Bitkom Studie: Ultra-HD-Auflösung bis 2016 im Massenmarkt angekommen - "Wearables" auf dem Vormarsch
Der Branchenverband Bitkom hat in Kooperation mit dem Unternehmensberater Deloitte eine Studie zu moderner Unterhaltungselektronik und deren zukünftigen Aussichten veröffentlicht. Großes Thema waren die sogenannten 4K- und 8K-Auflösungen, welche bis 2016 bei schätzungsweise 13,7 Millionen Geräten zum Einsatz kommen soll. Außerdem sollen sich in wenigen Jahren auch sogenannte "Wearables", wie Smart Glasses und Smart Watches, durchsetzen. Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenDerzeitig schwenkt der Großteil der Multimediabranche auf Displays mit Ultra-HD-Auflösungen um. Der offizielle Standard umfasst neben den populären 3840 x 2160 ("4K") Bildpunkten auch die vierfache Pixelmenge mit einer Auflösung von 7680 x 4320. Auch die Filmindustrie ist auf diesen Zug aufgesprungen, indem diverse Hollywood-Blockbuster in den hohen Auflösungen gedreht werden, weil das Material auch in mehreren Jahren noch vermarktbar sein solle. Des Weiteren sei bei Sportübertragungen bereits ein Umstieg in Planung. Insgesamt macht das aber lediglich 10 Prozent der gesamten Produktion aus, da sich der Mehraufwand besonders für kleinere Unternehmen, die vor allem für das Fernsehen produzieren, nicht lohne. Allerdings seien entsprechende Videokameras fast ausschließlich mit Ultra HD erhältlich, weshalb weitflächige Aufrüstungen zum nächsten Produktionszyklus wahrscheinlich seien.
Im Einzelhandel hänge die Durchsetzung von zwei Faktoren ab: Die Endkunden wollen für ein Minimum an Geld eine möglichst große Bildfläche haben. Besonders Fernseher mit einer Diagonale "jenseits von 50 Zoll" sollen maßgeblich am Erfolg beteiligt sein. Laut Klaus Böhm, Medienexperte bei Deloitte, sollen die Preise zügig fallen, weshalb es bei Ultra HD "viel zügiger gehen [wird], als wir es bei HD gesehen haben". Dafür soll auch das Verlangen nach einer höheren Pixeldichte verantwortlichen sein, weil die Nutzer diese bei mobilen Geräten schon begutachten können. Michael Schidlack, Bitkom-Experte für Unterhaltungselektronik, hingegen vermutet, dass "Ultra HD den Durchschnittspreis erst einmal nachhaltig anheben wird".
Quelle: Bitkom
Zusätzliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Heranzoomen auf eigenen Fotografien oder bei Spielszenen im Fernsehen, sollen das Gesamtpaket schmackhafter machen. Dreidimensionales Bild- beziehungsweise Videomaterial soll, laut Bitkom, allerdings "kein[en] Massenmarkt" finden, obwohl die meisten Kinofilme in 3D ausgestrahlt werden. Derzeitig sei aber ein Trend zu einer immer besseren Vernetzung in privaten Haushalten erkennbar. Vor allem internetfähige Fernseher, sogenannte Smart-TVs, sollen immer mehr im Kommen sein. Bisher seien von diesen rund 6,8 Millionen Exemplare in deutschen Haushalten eingesetzt. Ergänzende Set-Top-Boxen kommen immerhin auf 1,9 Millionen.
Zu guter Letzt wird in der Studie festgehalten, dass sogenannte "Wearables" zukünftig eine immer breitere Anwendung finden werden. Dies beinhaltet vor allem Smart Glasses, wie zum Beispiel das Google Glass, und Smart Watches, die aus einer Uhr einen Mini-Computer machen. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Bereich in 10 Jahren das Volumen der gesamten bisherigen Unterhaltungselektronik haben wird.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Durchsetzung von Ultra HD streng genommen nicht gänzlich einen schnelleren Fortschritt haben wird als gewöhnliches HD. Bereits im Jahre 2000 präsentierte IBM mit dem T220 einen Monitor, dessen IPS-Panel mit 3840 x 2400 Pixeln auflöste, was im Prinzip einer Ultra-HD-Auflösung im 16:10-Format entspricht. Im folgenden Jahr war das Produkt marktfähig und wurde bald durch den T221 abgelöst. Eine weite Verbreitung wurde allerdings durch die Bildwiederaufbaurate von 48 Hertz verhindert. 2005 kaufte Sony den Panel-Hersteller IDTech auf und stellte die Produktion komplett ein.
Kommentare (11)
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Von Zsinj BIOS-Overclocker(in)AW: Bitkom Studie: Ultra-HD-Auflösung bis 2016 im Massenmarkt angekommen - "Wearables" auf dem VormarschBleibt nur die Frage bis wann man das zu ordentlichen Preisen kaufen kann.Zitat von Dan KirpanAber dafür wird gerade die HVD entwickelt, könnt ihr euch ja mal einlesen. Die Datenträger sind im Test Verfahren bis zu 3,9 TB groß. Könnte dann gut sein das es auf eine 1 TB HVD hinausläuft, das wäre doch sehr schön!
Ich kaufe doch keine UHD Glotze wenn Material noch Jahre auf sich warten lässt.
Bis dahin geht die Glotze ja mindestens zweimal kaputt
Ich kaufe doch keine UHD Glotze wenn Material noch Jahre auf sich warten lässt.
Bis dahin geht die Glotze ja mindestens zweimal kaputt
Ich warte lieber noch auf 8K, den Zwischenschritt 4K werde ich nicht mitmachen so wie damals mit HD Ready!
8K und das ganze dann mit 120 FPS, das wird schon eine Augenweide werden, wobei ein Film dann schätzungsweise 1 Terabyte groß sein wird. Aber dafür wird gerade die HVD entwickelt, könnt ihr euch ja mal einlesen. Die Datenträger sind im Test Verfahren bis zu 3,9 TB groß. Könnte dann gut sein das es auf eine 1 TB HVD hinausläuft, das wäre doch sehr schön!
Weiß man schon wann die ersten 8K Geräte erscheinen? Da bräuchte es ja dann auch noch mal einen neuen Anschluss. HDMI 3.0 oder einen gänzlich neuen mit min. 100 Gigabit. Ich schätze noch 2-3 Jahre dann wird sich hier einiges tun wie damals mit HD Ready, da dauerte es auch 2-3 Jahre bis Full-HD auf den Markt kam. Würde ich jedem empfehlen. Ich kann mir gut vorstellen das 8K dann für viele Jahrzehnte der neue Standard wird, denn eine noch höhere Auflösung macht keinen Sinn mehr. 7684 x 3840, das hört sich schon echt krass an
Erst mal sollte überhaupt TV nur noch in mind. 720p ausgestrahlt werden, ohne diesen HD+ mist an Karten. Einfach Antennenkabel anstöpseln und gut. Danach können die sich auf FullHD steigern. Alleine die HD Ausstrahlung wäre schon klasse
Es gibt nur eine sinnvolle App, die man für Google Glass UNBEDINGT braucht und das ist die Dragonball Scouter App.
"It´s over 9000!"
Ich kann mir ernsthaft vorstellen, dass sich dieser Trend mit den "Wearables" durchsetzt, aber mich nervt es heute auch schon teilweise, wenn die Leute andauernd auf ihr Smartphone glotzen müssen. Ich geh doch nicht ins Kino um die Hälfte des Films mit Leuten bei Whatsapp zu schreiben oder die neuen Tweets zu checken.
Wenn ich sowas sehe regt es mich schon irgendwie auf. Manche Leute haben mittlerweile eine Aufmerksamkeitsspanne wie mein Kühlschrank.
Aha, sogenannte Wearables wie die Smartwatches und Smartglasses. Okay. Wenn sich diese Dinger als Trend durchsetzen, kann man wohl von einer verblödung der Gesellschaft sprechen.
Imho sind Smartwatches reine Geldmacherei. Wer sich so ein 300€-Teil an den Arm schnallen will, bitte. Wofür hab Ich denn ein Smartphone^^
Und dieses Google Glass ist genau so ein Käse. Ich freu mich schon auf die Leute, die mit ihrem Smart-Nasenfahrrad gegen Laternenpfähle rennen, weil sie zu sehr in eine Anwendung vertieft sind. Ich finde es schon nervig, wenn die Leute dauernd ihr Smartphone in den Pfoten haben, wenn man sich mit ihnen unterhält. Manche können echt nicht mehr ohne die Dinger und dann sollen sich diese Datenbrillen auch noch als Trend durchsetzen?
Damit das auch jeder richtig versteht: Wer sich eines dieser Dinger antun will - bitte. Ich halte nichts davon. Das ist meine Meinung, die keiner teilen muss.