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  • CES 2016 - B&O Play M5: Neuer Bluetooth-Lautsprecher von Bang & Olufsen
    Quelle: PC Games Hardware/Roland Austinat

    CES 2016 - B&O Play M5: Neuer Bluetooth-Lautsprecher von Bang & Olufsen

    Die dänischen Sound- und Designexperten von Bang & Olufsen stellen auf der CES in Las Vegas ihren neuesten Bluetooth-Klangkünstler M5 vor, der mit fünf Lautsprechern und vier Verstärkern aufwartet.

    50 Jahre CES? Darüber kann Bang & Olufsen nur milde lächeln: Die dänische Firma ist schon seit rund 90 Jahren dabei, wenn es um die Herstellung edler Audio- und Video-Systeme geht. Neben Lautsprechern zum an-die-Wand-hängen und schicken Komplettsystemen, die auf Gestensteuerung reagieren, will Bang & Olufsen mit dem Label B&O Play die nächste, hoffentlich zahlungskräftige Generation von Audiophilen bedienen. Das Ziel: "Wir wollen die führende Audio-Lifestyle-Marke der Welt sein", sagt uns Jens Jermin von Bang und Olufsen auf der CES in Las Vegas - wo wir dankend, aber bedauernd ablehnen, als uns die wackeren Dänen um 10 Uhr morgens persönlich ins Land geschmuggeltes dänisches Bier anbieten.

    Bang & Olufsen geht mit der Zeit

    Weil jedoch auch B&O sich nicht dem Lauf der Zeit verschließen kann und will, kollaboriert die Firma mit Marken wie LG, HP und Ford, um deren Smartphones, Laptops und Autos schöner klingen zu lassen. Mit Erfolg: 60 Prozent stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich, seit acht Quartalen fahren die Dänen Gewinn ein. Wenn man Jens Jermin so reden hört, scheint Geld nur eine Nebensache für sein Unternehmen zu sein: "Wir glauben fest daran, dass Musik die Welt zu einem besseren Ort machen wird - und dass die Menschen ein glücklicheres Leben führen werden, wenn sie mehr Musik hören."

    Eine neue Möglichkeit dazu soll der frisch vorgestellte Bluetooth-Lautsprecher Beoplay M5 sein, der auch für Gamer interessant ist - schließlich müssen die auch mal eine Pause machen, um etwas zu Essen oder die Augen ruhen zu lassen. Produktmanagerin Helga Somava stellt uns den runden M5 vor, der mit Hilfe von fünf Einzellautsprechern und vier Verstärkern ein ganzes Zimmer mit wohlklingendem Schall überziehen soll. Auf drei Dinge kam es den Designern bei der Entwicklung an: Klang, Verarbeitungsqualität und Handwerkskunst.

    Guter Klang dank Beamforming

    Die fünf Neodym-Magneten, die im M5 stecken, haben gegenüber herkömmlichen Ferrit-Ausführungen den Vorteil, bei gleicher Leistung deutlich kleiner zu sein - wenngleich das Material teurer ist. Wir wissen, dass wir damit etwa 25 Prozent teurer als die Mitbewerber sind... Eine erste Klangvorführung ist beeindruckend: Der nach unten abstrahlende Fünf-Zoll-Tieftöner macht sich kernig bemerkbar, die Mitten und Höhen sind deutlich präsent. Auch, wenn die aus dem 1,5-Zoll-Mitten- und den drei 0,75-Zoll-Hochtönern Klänge fast etwas zu klinisch getrennt erschallen und sich nicht stark miteinander vermischen. Das mag aber auch am Musikbeispiel oder dem arg hohen Konferenzraum liegen, in dem wir den M5 vorgeführt bekommen. Als wir darum bitten, per Bluetooth unseren eigenen, uns wohlbekannten Soundtrack abzuspielen, verneinen die B&O-Mitarbeiter freundlich - weil sie mehrere M5 mit einer Vorserien-Software verbunden haben, würde das zu umfangreichen Re-Synchronisierungen führen.

    Man braucht aber nur einen M5, um durch ausgefeilte psychoakustische Berechnungen einen Stereo-Effekt zu erzielen, so Helga Somava. Die fünf Hoch-, Mittel- und Tieftöner nutzen dabei eine Beamforming-Technik, die Richtungen und Weite der abgestrahlten Musik bestimmt. Die hilft bei unterschiedlichen Voreinstellungen, etwa, wenn der M5 in der Ecke eines Raumes oder in seiner Mitte steht - der Klang, der in die Ohren seines Besitzers dringt, soll dann stets der gleiche sein. Feinere EQ-Einstellungen oder gar Änderungen der Crossover-Frequenz lassen die B&O-Ingenieure firmenüblich nicht zu. So bleibt einem nur die Option, den Frequenzgang im Zuspielgerät zu ändern.

    Aluminium und Edelstoff

    Mit 2,54 Kilo liegt der M5 satt in der Hand. Das ist zum einen den 30- bis 40-Watt-Verstärkern mit Spitzenleistungen von 60 bis 160 Watt geschuldet, zum anderen ist dafür die Aluminiumplatte auf der Lautsprecheroberseite verantwortlich, über die sich der M5 ein- und ausschalten und seine Lautstärke in fünf Stufen verändern lässt. Nach jedem kaum hörbaren Klick von 15 Grad gleitet die Platte auf einem Flüssigkeitslager sanft in die Ausgangslage zurück - wer sich an Cassettendecks aus den 1980ern erinnert, weiß, wie edel sich das anfühlt.

    Anfassen darf man auch die zahlreichen Stoffvarianten der dänischen Weberei Kvadrat, die den M5 bedecken und die von der dänischen Designerin Cecilie Manz ersonnen wurden. Damit passt der M5 optisch zu den großen Geschwistern Beoplay A6 und A9, mit denen er per Beolink Multiroom Kontakt aufnimmt und ein konzertähnliches Klangerlebnis erzeugen soll. Apple Airply, Chromecast und Spotify Connect werden per 802.11 a/b/g/n/ac ebenfalls unterstützt - genauso wie der Anschluss eines Netzwerk- und des zwingend erforderlichen Stromkabels.

    Fazit: Spitzenklang zum Spitzenpreis?

    So viel Design und ein so ausgefuchster Klang haben natürlich ihren Preis. Zwar ist der M5 günstiger als die schnurlosen Kollegen A6 (rund 800 Euro) und A9 (rund 2.200 Euro), doch auch rund 600 Euro sind eine stolze Summe. "Wir wissen, dass wir damit etwa 25 Prozent teurer als die Mitbewerber sind", gibt Helga Somava zu. Doch die Dänen sind sich sicher, dass die inneren und äußeren Werte ihres Bluetooth-Lautsprechers diesen Aufpreis mehr als rechtfertigen werden. Wir werden diese Überzeugung hoffentlich in einem ausführlicheren Test unter die Lupe nehmen können

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    B&O Play M5: Bluetooth-Lautsprecher im Video
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CES 2016 - B&O Play M5: Neuer Bluetooth-Lautsprecher von Bang & Olufsen
Die dänischen Sound- und Designexperten von Bang & Olufsen stellen auf der CES in Las Vegas ihren neuesten Bluetooth-Klangkünstler M5 vor, der mit fünf Lautsprechern und vier Verstärkern aufwartet.
http://www.pcgameshardware.de/Lautsprecher-Hardware-255600/Specials/B-und-O-Play-M5Bluetooth-Lautsprecher-1217721/
09.01.2017
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2017/01/003-Die-Stoffueberzuege-des-M5-gibt-es-in-unterschiedlichen-Ausfuehrungen-pcgh_b2teaser_169.JPG
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