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Games World
  • Metal Gear Solid 5 auf der Gamescom: Entschuldigung, haben Sie meinen Zoo gesehen?

    Kojimas Quiet-Design-Idee hat voll durchgeschlagen. Models wie Dahlia Thomas lieben es sich ins Cosplayer-Outfit zu schmeißen und für die Kamera zu posieren. Quelle: Dahlia Thomas

    Kojimas Abschiedswerk wird das größte Metal Gear Solid aller Zeiten. In dem Metal Gear Online eigentlich nur für die schnelle Nummer gedacht ist, die richtige Spieltiefe liefert der Basenbau-Basenklau-Modus rund um die Motherbase. Wie die funktioniert? PC Games Hardware hat es für Sie herausgefunden.

    Unsere Basis in Metal Gear Solid 5 zu bauen und zu begehen, ist ein bisschen wie die Gamescom selbst: groß, unübersichtlich, mit hohem Potential sich zu verlaufen. So staunen wir nicht schlecht, als wir nach getaner Arbeit in einen Helikopter steigen und unser Werk aus dem Himmel betrachten: das Ding ist wirklich gigantisch groß geworden. Nicht nur schießt die Hauptinsel mittlerweile fünf Stockwerke in den Himmel, von dort aus führen auch regelrechte Straßen zur R&D-Insel, wo alternative Waffentechnologien entwickelt werden. Biegen wir hier links ab, zeichnete sich auf mehreren Ebenen unser Fuhrpark ab. Da Sie in Kojimas wohl letztem Werk für Konami mit Hilfe von Fulton-Ballons so ziemlich alles klauen können, was nicht niet- und nagelfest ist, mopsen wir in den Missionen ruck zuck eine ganze Armee zusammen. Neben ein paar Jeeps reihen sich russische Schützenpanzer, Flak-Anlagen, gepanzerte Transporter, ein Kampfpanzer und ein paar LKWs, die standen da so rum. Direkt daneben logiert übrigens unser Zoo, der im Metal-Gear-Jargon Animal Rehabilitation Center genannt wird. Auf jeden Fall müssen sich die Tiere von dem Schock erholen, den so eine abrupte Abreise per Fulton-Ballon so mit sich bringt.

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    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - Düsterer gamescom-Trailer
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Sean Eyestone: Der Ziegen-Flüsterer

    Hideo Kojima hatte nach all dem Kindergarten-Mobbing, was sich Konami zuletzt geleistet hat, verständlicherweise keine Lust auf der Gamescom präsent zu sein. Wer auch immer im japanischen Hauptquartier die Entscheidung getroffen hat, seinen Namen von Spielepackung und Werbematerialien entfernen zu lassen, gehört mit einem Fulton-Ballon in die afghanische Wüste geflogen oder am besten direkt auf den Mond geschossen. Stattdessen übernahm Sean Eyestone, Associate Producer von Konami Los Angeles (sogar das Studio wurde bereits umbenannt. Er trug trotzdem ein Kojima-Productions-T-Shirt, Kudos dafür) das Ruder und schmiss uns in eine Demo, für die er offensichtlich einen Haufen Tiere gekidnappt hat. In unserem hauseigenen Zoo sammeln sich verdutzt guckende Ziegen (die können Sie regelmäßig vor Wölfen retten), ein paar Kühe und ein Schaf. Hinter einem speziellen Gatter befinden sich außerdem Wölfe. Und als hätten Sie es bereits erahnt, lässt sich natürlich alles aus der Motherbase ins Missionsgelände einfliegen. Sie brauchen ein bisschen Feuerkraft? Kurz den Piloten anfunken, der fliegt einen Schützenpanzer ein. Sie müssen sich vor Scharfschützen verstecken? Da kommt so eine kleine Ziegenherde ganz gut. Das sind ja dann speziell trainierte Diamond Goats, die bewegen sich synchron zu Big Boss.

