Dark Power Pro P10 850W im Test: Leises und effizientes, aber teures 850-Watt-Netzteil
Dark Power Pro P10 850W im Test: Leises und effizientes, aber teures 850-Watt-Netzteil
Dark Power Pro P10 850W im Test (7) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das Dark Power Pro P10 850W ist das erste Netzteil von Be quiet mit 80-Plus-Platin-Siegel, das im PCGH-Testlabor geprüft wird. Das 850-Watt-Netzteil bietet ein teilmodulares Kabelmanagement, fünf Jahre Garantie sowie einen 135-Millimeter-Lüfter. Per OC-Key können Sie die vier 12-Volt-Schienen zu einer zusammenschalten und erhalten so 840 Watt beziehungsweise 70 Ampere gebündelt. Die Kabel des Dark Power Pro P10 sind mit 60 bis 120 Zentimetern sehr lang und der Spannungswandler bietet vier Anschlüsse für Lüfter, die mit dem Netzteil geregelt werden. Die Bauteile und die Verarbeitung sind makellos. Alle wichtigen Schutzschaltungen hat Be quiet eingebaut. Der Wirkungsgrad des Netzteils liegt im 230-Volt-Spannungsnetz bei 85 bis 93 Prozent – sehr gut. Die Lautheit liegt bis 80 Prozent Auslastung bei 0,3 bis 0,6 Sone – das ist sehr leise. Die Temperaturen und die Restwelligkeit sind hingegen unbedenklich. Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC) ist nur bei sehr geringer Belastung niedrig (0,877); ab etwa 150 Watt liegt sie bei 0,943 bis 0,988
Fazit: Das Dark Power Pro P10 850W von Be quiet gehört aktuell zu den besten Netzteilen am Markt. Die geringe Lautheit selbst bei Volllast macht das Netzteil sehr attraktiv. Nur der hohe Preis stört allerdings.
Testmethoden: Wir bewerten unter anderem die Anzahl der Stecker und die Länge der Kabel. Zudem spielt das Platinenmaterial für die Note eine Rolle. Ebenfalls sehr wichtig ist die Effizienz eines Spannungswandlers; diese messen wir bei 10, 20, 50, 80 und 100 Prozent Auslastung. Dazu schließen wir alle Netzteile an eine Chroma 63103 an und simulieren vorher definierte Lasten für jede Stromschiene. Für die meisten Anwender ist die Lautheit ein wichtiges Kaufkriterium. Daher messen wir die Geräuschentwicklung bei 10, 20, 50, 80 und 100 Prozent Auslastung. Das Netzteil wird dazu nicht (!) ins Gehäuse eingebaut und auch nicht an das Hausstromnetz angeschlossen. Während der Effizienzmessung dokumentieren wir die Lüfterdrehzahl und stellen sie im schallarmen Raum für die Lautheitsmessung nach.
Die Leistungsfaktorkorrektur (Power Factor Correction) und die Temperatur werden zwar mit den gleichen Auslastungswerten wie Lautheit und Effizienz gemessen, in der Testtabelle geben wir aber nur den niedrigsten und den höchsten Wert an. Seit Ausgabe 02/2011 untersuchen wir auch die Restwelligkeit (auch Ripple & Noise genannt). Dabei fällt auf, dass einige Netzteile in der Vergangenheit die Vorgaben aus dem "Intel Power Supply Design Guide" nicht einhielten. Die Messwerte der Restwelligkeit gehen ab dieser Ausgabe ebenfalls in die Leistungsnote der Tests ein.

Sonst ein gutes Netzteil, aber Gott sei dank muss ich nicht solche Summen in ein NT stecken...
850W wäre sicher was für LGA2011 und drei GPUs.
Grüße