Realtek Dragon: Angriff auf Atheros Killer-NIC und Intel-i200-Serie
Realtek will künftig wieder mehr im Markt für Spieler mitmischen und den heute gerne verbauten Ethernet-Chips von Atheros (Killer NIC) und Intel (i218V) den Kampf ansagen. Mit dem Realtek Dragon sollen die Mainboard-Hersteller in diesem Segment zurückgewonnen werden - ebenso wie die Spieler.
Realtek-LAN-Chips sind auf nahezu jedem Mainboard verbaut und verrichten ihren Dienst unauffällig. Allerdings gab es in der Vergangenheit insbesondere bei Gaming-Mainboards den Trend, dass die Anbieter wieder die teureren Intel-Chips oder einen Killer-NIC von Atheros (heute ein Teil von Qualcomm) verbauen. Diesen verlorenen Boden will Realtek nun mit einem speziell auf Spieler zugeschnittenen Ethernet-Chip wieder wettmachen.
Realtek Dragon, so der Name des Chips, soll Intel und Atheros aufmischen. Dabei will man sich die Qualitäten, die die beiden Mitbewerber bieten, zu Eigen machen. Sprich: geringer Treiber-Overhead, niedrige Latenzen und weitere Vorteile, die Spieler ansprechen. Offenbar hat Realtek wenig Vertrauen darin, es lediglich mit besseren Treibern für die aktuellen PCIE-Chips vom Typ RTL8111 zu richten.
Im Kern handelt es sich beim Realtek Dragon um den neuen RTL8118AS, ein Ethernet-Chip für PCI Express, nahe des bekannten RTL8111. Allerdings sollen Änderungen am Chip Verbesserungen gebracht haben. Vor allem ein geringerer Treiber-Overhead bei kleinen UDP-Paketen wurde angestrebt. Diese Disziplin ist vor allem für Online-Spiele interessant. Diesen Weg etwa geht Atheros bei den Killer-NICs, die aber auch nur reguläre Chips mit spezieller Software sind.
Die aber hat den zweifelhaften Ruf, dass der Treiber ein Monstrum an Code ist, das auch gerne einmal Anstalten macht. Genau hier müsste nun Realtek ansetzen und einen schlanken, stabilen Treiber liefern, der seinen Dienst unauffällig und zuverlässig verrichten. Das ist eine der Paradedisziplinen von Intel-Chips. Viel hängt also davon ab, wie gut die Software-Abteilung in Taiwan arbeitet. Den Treiber hat man wohl schon gesehen, er steht aber unter NDA.
Wie gut Realtek das Kunststück gelingt, wird man zuerst auf den ECS-Mainboards für den Sockel LGA1151 sehen. Elitegroup wird einer der ersten Anbieter sein, die die neuen Realtek-Chips verbauen. Wie es schon bei den Killer-Chips der Fall ist, können die Mainboard-Hersteller mit den Dragon-Chips auf den Mainboards werben. Ob das alleine für den Erfolg reicht, wird sich zeigen. Bekannt ist, dass Realtek Rabatte für Sammelkäufe gewährt. Wer also LAN-Chip und HD-Audio-Chip nimmt, bekommt bei den Taiwanesen gute Nachlässe. Das könnte für Hersteller ein Argument sein.
Gerüchten zufolge soll MSI aber zunächst den Killer-NICs treu bleiben. Es bleiben noch die großen Marktteilnehmer Asrock, Asus und Gigabyte. Asrock verwendet selbst Killer-NICs, Asus setzt bei hochwertigen Mainboards auf Intel. Womit Gigabyte bleibt und dort verbaut man ab der Preisklasse von 100 Euro auch Intel und Atheros. Realtek müsste also einen der Anbieter davon überzeugen, dass die ihre Lösung besser ist und - im Idealfall - direkt Kunden mit guten Testergebnissen überzeugen. Fest steht, dass sich PC Games Hardware die Chips anschauen wird, sobald Testmuster verfügbar sind.
Quelle: Anandtech

allerdings haben die mit der übernahme durch qualcomm abgebaut und auch die software ist deutlich schlechter geworden.
z.b. keine "experten-einstellungen" mehr usw.
das nervt schon sehr und wirkt ziemlich nach verarschung mittlerweile.
mfg
es basiert immer alles auf vermutungen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.
unfassbar sowas.
mfg
Warum auch immer man zich € dafür ausgeben sollte..