    Es gibt einen Multiplayer, der sehr viel größer ist als Metal Gear Online

    Die Fox-Engine setzt sehr gekonnt Tiefenunschärfe ein. Im Hintergrund können Sie sich eine Vorstellung der Größe einer Basis machen. Die Fox-Engine setzt sehr gekonnt Tiefenunschärfe ein. Im Hintergrund können Sie sich eine Vorstellung der Größe einer Basis machen. Quelle: Square Enix Metal Gear Online ist im Grunde nur für den schnellen Multiplayer-Fix zwischendurch gedacht, hier können Sie mehr dazu lesen. Die wirklich epische Online-Komponente versteckt sich aber hinter der Motherbase respektive den FOBs (Forward Operating Bases), die jeder Spieler aufbaut. Das Prinzip ist dabei einfach: je mehr Ressourcen Sie sammeln und Nebenaufträge Sie annehmen, desto mehr Geld fließt in die Diamond-Dog-Kasse, entsprechend können Sie Ihre Basis nahezu unendlich weit ausbauen. Das ist auch nötig, denn Kojima Productions bemüht sich sehr darum einen authentischen Charakter zu vermitteln. Sprich jeder Soldat, Wissenschaftler, Arzt oder Tierpfleger braucht einen Schlaf- und Arbeitsplatz. So können Sie beispielswiese eine Forschungsinsel errichten mit jeder Menge Labors und eine Insel rein fürs Waffentraining, wo Sie Parcours aufbauen. Generell ist es wichtig die Jungs zu beschäftigen, sonst fällt der Moralbalken und sie fangen an sich gegenseitig zu verprügeln und Messerstechereien zu liefern. Ist der Boss wieder da, steigt auch die Kampfmoral und Disziplin bei Angriffen wieder. In diesem Punkt wichtig zu wissen: Metal Gear Solid 5 will seinen Stealth-Wurzeln treu bleiben. Wollen Sie also eine andere Basis angreifen, können Sie nicht einfach mit einer Helikopter-Flotte anrücken und im Rambo-Stil die Basis erobern. Stattdessen entscheiden Sie, wo genau Sie die Basis infiltrieren wollen und versuchen dann möglichst schleichend Ihr Ziel zu erreichen. Witzig in diesem Zusammenhang: Ihre Gegner sind alle Freunde auf Steam (respektive Xbox Live auf der One und PSN auf der PS4) und Sie können sie munter beklauen. Angenommen Sie brauchen gerade irgendeinen Rohstoff fürs Abschließen einer Erfindung, dann mopsen sie den einfach aus dem Lager. Oder wer ganz dreist ist, entführt einen der sehr raren Anti-Air-Trucks, mit denen sich in Missionen effizient Kampfhubschrauber abschießen lassen. Das erfordert allerdings Eier, denn dafür müssen Sie die Security ausschalten, die sonst auf die Fulton-Ballons feuern.

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    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - Exklusiver 4K-Trailer von Nvidia
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Huch, da will uns einer beklauen

    Wann immer Sie Jemand angreift, bekommen Sie einen FOB-Alarm und können sich entweder entscheiden, ob Ihre Security-Teams die Situation in den Griff kriegt oder reisen schnell per Helikopter zurück. Beeindruckend ist die Spieltiefe, denn Sie können Ihre Basis ähnlich wie im Kampagnen-Editor von Fallout 4 sehr individuell schützen. Effizient sind Kombinationen aus Laserschranken, die bei Unterbrechung eine Drohne herbeirufen, die sich mit Gatling aufwerten lässt. Außerdem können Sie jede Menge Fallen legen: Gasfallen knocken den Gegner aus, senden einen Alarm an die Einsatzzentrale, die Security schwärmt dann aus. Der einzige negative Punkt an dem System ist der Einbruch von anderen Personen in Ihr Spiel. Denn letztlich wird ein Mensch immer smarter als die K.I. sein, Sie werden sich also ähnlich den Hackangriffen von Watch Dogs persönlich um das Problem kümmern müssen. Das kann eventuell etwas nervig werden, wenn Sie gerade so richtig schön in Story-Stimmung sind und sich dann dem Sicherheitsleck widmen müssen. Allerdings sind die Intermezzi zum einen kurz, dauern nur sechs Minuten und zum anderen eine spannende Katz- und Mausjagd, weil beide Agenten über zahlreiche Gadgets und Spezialvisiere verfügen.

    Gamescom-Fazit:

    Hallo Konami, ein paar Story-Fetzen mehr hätten es gerne sein dürfen. Die Geschichte ist nach wie vor sehr geheim, wir wissen eigentlich nur, das Big Boss ins Koma fällt, auf Zypern vor den Soldaten von Skull Face gerettet wird. Daraufhin befreit er Kaz, baut zusammen mit Revolver Ocelot die Diamond Dogs auf, holt Quiet als Stealth-Scharfschützin ins Boot und irgendwie spielen auch Blutdiamanten in Afrika und Atommächte eine Rolle. Und aus irgendwelchen Gründen wird Otacon gefoltert. Doch die Verwirrtheit der Geschichte gehört ja irgendwie auch zu einem Kojima-Spiel dazu, Fans mutmaßen mittlerweile sogar, das Quiet eigentlich ein umoperierter Chico ist, weil er in Ground Zeroes unter Folter zu sexuellen Handlungen mit Paz gezwungen wurde. Sean Eyestone von Konami L.A. hatte dazu wenig beizutragen, dafür überraschte die Multiplayer-Basen-Demo mit ihrer Spieltiefe. Was für Kojimas Team nur ein Zuckerl ist, eine Sidekick-Geschichte, würden andere Studios als komplettes Spiel verkaufen.

