Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

1,1 kg Silent-Kühl-Power: Nach langer Zeit macht ein Kühler dem Dauerspitzenreiter NH-D15 ernste Konkurrenz. Wir haben geprüft, welche Stärken, aber auch Schwächen Thermalrights neuestes High-End-Produkt sonst noch hat.

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Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test
Quelle: PC Games Hardware

"Macho" ist nicht unbedingt eine bescheidene Bezeichnung, aber mit dem "Le Grand Macho" (ohne Lüfter) beziehungsweise "Le Grand Macho RT" (inklusive TY-147B-140-mm-Lüfter) legt Thermalright noch einmal nach.

Le Grand Macho RT: Aufbau

Le Grand Macho: Die Lamellen sind in Richtung Mainboard-Oberkante verschoben. Das ist gut für die Grafikkartenkompatibilität, erschwert aber den Zugang zur hinteren Halterungsschraube. Quelle: PC Games Hardware Le Grand Macho: Die Lamellen sind in Richtung Mainboard-Oberkante verschoben. Das ist gut für die Grafikkartenkompatibilität, erschwert aber den Zugang zur hinteren Halterungsschraube. Dem Namen und Design nach handelt es sich beim "Le Grand" um einen in Tiefe und Breite vergrößerten Macho Rev.B, der eine zusätzliche Heatpipe erhält, aber beispielsweise das schwarze Top-Cover beibehält. Technisch betrachtet ist er aber ein Budget-Ableger des Thermalright Flaggschiffs HR-22, der auf die achte Heatpipe und die Komplettvernickelung verzichten muss. Genau das gleiche Prinzip kam seinerzeit bei der Ableitung des Ur-Machos aus dem damaligen Top-Modell HR-02 zum Einsatz. Ebenfalls vom HR-22 geerbt wurde ein seitlicher Versatz von 5 mm zwischen Bodenplatte und Lamellen in Richtung der Mainboard-Oberkante. So werden Platzkonflikte mit Erweiterungskarten reduziert. Die Erreichbarkeit der hinteren Halterungsschraube durch die mittig in den Lamellen platzierte Öffnung lässt aber stark zu wünschen übrig.

Le Grand Macho RT: Lüfter

Le Grand Macho: Thermalrights neue Lüfterklammern sitzen wesentlich fester, lassen sich aber nur mit großem Kraftaufwand montieren. Quelle: PC Games Hardware Le Grand Macho: Thermalrights neue Lüfterklammern sitzen wesentlich fester, lassen sich aber nur mit großem Kraftaufwand montieren. Auch Thermalrights neue Lüfterklammern, die nicht mehr dauerhaft mit dem Kühler verbunden werden, lassen sich ausgesprochen schlecht montieren. Aufgrund des Kraftaufwandes raten wir auch dann zu einem Mainboard-Ausbau, wenn Zugang zur Rückseite des verbauten Mainboards möglich oder Sockel-bedingt nicht erforderlich wäre. Um so mehr gefällt dafür der TY-147B-Lüfter selbst, der mit seinen maximal 0,9 Sone ausgesprochen leise arbeitet und damit perfekt zum großen, auf niedrige Lüfterdrehzahlen optimierten Lamellenabstand des Le Grand Macho passt. Den Ultra-Silent-Bereich unterhalb von 600 U/min erreicht der TY-147B übrigens auch an unserer problematischen Zalman-MFC3-Lüftersteuerung ohne PWM-Störgeräusche, wie sie bei einigen Vorgängern zu beobachten waren.

Le Grand Macho RT: Leistung

Wer die nicht ganz optimale Montage gemeistert hat, der wird von Thermalrights Monster-Tower mit einer erstklassigen Kühlleistung belohnt - insbesondere bei niedrigen Drehzahlen. So ist der Le Grand Macho bei gleicher CPU-Temperatur zum Teil nicht einmal halb so laut wie der normale, keineswegs als schwach bekannte Macho Rev. B. Innerhalb seines Präferenzbereiches arbeitet der "Le Grand" sogar effektiver, kühlt also bei gleicher Lautheit einen Tick besser als der Dauer-PCGH-Chart-Anführer Noctua NH-D15, der seinen Leistungsthron dank eines wesentlich größeren Drehzahlspektrums dennoch verteidigen kann.

Le Grand Macho RT: Fazit und Preis

Einen anderen Vergleich mit Noctuas Spitzenmodel gewinnt Thermalright dafür auf ganzer Linie. Mit 60 Euro ist der Le Grand Macho RT zwar einer der teuersten Single-Tower-Kühler am Markt, liegt aber noch deutlich unter den 2×-140-mm-Angeboten, in deren Leistungsklasse er wildert.

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    • Kommentare (65)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von violinista7000 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Zitat von PCGH_Torsten
        Für heutige Sockel: Thermaltake Frio Silent 12 (Test in der gerade noch aktuellen 01/2017)


        Das Heft habe ich digital vor Jahreswechsel gekauft, nur die Zeit um gemütlich lesen können fehlt mir noch.
      • Von violinista7000 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Zitat von PCGH_Torsten
        Für heutige Sockel: Thermaltake Frio Silent 12 (Test in der gerade noch aktuellen 01/2017)


        Das Heft habe ich digital vor Jahreswechsel gekauft, nur die Zeit um gemütlich lesen können fehlt mir noch.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Zitat von Cleriker
        Wow, da musstest du wohl mal was loswerden, oder? Ist auf jeden Fall ganz interessant zu lesen.
        Ich hab mich mit meinen Brettern zu wenig beschäftigt um das fundiert zu belegen, aber sowohl an einem Crosshair V als auch TPower X79 kann man am Cpu_Fan Header problemlos 9x Cooler Master SickleFlow 120, oder Arctic F12, oder BlackSilent XL2 betreiben und zwar dauerhaft. Das X79 System habe ich seit Release uns schlapp gemacht hat da bisher nichts.
        Sollte ich dich falsch verstanden haben und du meintest was ganz anderes, dann einfach ignorieren.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
        Es gibt zumindest auf quasi jedem Mainboard einen mit wenigstens 1 A, oft auch 1,5 A spezifizierten Anschluss und 3 A sehe ich auch immer öfter. Da kann man schon eine ganze Menge Lüfter dran betreiben. Den Kontakten am Super I/O oder an getrennten Überwachungschips ist die Lüfterleistung sowieso egal, die müssen nur den Steuerstrom für einen Transistor bereitstellen.
      • Von KnSN Software-Overclocker(in)
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Schon oft gesehen. Gibt drei Videos von, wenn ich mich recht entsinne. Wirklich sinnvoll ist nur das, wo er einen Intel-Prozessor kühlen soll. xD
      • Von Narbennarr
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Wobei...
        Extremlufter mit 388 Watt Leistungsaufnahme | PCGH in Gefahr - YouTube

      • Von KnSN Software-Overclocker(in)
        AW: Thermalright Le Grand Macho: High-End-Kühler im Test

        Recht hast Du! ^^

        Die Leistungsaufnahme kannst Du so nicht vorherbestimmen, denn diese ist unbekannt, solange es der Widerstand ist. Gehen wir bei diesem Monster bei 0,5 Ampere von 1 Ohm aus, dann resultieren die 12 Volt in diejenige elektrische Leistung, welche das Messgerät zur Verfügung stellen kann, aber woran der Transistor eines Low-Pin-Count Interface des Mainboards versagt, denn er benötigt bei einem Widerstand von 2 Ohm seine gesamten, spezifizierten 1,5 Ampere, was in bis zu +/-70 Watt resultiert und theoretisch für diesen Lüfter genügen kann.
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