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  • Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K mit 5.120 x 2.880 Pixel im Test

    Die Full-HD-Ära neigt sich Ihrem Ende zu, hochauflösende Bildschirme liegen nicht nur bei Smartphones und Tablets, sondern auch bei PC-Monitoren im Trend. Wem Ultra HD noch zu wenig ist, für den hat Dell möglicherweise das passende Angebot im Portfolio. Der UP2715K protzt mit schicker Optik und gestochen scharfer 5K-Auflösung - doch eignet sich das Gerät auch für Spieler?

    Auch Anfang 2015 setzt der Großteil der PC-Spieler immer noch auf Monitore mit der klassischen Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080, was knapp 2 Megapixeln entspricht. Der Markt entwickelt sich aber ganz klar hin zu Bildschirmen die ein wesentlich feineres Bild bieten: Ultra HD ist hier das aktuell viel diskutierte Schlagwort. Dabei handelt es sich um Monitore, die mit der vierfachen Pixelmenge von Full HD aufwarten können. Dell setzt mit dem UP2715K nochmals einen drauf und stellt das erste PC-Display mit der Auflösung 5.120 x 2.880 Pixel vor.

    05:09
    Dell UP2715K: Testvideo zum 5K-Display

    Dell UP2715K: Ausstattung

          

    Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K im Test (3)Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K im Test (3)Quelle: DellDie Featureliste des Dell UP2715K ist lang, kein Wunder bei einem Monitor, der mit 1.400 Euro mehr kostet als so mancher Spielerechner. Das Alleinstellungsmerkmal ist ganz klar die enorm hohe Auflösung. Das sogenannte "5K3K" entspricht der vierfachen Pixelmenge (also eine Verdoppelung je Achse) von WQHD. Bei fast 18 Megapixeln pro Frame gerät so manche Grafikkarte ordentlich ins Schwitzen, doch zur Spieleleistung später mehr.

    Schon beim Auspacken des UP2715K merkt man, dass Dell aufs Detail geachtet hat. Die Verpackung ist ähnlich durchdacht, wie man das beispielsweise von Apple-Produkten kennt. Und auch die optische Aufmachung des Monitors erinnert stark an die Thunderbolt-Display aus Cupertino. Nebem dem Bildschirm selbst finden sich eine Schnellstartanleitung, eine Treiber-CD sowie ein kompletter Satz Anschlusskabel im Karton. Besonders möchten wir hier auf das Dual-Displayport-Kabel aufmerksam machen, denn ohne dieses lässt sich der UP2715K gar nicht erst in seiner nativen Auflösung ansteuern, die Bandbreite der Schnittstelle reicht schlicht nicht aus.

    Abgerundet wird das Ausstattungspaket durch eingebaute Boxen aus dem Hause Harman/Kardon, eine Marke die audiophilen Nutzern sicher ein Begriff sein dürfte. Klangwunder darf man natürlich dennoch nicht erwarten, dazu sind die Lautsprecher einfach zu klein. Zur Raumbeschallung taugen diese in unseren Ohren nicht, zu blechern ist der Klang bei höheren Lautstärken. Ebenso mit an Bord ist ein SD-Kartenleser sowie ein USB-3.0-Hub.

    Dell UP2715K: Eigenschaften

          

    Im UP2715K verbaut Dell ein IPS-Panel, welches den sRGB-Farbraum sehr gut abdeckt. Das Gerät kommt vorkalibriert zum Käufer. Je nach Einsatzort und dort herrschender Beleuchtung kann der Nutzer noch zwischen unterschiedlichen Presets wie "Gaming" oder "Movie" wählen, die Parameter wie Kontrast, Helligkeit und Farbtemperatur anpassen. Uns hat die Standard-Einstellung am besten gefallen.

    Der Schwarzwert und das statische Kontrastverhältnis machen ebenfalls einen guten Eindruck, die genauen Werte lesen Sie in der Testtabelle nach. Der Stromverbrauch liegt mit fast 65 Watt im oberen Bereich, das ist angesichts der enormen Pixelzahl und der hohen maximalen Helligkeit aber auch kein Wunder. Im Standby verbraucht der Dell UP2715K hingegen nur 0,4 Watt, ein sehr gutes Ergebnis. Downsampling war mit unserem Testgerät nicht möglich - angesichts der ohnehin schon extrem feinen Auflösung werten wir das aber nicht als Minuspunkt. Interessant: Sowohl Nvidias DSR, als auch AMDs VSR greifen nicht. Wer also von 10K-Gaming träumt, muss dies auch weiterhin.

    Dell UP2715K: Leistung

          

    Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K im Test (4)Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K im Test (4)Quelle: DellReaktionszeit (9 Millisekunden) und Inputlag (11 Millisekunden) liegen bei dem Dell UP2715K auf einem guten, aber nicht perfektem Niveau. Liebhaber schneller Ego-Shooter und Strategiespiele à la Starcraft 2 werden die leichten Verzögerungen bemerken und auch die geringe Schlierenbildung könnte empfindliche Anwender stören. Subjektiv gesehen ist der UP2715K dennoch spieletauglich. Wer sich auf das Experiment 5K einlässt, muss in den meisten Fällen ohnehin mit niedrigen Frameraten spielen und wird eher auf die Bildqualität, denn auf schnellen Bildaufbau Wert legen.

