Lords of the Fallen im Techniktest mit 15 Grafikkarten: Vorteile durch 4 und 6 GiByte Grafikspeicher [Special der Woche]
Quelle: PC Games Hardware
Lords of the Fallen gehört zu den grafisch ansprechendsten Spielen dieser Saison, noch bevor Blockbuster wie Assassin's Creed Unity, Dragon Age Inquisition und Far Cry 4 anstehen. Damit Sie wissen, welche Hardware Lords of the Fallen gerecht wird, scheuchen wir 15 Grafikkarten durch das Spiel und prüfen außerdem die Kernskalierung: Soviel vorweg: Reichlich Grafikspeicher schadet keineswegs.
Anmerkung: Dieser Artikel hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
Lords Of The Fallen: PCGH-Benchmarkszene in 21:9 (Originalauflösung 3.440 × 1.440 auf einem LG 34UM95-P)Quelle: PC Games HardwareNeben Direct 3D 11 setzen die Entwickler von Lords of the Fallen auf die vier Physx-Module "Destruction", "Cloth", "Particles" sowie "Turbulence", damit sich die Spieler an sehenswerten Partikeleffekten, im Wind wehenden Fahnen und mehr erfreuen können. Fast die gesamte Pracht lässt sich auch auf Radeon-Grafikkarten bestaunen, allein das "Turbulence"-Modul bleibt Geforce-Grafikkarten vorbehalten, da die entsprechenden Partikel zu aufwendig für prozessorseitige Berechnung sind - Radeon-Nutzer müssen sich daher mit einem abgespeckten Fallback zufriedengeben. Welche Hardware Sie wirklich für Lords of the Fallen benötigen, klären wir im Benchmarktest.
Lords of the Fallen: Grafikkarten-Benchmarks, Vorbereitung und Testszene
Als Testsequenz wählen wir einen typischen, aber gleichermaßen anspruchsvollen Außenbereich, den der Spieler nach etwa einer Stunde zu Gesicht bekommt. Markenzeichen des von uns ausgesuchten Abschnitts "Steinwehr", kurz vor dem zweiten Boss (den wir schon niedergestreckt haben), ist die relativ gering Bildrate, verursacht durch reichlich Level-Geometrie, Partikeleffekte sowie weiteren Compute-Aufwand durch Fahnen/Stoffe. Die PCGH-Benchmarkszene von Lords of the Fallen im Video:
Vor den Benchmarks galt es, sowohl die GPU-beschleunigte Apex-Physik als auch das Framelimit abzuschalten, um allen Grafikkarten die gleiche Arbeit aufzuhalsen, ohne sie zu limitieren. Wer das zu Vergleichzwecken ebenfalls tun möchte, begibt sich nach \Dokumente\Lords of the Fallen\settings.ini und sucht dort zunächst den Eintrag apex_gpu_support_enabled. Um die GPU-Beschleunigung auf Geforce-Chips auszuschalten, muss die Option auf "false" (falsch) stehen, "true" (wahr) hingegen wälzt die Arbeit auf den Grafikprozessor ab. Unter \steamapps\common\Lords Of The Fallen befindet sich eine weitere settings.ini, bei der Sie den Parameter sicherheitshalber ebenfalls auf "false" setzen sollten. Nun verpassen Sie der Zeile max_frame_rate noch die Endung 0, damit das Fps-Limit außer Kraft gesetzt wird, und speichern ab. Ein Schreibschutz beider Dateien ist nicht notwendig.
Lords of the Fallen: GPU-Benchmarks und Taktraten
Wie seit einigen Monaten bei PC Games Hardware üblich, scheuchen wir nicht mehr nur Referenz-Grafikkarten durch Spiele-Benchmarks, sondern bevorzugt Herstellerdesigns, die mit werkseitiger Übertaktung antreten. Neu hinzugekommen sind zwei High-End-Modelle, Evgas Geforce GTX 980 Superclocked und Asus' Geforce GTX 970 Strix (Test beider Karten und 15 weiterer in der PCGH 12/2014). Die beim Benchmark von uns protokollierten Taktraten der Probanden:
| Grafikkartenmodell | Taktraten im Benchmark | Referenzwerte (inkl. Boost) | Prozentuales OC |
|---|---|---|---|
| MSI GTX 670 Power Edition/2G | ~1.202/3.004 MHz | 980/3.004 MHz | +23/+0 % |
| Gainward GTX 780 Ti Phantom/3G | ~1.097/3.500 MHz | 928/3.500 MHz | +18/+0 % |
| Palit GTX 780 Jetstream/3G | ~1.032/3.004 MHz | 902/3.004 MHz | +14/+0 % |
| Gigabyte GTX 770 Windforce OC/2G | ~1.241/3.506 MHz | 1.084/3.506 MHz | +14/+0 % |
| Evga GTX 980 Superclocked/4G | ~1.379/3.506 MHz | 1.216/3.506 MHz | +13/+0 % |
| Asus GTX 970 Strix/4G | ~1.278/3.506 MHz | 1.178/3.506 MHz | +8/+0 % |
| Asus R9 270X DC2 TOP/2G | ~1.120/2.800 MHz | 1.050/2.800 MHz | +7/+0 % |
| Sapphire R9 290 Tri-X OC/4G | ~1.000/2.600 MHz | 947/2.500 MHz | +6/+4 % |
| MSI R9 290X Gaming/4G | ~1.030/2.500 MHz | 1.000/2.500 MHz | +3/+0 % |
| Powercolor R9 280 Turbo Duo/3G | ~960/2.500 MHz | 933/2.500 MHz | +3/+0 % |
| MSI R9 280X Gaming/3G | ~1.020/3.000 MHz | 1.000/3.000 MHz | +2/+0 % |
Lords of the Fallen: Grafikkarten-Ergebnisse
Die nachfolgenden Benchmark-Ergebnisse in drei unterschiedlich fordernden Auflösungen zeigen, dass Lords of the Fallen auf Geforce-Grafikkarten etwas geschmeidiger läuft als auf vergleichbaren Radeon-Chips - angesichts der Nvidia-Codezeilen in Form der Gameworks-Module ist das nicht unbedingt verwunderlich. Bevor Radeon-Besitzer erzürnen, können wir eine Entwarnung aussprechen: Die Unterschiede sind keine grauen Haare wert, zumal die AMD-Grafikkarten mit steigender Auflösung klassisch Boden gutmachen. In 2560 × 1.440, wie immerhin 8,5 Prozent der PCGH-Leser spielen, ergibt sich eine relativ vertraute Platzierung der Modelle untereinander. Interessant ist der große Abstand zwischen der R9 280X und R9 290, letztere kann sich deutlich absetzen.
