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  • Mass Effect: Andromeda - Interview: Biowares Staatsgeheimnis
    Quelle: Bioware

    Mass Effect: Andromeda - Interview: Biowares Staatsgeheimnis

    "Back to the Roots", "Zurück zu den Wurzeln" ist das Motto von Bioware. Die Kanadier wollen wieder mehr das Gefühl des Exotischen und Unbekannten aus Mass Effect 1 herauskitzeln und arbeiten dafür nicht nur mit Open-World-ähnlichen Planeten, sondern auch einer Protagonistin / Protagonisten, die "Fremde in der Fremde" sind, wie Creative Director Marc Walters verrät. Mass Effect: Andromeda in der E3-Vorschau. • v. Benjamin Kratsch / Ryan Southardt

    Blicken wir zurück auf Mass Effect 3: Es sind die letzten Sekunden seines Lebens. Commander Shepard feuert mit letzter Kraft und den Gesichtern seiner Freunde vor Augen auf den Katalysator - und taumelt geradewegs in sein Verderben. Zuckende Flammen verspeisen seinen Körper. Durch den Weltraum fegt ein Impuls monströser Ausmaße: Schneller als das Licht und heißer als eine Supernova frisst er sich durch die Sternenbilder. Schlagartig herrschen im Vakuum andere Temperaturen. Planeten verkohlen, die Milchstrasse glüht, sämtliches synthetisches Leben wird entmaterialisiert.

    Das Finale von Mass Effect 3 sorgte für sehr viele unzufriedene Fans. Es war eine harte Zeit für die erfolgsverwöhnten Kanadier. Nach den letzten Sekunden der Science-Fiction-Saga lechzte die Community nach Antworten auf ihre Fragen. Eine Hoffnung, die Bioware recht schnell im Keim erstickte: Die Trilogie sei vorbei und ein Wiedersehen mit Shepard in Mass Effect: Andromeda ausgeschlossen. Creative Director Marc Walters erklärt auch, warum: "Wir wollten kein Lethal Weapon 4 machen. Kein Werk, wo man einfach nur nochmal alle Charaktere zusammenwirft, ohne wirklich etwas zu erzählen zu haben. Mit Andromeda erzählen wir die Geschichte einer neuen Heldengeneration. Es geht nicht darum, eine etablierte Figur zu nehmen und sie die Welt retten zu lassen. Sondern den harten Weg dorthin. Gar nicht zwingend direkt zum Heldentum, erst mal zur Anerkennung."

    "Sie sind noch ein bisschen grün hinter den Ohren"

    Wir wollen dieses Gefühl des Exotischen. "Shepard war ein hochdekorierter Soldat, ein Mann oder eine Frau, die bereits viele Prüfungen bestanden hatte. Er oder sie wurden vom Held zur Legende in der Mass-Effect-Trilogie", erörtert der Creative Director. "In Andromeda starten Sie deutlich weiter unten, die Protagonisten sind noch ein bisschen grün hinter den Ohren." Und nicht nur das, Sie spielen einen Menschen unter Aliens. Einen Gestrandeten, "A Stranger in a Strange Land" - "Einen Fremden in der Fremde". 600 Jahre sind vergangen, 600 Jahre im Kryo-Schlaf. "Das ist eine neue Welt für Sie und die Bewohner trauen Ihnen nicht, wundern sich über Ihr Äußeres. Sie fragen sich, was Sie auf ihrem Planeten zu suchen haben, bitten Sie nach Hause zu gehen, auf freundliche oder weniger diplomatische Art."

    Laut Walters soll sich dieses Gefühl durch weite Teile der Kampagne ziehen. Sie müssen sich beweisen, den Aliens einen Grund geben, sich überhaupt für Sie zu interessieren. "Würde heute ein Alien in Los Angeles landen, wir würden um es herumstehen, es begaffen, wahrscheinlich ein Foto machen und uns wundern. Ungefähr so begrüßen die Aliens unsere neue Protagonistin Ryder, wenn Sie sich für die weibliche Figur entscheiden." In den ersten Spielszenen zeigt sie sich auch gleich im Gefecht mit der ikonischen M-8 Avenger Assault Rifle und im Ganzkörper-Panzer in Apple-Weiß, der nicht mehr die Bezeichnung der N7-Spezialeinheit trägt, sondern nur mit einem großen "Ai" versehen ist. Übrigens dem gleichen "A" mit angelehntem "i", was das Bioware-Team auch auf der Messe als Logo auf ihren sonst schwarzen T-Shirts trägt. Als wir ihn fragen, was es damit auf sich hat, schweigt der Kreativchef jedoch. Bioware behandelt Mass Effect: Andromeda nach wie vor wie ein Staatsgeheimnis.

    01:58
    Mass Effect "4": Andromeda - Erstmals Gameplay im E3-Entwickler-Video

    "Wir wollen, dass Sie Zeit auf fremden Planeten verbringen"

    "Wir wollen dieses Gefühl des Exotischen, des Fremden aus Mass Effect 1 zurückbringen", betont Creative Director Walters, der vorher zahlreiche Bücher wie beispielsweise Mass Effect 03 Invasion geschrieben hat. "Wir wollen die cineastischen, Adrenalin-treibenden Missionen beibehalten, die die Fans lieben", erzählt er, "aber gleichzeitig auch deutlich stärker auf Erkundung fremder Welten setzen. In den letzten Spielen war es häufig so, dass Sie im Grunde angekommen sind, ein paar Aufgaben zu erledigen hatten und auch schon wieder weg waren. Wir wollen, dass Sie Zeit in diesen offenen Welten verbringen, wofür natürlich der Mako wunderbar geeignet ist." Deshalb erhält der M35 auch ein Boost-Feature, damit Sie ein bisschen Gas geben und ein paar heiße Drifts durch den ein oder anderen Wüstenplaneten ziehen können.

    "Und ja, Beziehungen werden sich organischer entwickeln, nicht mehr so sprunghaft" - der Kreativchef muss selbst lachen, als er das sagt. Mass Effect war ja fast schon berühmt dafür, dass Sie eigentlich nur Geschenke verteilen mussten, um Sex zu haben. "Wir arbeiten generell mit Charakteren, die sich lebendiger anfühlen. Die auch mal aus der Haut fahren, die ein bisschen mehr Temperament mitbringen. Nicht jeder möchte sich mit Ihnen unterhalten, andere sind wiederum ganz neugierig auf die Fremde in ihrer Mitte." Laut Walters sei die Frostbite-Engine sehr wertvoll für alle EA-Studios, weil es ein Kernteam von DICE gebe, die die Engine permanent weiterentwickele, sich der Grafikmotor aber auch sehr gut individualisieren ließe. "Frostbite hilft uns, Emotionen noch etwas besser, mitunter auch subtiler rauszuarbeiten. Wir Menschen verziehen ja auch eher selten unser ganzes Gesicht, sondern schmollen mit den Lippen, verdrehen die Augen, diese Dinge. Gut möglich, dass Aliens auch so drauf sind."

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Mass Effect Andromeda FAQ: Alle Fakten zum Sci-Fi-Rollenspiel von Bioware [September]
      • Von OField PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Two-Face

        Spaß, hoffe auch, dass Haare diesmal einigermaßen physikalisch "korrekt" dargestellt werden, die UE3 war vielleicht nicht die geeignetste Enginge für sowas.^^


        In DA:I haben sie es mit der Frostbite Engine auch nicht hinbekommen, und wenn du mich fragst waren Hairhelmets 2014 schon nicht mehr State of the Art.
      • Von Rizzard PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von KaneTM
        Ich fand's Klasse
        Es war auch gut.
        Blöd war nur, das ganze Universum steht auf dem Spiel, und man muss wieder erst mal diverse Leute überzeugen mit zu machen, Nebenquest erledigen usw.
        Joa stimmt schon, das Universum kann warten.^^
        TW3 hatte im Grunde ein ähnliches Problem, aber da stand nicht gleich das ganze Universum auf dem Spiel.

        Aber was will man machen, so sind Spiele eben aufgebaut.
      • Von KaneTM PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PC13
        ME3 sollte ohnehin jeder vermeiden, vor allem Mass Effect fans. Das Spiel wird seinem sehr schlechten Ruf gerecht, vor allem das Ende ist ganz besonders grauenhaft. EAWare lässt grüßen....
        Ich fand's Klasse
      • Von OriginalOrigin Software-Overclocker(in)
        Zitat von Govego

        nach dem kampf gegen die reaper hat es bestimmt 100 jahre gedauert, bis sie diese expedition los geschickt haben und immer noch wird das avenger als gewehr benuzt, das nennt man technische stagnation.
        Die Archen starten noch bevor ME3 endet, also noch während dem Kampf gegen die Reaper/kurz bevor diese die Erde angreifen. Darum ist es auch völlig egal welche Ende man in ME3 gewählt hat, weil man zu dem Zeitpunkt schon unterwegs war. Theoretisch könnten auch Geth am Bord sein. Würde es 100 Jahre nach der Reaper Invasion spielen, könnte man auch in 200-250 Jahren nach Andromeda reisen und würde keine 600 brauchen. (haben schon ein paar Leute lt den Fakten ausgerechnet)

        Zitat von PC13
        ME3 sollte ohnehin jeder vermeiden, vor allem Mass Effect fans. Das Spiel wird seinem sehr schlechten Ruf gerecht, vor allem das Ende ist ganz besonders grauenhaft. EAWare lässt grüßen....
        Ach, ich finde hier wird ME3 nur wieder unnötig schlecht gemacht. Es ist nach wie vor ein Super Spiel, und wenn man die letzten 5 Minuten ausblendet würde alle eine 10/10 geben. Man muss den ganzen 3 Teil als Abschluss sehen, von Anfang bis Ende, und da merkt man wie viel Herzblut drinnen steckt. Und das einige Entscheidungen tatsächlich Einfluss hatten. (z.b. Quarianer v.s. Geth Konflikt)
      • Von koffeinjunkie Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ganz einfach, Rollenspielsystem von Teil 1, kombiniert mit den Cutscenes in Teil 2 und angereichert mit den Actionbewegungen und somit Anteil von Teil 3. Wennmöglich ohne Mako und Planetenscannerei. Ich hasse so Zwischenspiele oder Entdeckungen die halbherzig gemacht sind. Es könnte wirklich nicht schaden mal etwas nüchternes und weniger kindisch anmutendes rauszubringen. Die Dialoge sollten sich wennmöglich nicht in zu übertrieb freundliche und innige Richtungen gehen. Wirkte für mich zu aufgesetzt mit hier und da : Danke Shepard, danke fürs Gespräch oder ähnliches. Keine Floskeln und Gesülze und schon hätten wir etwas mit Subtanz.
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Mass Effect: Andromeda
Mass Effect: Andromeda - Interview: Biowares Staatsgeheimnis
"Back to the Roots", "Zurück zu den Wurzeln" ist das Motto von Bioware. Die Kanadier wollen wieder mehr das Gefühl des Exotischen und Unbekannten aus Mass Effect 1 herauskitzeln und arbeiten dafür nicht nur mit Open-World-ähnlichen Planeten, sondern auch einer Protagonistin / Protagonisten, die "Fremde in der Fremde" sind, wie Creative Director Marc Walters verrät. Mass Effect: Andromeda in der E3-Vorschau. • v. Benjamin Kratsch / Ryan Southardt
http://www.pcgameshardware.de/Mass-Effect-Andromeda-Spiel-55712/Specials/E3-2016-Vorschau-1199253/
25.06.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/06/MassEffect_05-pcgh_b2teaser_169.JPG
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