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  • Lost Planet 2 im Technik-Test: DirectX 9 gegen DirectX 11, Grafikkarten- und CPU-Benchmarks

    Lost Planet 2 bietet neben einem DirectX-9- auch einen DirectX-11-Pfad und zudem eine hervorragende Mehrkernunterstützung. Im Technik-Test der PC Games Hardware zeigen Grafikkarten- und CPU-Benchmarks sowie Optikvergleiche, was die MT-Framework 2.0 Engine leistet.

    Lost Planet 2


    Ab heute steht Lost Planet 2 offiziell im Handel. Passend zum Release stellt PC Games Hardware diesen Technik-Artikel daher erneut online.


    Lost Planet 2 wird von Capcom entwickelt und schickt Sie im Coop-Modus in den Kampf gegen riesige Insekten und andere Monster, die "Akriden". Auf dem Planeten E.D.N. III gilt es per Action am laufenden Band gigantische Bosse in gelungener Optik aus der 3rd-Person-Perspektive zu plätten. Auf die im Vorfeld veröffentlichte Demo beziehen sich die folgenden Praxistests.

    Lost Planet 2 Lost Planet 2 Quelle: PC Games Hardware Lost Planet 2 im Wireframe-Modus Lost Planet 2 im Wireframe-Modus Quelle: PC Games Hardware Lost Planet 2: MT-Framework 2.0 meets DirectX 11
    Wie schon beim ersten Lost Planet, Resident Evil 5 oder auch Streetfighter 4 kommt auch bei Lost Planet 2 Capcoms inhouse-Engine MT-Framework zum Einsatz - jetzt in der Version 2.0. Diese ist aus technischer Sicht zum Teil ein richtiger Leckerbissen: Neben Post-Effekten wie Tiefen- und Bewegungsunschärfe kommen FP16-HDR und Bloom zum Einsatz. Die weichen Schatten werden per PCF (Percentage Closer Filtering) mehrfach gesampelt, die Shadow Maps sind recht hoch aufgelöst. Inverse Kinematics sorgen für feine Animationen, die Havok-Bbliothek für eine ansprechende Physik.

    Soft Particles, Hemisphere Lighting und statisches Ambient Occlusion sind ebenfalls vorhanden, Explosionen drücken Gras beiseite und Normal Maps lassen Oberflächen plastisch erscheinen. Der "feuchte" Look mancher Gegner wird durch Environment Mapping erzielt, das Wasser mithilfe mehrerer übereinander gelegter Texturen - daher wirkt es wenig realistisch, in der Benchmark-Demo erinnert es uns mehr an die Augsburger Puppenkiste.

    Multi- wie Supersampling-Kantenglättung funktioniert unter DirectX 9 einwandfrei, auf Geforce-Karten ist neben MSAA auch SSAA unter DirectX 11 möglich. Capcom hat der MT-Framework 2.0 zusätzliche Verbesserungen auf Basis der aktuellen API spendiert: Tessellation und Displacement Mapping sowie per DirectCompute berechnete "Soft Body Shader" verleihen dem Molch-Boss mehr Details. Ebenfalls per Tessellation dargestellt wird die zusätzliche Wassergeometrie, die Wellen per DirectCompute. Darüber hinaus ist die MT-Framework exzellent für Multicore-CPUs optimiert, dazu mehr im entsprechenden Abschnitt dieses Artikels.

    Allem technischen Geplänkel zum Trotz sieht Lost Planet 2 nur stellenweise sehr gut aus, etwa der Molch-Boss. Übertriebenes Motion Blur, matschige Texturen, das merkwürdig anmutende Wasser und flimmernde Vegetation trüben den Gesamteindruck. Ein Blick über den Tellerrand: Auf der Xbox 360 wie der Playstation 3 läuft Lost Planet 2 in 1.280 x 720 Pixeln - auf der Microsoft-Konsole ist zudem 2x MSAA aktiv und die Framerate stabiler. Beide Konsolen stellen maximal 30 Fps dar (Vsync mit Double- bzw. Triple-Buffering), die Bildrate fällt jedoch teils auf unter 20 Fps - die PS3 schwächelt öfters.

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    Im Folgenden Vergleiche zwischen DirectX 9 und DirectX 11, weitere finden Sie in der Galerie.

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    Lost Planet 2

    Lost Planet 2 Lost Planet 2 Quelle: PC Games Hardware Lost Planet 2: Grafikarten-Benchmarks unter DirectX 9/11
    Als Benchmark ziehen wir die Szene "B" heran, welche einen immer gleich ablaufenden Kampf gegen einen Molch-ähnlichen Bossgegner zeigt. Im DirectX-11-Modus stehen mehrere Stufen bereit: Off, Low, Medium und High - diese beziehen sich auf die Tessellation. Sehr interessant: Auf einer Geforce GTX 460/1G läuft DirectX 11 ohne Tessellation deutlich flotter als DirectX 9, auf der Radeon HD 5850 ist es umgekehrt. Ausgehend von DX9 drittelt "DX11 High" die Bildrate der Radeon, die Geforce verliert nicht einmal die Hälfte ihrer Fps-Leistung.

    Im DirectX-9-Modus zeigt die Radeon-Riege ergo Größe: Bereits die Radeon HD 5850 schiebt sich deutlich an der Geforce GTX 470 vorbei, die HD 5870 steht an der Spitze. Die HD 5770 nimmt es fast mit der Geforce GTX 460 auf, ältere Modelle wie die Geforce GTX 260-216 und Radeon HD 4870 erreichen zumeist spielbare Bildraten.

    Mit DirectX 11 und High dagegen überrennt Nvidias Fermi-Phalanx die Radeon-Modelle: Die Geforce GTX 460/1G ist auf Augenhöhe mit der Radeon HD 5870, die Geforce GTX 480 doppelt so schnell wie AMDs Radeon HD 5850. So richtig rund läuft der Titel mit voller Grafikpracht jedoch erst mit einer Geforce GTX 470 - es sei denn, Sie geben sich mit 30 Fps (und weniger) wie auf einer Konsole zufrieden.

    Lost Planet 2
    Lost Planet 2
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    Lost Planet 2: CPU-Benchmarks
    Bereits die MT-Framework 1.x ist für ihre extreme Multicore-Tauglichkeit bekannt, die v2.0 legt eine Schippe obendrauf: Dank einstellbarer "Worker Job"-Anzahl skaliert die Engine problemlos noch mit sechs statt vier Kernen und bei einem Intel-Quadcore mit SMT beschleunigt letzteres das Spiel ebenfalls - sehr gut! Ein Phenom X6 1055T ist daher trotz 600 MHz weniger noch flotter als ein Phenom II X4 965 BE, gegen Intels Core i6-760 mit ebenfalls 2,80 GHz und nur vier Kernen zieht der Thuban jedoch knapp den Kürzeren. Der 1090T liegt einen Hauch vor dem i5, muss aber den Core i7-860 ziehen lassen. Die Min-Fps der Phenom II sind jedoch einen Tick höher. SMT erhöht die Framerate um rund 10 Prozent, vier statt sechs Kerne bei gleichem Takt um 16 Prozent.

    Wie viel von diesen Optimierungen im finalen Spiel ankommen, müssen wir jedoch erst noch prüfen - nur weil die Engine im Benchmark sechs Kerne respektive vier plus SMT nutzt, muss das im eigentlichen Spiel nicht zwingend ebenso sein.


    Lost Planet 2: Fazit
    Die MT-Framework 2.0 setzt DirectX 11 in Lost Planet 2 so um, wie zu erwarten: Tessellation senkt die Leistung bei mehr Details, während ComputeShader die Bildrate zumindest auf Geforces gegenüber dem DX9-Pfad beschleunigen. Subjektiv fällt Tessellation jedoch nur auf, wenn man weiß, wo man hinschauen muss - einzig das Wasser proftiert sichtlich. Die Multicore-Optimierungen sind exzellent, egal ob sechs Kerne oder SMT - Lost Planet 2 greift zu. Auffällig ist wie schon bei Resident Evil 5 die sehr starke Leistung von Geforce-Grafikkarten und vor allem von Intels Core-i-CPUs. Angesichts beider Logos vor dem Spielstart ist aber auch klar, warum. Zumindest ein kommender Catalyst-Treiber könnte das Gefüge etwas ändern.

  • Lost Planet 2
    Lost Planet 2
    Publisher
    Capcom
    Developer
    Capcom
    Release
    15.10.2010

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    Es gibt 48 Kommentare zum Artikel
    Von davehimself
    ...achso, dann ist alles klar. hatte das datum in der überschrift gelesen und dachte der test wäre aktuellvielleicht…
    Von kuer
    Sorry, aber einen 2 Monate alten Test wieder Online stellen, ist sehr dünn.
    Von TheBlackSun
    Deine Meinung Ich seh es anders. Habs beides ausprobiert und für mich ist kein Unterschied zu sehen. Natürlich wenn…
    Von Brotkruemel
    Artikelrecycling.Benchmarks sind vom 16.08.10, deshalb Catalyst 10.7a.
    Von Namaker
    Natürlich sieht man den Unterschied, SSAA z.B. vermindert das Radeonsche Flimmern und Banding @LP2: Solange im DX9…
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767502
Lost Planet 2
Volle DX11-Packung samt exzellenter Multicore-Technologie
Lost Planet 2 bietet neben einem DirectX-9- auch einen DirectX-11-Pfad und zudem eine hervorragende Mehrkernunterstützung. Im Technik-Test der PC Games Hardware zeigen Grafikkarten- und CPU-Benchmarks sowie Optikvergleiche, was die MT-Framework 2.0 Engine leistet.
http://www.pcgameshardware.de/Lost-Planet-2-Spiel-12680/Tests/Volle-DX11-Packung-samt-exzellenter-Multicore-Technologie-767502/
15.10.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/08/LostPlanet2-01.jpg
lost planet 2,directx 11,capcom
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