Apple HomePod im Test: Guter Smart-Lautsprecher mit iOS-Zwang und hohem Preis

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Apple HomePod im Test: Guter Smart-Lautsprecher mit iOS-Zwang und hohem Preis
Quelle: Apple

Die Kollegen von Golem.de haben sich Apples seit Kurzem auch in Deutschland verfügbaren HomePod vorgenommen, der in Konkurrenz zu anderen smarten Lautsprechern von Google, Amazon und Co tritt. Dabei zeigte sich, dass der gute Klang allein für eine Empfehlung nicht ausreicht, denn die Ausrichtung auf das hauseigene Öko-System, eine mäßige Siri-Funktionalität sowie letztlich der hohe Preis trüben das Gesamtbild.

Im Test von Golem.de zeigte sich Apples HomePod bereits zur Markteinführung in Übersee im Vergleich mit der Konkurrenz als einer der klanglich besten smarten Lautsprecher, wobei angesichts der vergleichsweise geringen Größe vor allem auch der Bass beeindrucken konnte. Im mittleren Klangbereich zeigte sich jedoch der Sonos One als günstigerer Wettbewerber besser, allerdings ziehen die Kollegen keinen Lautsprecher eindeutig vor, da die Präferenzen vom eigenen Geschmack und der bevorzugten Musikrichtung abhängen. Der HomePod eigne sich laut Einschätzung von Golem.de besser für Pop- und Elektromusik, während dem Sonos One mehr Jazz oder Klassik liegen.

Abseits des guten Klangs werden dem HomePod allerdings eine Reihe an Nachteilen attestiert, etwa das Fehlen eines physischen Schalters zum Aktivieren der Mikrofone am Gerät, falls diese auf Zuruf abgeschaltet wurden, was andernfalls nur umständlich über die Home-App zu bewerkstelligen ist. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Hinterlassen von Spuren auf unbehandelten Möbelstücken. Im Vergleich zur Konkurrenz in Form von Amazons Alexa und dem Google Assistant kann zudem Siri hinsichtlich des Funktionsumfangs nicht ausreichend überzeugen und ist klanglich auch weniger ästhetisch.

Als einer der größten Nachteile wird jedoch, anders als bei den offeneren Konkurrenzmodellen, der Fokus auf das Öko-System von Apple kritisiert, denn ohne iPhone, iPad oder iPod Touch (iOS 11.2.5) lässt sich der HomePod nicht mal in Betrieb nehmen und auch lediglich der hauseigene Musik-Streamingdienst wird unterstützt. Apples HomePod kann hierzulande auf der Webseite des Herstellers für 349 Euro in Grau oder Weiß erworben werden und ist damit deutlich teuerer als die Modelle der Wettberwerber.

Quellen: via Golem.de, heise.de

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Selbst wenn Apple die Daten verkaufen würde: Apple erhöht die Preise wieder um 100€ und erzielt wieder Rekordumsätze...
        Ich finde diese SmartHome-Lautsprecher schei*e. Die Dinger hören wirklich die ganze Zeit mit - gehört zur Grundfunktion, was erwartet man da also.

        @Topic: Die Beschränkung auf den eigenen Streaming-Dienst wäre mein Ausschlusskriterium. Der ist nämlich der mit Abstand schlechteste gegenüber Spotify, Tidal, GPM... Nicht mal ne vernünftige Radio-Funktion gibt es, auf dem PC hat man den iTunes-Zwang...
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Selbst wenn Apple die Daten verkaufen würde: Apple erhöht die Preise wieder um 100€ und erzielt wieder Rekordumsätze...
        Ich finde diese SmartHome-Lautsprecher schei*e. Die Dinger hören wirklich die ganze Zeit mit - gehört zur Grundfunktion, was erwartet man da also.

        @Topic: Die Beschränkung auf den eigenen Streaming-Dienst wäre mein Ausschlusskriterium. Der ist nämlich der mit Abstand schlechteste gegenüber Spotify, Tidal, GPM... Nicht mal ne vernünftige Radio-Funktion gibt es, auf dem PC hat man den iTunes-Zwang...
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Nuallan
        Es bleibt trotzdem eine Wanze, und wer sich sowas ins Haus stellt, dessen Intelligenz schätze ich weit unterhalb eben jenen gleichnamigen Insekten ein.
        Das geht mir wirklich ähnlich, aber die Leute fahren auf dieses Zeug ab, das ist der Hammer. Mit einer KI reden ist zwar ein ganz netter Gimmick, aber bei allem was da hinten dranhängt, sollte einem zumindest ganz anders werden. Und jetzt verbreiten sich die Dinger wie ein Lauffeuer. Bald kann man nirgendwo mehr hingehen, ohne sich von Apple, Amazon oder Google zuhören zu lassen und die Leute feiern es total ab. Manchmal könnte man meinen, die Leute reden über ihr Kind, wenn sie davon schwärmen, was Alexa alles kann. Und auch wenn es in der Tat schon beeindruckend ist, finde ich das ein bisschen krank.
      • Von docdent Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Gamer090
        Der iOS Zwang war klar, weshalb sollte Apple Lizenzgebühren an Google zahlen damit sie eine App entwicklen bzw verkaufen dürfen für Android?
        Seit wann müssen Entwickler (egal ob Apple oder andere) Lizenzgebühren an Google zahlen? Nur für den Verkauf kostenpflichtiger Apps über den Google PlayStore verlangt Google Umsatzbeteiligung. Da die meisten hardwarenahen Apps aber kostenlos sind (schließlich wird das Geld ja mit dem Geräte verdient), würde es Apple keinen Cent kosten, eine Homepod-App für Android im PlayStore anzubieten. Machen Sie ja z. B. auch für Apple Music. Aber Apple will aber die Nutzer vom Homepod im iOS-Zoo halten. Man kann z. B. nicht mal mit dem Mac den Homepod einrichten.

        @topic: Mach 6 Wochen bei uns zu Hause kann ich sagen: Ja, für die Größe schon ganz netter Bass (aber kein neutrales Klangbild: verfälschte Mitten), aber Siri auf dem Homepod ist enttäuschend. Überraschend oft Fehlinterpretation von Gesprochenem und )noch) sehr begrenzte Fähigkeiten. Ich frage mich auch, wozu ich Siri auf dem Homepod brauche, wenn man in iPhone einstecken hat. Dessen Siri kann mehr und zusammen über Airplay und einen stationären Lautsprecher bekomme ich einen wesentlich besseren Klang.
      • Von mrpendulum Software-Overclocker(in)
        Solche Dienste MÜSSEN Daten sammeln um überhaupt auf den Nutzer reagieren zu können. Egal ob es der letzte Standort war oder welche Leute ich zuletzt angerufen habe. Apple sammelt auch diese Daten um von jedem Nutzer ein passendes Serviceprofil zu erstellen.

        Der kleine Unterschied zu anderen Konkurrenten in dieser Branche verkauft Apple diese Informationen nicht weiter. Denn es wurde zu ihrem Image.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Laggy.NET
        Es ist doch unsinn, Apple, Google und Amazon in einem Topf zu werfen.
        Natürlich werfe ich Apple, Google, Amazon, Fratzenbuch & Co. alle in einen Topf. Wer da was sammelt ist gar nicht so wichtig. Genau so wie viele Länder (auch offizielle "Klassenfeinde") in der Politik zusammenarbeiten sobald es um Vorteile für beide Seiten geht, arbeiten auch diese Firmen mit Sicherheit heute schon zusammen um ihre jeweiligen Datenschnipsel zu vervollständigen und ihre Position zu festigen. Ich kann echt nicht verstehen wie man das ganze Big-Data-Thema immer noch so krass unterschätzen kann..

        Zitat von Laggy.NET
        Natürlich ist es nach wie vor kritisch zu sehen, welche Daten gesammelt werden. Ich würde mir deshalb auch nie so einen Lautsprecher holen. Letzten Endes ist und bleibt Apple aber trotzdem das kleinere Übel.
        Du meinst die harmlosere Wanze? Es bleibt trotzdem eine Wanze, und wer sich sowas ins Haus stellt, dessen Intelligenz schätze ich weit unterhalb eben jenen gleichnamigen Insekten ein. Selbst wenn Apple hier ne saubere Weste hat, gibt es keine Garantie dafür, dass sich das morgen nicht ändert, oder spätestens dann wenn die Dinger verbreitet und akzeptiert sind. Solche Unternehmen haben einen langen Atem wenn es sein muss, und keiner von denen wird über kurz oder lang eine potentielle Goldgrube ungenutzt lassen, dazu sind sie allein schon ihren Aktionären verpflichtet.

        Zitat von Laggy.NET
        Zudem würden sie wohl keinen 350€ Lautsprecher vermarkten, wie sie Interesse daran hätten, möglichst viele Daten abzugreifen, wie z.B. Amazon und google, die die Teile fast schon zum EK verscherbeln, nur um viele Kunden zu erreichen.
        Wenn ich einer Firma zutraue ein 100€-Gerät für 350€ zu verkaufen, dann muss ich nicht lange nachdenken welche Firma das ist. Die sind innerhalb von ein paar Jahren an die Spitze der Nahrungskette gewandert weil sie weit über Wert verkaufen, und nicht weil sie knapp kalkulieren. Warum sollte das hier anders laufen?
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