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    30:56
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - 30-minütige Gameplay-Demo von der Gamescom
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
  • Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Publisher
    Konami
    Developer
    Kojima Productions
    Release
    01.09.2015

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    Es gibt 32 Kommentare zum Artikel
    Von in-your-face
    Ich habe es so verstanden, dass gewisse Leute in der Crew gewisse Fähigkeiten haben, die Big Boss nicht unbedingt…
    Von Rizzard
    Denn Sinn darin Nebenmissionen mit irgendwelchen anderen Soldaten zu spielen hab ich auch nicht verstanden. Da kann…
    Von DARPA
    Mich wundert eigentlich, dass noch niemand einen Vergleich zu Peace Walker hergestellt hat. Dort wurde die Motherbase…
    Von Mr.Ultimo
    eine ziegenherde zum schutz ? mh Goat simulator lässt grüßen
    Von Bl4d3runn3r
    Zum Glück kenn ich die alte Stimme gar nicht...Hatte nie ne Playstation, hab deshalb auch noch nie ein MGS gespielt.…
      • Von in-your-face Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich habe es so verstanden, dass gewisse Leute in der Crew gewisse Fähigkeiten haben, die Big Boss nicht unbedingt besitzt. Das Beispiel war die Frau, die in der Nähe Pflanzen schneller entdecken kann etc.
        Finde es aber auch ein wenig affig, da wird der Fokus schon von unserem geliebten Protagonisten abgelenkt und ich glaube ich fühle mich einfach wohler den zu spielen als einen beliebigen Soldaten den ich vorher vielleicht mit meinen Fulton-Ballon auf die Basis habe schicken lassen.
      • Von Rizzard PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von DARPA
        Dazu, Big Boss ist der genetisch perfekte Soldat, ausgebildet für geheime One Man Einsätze. Und nun ist es möglich, jeden x-beliebigen Söldner statt Snake zu den Missionen zu schicken? Wo kommen wir denn da hin?
        Denn Sinn darin Nebenmissionen mit irgendwelchen anderen Soldaten zu spielen hab ich auch nicht verstanden. Da kann ich ja gleich alles als BB spielen.
      • Von DARPA Software-Overclocker(in)
        Mich wundert eigentlich, dass noch niemand einen Vergleich zu Peace Walker hergestellt hat. Dort wurde die Motherbase eingeführt samt dem Skilling (F&E blah). Sogar den Galumpen Fulton Ballon zum "Rekrutieren" von neuem Personal gibt es bereits in dem Game. Missionswahl? Hauptstory und optionale? Jap, auch das ist vorhanden.
        Leider fand ich dann den eigentlichen Kern des Spiels, nämlich die Missionen recht bescheiden. Fairerweise muss man zumindest anmerken, dass Peace Walker urspünglich für die PSP entwickelt wurde.

        Aber zu Phantom Pain, das ist das erste MGS, was mich vorab absolut kalt lässt. Der Basenbau ist ja schön und gut und recht umfangreich. Aber man hätte auch durchaus ein separates Game daraus machen können. Außerdem sieht man immer mehr die Verlagerung von Stealth zu Action. Craften Sie bessere Waffen, um die Missionen leichter zu schaffen. Hubschrauberunterstützung etc. Hmm?! Dazu, Big Boss ist der genetisch perfekte Soldat, ausgebildet für geheime One Man Einsätze. Und nun ist es möglich, jeden x-beliebigen Söldner statt Snake zu den Missionen zu schicken? Wo kommen wir denn da hin?

        Ich hoffe wirklich, dass das bisher gezeigte Gameplay nur der Einstieg ist und PP Missionsmäßig noch viel mehr zu bieten hat. Denn ich liebe diese Serie.
      • Von Mr.Ultimo PCGH-Community-Veteran(in)
        eine ziegenherde zum schutz ? mh Goat simulator lässt grüßen
      • Von Bl4d3runn3r Freizeitschrauber(in)
        Zitat von SL1987
        Ich finde es schade das man nicht mehr die original stimme gebraucht. Die von "jack Bauer" finde ich total nicht passend.
        Zum Glück kenn ich die alte Stimme gar nicht...

        Hatte nie ne Playstation, hab deshalb auch noch nie ein MGS gespielt. Ich freu mich auf das Game.
        Hoffentlich ist Quiet kein Ladyboy Obwohl, scheiss drauf, der geilste Ladyboy ever...
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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
Metal Gear Solid 5 auf der Gamescom: Entschuldigung, haben Sie meinen Zoo gesehen?
Kojimas Abschiedswerk wird das größte Metal Gear Solid aller Zeiten. In dem Metal Gear Online eigentlich nur für die schnelle Nummer gedacht ist, die richtige Spieltiefe liefert der Basenbau-Basenklau-Modus rund um die Motherbase. Wie die funktioniert? PC Games Hardware hat es für Sie herausgefunden.
http://www.pcgameshardware.de/Metal-Gear-Solid-5-The-Phantom-Pain-Spiel-14823/Specials/Gamescom-Preview-Vorschau-1167673/
12.08.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/08/MGS_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials