Online-Abo
  • Login
  • Registrieren
Games World
  • Master of Orion in der E3-Vorschau: Großartige Zeiten für Strategiefans!

    1993 definierte Master of Orion das Genre der 4X-Strategiespiele. Mit einem Reboot will Wargaming den Klassiker in die Gegenwart bringen, ohne ihn zu verwässern - Strategen dürfen sich auf eine Herausforderung freuen. Wir sahen den Entwicklern auf der E3 bei einer Partie über die Schulter.

    Wer glaubt, dass es auf der E3 dieses Jahr nur um Team-Shooter und Open-World-Spiele ging, den können wir beruhigen. Noch immer gibt es Titel, die sich an echte Spieleveteranen richten. So etwa Master of Orion - ein Reboot des 22 Jahre alten Strategiespiels, das als der Urvater des 4X-Strategiespielgenres gilt. Die vier "X" stehen dabei für die spielerischen Schwerpunkte Explore, Expand, Exploit und Exterminate. Nur das geschickte Zusammenspiel der Erforschung des Spieluniversums, dem Ausbau des eigenen Reiches, dem Abbau von Rohstoffen und dem Angreifen gegnerischer Fraktionen führt in diesen Titeln zum Erfolg.

    Komplett und ohne kostenpflichtige Downloads

          

    Die Neuauflage von Master of Orion erscheint interessanterweise bei Wargaming, den Machern der Online-Titel World of Tanks, -Warships und -Warplanes, die sich Serienlizenz aus der Atari-Konkursmasse sicherten. Anders als Wargamings Free-to-Play-Spiele soll Master of Orion jedoch ein Standalone-Titel werden, der auch auf Mikrotransaktionen verzichtet. Ein klassisches PC-Spiel also, das uns Jake Beuchler auf der E3 hinter verschlossenen Türen vorführte. Beuchler trägt den eindrucksvollen Titel Director of Global Operations. Global ist in diesem Fall ernst gemeint, wird das Spiel doch auf der Südhalbkugel der Erde entwickelt - bei den argentinischen NGD Studios (Regnum Online, Bunch of Heroes). Allerdings sollen einige der ursprünglichen Designer mit an Bord sein, darunter der Art Director, der Komponist sowie Designer und Produzenten. Vor dem Start in den Weltraum stellt Beuchler klar: "Master of Orion enthält die besten Elemente der ersten zwei Teile - über den dritten Teil schweigen wir besser."

    01:27
    Master of Orion: Ankündigungstrailer zum Strategie-Reboot

    Zehn Völker und eine Galaxie

          

    Zu Anfang des Spiels legen wir das Fundament für unsere hoffentlich siegreiche Zivilisation. Wir wählen die vogelartigen Alkari, eins der zehn klassischen MoO-Völker. Jede Rasse - darunter auch die katzenhaften Mrrshan und die bärigen Bulrathi - besitzt einen eigenen Ratgeber und natürlich eigene Raumschiffe, die wir individuell gestalten oder von der Stange kaufen können. Anschließend legen wir die Größe der Spielgalaxie fest. "Ich habe die zweitgrößte gewählt", erklärt Jake Beuchler. "Sie enthält 75 Sonnensysteme mit je ein bis zwei Planeten." Die Sonnensysteme entstehen zufallsgesteuert - so gleicht keine Partie der anderen. Nicht ganz unwichtig für den Spielverlauf ist auch die Entscheidung, welchen Sieg wir erringen wollen. Zur Auswahl stehen die meisten Eroberungen, die besten Technologien, das reichste Wirtschaftssystem, die geschickteste Diplomatie oder die meisten Punkte nach 500 Spielzügen. Beuchler wählt die letzte Option und springt zu seinem Heimatplaneten.

    Ab ins nächste Sonnensystem

          

    Wer ein Weltraumimperium aufbauen will, darf Forschung, Nahrungsversorgung und Produktion seiner Welten nicht vernachlässigen. Dazu verteilen wir die Bevölkerung jedes Planeten Die Sonnensysteme entstehen zufallsgesteuert - so gleicht keine Partie der anderen. auf diese drei Kategorien. Bevölkerungsmoral, Umweltverschmutzung, Steuern und planetare Verteidigung sollten wir ebenfalls im Auge behalten. "Weil das manchen Spielern mit einigen Dutzend bewohnten Welten zu viel werden könnte, dürft ihr das auch den Computer für euch machen lassen", sagt Jake Beuchler, der inzwischen ein Scout-Schiff in ein benachbartes Sonnensystem geschickt hat. Dort stößt es auf eine Anomalie, hinter der sich seltene Rohstoffe befinden. Einmal mehr zufallsgesteuert: "Es hätten auch eine Falle, Piraten, ein havariertes Schiff oder andere Ereignisse sein können", erklärt Beuchler. Wir kolonisieren nach dem Einsammeln der Rohstoffe eine Wasserwelt und schließen sie unserem Imperium an. All dies machen auch die anderen neun Rassen, auf deren Botschafter wir früher oder später stoßen. Etwa eine Vertreterin der Mrrshan, der wir Frieden und Zusammenarbeit versprechen - vorerst jedenfalls. "Die Stimmen der Botschafter lassen wir als kleines Schmankerl von bekannten Schauspielern einsprechen", freut sich Jake Beuchler.

    03:11
    Master of Orion: Early-Alpha-Version überzeugt bereits jetzt - E3-Videofazit

    Vorsprung durch Technologie

          

    Ein paar Takte zum Technologiebaum von Master of Orion: Mit seinen rund 75 erforschbaren Technologien passt er nicht auf einmal auf den Bildschirm. Jake Buechler scrollt geschätzt vier, fünf Bildschirme nach rechts, bevor er an dessen Spitze ankommt. "Mein Favorit ist der Doom Star", sagt Buechler. "Damit könnt ihr ein ganzes Sonnensystem auf einmal auslöschen." Forschungsexperten schalten für die oben erwähnte Siegesbedingung den kompletten Baum frei, doch das ist durchaus eine Herausforderung: "Wer das schaffen möchte, muss sich höllisch konzentrieren", so Jake Buechler und springt zu einem Spielstand in der Mitte seiner Partie. "Wir haben jetzt etwa zwei Stunden oder 130 Züge die Galaxie erforscht und Ressourcen abgebaut", erklärt er. "Jetzt wird es Zeit, unser Imperium auszubauen." Wir verhandeln zum Beispiel mit den Darloks - einer Rasse von Gestaltwandlern, deren Sternenfestung uns den Weg versperrt. "Sternenfestungen sind großartig", begeistert sich Jake Beuchler. "In einer Partie habe ich acht davon gebaut und dann allen anderen Zivilisationen den Krieg erklärt. Anschließend konnte ich dabei zusehen, wie sie sich vor den Festungen gegenseitig ausgemerzt haben."

    Angry Birds ganz ohne Schweine

          

    Wir springen erneut in die Zukunft. Zwei weitere Stunden später hat Jake Beuchler 330 Züge gemacht und befindet sich im Endgame von Master of Orion. Die zehn Rassen haben die Galaxis unter sich aufgeteilt, wir können neue Sonnensysteme unserem Imperium nur noch mit Gewalt hinzufügen. Das machen wir mit einem Sytem der Mrrshan. "Irgendwie ironisch, oder nicht? Jetzt greifen die Vögel die Katzen an", grinst Beuchler. Unsere Flotte ist gut aufgestellt: Mit nur geringen Verlusten zerlegen wir die Raumer der Mrrshan in ihre Atome. Und weil wir als eine unserer ersten Forschungszweige "Erweiterte Fusion" gewählt haben, verwandeln wir den Hauptplaneten des Systems in einen Glutofen, was anschließendes Terraforming nötig macht. Alternativ hätten wir auch eine Biowaffe einsetzen können, die nur die Katzen ins Gras beißen lässt, den Rest der Welt jedoch unversehrt lässt. Der rasche Erfolg ist jedoch trügerisch: "Die Mrrshan erledigen mich in den nächsten 200 Zügen", verrät Jake Beuchler den Ausgang seiner Partie.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016
    PCGH Magazin 01/2017 PC Games 12/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1162847
Master of Orion (2016)
Master of Orion in der E3-Vorschau: Großartige Zeiten für Strategiefans!
1993 definierte Master of Orion das Genre der 4X-Strategiespiele. Mit einem Reboot will Wargaming den Klassiker in die Gegenwart bringen, ohne ihn zu verwässern - Strategen dürfen sich auf eine Herausforderung freuen. Wir sahen den Entwicklern auf der E3 bei einer Partie über die Schulter.
http://www.pcgameshardware.de/Master-of-Orion-2016-Spiel-55635/Specials/E3-Vorschau-1162847/
24.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/MoO_Screeens_Picture_03-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials