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  • Microsoft Surface Book Hands-On: Microsoft kreuzt Dell XPS 13 und Surface 4 [Special der Woche]

    Microsoft hat in New York nicht nur das Surface Pro 4-Tablet vorgestellt, sondern auch ein 2in1Surface, das sich als Tablet oder als Laptop mit externer GPU nutzen lässt. PC Games Hardware war live vor Ort, hat das Surface Book mit diesem extrem scharfen 6-Mio.-Pixel-Display ausprobiert und analysiert, ob es gut ist, dass Microsoft zum zweiten Apple avancieren will. - v. Benjamin Kratsch und Ryan Southardt

    "One More Thing", das sind die Worte, auf die wir bei jeder Pressekonferenz warten. In der Gaming-Szene werden sie meist von Ubisofts CEO Yves Guillemot gesprochen, etwa bevor die ersten Szenen zu Watch Dogs und The Division über den Bildschirm rauschten. Erfunden wurde es aber eigentlich in der Technikwelt, von Steve Jobs. Dessen Lässigkeit kopierte Microsoft-Manager Panos Panay am 6.10. auf der großen Redmond-Show in New York City mit Bravur, etwa als er mehr beiläufig das neue Lumia 950 XL aus der Hosentasche zog. Noch ein bisschen stärker als Apple will Microsoft Hard- und Software-Welten vereinen, egal ob auf Smartphone, Xbox One oder PC. In Zukunft brauchen Sie Ihr Windows-10-Telefon nur noch an ein USB-Dock anschließen, schon verwandeln Sie den Fernseher im Hotel in einen Arbeitsrechner. Sein "One More Thing" an diesem Abend jedoch sollte das Surface Book sein. Ein Notebook-Tablet-Hybrid, so edel und schick wie das Macbook Air. Es ist auch so schmal wie die luftigen Business-Books aus Cupertino, mit 1,6 Kilo allerdings gut 500 Gramm schwerer. Dafür steckt unter der Haube entweder ein Core i5 oder i7 der Skylake-Familie (wobei Microsoft die Taktung und das Modell schuldig bleibt), bis zu 16 GiByte RAM und optional eine ebenfalls noch nicht näher definierte Nvidia-GPU, die sich im ersten Hands-On mit halbwegs anspruchsvollen Spielen wie einem bekannten Epic-Shooter schlagen musste. Einem, in dem Kettensägen eine prominente Rolle spielen, für den Cliff Bleszinski mal verantwortlich zeichnete und der gerade in der Ultimate-Edition erschienen ist.

    01:35
    Microsoft Surface Book im Video

    Surface Book: Ein Display mit 6 Mio. Pixeln, scharf wie Apple-Retina

          

    Das Gorilla-Glass-Display des Surface Book ist ziemlich identisch mit dem des Dell XPS 13: Dell verbaut einen Bildschirm mit einer Auflösung von 3.200 x 1.800 Pixeln, was 276 Pixeln pro Zoll (ppi = pixel per inch) entspricht, während Microsoft mit einer Auflösung von 3.000 x 2.000 Pixeln bei 267 ppi arbeitet. Das Macbook Retina mit 13 Zoll liefert im Vergleich 2.560 x 1.600 Pixel bei einer Pixeldichte von 227 ppi. Es mag sicherlich Menschen geben, die in diesem extremen Schärfebereich Unterschiede wahrnehmen und insbesondere Fotografen werden davon bei der Retusche möglicherweise profitieren, im normalen Consumer-Anwendungsbereich wird es Ihnen aber schwer fallen, große Unterschiede zwischen den drei Modellen Ultrasharp Infinity Edge (Dell), Retina (Apple) und Pixelsense (Microsoft) zu finden. Das erste Notebook von Microsoft ist eine spannende Mischung aus 3k-Display mit beeindruckender Schärfe und Farbnatürlichkeit sowie einem Laptop, der eine Nvidia-GPU im Brauch trägt. Das erste Notebook von Microsoft ist eine spannende Mischung aus 3k-Display mit beeindruckender Schärfe und Farbnatürlichkeit sowie einem Laptop, der eine Nvidia-GPU im Brauch trägt. Quelle: PC Games Hardware Apple bietet allerdings kein Touch, Dell und Microsoft schon. Und hier kann sich das Surface Book am meisten abheben: Sie drücken auf ein Knöpfchen, daraufhin schaltet das Gerät in den Tablet-Modus. Jetzt können Sie das mit 728 Gramm durchaus wuchtige, aber nicht zu schwere Gerät mit einer Hand aus der Arretierung lösen und als Tablet verwenden. Dank des sogenannten "Muscle Wire Lock" lassen sich die Scharniere zudem hochfahren und arretieren, dadurch ist das Surface Book sehr stabil. Selbst wenn Sie es auf dem Schoß bedienen, wackelt da nichts. "Dynamic Fulcrum Hinge" ist noch so ein schönes Marketingwort, gemeint ist damit die schlangenähnliche Konstruktion, in die das Display rutscht. Das Schöne daran: Das Display steht bombenfest, egal in welche Position Sie es biegen. Angenommen, Sie wollen den klassischen Display-Grad nach hinten überdehnen, um einen besseren Sichtwinkel zu haben, dann erweist sich das im Hands-On als kein Problem. Wollen Sie es hingegen als Sketch-Book verwenden, drehen Sie das Display einfach um - spannend gerade auch für Spieledesigner, die viel mit 3D-Anwendungen arbeiten und einen Pen dazu geliefert bekommen, der sich genauso soft und perfekt anfühlt wie bei Apples iPad Pro (allerdings bei MS nichts extra kostet).

    Surface Book: Massig Power im sexy Formfaktor, günstig wird's aber nicht

          

    Wir sollten allerdings einen Knackpunkt nicht missachten, der in der amerikanischen Tech-Welt weitestgehend ignoriert wird: das Surface Book wird teuer, richtig teuer. Die Einsteigervariante der Pro-Edition (es gibt eine Basis-Edition ohne externe Grafikkarte und nur mit interner Intel-Iris-Grafik sowie eine Pro-Variante mit Nvidia-GPU, deren Typus allerdings geheim ist) mit Core i5, 8 GiByte RAM und 128 GByte SSD kostet 1.899 US-Dollar. Wer einen Core i7 und die 256er SSD-Variante haben möchte, legt bereits 500 US-Dollar mehr auf den Tisch und für das Top-Flaggschiff mit Core-i7, 16 GiByte RAM und 512 GByte großer SSD werden satte 2.699 US-Dollar fällig, womit Sie sich im Preisbereich eines Macbook Pro Retina in der Top-Ausstattung oder einem Ultra-Highend-Gaming-Laptop wie dem MSI GT72 mit Core i7, 32 GiByte Ram und GTX 980M bewegen. Den absurd hohen Aufpreis für mehr SSD-Speicherplatz können Sie sich allerdings sparen, externe SSD-Festplatten mit 500 GByte gibt's bereits für 200 Euro. Nun blieb uns Microsoft in Big Apple echte Spezifikationen schuldig, wir konnten aber bereits ausprobieren, in welche Richtung die Performance geht. Das hier ist für die Gamer, die League of Legends spielen. "Das hier ist für die Gamer, die League of Legends spielen", sagte Microsofts Vice President Panos Panay. Nun ist das kein Gradmesser, LoL ist kein schönes, kein Performance-hungriges Spiel und läuft auch problemlos auf dem Surface Pro 3. Generell war ja das letzte Surface schon ein kompetenter Spielepartner für anspruchslose Titel, auch Starcraft 2 läuft dort mit immerhin 30 Bildern pro Sekunde. Damit Sie jedoch das Surface Book auch für etwas anspruchsvollere Games nutzen können, ist je eine interne Grafikeinheit Intel Iris verbaut, sowie in der Pro-Variante die Nvidia-GPU im Tastaturbauch. Dadurch können Sie das Tablet an sich gut 12 Stunden benutzen (Microsoft spricht von bis zu 12 Stunden Video-Wiedergabe) und setzen erst angedockt die nötige Performance für Windows-10-Spiele frei. Leider war kein Fraps oder ein anderes Programm zum Bilderzählen installiert, das oben bereits besagte Epic-Spiel lief aber in maximalen Grafikdetails flüssig (Unreal Engine 3.5).