    5K3K sieht insbesondere mit Kantenglättung fantastisch aus, überfordert aber selbst High-End-Grafikkarten wie eine Geforce GTX 980. Nur bei älteren oder anspruchsloseren Spiele erreicht man spielbare Frameraten. Lesen Sie mehr dazu in der kommenden PC Games Hardware 03/2015. Dort haben wir eine Vielzahl an 5K-Benchmarks für Sie durchgeführt. Laut Dell richtet sich der UP2715K aber ohnehin weniger an Spieler, sondern eher an professionelle Anwender und Early-Adopter. Wer mit dem Gerät liebäugelt, dem sollte klar sein, dass ohne Oberklasse-Grafikkarte an flüssiges Spielen kaum zu denken ist.

    Zudem sollten Sie beim GPU-Kauf darauf achten, dass die Wunschkarte zwei Full-Size-Displayport-Ausgänge besitzt. Nur dann können Sie die native Auflösung auch ansteuern. Vom Einsatz potenzieller Adapter raten wir ab. Kompatibilitätsprobleme können nicht ausgeschlossen werden. Neben den Profi-Grafikkarten der Quadro- und Fire-GL-Serien, sind laut Dell die Geforce GTX 970 und 980 für den Einsatz mit dem 5K-Bildschirm zertifiziert. Bei Radeons ist die R9-Serie kompatibel. Ältere Karten können funktionieren, eine Funktionsgarantie wird seitens des Herstellers aber nicht gegeben.

    PCGH-Wertung
    2,02

    Dell UP2715K: Fazit

          

    Der Dell UP2715K ist ein beeindruckendes Stück Technik: Die Verarbeitung ist erstklassig, das Ausstattungspaket ist reichhaltig und die technischen Parameter stimmen: Farbwiedergabe, Reaktionszeit und Inputlag stellen Spieler zufrieden - solange es nicht um kompetitiven E-Sport geht. Aber das ist auch überhaupt nicht die Zielgruppe des extrem fein aufgelösten Dell-Monitors. Das sind ganz klar Enthusiasten mit entsprechendem Budget, die schon heute die Auflösungen von morgen genießen möchten.

    Im Alltag stören jedoch einige Kleinigkeiten: Ohne die Skalierung von Bildschirminhalten zu erhöhen (oder die Auflösung zu reduzieren), lässt sich das Display faktisch kaum nutzen. Die Inhalte sind einfach zu klein, Schriften werden schwer lesbar. Leider kommen weder Windows 7 noch Windows 8.1 mit solch hohen Auflösungen gut zurecht, Mac OS X hat hier die Nase vorn. Wir sind gespannt, ob Windows 10 an dieser Stelle Besserung bringt. Zu wünschen wäre es.

    Seine volle Pracht entfaltet der Dell UP2715K natürlich beim Spielen. Natives 5K sieht einfach besser aus als 5K per Downsampling. Allerdings ist auch der Performancehunger enorm. Während High-End-Grafikkarten in Ultra HD zumindest noch passable Bildwiederholraten erzeugen, resultiert 5K in den allermeisten Fällen in einer Diashow. SLI und Crossfire liefern hier nur bedingt Abhilfe. Dazu erfahren Sie in der kommenden PCGH 03/2015 mehr, die bereits am 4.2. im Handel ausliegt.

    Dell UP2715K: Testtabelle und Bilder

          
    ProduktnameUP2715K
    HerstellerDell
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. €1.400/mangelhaft
    PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1192924
    Ausstattung (20 %)1,49
    Diagonale/Anschlüsse68,6 cm (27 Zoll)/2x Displayport, Mini-Displayport, 5x USB 3.0, SD-Cardreader
    Max. Auflösung/Pixelabstand5.120 x 2.880/0,116 mm
    Panel/HintergrundbeleuchtungIPS/LED
    Reaktionszeit (Hersteller)/Netzteil8 ms/intern
    Gewicht/Maße8,4 kg/54,1 x 63,7 x 20,5 cm
    Drehbar/neigbar/höhenverst.160/45 Grad/115 mm
    TCO/GarantieTCO 6.0/3 Jahre
    SonstigesUSB 3.0 Hub, Cardreader, Harman-Kardon-Boxen
    Eigenschaften (20 %)1,96
    Betrachtungswinkel horizontal/vertikal178/178 Grad
    Downsampling (50 %/100 %)-/-
    Kontrastverhältnis (statisch)1000:1
    Leistungsaufnahme/Stand-by62,4/4,0 Watt
    Leistung (60 %)2,22
    Reaktionszeit/Schlieren-/Korona-Bildung 7 ms/gering/gering
    Subjektiv spieletauglich/InputlagJa/11 ms
    Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %)35, 252, 343 cd/m²
    InterpolationVollbild, 16:10, 16:9, 4:3/gut
    Helligkeitsverteilung (Abweichungen)Max. 14%
    Grobkörniges Bild (Kristalleffekt)Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
    Farbbrillanz/FarbechtheitSehr gut
    Endnote2,02
    Fazit+5K3K
      
      
     +Gestochen scharfes Bild
     -Teuer
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Grafikkarten-Rangliste 2016: 32 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich [Oktober]
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Schärfer als Ultra HD: Dell UP2715K mit 5.120 x 2.880 Pixel im Test
Die Full-HD-Ära neigt sich Ihrem Ende zu, hochauflösende Bildschirme liegen nicht nur bei Smartphones und Tablets, sondern auch bei PC-Monitoren im Trend. Wem Ultra HD noch zu wenig ist, für den hat Dell möglicherweise das passende Angebot im Portfolio. Der UP2715K protzt mit schicker Optik und gestochen scharfer 5K-Auflösung - doch eignet sich das Gerät auch für Spieler?
http://www.pcgameshardware.de/Monitor-Display-Hardware-154105/Tests/Dell-UP2715K-Test-1148567/
22.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/Dell_UP2715K__7_-pcgh_b2teaser_169.png
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