Test: 11 SATA-Festplatten von 640 bis 1.500 Gigabyte
Hitachi erreichte im letzten Jahr als erster Hersteller die Terabyte-Grenze, Seagate hat sie kürzlich mit dem ersten 1,5-Terabyte-Modell überschritten. Die Kapazität steigt, der Preis pro Gigabyte fällt und ist längst weit unter 10 Cent gerutscht. Doch welche Platte soll es sein? PCGH vergleicht die (theoretische) Performance elf aktueller Desktop-Modelle von Samsung, Seagate und Western Digital. Hitachis neueste Deskstar-Generation lässt derweil noch auf sich warten.
Samsung Spinpoint F1 [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Folgende Modelle haben wir verglichen - von den beliebten, da schnellen 640-GB-Festplatten bis zum 1,5-TB-Topmodell von Seagate:
• Samsung Spinpoint F1, 640 GB/596 GiByte (Preisvergleich)
• Samsung Spinpoint F1, 750 GB/699 GiByte (Preisvergleich)
• Samsung Spinpoint F1, 1.000 GB/931 GiByte (Preisvergleich)
• Seagate Barracuda 7200.11, 640 GB/596 GiByte (Preisvergleich)
• Seagate Barracuda 7200.11, 750 GB/699 GiByte (Preisvergleich)
• Seagate Barracuda 7200.11, 1.000 GB/931 GiByte (Preisvergleich)
• Seagate Barracuda 7200.11, 1.500 GB/1.397 GiByte (Preisvergleich)
• WD Caviar Blue, 640 GB/596 GiByte (Preisvergleich)
• WD Caviar Blue, 750 GB/699 GiByte (Preisvergleich)
• WD Caviar Green, 1.000 GB/931 GiByte (Preisvergleich)
• WD Caviar Black, 1.000 GB/931 GiByte (Preisvergleich)
Gemessen haben wir mit einem Intel-P35-Board am ICH9-Controller im AHCI-Modus unter Windows Vista x86 SP1.
Transferraten
Die Übertragungsrate ist wichtig beim Hantieren großer Dateien. Hier entscheidet neben der Drehzahl vor allem die Datendichte: Western Digitals Caviar Green liegt mit ihren 250 GB pro Platter und nur etwa 5.400 U/min weit zurück, ist dafür aber besonders leise und sparsam. Darüber liegen die übrigen Platten mit gleicher Datendichte, aber höherer Drehzahl (7.200 U/min): die drei 750-GB-Modelle ebenso wie Seagates Terabyte-Platte, die sich allesamt den kleineren 640-GB-Modellen geschlagen geben müssen. Einsam an der Spitze: Seagates 1,5-TB-Monster (375 GB/Platter), das im Schnitt auf fast 100 MB/s kommt - das macht nur eine Velociraptor besser.
Durchschnittliche Transferraten, mehr ist besser [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Zugriffszeiten
Niedrige Zugriffszeiten sind für Anwendungen und das Betriebssystem entscheidend, da diese sehr schnell auf viele kleine Dateien zugreifen müssen. In dieser Disziplin sind die schnell drehende Velociraptor und vor allem SSDs haushoch überlegen; unter den klassischen Festplatten macht vor allem WDs Caviar Black eine gute Figur: Die zweitbeste Schreibzugriffszeit wird hier mit der weitaus besten Lesezeit kombiniert. Das Feld liegt aber recht nah beisammen.
Durchschnittliche Zugriffszeiten, weniger ist besser [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Weitere Testergebnisse samt Anwendungsbenchmarks und Lautstärkemessungen finden Sie in PCGH 10/2008.
Fazit
Wer nie genug Platz hat, sollte ganz klar zu Seagates 1.500-GB-Modell greifen, das nicht nur relativ günstig, sondern auch ausgesprochen schnell ist. Wer weniger als 100 Euro ausgeben will und nur ein sparsames, leises Datenlager braucht, greift zur WD Caviar Green im Terabyte-Format. Als günstige Allround-Platte bietet sich Samsungs schnelle und leise F1 mit 1.000 GB an. Wenn Sie mit weniger Kapazität auskommen, haben Sie praktisch freie Auswahl zwischen den drei 640-GB-Modellen: Die Samsung ist zwar etwas langsamer als die Modelle von Seagate und WD, aber auch leiser.
Fällt mir erst jetzt auf, da jetzt erst der Neukauf ansteht...
Ich hätte gerne mal ein paar genauere Details, wie ihr die Tests durchgeführt habt, sie sind für mich leider gar nicht reproduzierbar!