    Ob das Surface Book auch ein kompetenter Gamer wird, muss erst der Test zeigen, das Gerät kommt bereits am 26. Oktober in den USA, also vermutlich gegen Weihnachten in Deutschland. Das Surface Pro 4 erscheint in den USA ebenfalls am 26. Oktober, bei uns hingegen 16 Tage später am 12. November. Was halten Sie von Microsofts Plan, die mit ihrem ersten eigenen Notebook-Tablet-Hybriden mit Lenovo und Dell gleich mehrere Windows-10-Platzhirsche in unterschiedlichen Kategorien attackieren? Und wäre Ihnen das Surface Book den Premium-Preis wert?

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    18:22
    Microsoft Surface Book: Die komplette Präsentation im Video
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Surface Pro 4: Tablet-Flaggschiff von Microsoft - Release, Hardware, Preis
      • Von RavionHD Lötkolbengott/-göttin
        Ich finde es sehr beeindruckend, jedoch zu teuer für mich, aber das Surface Pro 4 werde ich mir sicher holen.

        Microsoft ist aktuell wirklich die innovativste Techfirma auf dem Planeten.
        Lumia 950 (XL), Surface Pro 4, Surface Book, Hololens, alles sehr beeindruckende Geräte!
      • Von intel64gamer Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Sieht mir nach ner ganz guten Alternative zu einem Macbook aus - zumindest wenn man kein Mac OS will/braucht.
      • Von gangville Freizeitschrauber(in)
        Zitat von hodenbussard
        Ob nen Linux drauf läuft ? .........
        klar sogar OSX würde dort ohne probleme laufen können.
        es hat mehr leistung als ein macbook fürs geld.
      • Von Gamer090 PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von BenRo
        Festplatte und RAM geht bei jedem ordentlichen Notebook. Oder sollte das Ironie sein?
        Oft lassen sich auch weitere Teile (zB WLAN-Modul) wechseln.
        "gross gewechselt werden" habe ich geschrieben, manche Teile kann man wechseln aber nicht alles.
      • Von danthe Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat
        Die Einsteigervariante der Pro-Edition (es gibt eine Basis-Edition ohne externe Grafikkarte und nur mit interner Intel-Iris-Grafik sowie eine Pro-Variante mit Nvidia-GPU, deren Typus allerdings geheim ist) mit Core i5, 8 GiByte RAM und 128 GByte SSD kostet 1.899 US-Dollar. Wer einen Core i7 und die 256er SSD-Variante haben möchte, legt bereits 500 US-Dollar mehr auf den Tisch [...]
        Da sind gleich zwei Sachen falsch. Die i5-Variante mit GPU für 1.899 $ hat eine 256 GB SSD. Außerdem kostet die i7-Version nicht 500, sondern 300 US-Dollar Aufpreis.
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        Wenn ihr es wirklich nicht schafft, die Informationen einer Website wahrheitsgetreu wiederzugeben, könnt ihr sie auch einfach verlinken und es bleiben lassen.

        Ein wenig seltsam ist auch der Vergleich, dass das Surface Book schwerer als Macbook Air ist, leistungstechnisch und auch vom Preis her positioniert es sich ja in Konkurrenz zum Macbook Pro, das ist ungefähr genauso schwer.
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Microsoft Surface
Microsoft Surface Book Hands-On: Microsoft kreuzt Dell XPS 13 und Surface 4 [Special der Woche]
Microsoft hat in New York nicht nur das Surface Pro 4-Tablet vorgestellt, sondern auch ein 2in1Surface, das sich als Tablet oder als Laptop mit externer GPU nutzen lässt. PC Games Hardware war live vor Ort, hat das Surface Book mit diesem extrem scharfen 6-Mio.-Pixel-Display ausprobiert und analysiert, ob es gut ist, dass Microsoft zum zweiten Apple avancieren will. - v. Benjamin Kratsch und Ryan Southardt
http://www.pcgameshardware.de/Microsoft-Surface-Tablet-254887/Specials/Hands-On-Surface-Book-1173848/
10.10.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/10/SurfaceBook_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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