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  • IDF 2011: Bessere Spiele dank SSD - Mögliche Vorteile im DX11-Shooter Blacklight Retribution [Video des Tages]

    Nicht nur die Ladevorgänge von Betriebssystemen sowie Anwendungsprogrammen lassen sich durch den Einsatz von SSDs enorm beschleunigen - auch bei PC-Spielen sollen die schnellen Speicher zum Einsatz kommen und den Spielern sogar neue Features bieten.

    Dass die immer populärer werdenden Solid State Drives mehr als nur das schnellere Laden und Verarbeiten von "ernsthaften" Daten unterstützen, ist eigentlich kein Geheimnis. Wer hat nicht schon über lange Ladepausen in Spielen gestöhnt, die es im 21. Jahrhundert doch eigentlich gar nicht mehr geben sollte? Doch so schnell Grafikkarten und CPUs auch im PC rasen mögen, der Flaschenhals gerade für immer detailliertere Texturen und damit Spielwelten ist nicht selten die Festplatte, auch wenn die CPU ebenfalls mit die Hände im Spiel hat (siehe Anno 1404). Als SSD-Hersteller ist Intel daran interessiert, auszuloten, wie eine Spiel-Engine überhaupt mit Speichermedium interagieren kann, während Entwickler wissen wollen, wie ihre Spiele von der schnelleren Datenübertragung profitieren können.

    SSD-Technik in Blacklight Retribution
    Auftritt Chris Saleski und Kelly Dickinson: Saleski hört bei Intel auf den schmucken Titel Intiatives Manager in der Storage Techonology Group, während Dickinson, Producer beim Spielepublisher Perfect World ist, der unter anderem für das von Diablo inspirierte Action-RPG Torchlight bekannt wurde. Chris Saleski und Kelly Dickinson gingen der SSD-Frage ganz konkret nach, und zwar mit einer Zusammenarbeit beim demnächst erscheinenden Blacklight: Retribution - dem bei den Zombie Studios entwickelten Free-to-Play-Shooter, der auf DirectX 11 und die Unreal Engine 3 setzt. Der Nachfolger von Tango Down muss sich schon deshalb nicht vor Vollpreis-Spielen verstecken.

    Als kleine Demo starteten zwei Helfer von Saleski und Dickinson das Spiel sowohl auf einem herkömmlichen als auch einem PC mit SSD - klar, dass sowohl Windows 7 als auch der Shooter auf dem SSD-System pfeilschnell laden. Während der Festplatten-PC noch nicht einmal Windows 7 fertig geladen hat, lockt auf dem SSD-Gerät schon das Hauptmenü des Spiels. So weit, so gut - so wenig Überraschungen. Doch weil im Vergleich zu den rund 3150 gemessenen IOps (Input-Output-Operationen) der 7200-Umdrehungen-HD die verwendete Intel-SSD immerhin 12.000 bietet, probierten die Entwickler bei Zombie, das auch im Spiel zu nutzen. Hochaufgelöste Texturen werden beispielsweise weniger stark komprimiert, wenn der Spieler eine SSD besitzt, weil sie ohne Leistungsverlust ins Spiel gestreamt werden können.


    Blacklight Retribution: Vorteile für SSD-Nutzer
    SSD Experiment: Stiefel mit denen man kurzzeitig schneller rennen kann weil das die Umgebung schneller nachgeladen werden kann SSD Experiment: Stiefel mit denen man kurzzeitig schneller rennen kann weil das die Umgebung schneller nachgeladen werden kann Und wo auf den Hochhauswänden der dystopisch-futuristischen Stadt dieses Levels in der normalen Spielfassung lediglich Plakate zu sehen sind, bewegen sich in der SSD-Fassung drei unterschiedliche Videos. Das schafft gewaltig Atmosphäre - man stelle sich die entsprechenden Szenen in "Blade Runner" oder "Star Wars: Episode 2" mit Standbildern an den Häuserfassenden vor. "Für diese Zwecke haben wir derzeit rund zwei Stunden HD-Video im Spiel", erklärt Kelly Dickinson, und fügt hinzu: "Spieler-Videos oder Links zu YouTube-Filmen sind ebenfalls in Planung." Anzeigen sollen wir dort jedenfalls nicht zu Gesicht bekommen: "Blacklight: Retribution wird ein Free-to-Play-Titel, unser Geschäftsmodell setzt auf Mikrotransaktionen."