Erwähnenswert ist auch der Hunger nach Grafikspeicher: Wer ein Modell mit 1 bis 1,5 GiByte besitzt, kommt mit maximalen Texturdetails auf keinen grünen Zweig, der Wechsel auf niedrige bis mittlere Texturauflösung schafft Abhilfe. Grafikkarten mit 2 GiByte Speicher sind gut, aber nicht optimal ausgerüstet: Full HD läuft beinahe ohne Stocken, lediglich bei raschem Umsehen kommt es zu sporadischen Nachladerucklern. In 2.560 × 1.440 wandeln sich diese leichten zu deutlich stärkeren Rucklern. In dieser Auflösung lohnen sich 3-GiByte-Grafikkarten definitiv, in 1440p können wir hiermit keine nennenswerten Probleme durch Speichermangel feststellen. Die Radeon R9 270X (stellvertretend für AMD-Karten mit 2 GiB, beispielsweise HD 7870 oder auch R9 285) fällt etwas aus dem Rahmen, sie wird von ihrem Grafikspeicher stark ausgebremst - die R9 280 kann sich deutlich von ihr absetzen und liefert zumindest in 1080p flüssige Bildraten.
Erst jenseits verbreiteter Auflösungen, in 3.440 × 1.440 oder gar 3.840 × 2.160 (Ultra HD), lohnen sich 4 GiByte Onboardspeicher zur Glättung der Bildrate. Sogar 6 GiByte sind sinnvoll, wie die Bildraten der GTX Titan beweisen: In UHD macht sie einige Plätze gut und liefert die konstantesten Ergebnisse im Testfeld. Die Engine versteht es, den kompletten Grafikspeicher der installierten Grafikkarte auszunutzen: Schauplatzabhängig sind die 6 zur Verfügung stehenden GiByte schon nach dem Laden komplett in Verwendung. Nachladeruckler treten infolgedessen keine auf, offenbar werden schlicht und ergreifend alle Ressourcen produktiv genutzt.
Lords of the Fallen: Prozessorleistung geprüft
Nicht nur die Grafikkarte muss in Lords of the Fallen schwitzen, sondern auch der Prozessor. Wir haben uns die CPU-Last und Multithreading-Eigenschaften der Fledge-Engine an der gleichen Testszene angesehen, allerdings zwecks höchster CPU-Last in 720p-Auflösung. Als Testplattform dient ein AMD FX-8350 mit vier Gigahertz Taktfrequenz, welcher bis zu acht (Integer-)Kerne beisteuert.
Aus den Resultaten lässt sich ableiten, dass vier Prozessorkerne grundsätzlich reichen, um die anfallenden Threads abzuarbeiten. Stehen der Engine weitere Rechenknechte zur Verfügung, werden diese nur marginal in höhere Leistung investiert.
Lords of the Fallen: Technik-Fazit
Technisch macht Lords of the Fallen zweifellos einen guten Eindruck, vor allem die Physx-Effekte werten das Spiel auf. Allein die starke Farbverschiebung (Chromatic Aberration) ist Geschmackssache. Die Action erfordert allerdings einen starken Computer, der große Hunger auf Grafikspeicher streckt so manche Grafikkarte nieder, daher können wir Aufrüstern nur dazu raten, mindestens in ein Modell mit 3 GiByte und besser gleich in eines mit deren vier zu investieren. Inspiration liefert die Marktübersicht Grafikkarten in der PCGH 12/2014, in der die Redaktion sage und schreibe 20 High-End-Grafikkarten miteinander vergleicht – darunter neun GTX-970- und acht GTX-980-Herstellerdesigns.
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Wurde wie so üblich mal wieder nur in den maximalen Einstellungen getestet *gähn*.
Die GTX970 kommt bei mir auf um die ~90 FPS in 1080P und auf um die ~70 FPS in 1440P.
Langsam nervt es nurnoch. Und ich sehe schon wieder einen Fakeacc von ihm
Scheint wohl der selbe User zu sein, der auch immer wieder im CB Forum rumtrollt, seit Wochen.
Das klappt wunderbar und ist auch in 2880x1800 durchaus gut spielbar.
Was mich dabei ein wenig wundert, obgleich genügend platz zwischen den beiden Karten ist und das Gehäuse gut belüftete wird, ist die GTX 980 4-5°C Wärmer als zuvor.
Mit ein zwei °C hatte ich gerechnet, aber gleich so viel
Worauf es ankommt, auch mit einer dedizierten PhysX Karte läuft es in voller Pracht.
Was bringen einem Benchmarks in Ultra Settings? Nichts.