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  • Metal Gear Solid 5: Phantom Pain - Helikopter, D-Walker, Stealth-Quiet: mehr Open-World geht kaum

    Ja, richtig gesehen: Hundchen D-Dog lässt sich mit einer Kevlar-Weste ausrüsten und fährt lieber im Jeep mit, als zu laufen. Keine Sorge übrigens: Stirbt der Hund, taucht er wieder auf. Quelle: Konami

    Hideo Kojima schickt sich, an das Open-World-Genre neu zu definieren, denn so viel spielerische Freiheit hatten Sie noch nie. PC Games Hardware hat Metal Gear Solid 5 bereits über mehrere Stunden gespielt und staunte nicht schlecht, wie clever die K.I. auf all diese Möglichkeiten mit Helikoptern und Raketenschlägen reagierte.

    Satte fünf Stunden haben wir Metal Gear Solid 5 gespielt. Fünf Stunden voller dramatischer Zwischensequenzen, taktischen Entscheidungen und beeindruckenden Open-World-Mechaniken. Der Beginn war wild und geprägt von brennenden Soldaten, brennenden Walen, brennenden Einhörnern. Eigentlich brannte ganz Zypern. Es war laut, hektisch, geskriptet. Doch dann ging es nach Afghanistan und das ganze Gameplay wandelte sich und die große Freiheit kam, die Kojima ja so vollmundig versprochen hat.

    In Metal Gear Solid 5 können Sie quasi alles machen, nur findet die K.I. darauf auch fast immer eine passende Antwort. Töten Sie in kurzer Reihenfolge sehr viele Soldaten per Scharfschützengewehr, dann ziehen die Einheiten nicht nur Kevlar-Weste und Schutzhelm auf, Sie suchen auch aktiv mit dem Fernglas nach Ihnen und ordern Luftschläge an. Nicht selten werden Sie einen Jeep klauen, in Reichweite einer feindlichen Basis fahren, sich auf der Lauer in Sicherheit fühlen und plötzlich explodiert das Fahrzeug neben Ihnen und die Nachdetonation schleudert Sie das Tal runter, wo Sie Scharfschützen töten. Denn die lauern wiederum auf einem Gerüst und haben nur darauf gewartet, das Sie Ihre Deckung verlassen. Doch dann beginnt erst dieses spaßige Katz- und Mausspiel, denn als Chef der Diamond Dogs haben Sie nicht nur ein Ass im Ärmel, sondern eine ganze Armee in der Hinterhand.

    05:42
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - E3-Trailer von Hideo Kojima
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Wer den Night-Hawk ruft, muss mit dem Echo leben können

    Stehen Sie unter Sniper-Beschuss, schnellen Sie in Deckung, zücken auf Knopfdruck Ihr iDroid-Tablet und ordern einen Kampfhubschrauber an. Haben Sie vorher die feindlichen Schützen per Fernglas markiert, können Sie einen direkten Befehl anordnen. Interessant und wichtig zu wissen: Der Night-Hawk-Helikopter, der in der echten Welt beispielsweise vom SEAL Team Six bei der Ermordung Bin Ladens verwendet wurde, hat besonders geräuscharme Rotoren, der Feind bemerkt ihn erst recht spät. Und er lässt sich ebenfalls direkt aus dem Spiel mit Ressourcen upgraden, die Sie vorher mopsen müssen. So können Sie eine Minigun installieren, die panzerbrechende Munition verschießt und damit Flakpanzer knacken. Oder später sogar hitzesuchende Raketen verbauen.

    Recht beeindruckend sind die Wegfindungs-Routinen der russischen K.I.-Soldaten: Sobald nämlich deren erste Kameraden durchsiebt werden, suchen Sie sich den schnellsten Weg zur Flak, machen dabei aber immer mal wieder Halt, suchen Deckung und rennen dann weiter. Als Big Boss ist es dann ihr Job, diesen Rettungsversuch mit einem Kopfschuss zu unterbinden, all zu viele Flak-Treffer hält so ein Helikopter nämlich nicht aus. Der größte Spaßfaktor ergibt sich aber aus der Unberechenbarkeit des Gegners. Denn wer würde denn damit rechnen, das die Russen bei Beschuss direkt einen Mil-Mi-24 aufsteigen lassen, der über gleich 16 Luft-Boden-Raketen verfügt? Bis Sie den Javelin-Raketenwerfer freigeschaltet haben, bleibt da nur das Heil in der Flucht. Gott sei Dank ist das D-Horse verdammt schnell und wendig. Im Grunde müssen Sie nur die 16 Raketeneinschläge überleben, danach muss auch der russische Hubschrauber zum Aufmunitionieren in die Basis zurück.

    Quiet trägt zwar nur die Arbeitskleidung eines Victoria-Secret-Models, kann sich auf dem Schlachtfeld aber unsichtbar machen und Sie können ihr Abschussbefehle erteilen. Quiet trägt zwar nur die Arbeitskleidung eines Victoria-Secret-Models, kann sich auf dem Schlachtfeld aber unsichtbar machen und Sie können ihr Abschussbefehle erteilen. Quelle: Konami

    Die Fox-Engine: Kompetent bei Nacht und im Sandsturm

    Kojima Productions respektive Konami Los Angeles (das Studio wurde ja umbenannt) nutzt Linear-Space-Lighting, eine Technik, die im Grunde den Gammawert so korrigiert, dass Sie immer ein harmonisches, einheitliches Bild haben. Eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber sie sorgt für ein sehr konstantes Grafik-Erlebnis. Egal ob Sie mit dem Pferd, dessen Muskeln übrigens herrlich arbeiten und sich beim Sprung richtig anspannen, durch die Wüste reiten und Staub aufwirbeln oder einen richtigen Sandsturm durchqueren, das fühlt sich immer irgendwie "richtig" an.

