die Idee kommt, sich vor einem Fehler über etwas Gedanken zu machen, was in seiner Gesellschaft in etwa so beachtet wird, jungsteinzeitlicher Bootsbau in der unsrigen.

        *bezüglich "geben könnte" mal noch ein Beispiel von heute/den letzten Jahrhunderten, was allein die Tatsache, dass an einem Ort Spuren von (Ver)Grabungsaktivitäten waren/gewesen sein sollen, nach sich ziehen können:
        Oak Island - Wikipedia, the free encyclopedia
        Und da sollen von den Überresten eines Endlagers die Finger gelassen werden, wenn niemand von potentiellen Gefahren weiß? Ich glaubs nicht.
      • Von coroc Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran


        Wüste sind vor allem eins: Zeitlich begrenzt. Da die Menschheit nebenbei auch noch für eine kräftige Klimadestabilisierung sorgt, haben wir keine Möglichkeit abzuschätzen, wo in 10.000 Jahre eine Wüste ist und wo nicht.
        Das Rote meer z.B. wird sich innerhalb eines im Verhältnmis recht gerigen Teitraums ein großes Stück Afrikas nehmen

        Zitat von ruyven_macaran
        Jetzt übertreibst du langsam
        1 Million war schon hoch angesetzt. Die Skandinavier planen afaik mit 100.000 Jahren, bis die Aktivität im Bereich natürlicher (wenn auch sehr reicher) Uranerze liegt und das ist kein ganz schlechter Schätzwert (je nach Ausgangsmaterial natürlich)
        Mist, Tippfehler, meinte 1 Millionen Jahre.
        Zitat von ruyven_macaran
        "Fässer" hast du da aber so oder so nicht mehr. Die sind ggf. schon nach wenigen Jahrzehnten weg, danach hast du nur noch Fassinhalte. Mit Spezialbehältern sind ein paar Jahrhunderte drin, mit etwas Glück wenige Jahrtausende. Die Schweden z.B. peilen das iirc an und verwenden verschweißte Kupferbehälter und gehen davon aus, dass die für sehr lange Zeit Schutz bieten, weil Kupfer halt nicht so schnell in die Umgebung korrodiert und auch gegenüber der Strahlung einiges aushalten soll.
        Auf der anderen Seite wird es aber, im hiesigen Kontext, schon wieder zum Risiko: Da wird fast mehr hochreines Kupfer eingelagert, als radioaktives Material. Das hat einen gewissen Wert, der in Zukunft noch weiter steigen könnte und wenn dann jemand, der keine Ahnung vom Inhalt hat, beim z.B. Brunnenbohren diesen Schatz entdeckt....
        Wieso nimmt man keine Edelmetalle, und macht innen einen Blei (oder sowas) Mantel, das die Strhlung agbschirmt. Zu teuer?
        Zitat von ruyven_macaran
        In der Sowjetunion (bzw. kurz danach) wurden die Radionukleidbatterien aus unbemannten Leuchttürmen entlang der Polarmeerküste geklaut, um die Edelstahlhülle zu verkaufen. Die Diebe waren z.T. ebenso leicht zu finden, wie die in der Umwelt entsorgte Plutoniumfüllung. Wie muss man wohl nicht erklären...
        Das es solche Leute gibt...Ich kapier das nicht
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Superwip
        Auf gut Glück gräbt man meist nicht irgendwo einige hundert Meter tief;


        Abgesehen davon, dass genau so neue Rohstoffe entdeckt, Brunnen geschaffen, etc. wären:
        An einer Stelle, an der es Hinweise darauf gibt, dass etwas versteckt wurde oder darauf, dass hier Zeugnisse vergangener Kulturen liegen, gräbt man nicht "auf gut Glück".

        Zitat
        Wüste wäre nicht schlecht, Wüsten sind meist nur sehr dünn besiedelt und es gibt auch nicht viel Grundwasser, dass verseucht werden könnte


        Wüste sind vor allem eins: Zeitlich begrenzt. Da die Menschheit nebenbei auch noch für eine kräftige Klimadestabilisierung sorgt, haben wir keine Möglichkeit abzuschätzen, wo in 10.000 Jahre eine Wüste ist und wo nicht.

        Zitat
        Endlager bestehen idr. nicht aus einem großen Topf in den man alles reinwirft sondern erstrecken sich über ein großes Gebiet; spätestens beim ersten Behälter, der geöffnet wird sollten die Verantwortlichen bald merken, dass das gewisse Risiken birgt


        Unsere bisherigen Behälter halten kaum einige Jahrzehnte, die Spezialbehälter, mit denen die Franzosen ihre Endlager planen, sollen ein paar Jahrhunderte halten (ja, richtig gelesen: Freisetzung des Mülls ins Umgebungsgestein ist Teil des Konzeptes...). Wenn die Lager in den fraglichen Zeiträumen geöffnet werden, dann sind es Atommüllhaufen, die nur ein bißchen Umgebungs Salz/Ton/Geröll trennt (was halt immer beim Zusammenbruch der Kavernen dazwischen gelangen konnte bzw. zwischen gebohrten Kammern war). Und im Falle von lokal brüchigem Gestein (Stichwort: Wärmeentwicklung, Hitzesprengung) reicht es, wenn es ein Bohrloch von wasserführenden Schichten in den Lagerbereich gibt, damit Ausspülungen aus dem gesamten Lager möglich werden.
        Vom Salzstöcken (zwei von drei weltweit in Betrieb genommenen Endlagern, ein von zwei gescheiterten Endlagern) ganz zu schweigen. Im Worst Case kommt jemand auf die Idee, das Salz mittels Soleverfahren abzubauen...

        Zitat
        Es sollte sich also maximal um wenige Tonnen handeln, die Abfälle sollten auch in eine nicht leicht wasserlösliche Form gebracht worden sein


        Das müsste man erstmal hinbekommen...


        Zitat von coroc
        Doch. Wie ist sonst der Bergbau entsatanden?. 12 Millionen Jahre sind ne lange Zeit, in der sich Rohstoffe neu bilden und Ablagern können. Und auf Suche nach diesen kann es durchaus sein, das einer diese Fässer sieht und öffnet


        Jetzt übertreibst du langsam
        1 Million war schon hoch angesetzt. Die Skandinavier planen afaik mit 100.000 Jahren, bis die Aktivität im Bereich natürlicher (wenn auch sehr reicher) Uranerze liegt und das ist kein ganz schlechter Schätzwert (je nach Ausgangsmaterial natürlich). "Fässer" hast du da aber so oder so nicht mehr. Die sind ggf. schon nach wenigen Jahrzehnten weg, danach hast du nur noch Fassinhalte. Mit Spezialbehältern sind ein paar Jahrhunderte drin, mit etwas Glück wenige Jahrtausende. Die Schweden z.B. peilen das iirc an und verwenden verschweißte Kupferbehälter und gehen davon aus, dass die für sehr lange Zeit Schutz bieten, weil Kupfer halt nicht so schnell in die Umgebung korrodiert und auch gegenüber der Strahlung einiges aushalten soll.
        Auf der anderen Seite wird es aber, im hiesigen Kontext, schon wieder zum Risiko: Da wird fast mehr hochreines Kupfer eingelagert, als radioaktives Material. Das hat einen gewissen Wert, der in Zukunft noch weiter steigen könnte und wenn dann jemand, der keine Ahnung vom Inhalt hat, beim z.B. Brunnenbohren diesen Schatz entdeckt...
        In der Sowjetunion (bzw. kurz danach) wurden die Radionukleidbatterien aus unbemannten Leuchttürmen entlang der Polarmeerküste geklaut, um die Edelstahlhülle zu verkaufen. Die Diebe waren z.T. ebenso leicht zu finden, wie die in der Umwelt entsorgte Plutoniumfüllung. Wie muss man wohl nicht erklären...
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