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  • Metal Gear Solid 5: Den Multiplayer probiert - Füllhorn voller verrückter Ideen

    Am 15. September 2015 erscheint Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain auf PC und bringt gleich Metal Gear Online mit. Eine Multiplayer-Komponente, die auf der GDC für etliche Überraschungen sorgte. Quelle: Konami

    In MGS 5 The Phantom Pain kidnappen Sie im Multiplayer gegnerische Truppen, um sie für Ihre Singleplayer-Basis zu rekrutieren. Ob das Spaß macht, hat PC Games Hardware auf der GDC für Sie herausgefunden. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch (Twitter: @TheDudelino)

    The Phantom Pain wird wieder eines dieser Spiele der Extreme. Wo Sie im Multiplayer namens Metal Gear Online auf der einen Seite in eine Miniatur-Version eines Metal Gear Ray steigen, die Gatling durchladen und damit feindliche Soldaten zerplatzen lassen wie Tomaten in der Mikrowelle. Und auf der anderen Seite hat sich Hideo Kojimas neues Studio aus Los Angeles eine Menge Ideen einfallen lassen, die eher Richtung Makrostrategie und Pazifismus gehen. So gibt es wahlweise im 6on6-Modus oder in einem Match mit jeweils acht Spielern auf jeder Seite auch zahlreiche nicht-tödliche Waffen und genau so witzige wie effektive Kombos.

    Redaktionsfavorit dürfte eindeutig ein kleiner Plüschwelpe sein, den Sie einem Soldaten einfach nur vor die Nase schmeißen können. Das kleine Knuddelmonster macht ihn auf diese Weise bewegungsunfähig, es steigen ein paar Herzchen auf und Sie können die zweite Geheimwaffe nutzen: die Ballonfalle. Die Abschussvorrichtung feuert einen Fallschirm mit hoher Geschwindigkeit auf den Feind, bläst automatisch einen Ballon auf und lässt ihn Richtung Wolken entschwinden. Zumindest, wenn sein Kollege nicht schnell genug darauf feuert und ihn befreit. Doch wozu der Pazifismus? Schließlich sind Sie es sonst gewohnt, in Call of Duty und Battlefield für Abschüsse Punkte zu sammeln. Nun, Kojima verknüpft in Metal Gear Solid 5 auf recht smarte Weise die Multiplayer- und Singleplayer-Komponente.

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    Metal Gear Online im Gameplay-Video erklärt
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Die Mutterbasis: Gegner kidnappen und als Security einsetzen?

    Während in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots noch Kampagne und Multiplayer streng getrennt waren, ergibt sich durch die sogenannte "Motherbase" jetzt eine direkte Verbindung. In der Kampagne verliert Big Boss bei einem Großangriff seine alte Einheit und muss sich eine neue schwimmende Festung errichten. Zu Beginn handelt es sich dabei nur um eine handelsübliche Öl-Plattform, doch die können Sie massiv erweitern. Beispielsweise mit einer Krankenstation, um sich verarzten zu können. Oder einem Waffenlabor, wo sich beispielsweise eine elektrisierende Prothese für den Arm entwickeln lässt, um Soldaten einen Schock zu verpassen.

    Huch, was macht der Kamerad am Ballon? Wer nicht-tödliche Waffen einsetzt, darf gefangene Gegner in seiner Singleplayer/Multiplayer-Basis einsetzen und für sich arbeiten lassen. Huch, was macht der Kamerad am Ballon? Wer nicht-tödliche Waffen einsetzt, darf gefangene Gegner in seiner Singleplayer/Multiplayer-Basis einsetzen und für sich arbeiten lassen. Quelle: Konami
    Für diese Einrichtungen brauchen Sie allerdings Personal, das Sie zum einen einfach in der Kampagne kidnappen und zum Arbeitseinsatz als Wissenschaftler verdonnern können. Oder sich ein paar Gegner aus dem Multiplayer mitnehmen. Ihre Freunde dürfen dann natürlich trotzdem wieder normal respawnen, aber Sie erhalten Bonuspunkte für den Singleplayer- und Multiplayerteil des Spiels. Im Grunde ist das Upgradesystem nicht so viel anders als in Call of Duty: Advanced Warfare. Wo Sie dort allerdings mit Punkten im Rang steigen und so per Klick neue Waffen und Gadgets freischalten, müssen Sie die in Metal Gear Solid 5 erst in der Mutterbasis entwickeln. Das Prinzip ist das gleiche, aber es fühlt sich natürlich viel atmosphärischer an sich, nach einer erfolgreichen Mehrspieler-Partie nicht nur durch Menüs zu klicken, sondern mit dem Helikopter in seiner eigenen kleinen, schwimmenden Festung zu landen, diese zu inspizieren und die Entwicklung einer Hightech-Granate in Auftrag zu geben, die Tangos hinter Wänden sichtbar macht. Hier wird es jetzt interessant: Sie können nämlich zum einen Ihre Festung aus dem Spiel heraus jederzeit über die inGame-iDroid-App verwalten und beispielsweise für Geld Drohnen bauen, die Ihre Off-Shore-Basis überwachen. Oder aber Flugabwehr-Geschütze von einem feindlichen Flugfeld per Fulton-Spezialballon entführen und ruckzuck in die eigene Mutterbasis fliegen lassen.

    Wenn die Motherbase zur Multiplayerkarte wird

    Abgefahren: Wenn Sie herausfinden, wo einer Ihrer Steam-Freunde seine Basis hat, können sie die infiltrieren, wenn er gerade nicht da ist. Ob Sie auffliegen, entscheidet dabei, wie gut die Verteidigung seiner Festung ist. Abgefahren: Wenn Sie herausfinden, wo einer Ihrer Steam-Freunde seine Basis hat, können sie die infiltrieren, wenn er gerade nicht da ist. Ob Sie auffliegen, entscheidet dabei, wie gut die Verteidigung seiner Festung ist. Quelle: Konami Die Vermischung aus Single- und Multiplayer ist recht komplex, verspricht aber eine Menge Spaß. So gibt es klassische Mehrspielerkarten wie beispielsweise ein Fort mit Wachtürmen, die deutlich größer ausfallen als in Advanced Warfare, aber tendenziell kleiner als in Battlefield. Dort gibt es klassische Modi wie Capture the Flag oder eine Variante, wo Sie als Verteidigerteam eine Satellitenstation bewachen und als Angreifer die Daten hacken müssen. Anders als in Call of Duty und auch Battlefield kommt es aber gefühlt deutlich später erst zum Schusswechsel. Kojima Productions bürstet Metal Gear Online nicht so sehr auf Schnelligkeit, sondern mehr auf Taktik. Das erinnert mitunter an das beliebte Spies vs. Mercs aus Splinter Cell: Blacklist.

    So können Sie beispielsweise einen Supersprint gehen und machen sich damit nahezu unsichtbar für einige Sekunden. Sie können auch hinter Mauern oder Kisten sliden und ähnlich wie in Metal Gear Solid: Ground Zeroes aus der Deckung schnellen und Feinde ausknocken. Dass Metal Gear Online nicht auf Schnelligkeit getrimmt ist, zeigt sich auch am Verhörfeature. Sie können auch im Multiplayer Gegner in den Schwitzkasten nehmen. Passiert das, erfahren Sie Bruchteile von Informationen über die dessen Mutterbasis. Eine witzige Idee und quasi die natürliche Evolution des guten alten Knive-Kills. Wer sich erwischen lässt, gibt den Ort seiner Festung preis und riskiert, anschließend überfallen zu werden. Das System an sich funktioniert asynchron und in Echtzeit. Während Sie sich also gerade in der Kampagne verlustieren, kann theoretisch gerade jemand in Ihrer Basis herumschnüffeln und versuchen, mit den Spezialballons Ihr Equipment für seine Basis zu klauen. Mopsen lässt sich dabei alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Von Personal über Jeeps über Raketenabwehr-Stellungen bis zu Panzern. Da Sie ja selbst nicht immer auf Ihrer schwimmenden Festung sind, müssen Sie vorab für eine lückenlose Überwachung sorgen. Hier können Sie wiederum entscheiden, ob Sie lieber auf günstige, menschliche Security setzen oder teure Drohnentechnologie, die sich auch mit einer Minigun gegen Eindringlinge aufrüsten lässt. Erst wenn die Alarm schlagen, bekommen Sie eine Warnung und können Ihre Basis im One-on-One-Fight verteidigen.

    Ersteindruck: Metal Gear Online

    Hideo Kojima ist ja bekanntlich immer für eine Überraschung gut. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich Metal Gear Online von den herkömmlichen Multiplayer-Shootern abhebt. Es ist viel weniger auf Speed getrimmt, sondern mehr auf bedachtes Taktieren. Es gibt zahlreiche Wege, um den Gegner zu umgehen, ihn zu verhören oder mit Laser-Markierungen das Vorgehen ähnlich zu koordinieren wie in der Kampagne von Ground Zeroes.

    Aber das eigentliche Highlight ist die clevere Vermischung von Online-Komponente und Kampagne. Es ist letztlich nur ein Twist für bekannte Mechaniken, doch fühlt es sich einfach echter und näher dran an, in seiner eigenen Basis Forschungen anzustoßen, Gadgets und Waffen zu entwickeln, statt in Call of Duty einfach nur aufs Knöpfchen zu drücken. Dank Fox-Engine schaut's natürlich auch sehr edel aus. Kojima Productions setzt auf Deferred Rendering, daher wird Licht als Teil der Geometrie gerendert. Dadurch sind deutlich mehr Lichtquellen bei zeitgleich weniger Performance-Intensivität möglich. Außerdem nutzt das Team eine Methode namens Photoscan, bei der beispielsweise Stofffasern digital eingescannt werden, um sie originalgetreu als Kleidung und Rüstung im Spiel zu haben. So sieht ein Lederholster wirklich aus wie gegerbtes Leder und reflektiert die Sonnenstrahlen anders als Stoffe oder glatte Kampfanzüge.

  • Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Publisher
    Konami
    Developer
    Kojima Productions
    Release
    01.09.2015

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    Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
    Von Scholdarr
    Pubertärer Quatsch...
    Von Robonator
    Hammergeil Ich hoffe nur das der Multiplayer länger am Leben bleibt als der Durchschnitts Ubisoft Titel. Finde die…
    Von MATRIX KILLER
    Schaut sehr gut aus das Game, werde es mir auch holen.
    Von XD-User
    Ich werd ja noch ganz zitterig, ich brauch dass Spiel und freue mich auf den 1. September
    Von alm0st
    Das wird wahrlich ein Fest, bin auch schon ganz nervös
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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
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In MGS 5 The Phantom Pain kidnappen Sie im Multiplayer gegnerische Truppen, um sie für Ihre Singleplayer-Basis zu rekrutieren. Ob das Spaß macht, hat PC Games Hardware auf der GDC für Sie herausgefunden. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch (Twitter: @TheDudelino)
http://www.pcgameshardware.de/Metal-Gear-Solid-5-The-Phantom-Pain-Spiel-14823/Specials/Metal-Gear-Online-Test-1152988/
09.03.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/03/Metal_Gear_Online_MGS5_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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