Asus ROG Swift PG278Q: WQHD-Monitor mit G-Sync im Test - das perfekte Gamer-LCD?

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Asus Republic of Gamers Swift PG278Q (9)

Monitore mit hohen Bildwiederholfrequenzen von 120 Hz und mehr erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Asus kombiniert erstmals ein 144-Hz-TN-Panel mit einer erhöhten Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln und Nvidias proprietäter G-Sync-Technologie. Ist das 800-Euro-LCD der perfekte Gaming-Monitor?

Asus ROG Swift PG278Q: Einleitung

Auf dem Monitormarkt tummeln sich die unterschiedlichsten Displaytypen mit zum Teil sehr verschiedenen Zielgruppen. Grafiker wünschen sich beispielsweise eine möglichst gute Farbwiedergabe, Videoschnitt-Profis freuen sich über neue Formate wie beispielsweise 21:9, idealerweise kombiniert mit hohen Auflösungen. Spieler legen meist erhöhten Wert auf schnelle Reaktionszeiten, einen geringen Inputlag sowie eine hohe Bildwiederholfrequenz, aber auch die Auflösung spielt eine immer gewichtigere Rolle. Momentan ist Full HD der Quasi-Standard, doch viele Spieler wünschen sich mittlerweile mehr Pixel. Monitore mit der WQHD- oder gar UHD-Auflösung sind aber häufig nicht zu 100 Prozent spieletauglich. Asus will dieser Situation mit dem ROG Swift PG278Q ein Ende setzen und dem ambitionierten Gamer alles bieten, was er sich wünscht - zu einem stolzen Preis von 800 Euro. Wir haben die potenzielle Referenz unter den Spielemonitoren eingehend getestet und teilen nun unsere Erfahrungen mit dem Display.

Asus ROG Swift PG278Q: Ausstattung

Asus Republic of Gamers Swift PG278Q (4) Asus Republic of Gamers Swift PG278Q (4) Der ROG Swift PG278Q erweitert die Produktpalette der Gaming-Monitore von Asus und wurde bereits im Januar 2014 angekündigt, findet aber erst seit Juli 2014 auch den Weg in die Händlerregale. Der Karton ist im ROG-Design gestaltet und in schickem Rot-Schwarz gehalten, neben dem Monitor selbst findet sich ein USB- und ein Displayportkabel in der Verpackung. Das externe Netzteil liegt selbstverständlich ebenfalls bei. Hinzu kommen die Garantiekarte, eine Schnellstartanleitung sowie eine Treiber-CD. Das Panel setzt auf TN-Technolgie und bietet eine maximale Bildwiederholfrequenz von 144 Hz, bei einer nativen Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Der Asus ROG Swift PG278Q nimmt Bildsignale nur per Displayport entgegen. Ein USB-3.0-Hub mit zwei Ports ist ebenfalls vorhanden, hierüber können aber keine Bildinformationen übertragen werden. Die Reaktionszeit liegt laut Hersteller bei nur 1 Millisekunde (Grau zu Grau). Das Netzteil ist extern, das "Kästchen" kann aber auch unter dem Tisch verstaut werden, die Kabellänge hierfür ist ausreichend. Die Ergonomieoptionen des Displays sind sehr gut: Der PG278Q lässt sich neigen, drehen und in der Höhe verstellen. Die genauen Werte hierzu entnehmen Sie bitte der Testtabelle. Der Standfuß ist sehr stabil und im angeschalteten Zustand rot beleuchtet, was besonders in dunklen Umgebungen schick aussieht.

Asus ROG Swift PG278Q: Eigenschaften

Mit 700:1 liefert der Asus ROG Swift PG278Q ein gutes statisches Kontrastverhältnis inklusive eines guten Schwarzwertes. Die maximale Helligkeit beträgt 350 cd/m², der Stromverbrauch liegt hier bei 49,9 Watt. Reduziert man die Helligkeit auf 180 cd/m², sinkt der Energiehunger auf 32,3 Watt. Im Standby sind es immer noch 1,1 Watt, akzeptabel. Downsampling war in unseren einfachen Tests nicht möglich. Selbst bei nur 30 Hz stellte das Display keine 3.840 x 2.160 Pixel dar. Aufgrund der ohnehin schon erhöhten nativen Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln ist das aber auch nicht so dramatisch.

Asus ROG Swift PG278Q: Leistung

Bei der Messung der Reaktionszeit kommen wir auf gute 5 Millisekunden. Hinzu muss noch der Inputlag von 6 Millisekunden addiert werden, was zu einer Gesamtverzögerung von 11 Millisekunden führt - absolut spieletauglich. Auch subjektiv nehmen wir das Display als sehr schnell wahr, unsere Eingaben werden stets sehr direkt umgesetzt. Dank der 144-Hz-Technologie dürften auch enorm anspruchsvolle Profi-Spieler überzeugt sein. Selbst schnelle Ego-Shooter wie Counter-Strike: Global Offensive oder aber Quake Live stellen den Asus ROG Swift PG278Q vor keine Probleme. Vom 144-Hz-Vorteil profitieren Sie aber natürlich nur, wenn das Spiel auch mit der entsprechenden Bildwiederholrate dargestellt wird. Eine starke Grafikkarte ist also Pflicht.

Bei anspruchsvollen Titeln wie Battlefield 4 werden so hohe Fps-Werte selbst mit High-End-GPUs kaum erreicht, zumindest nicht bei ansehnlichen Grafikeinstellungen. Genau hier greift Nvidias-G-Sync-Technik: Anstatt einer festen Bildwiederholrate, ist die des Asus ROG Swift PG278Q variabel und wird stets der aktuellen Framerate angepasst. Das resultiert dann auch bei schwankenden Bildwiederholraten in einem wesentlich ruhigeren und flüssigerem Bild, als man das von herkömmlichen Displays gewohnt ist. Tearing und andere störende Artefakte gehören damit der Vergangenheit an. Im Video lässt sich der Effekt leider nur schwer darstellen, er lässt sich vergleichen mit aktiviertem V-Sync, aber ohne dass eine konstante Fps-Rate nötig ist.

Asus ROG Swift PG278Q: Monitor für Cheater?

Auch wenn der Monitor dank hoher Auflösung und 144-Hz-Technik eigentlich der ideale Gefährte für E-Sportler sein sollte, könnte es sein, dass das Gerät von Wettbewerben ausgeschlossen wird. Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch an Zeiten, in denen man Tesafilm auf den CRT-Monitor geklebt hat, um dann mit Fineliner ein Fadenkreuz für die AWP in Counter-Strike aufzumalen - Asus bringt diesen "Cheat" nun als Hardware-Funktion zurück. Mittels der "GamePlus-Funktion" wird per On-Screen-Display ein Fadenkreuz aufgebracht, das sich mit den Monitortasten nachjustieren lässt und unabhängig vom Spiele-Fadenkreuz ist. Das erlaubt genaueres "Schießen aus der Hüfte", beispielsweise bei Titeln, in denen nur beim Anlegen über Kimme und Korn ein Fadenkreuz auftaucht. Den ebenfalls zur Verfügung stehenden Onscreen-Timer halten wir für weniger spannend, kann aber in Strategiespielen auch von Nutzen sein. Eingeschränkt wird die Nutzbarkeit ein wenig dadurch, dass das OSD Teile der eigentlichen Spielgrafik überdeckt.

Asus ROG Swift PG278Q: Fazit

Alles in allem ist der ROG Swift PG278Q der nahezu perfekte Spieler-Monitor: Eine höhere Auflösung als WQHD macht aufgrund der maximalen Performance von aktuellen Grafikkarten keinen wirklichen Sinn, 4K ist nur in seltenen Fällen flüssig spielbar. Im Vergleich zu Full HD aber ist die Pixelmenge bereits deutlich gestiegen, was für ein sichtbar schärferes Bild sorgt. Die Kombination der 144-Hz-Technologie und Nvidias G-Sync, wofür Sie eine Geforce-Grafikkarte benötigen, macht den Monitor so besonders: Schnelle Szenen verwaschen nicht, Tearing ist ein Fremdwort und auch die Eingabeverzögerung ist kaum zu spüren.

Das größte Problem des Monitors liegt im Preis: 800 Euro sind eine Menge Geld für einen WQHD-Monitor. G-Sync ist zwar eine tolle Technik, aber nicht für jeden ein Killer-Feature. Sogar spieletaugliche UHD-Displays sind mittlerweile für nur rund 500 Euro zu haben. Viele Korea-Monitore mit WQHD-Auflösung lassen sich zudem auf echte 120 Hz übertakten und kosten dabei maximal 280 Euro, einen Bruchteil vom Asus-Monitor. Die 24 Hz mehr fallen im Alltagsbetrieb ohnehin kaum auf. Wer kauft also den ROG Swift PG278Q? Betuchte Spieler, die kompetitiv Shooter oder andere schnelle Titel zocken - aber nur solange die "Gameplus"-Funktionen von der Community nicht als Cheat eingestuft werden.

Asus ROG Swift PG278Q: Testtabelle

Produktname ROG Swift PG278Q
Hersteller Asus
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. €800,-/mangelhaft
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/1052247
Ausstattung (20 %) 2,07
Diagonale/Anschlüsse 68,6 cm (27 Zoll)/DP
Max. Auflösung/Pixelabstand 2.560 x 1.440/0,233 mm
Panel/Hintergrundbeleuchtung TN (Twisted Nematic)/LED
Reaktionszeit (Hersteller)/Netzteil 1 ms/extern
Gewicht/Maße -
Drehbar/neigbar/höhenverst. 120 Grad/25 Grad/120 mm
TCO/Garantie -/3 Jahre
Sonstiges 144 Hz, G-Sync, USB 3.0 Hub
Eigenschaften (20 %) 2,58
Betrachtungswinkel horizontal/vertikal 170/160 Grad
Downsampling (50 %/100 %) -/-
Kontrastverhältnis (statisch) 700:1
Leistungsaufnahme**/Stand-by 49,9/1,1 Watt
Leistung (60 %) 1,49
Reaktionszeit/Schlieren-/Korona-Bildung 5 ms/keine/keine
Subjektiv spieletauglich/Inputlag Ja/5
Regelbereich Helligkeit (0, 50, 100 %) 67, 204, 350 cd/m²
Interpolation* Vollbild, 16:10, 4:3/gut
Helligkeitsverteilung (Abweichungen) Max. 12%
Grobkörniges Bild (Kristalleffekt) Klares Bild (geringer Kristalleffekt)
Farbbrillanz/Farbechtheit Gut
Endnote 1,82
Fazit +WQHD-Auflösung
  +G-Sync
  -Sehr hoher Preis

Asus ROG Swift PG278Q: Testmethoden

Seit Ausgabe 12/2012 testen wir auch die Reaktionszeit per Small Monitor Test Tool 2.5.1. Den Wert aus dem alten Farbkombinationstest geben wir vorläufig in der Testtabelle in Klammern weiterhin an. Die Werte der Schaltgeschwindigkeit nach der neuen Methode liegen deutlich näher an den Werten der Hersteller, sodass auch unregelmäßige PCGH-Leser nicht von den großen Differenzen zwischen Herstellerangaben und unseren Messwerten verunsichert werden. So sind LCDs mit einer gemessenen Reaktionszeit von weniger als 5 Millisekunden voll spieletauglich. Eine eventuelle Korona-Bildung durch den Einsatz von Bildverbesserungstechniken (Overdrive) geht weiterhin in die Leistungsnote ein. Ein wichtiges Leistungsmerkmal für Spieler ist neben der Reaktionszeit der Inputlag (Signallaufzeit): Die meisten Spieler stört eine Signallaufzeit von 2 Fps nicht, das entspricht bei einem 60-Hertz-LCD etwa 30 Millisekunden. Viele Profispieler nehmen solche Verzögerungen durch den Inputlag allerdings wahr. Daher sollte die Signallaufzeit im optimalen Fall unter 10 Millisekunden liegen.

Mithilfe der Software Icolor messen wir die Farbtreue der Bildschirme. Das Programm gibt uns eine Kennlinie aus, die zeigt, wie gut das LC-Display die geforderten Farben wiedergibt. Die Tests werden auch weiterhin durch eine subjektive Einschätzung der Spieletauglichkeit ergänzt. Die Leuchtdichte der Monitore messen wir bei den Einstellungen 0, 50 und 100 Prozent Helligkeit des jeweiligen Bildschirms. Zur Helligkeitsverteilung: Wir geben die maximale Abweichung vom Mittelpunkt des Monitors an. Dazu nehmen wir neun Messungen auf dem Bildschirm vor. Die Angaben im Bereich "Eigenschaften" - Betrachtungswinkel und Kontrastverhältnis (nur statisch) - werden ebenfalls im Testlabor ermittelt.

Bildergalerie

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    • Kommentare (1276)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kirby01978 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von JoM79
        Wenn du den schlechteren Monitor willst, nimm den Asus.
        Aber wo ist der Asus billiger, den Q gibt es fast nirgends mehr und der QR kostet 140€ mehr als der Dell.
        Ach verdammt , hatte die Buchstaben verwechselt
        Ja , ich meinte den MG278Q .. aber da hast Du mir in einem anderen Thread ja schon geantwortet seh ich gerade .. Danke

        @Kyus wie ich gelesen habe haben doch beide das matt-glossey coating. Kann natürlich auch dort Unterschiede geben. Kenne mich da nicht so aus ^^
      • Von Kirby01978 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von JoM79
        Wenn du den schlechteren Monitor willst, nimm den Asus.
        Aber wo ist der Asus billiger, den Q gibt es fast nirgends mehr und der QR kostet 140€ mehr als der Dell.
        Ach verdammt , hatte die Buchstaben verwechselt
        Ja , ich meinte den MG278Q .. aber da hast Du mir in einem anderen Thread ja schon geantwortet seh ich gerade .. Danke

        @Kyus wie ich gelesen habe haben doch beide das matt-glossey coating. Kann natürlich auch dort Unterschiede geben. Kenne mich da nicht so aus ^^
      • Von Kyus Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Er meint wohl das Freesync-Pendant. Trotzdem sollte man den Dell voziehen, allein schon wegen dem besseren Coating.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn du den schlechteren Monitor willst, nimm den Asus.
        Aber wo ist der Asus billiger, den Q gibt es fast nirgends mehr und der QR kostet 140€ mehr als der Dell.
      • Von Kirby01978 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Der Monitor ist ja nun schon ein wenig "älter".
        Ich suche nun seit 2 -3 Wochen echt verzweifelt nach einem WQHD / 144Hz / Freesync / flimmerfrei.
        Ich denke ich werde mir den Asus mal anschauen ..
        Der Dell S2719DGF wird ja auch oft genannt in dem Preissegment aber der kostet nochmal 50€ mehr.
        Eigentlich war mein Budget 350€ aber da merke ich schon daß es zu niedrig ist für das Gewünschte.
      • Von zotac2012 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Blackvoodoo
        Gibt zum Glück nicht nur schlechte Geräte. Mein Ex dürfte vermutlich aber auch immer noch laufen. Wurde hier im Forum verkauft.
        Mein aktueller, PG27UQ, war auch ein fehlerfreies Gerät. Da hatte ich schon mehr Zweifel als ich den bestellt habe, man hat ja wenig positives da gelesen. Aber es ist wie immer, am lautesten schreien tun die mit schlechten Geräten (zu Recht), die die gute Geräte haben melden sich ja fast nie.
        Ja, da ist wohl was wahres dran! Das einzige Manko an meinem Monitor ist, das ich im OSD Menu keinen Gamma Wert habe, somit ist man halt immer auf das Nvidia Control Panel angewiesen. Finde es schade, das es scheinbar bei diesem Monitor mit diesem doch recht hohen Preis, nicht möglich ist, das per Software-Update nachzureichen!
      Direkt zum Diskussionsende
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