    Viele Spiele sind ja vor allem von der Kolorierung her überzeichnet, da wirkt Vegetation, als hätte jemand mit dem Malkasten nachgeholfen und die Pflanzen glänzen in der Sonne, als hätte sie jemand eingecremt. Bei Metal Gear Solid 5 ist das nicht der Fall, alles hat einen sehr authentisch wirkenden Look. Sie können durchs Sniper-Zielfernrohr den Schweiß auf dem Gesicht eines Soldaten sehen, aber der funkelt nicht, als hätte man seinen Kopf mit Öl eingerieben, es ist eher dezent, natürlich. Fast schon etwas zu gut meint es Kojimas Team mit der Darstellung von Schusswunden. Die Kugeln werden nämlich wirklich ballistisch berechnet, sprich wenn Sie eine Kugel an der Schulter trifft, dann saugt sich der ganze Rückenbereich der Kleidung schnell mit Blut voll. Das gilt übrigens auch für alle K.I.-Soldaten.

    01:24
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain - Zweiter E3-Trailer in 60 Fps
    Spielecover zu Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

    Weiterhin mysteriöse Story und grotesk-witziges Kidnapp-Feature

    Wie wir in einer anderen Vorschau auf MGS5 Phantom Pain bereits ausführlich aufgeschlüsselt haben, sollten Sie möglichst viele Feinde am Leben lassen, per Betäubungsschuss schlafen legen und dann mit einem Spezialballon in ihre Basis fliegen. Die Jungs lassen sich dann nämlich Abteilungen wie der Waffenentwicklung zuweisen oder als Ingenieure ausbilden, die dann Ihre Basis um komplett neue Bau-Module erweitert. Mit denen können Sie beispielsweise Spione freischalten, die Ihnen Informationen über jedes beliebige Ziel schicken. Oder später sogar Raketenabschuss-Plattformen installieren, damit lassen sich dann halbe Basen einäschern. Und weil Kojima nicht Kojima wäre, wenn er jedes Feature bis auf die Spitze der Absurdität treiben würde, können Sie auch den D-Walker erfinden und bauen. Das ist eine Art stark gepanzertes Exoskelett, das auf Knopfdruck seine Stelzen einfahren und stattdessen Räder ausklappen kann. Damit fahren Sie dann zum Feind, der feuert mit seiner Kalaschnikow auf Sie und Sie können ihn aus nächster Nähe mit dem eingebauten Betäubungsgewehr zur Mitarbeit überreden.

    Die Story ist übrigens mal wieder sehr schön geschrieben, auch wenn Kojima bislang auf ausufernde Zwischensequenzen verzichtet hat. Insbesondere die erste Begegnung respektive Befreiung von Quiet ist emotional stark gemacht, viel mehr möchten wir aber gar nicht verraten. Und viel mehr wissen wir offen gestanden auch gar nicht, die Geschichte rund um Blutdiamanten in Afrika, Kindersoldaten, korrupte Regierungen und private Militärkonzerne bleibt so undurchsichtig, wie Sie es vor Launch von Herrn Kojima gewohnt sind. Bleibt nur noch eine Bitte: Konami, vertragt euch wieder mit eurem Meister und wichtigsten Designer/Regisseur/Autor/Big-Boss.

  • Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
    Publisher
    Konami
    Developer
    Kojima Productions
    Release
    01.09.2015

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    Es gibt 14 Kommentare zum Artikel
    Von DARPA
    "Tactical Espionage Action" anyone?
    Von intens
    In Sachen Openworld und Storytelling geb ich dir Recht. ABER man vergisst hier wohl ziemlich schnell das es ein Spiel…
    Von Rizzard
    Mir hätte ein lineares System wie in den Vorgängern vermutlich auch mehr zugesagt.
    Von Ananas!
    Eingecremte pflanzen xD
    Von Robonator
    Ich seh das ähnlich. Open World ist überbewertet, würde mich da viel lieber wieder von Level zu Level durchspielen und…
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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain
Metal Gear Solid 5: Phantom Pain - Helikopter, D-Walker, Stealth-Quiet: mehr Open-World geht kaum
Hideo Kojima schickt sich, an das Open-World-Genre neu zu definieren, denn so viel spielerische Freiheit hatten Sie noch nie. PC Games Hardware hat Metal Gear Solid 5 bereits über mehrere Stunden gespielt und staunte nicht schlecht, wie clever die K.I. auf all diese Möglichkeiten mit Helikoptern und Raketenschlägen reagierte.
http://www.pcgameshardware.de/Metal-Gear-Solid-5-The-Phantom-Pain-Spiel-14823/Specials/E3-Vorschau-1162361/
18.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/MGS_05-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials