"Ruckelndes UHD? Für wen?" - Ein Kommentar von Reinhard Staudacher
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Reinhard Staudacher fragt sich, für wen die Monitor-Hersteller eigentlich UHD-Geräte auf den Markt gebracht haben und warum das auch ein Jahr danach noch immer keine gute Idee ist.
Wenn ich auf die Produktneuvorstellungen auf dem Bildschirmmarkt des letzten Jahres zurückblicke, muss ich unweigerlich mindestens eine Augenbraue heben. Denn fast jeder Hersteller ist dem UHD-Hype aufgesessen. Den Anfang nahm diese Welle bei den TV-Geräten, wo ein neuer Marketingaufhänger her musste, nachdem die vielgepriesenen 3D-Funktionen bei der Kundschaft nicht so recht ankamen. Was lag also näher, einfach die Bildschirmauflösung zu vervierfachen, nachdem ja bereits der Umstieg von PAL auf Full-HD so gut ankam. Für den Fernseher mag das ja noch Sinn ergeben – denn auch wenn die Pixelanzahl enorm ist, stellt die Filmwiedergabe für die Hardware, spätestens nachdem der Codec in Hardware gegossen wurde, keine wirkliche Herausforderung mehr dar.
Soweit die Situation beim TV, nun aber zu unserem liebsten Spielgerät, dem PC. Kaum war UHD für TVs spezifiziert, kamen die Bildschirmhersteller auf die glorreiche Idee, ihn auch für PCs zu verwenden. Nur: Während beim Umstieg von PAL auf Full HD PCs schon lange vorher vergleichbare Auflösungen nutzten und das neue Bildformat eigentlich aus dem Stand mehr oder minder flüssig bespielen konnten, hat sich seit der Einführung von Full HD auf dem Bildschirmmarkt nicht besonders viel getan: 1080p ist immer noch die Standardauflösung für Abermillionen von Rechnern.
Und da die Leistung der Hardware nicht mal eben durch eine neue Spezifikation vervierfacht werden kann, pfeifen nun vor allem die Grafikkarten aus allen Löchern. An flüssiges Zocken ist bei grafisch aufwändigeren Spielen auf absehbare Zeit nicht zu denken und dabei ist es annähernd egal, welche Grafikkarte(n) verbaut ist. Laut meinen – zugegeben nicht sehr reichhaltigen – Erfahrungen mit der neuen Auflösung hat die Technik teils schon im 2D-Betrieb Probleme, das Bild verzögerungsfrei wiederzugeben. Klar, das Bild sieht vor allem in Spielen mit knackscharfen Texturen, wie etwa ein gemoddetes Skyrim, fantastisch aus. Da aber fast alles nur als Diashow läuft, ist der Spaßfaktor trotz des aberwitzigen Detailreichtums leider nicht vorhanden.
Aufgrund dieser Einschränkungen, die uns wohl noch für mindestens ein Jahr begleiten werden, hat die Monitor-Industrie hier aus meiner Sicht einen Fehler begangen. Anstatt uns mit zahlreichen 4k-Geräten zu beglücken, die mangels Hardware kaum jemand wirklich ausreizen kann, hätte man sich auf einige wenige UHD-Geräte beschränken und die Ressourcen stattdessen in die Weiterentwicklung und Verbilligung eines vernünftigen Zwischenschrittes wie WQHD stecken sollen, der nun aber verglichen mit UHD leider sehr stiefmütterlich behandelt wird. Und bis man mit die aktuellen UHD-Geräte ohne schmerzhafte Kompromisse einsetzen kann, sind sie wohl schon seit Jahren veraltet.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Da hätte ich selber drauf kommen müssen, ich lasse wohl nach. Danke dafür, da habe ich die ganze Zeit eine extrem nützliche Fähigkeit meines Monitors außer acht gelassen.
Wenn ich endlich mal wieder Zeit zum Zocken finde, werde ich GTA 5 mal in 21:9 ausprobieren und testen, wie es sich damit spielt. 
Mein 21:9-Bildschirm hat eine Auflösung von 3840x1636 Pixeln und ist 38" Groß.
Bild: elitedangerous32_20153xugr.jpg - abload.de
Bild: elitedangerous32_2015s7u4g.jpg - abload.de
wenn ich das will.
Und wenn ich mehr Höhe brauche, dann ist er 3840x2160 Pixel hoch und hat 40". Weil ich das will.
Bild: elitedangerous32_2015mqsuh.jpg - abload.de
Bild: elitedangerous32_2015lfsn1.jpg - abload.de
a) Meiner ist größer
b) Meiner ist höher
c) ich kanns mir aussuchen
d) durch das VA-Panel mit dem sehr guten Schwarzwert kann man den Rahmen nicht von den Balken unterscheiden. Und Backlight-Bleeding oder Clowding gibts an den Stellen auch nicht.
Für solche Tipps ist das Internet immer wieder Gold wert.
Munter bleiben!
Wenn UHD-Monitore so viel wie WQHD-Monitore kosten, dann hol ich mir doch lieber ein UHD-Modell.
Wenn man dann noch einen Gamingtauglichen Montior mit 144Hz und Freesync oder G-Sync haben will sind direkt mal freche 450€ (für G-Sync sammt Fake Modul und Lizenzen kommen nochmal gut 100€ drauf)
Letztes Jahr hat Asus mit dem RoG Swift den ersten WQHD Monitor mit 144Hz (und GSync) vorgestellt. Leider nur mit TN Panel. Dieses Jahr auf der Computer hat man den Nachfolger vorgestellt. Immer noch WQHD, aber dieses Mal mit IPS Panel. Wie kann man sich dann über die Weiterentwicklung bei WQHD Monitoren beschweren?
WQHD Monitore gibt es ab ungefähr 260 €. Wo sollen die Preise denn noch hingehen, wenn man bedenkt, dass preislich unterhalb der WQHD Screens auch noch Full-HDs angeboten werden?
Wenn man dann noch einen Gamingtauglichen Montior mit 144Hz und Freesync oder G-Sync haben will sind direkt mal freche 450€ (für G-Sync sammt Fake Modul und Lizenzen kommen nochmal gut 100€ drauf) und mehr.