    Eine kurze Spieldemo zeigt ein paar spielerische Details des Shooters, der sich noch in der Pre-Beta-Phase befindet. Anders als in anderen Team-Shootern können Sie in Blacklight nicht nur zu Beginn einer Map Ihre Ausrüstung wählen, sondern mit gesammelten Punkten jederzeit einem Waffen- und Ausrüstungsladen einen Besuch abstatten. Selbst mächtige Mechs locken zum Kauf: "Die besitzen allerdings einen zufallsgesteuerten Schwachpunkt, etwa an einer Schulter, einem Arm oder dem Hals", sagt Kelly Dickinson. Damit soll sicher gestellt werden, dass auch Spieler mit weniger starken Geschützen eine Chance haben, das Blechungetüm ruhig zu stellen. "Ihr könnt auch mit einem Flammenwerfer gegnerische Piloten rösten und dann den Roboter selbst steuern, ihn aber natürlich auch mit einem Raketenwerfer oder Bombenteppich in einen Haufen Altmetall verwandeln", ergänzt Dickinson. Das passiert, so die Grafikkarte es unterstützt, in der SSD-Version stets mit den größtmöglichen Details.

    Bei alldem sollen SSD-Besitzer keine spielerischen Vorteile gegenüber ihren Festplatten-Mitspielern bekommen: "Wir wollen nach wie vor die beste Ausrüstung denen zukommen lassen, die die meiste Zeit dafür investieren", sagt Kelly Dickinson. "Wenn jemand eine cool aussehende Rüstung oder eine besondere Sprachausgabe will, kann er das gegen eine kleine Gebühr kaufen - aber Gegenstände, die die Spielbalance verändern, werden nicht in den Item-Shops auftauchen. Dadurch würden wir die Spielergemeinde unnötig in zwei Gruppen teilen."

    Die üblichen Benchmark-Kurven (siehe Bildergalerie), die noch einmal die Vorzüge von SSDs sowie Intels aktueller Sandy-Bridge-CPU-Generation unterstreichen, dürfen natürlich nicht fehlen. Doch die Frage ist: Was müssen die Entwickler tun, um die Vorzüge der schnellen Speichertechnologie in ihre Titel zu integrieren? Neben einer Erkennung auf Hardware-Ebene müssen schließlich auch neue Texturen erstellt und teilweise neue Video-Codecs implementiert werden, um der größeren Datenmenge Herr zu werden. "Das lässt sich größtenteils jedoch in ein paar Stunden erledigen", meint Chris Saleski. Das dürfte sich aber nur auf die reinen Programmroutinen beziehen, denn die Texturen müssen immer noch von Grafikern erstellt werden.

    SSDs: Mögliche Vorteile auf Entwicklerseite
    Auch auf der Entwicklerseite sollen SSDs einige Vorzüge bieten. Die Zeit, die ein Programmierer wartend vor seinem PC sitzt, der den neuesten Programmcode kompiliert, verringert sich ebenso wie die zum Rendern von Zwischensequenzen oder dem Komprimieren von Videos benötigte Zeit, so die Entwickler. Saleski und Dickinson sprechen gar von einem Ersparnisfaktor 2, der von den Designern zur Erstellung nicht nur besser aussehender, sondern auch zusätzlicher Inhalte genutzt werden kann. Wohl gemerkt: Hier geht es um die bereits weit verfügbaren SSDs von Intels 510-Serie. "In der Zukunft könnten statt 14.000 IOps sogar eine Million möglich sein", blickt Chris Saleski in die Zukunft. "Dann könnten Ladebildschirme der Vergangenheit angehören und nur noch ein künstlerisches Statement sein." Etwa wie die aus Abenteuerfilmen sattsam bekannten Landkarten, über die ein roter Strich die Reisen des Helden verdeutlicht - technisch nötig sind solche Sequenzen ja nicht. "Gleichzeitig könnten uns riesige Spielwelten mit dramatisch unterschiedlichen Ansichten erwarten, weil sich die Level-Designer keine Sorgen mehr um eine maximale Größe des Levels machen müssen." Sogar ganz neue Spiele sollen nach Saleskis Wünschen möglich sein - wobei hier vorerst der Wunsch Vater des Gedanken sein dürfte.

    Mit ein paar Frageminuten schließt der eindrucksvolle Vortrag. Wie sieht es mit der Zusammenarbeit von Intel und Spielentwicklern aus, um Sandy und bald Ivy Bridge besser zu nutzen? "Das ist eine unserer Prioritäten", antwortet Chris Saleski. "Spiele sollen sowohl auf DX-11-Karten als auch auf der integrierten Sandy-Bridge-Grafik hervorragend spielbar sein." Nicht alle Spiele profitieren jedoch von einer SSD-Beschleunigung, klagt ein Zuhörer und spricht dabei besonders World of WarCraft an. Kelly Dickinson stimmt zu: "Da kommt es wirklich auf die Spiel-Engine an. Die von World of WarCraft hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und unterstützt trotz aller Neuerungen noch keine SSD-Technologie. Da bleiben Pop-Ups nicht aus, wenn Geometrie-Details nachgeladen und Texturen per Mip-Mapping dargestellt werden." Immerhin dürfen PC-Besitzer in absehbarer Zeit die einzigen Nutznießer der SSD-Vorteile sein und hoffentlich Entwickler wieder etwas stärker für die Plattform begeistern. Denn auf die Frage nach dem SSD-Einsatz in Spielkonsolen antwortet Kelly Dickinson eher skeptisch: "Ich glaube nicht, dass das in den nächsten zwei Generationen passieren wird." Bei den derzeitigen langen Konsolenzyklen könnte es also noch 15 bis 20 Jahre dauern - es sei denn, SSDs fallen noch dramatischer im Preis wie es ihre Festplattengeschwister ihnen seit den 80er Jahren vorgemacht haben.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    SSD-"Festplatten": Funktionsweise, Fachbegriffe und Eigenschaften erklärt
  • Es gibt 39 Kommentare zum Artikel
    Von Invisible_XXI
    auf die systemplatte sollte nichts anderes als das betriebssystem und die programme. und dann reicht auch eine 60gb…
    Von Kuschluk
    der preis ja den könnte ich leichter verschmerzen wenn ich mich dannach nicht auch noch ärgern und sorgen müsste eine…
    Von John-800
    Ich verstehe nicht, warum Leute, dehnen eine HDD zu langsam ist, nicht einfach ein Raid 0 aus 2 Platten machen?. 200MB…
    Von ruyven_macaran
    Die SSDs, die groß genug für das durchschnittliche Datenaufkommen eines Nutzers sind, dürften mehr als 50% des…
    Von Lockdown
    Ein einigen Jahren hoffentlich Standard SSDs werden HDDs ablösen, an den schwächen (Datensicherheit, Kapazität, Preis)…
      • Von Invisible_XXI Software-Overclocker(in)
        Zitat von Kuschluk
        der preis ja den könnte ich leichter verschmerzen wenn ich mich dannach nicht auch noch ärgern und sorgen müsste
        eine platte hat heutzutage quasi unendlich groß zu sein (für mich ist das als systemplatte mit allen programmen ohne spiele ca 500GB ) die wird nie voll ! Aber halb voll ist bei mir kein thema.

        Also brauch ich ne SSD (sollte man da nicht quasi ein wenig speicher freihalten damit sie auch schnell bleibt) mit mindestens 250 - 300 GB ... bei 250 müsst ich schon genau überlegen was ich mache => und das mag ich gar nicht !

        ich weiß noch damals diese dumme bf 2 installation 3 TB aufm rechner frei nur die sys partition nicht mehr => installation brach immer ab ohne tricks war da nix zu wollen das kostet zeit und frustet (hatte damal allerdings auch nur 50 GB und war auch auf diesem man braucht nicht so viel trip)

        heute => speicher kost nix also so viel rein damits stressfrei ist.

        auf die systemplatte sollte nichts anderes als das betriebssystem und die programme. und dann reicht auch eine 60gb SSD locker.
        eine weitere ssd könnte man dann für spiele nutzen, wenn es denn sein muss.
        daten kommen per se auf große HDDs.
        wer sein system sauber hält, fährt so sehr gut.

        Zitat von John-800
        Ich verstehe nicht, warum Leute, dehnen eine HDD zu langsam ist, nicht einfach ein Raid 0 aus 2 Platten machen?. 200MB Transferrate anstatt von nur üblichen 100MB. Ist doch ein Wort. So lädt so manches Spiel schon mal deutlich schneller. Ich werd mir eine SSD auch erst zulegen, wenn die Preise attraktiver sind.
        die zugriffszeiten werden allerdings höher ausfallen... die transferrate ist leider nicht alles.

        Zitat von MBVIRUS
        Ich finde es ja fast schon eine "SAUEREI" wie man in letzter Zeit versucht die teuren SSD Platten an Mann zu bringen!!! Überall sieht man nur noch SSD SSD und nochmals SSD. Was soll ich denn mit einer SSD wenn der Platz nicht ausreicht oder zu kombinieren mit einer zusätzlichen HDD und somit einen Flaschenhals schaffen. Und fast jede SSD hat seine Macken z.b Daten weg oder nicht mehr sichtbar im Bios oder der immer noch vorhandene 8 MB bug und vieles mehr! Bleibe so lange lieber bei der altbewährten HDD

        warum soll der platz nicht ausreichen und wo entsteht ein flaschenhals in kombination mit normalen platten? windows und programme auf die SSD, da reicht 60gb locker. und davon hat man dann ein sehr schön schnelles system! was btw der grund für den kauf einer ssd ist.
      • Von Kuschluk
        der preis ja den könnte ich leichter verschmerzen wenn ich mich dannach nicht auch noch ärgern und sorgen müsste
        eine platte hat heutzutage quasi unendlich groß zu sein (für mich ist das als systemplatte mit allen programmen ohne spiele ca 500GB ) die wird nie voll ! Aber halb voll ist bei mir kein thema.

        Also brauch ich ne SSD (sollte man da nicht quasi ein wenig speicher freihalten damit sie auch schnell bleibt) mit mindestens 250 - 300 GB ... bei 250 müsst ich schon genau überlegen was ich mache => und das mag ich gar nicht !

        ich weiß noch damals diese dumme bf 2 installation 3 TB aufm rechner frei nur die sys partition nicht mehr => installation brach immer ab ohne tricks war da nix zu wollen das kostet zeit und frustet (hatte damal allerdings auch nur 50 GB und war auch auf diesem man braucht nicht so viel trip)

        heute => speicher kost nix also so viel rein damits stressfrei ist.
      • Von John-800 Freizeitschrauber(in)
        Ich verstehe nicht, warum Leute, dehnen eine HDD zu langsam ist, nicht einfach ein Raid 0 aus 2 Platten machen?. 200MB Transferrate anstatt von nur üblichen 100MB. Ist doch ein Wort. So lädt so manches Spiel schon mal deutlich schneller. Ich werd mir eine SSD auch erst zulegen, wenn die Preise attraktiver sind.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von quantenslipstream
        Was aber auch quatsch ist, denn die SSD von heute sind ja groß genug, dass das, was einem wichtig ist, auf die SSD passt.


        Die SSDs, die groß genug für das durchschnittliche Datenaufkommen eines Nutzers sind, dürften mehr als 50% des durchschnittlich verkauften PCs kosten. Ist schließlich nicht jeder ein Enthusiast-Gamer, für den eine 250 € SSD eine kleine Dreingabe ist, die nur 1/3 der Grafiklösung kostet.

        Aber ich habe das "SSD" nicht umsonst in Anführungszeichen gesetzt. RapidStorage ist ein System, dass einen mittelgroßen, schnellen Speicher (SSD) intelligent als Cache, der ganze Programme aufnehmen kann, mit einer HDD kombiniert. Was suchten wir nochmal? Ein System, dass einen mittelgroßen, extrem schnellen Speicher (RAMDiks) intelligent als Cache, der ganze Programme aufnehmen kann, mit einer HDD kombiniert.
      • Von Lockdown Software-Overclocker(in)
        Ein einigen Jahren hoffentlich Standard

        SSDs werden HDDs ablösen, an den schwächen (Datensicherheit, Kapazität, Preis) wird sich schon noch was ändern.
        HDDs waren bei der Markteinführung auch sündhaft teuer

        Zitat
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IDF 2011
Nicht nur die Ladevorgänge von Betriebssystemen sowie Anwendungsprogrammen lassen sich durch den Einsatz von SSDs enorm beschleunigen - auch bei PC-Spielen sollen die schnellen Speicher zum Einsatz kommen und den Spielern sogar neue Features bieten.
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15.09.2011
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