Steam In-Home-Streaming: Welche Hardware-Anforderungen? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PC-Games-Hardware-Leser Rico hat in der PCGH-Ausgabe 08/2014 einen Artikel gelesen, der sich unter anderem mit einer Streaming-Funktion von Steam beschäftigt und hat dazu noch ein paar Fragen.
Der Leserbrief von Rico:
"Mit großem Interesse hab ich den Steam-In-Home-Streaming-Artikel in der aktuellen PCGH-Ausgabe gelesen. Nun hätte ich noch ein paar Fragen zur Thematik:
Habt ihr die Software auf unterschiedlichen Systemen getestet? Im Artikel wird einmal ein Ultrabook auf Ivy-Bridge-Basis genannt, zugleich weist ihr darauf hin, dass es bei zu schwachen Systemen zu Rucklern kommen kann. Meint ihr damit den Host und/oder den Client? Ich habe bei dem Client-System da an etwas wie AM1 oder Celeron J1900 gedacht. Oder sollte es doch schon mindestens ein Sockel 1150 mit einem Zweikerner sein?
Funktioniert das Streamen eigentlich nur von Steam-Titeln, oder auch bei Steam-fremden Spielen, die einfach nur in die Bibliothek übernommen wurden?"
Die Antwort von Tom Loske (Fachbereich Mainboards):
"Zu Ihren Fragen: Zunächst mal muss der Host natürlich möglichst stark sein was die Rechenleistung betrifft. Beim Client ist nicht gar so viel Performance nötig. Letztlich genügt es, wenn der empfangene Rechner in der Lage ist, HD-Video-Material ruckelfrei zu dekodieren und darzustellen. Dedizierte Grafik muss nicht sein, ein Zweikerner ist aber ganz klar von Vorteil.
Ein Beispiel: Ich streame bei mir zuhause auf ein Macbook Pro von 2009. Das hat einen Core 2 Duo mit 2,4 Ghz eine Geforce 9400M, die sich 256 MiByte Videospeicher vom 8 GiByte großen Arbeitsspeicher abzwackt. Das reicht um Grid: Autosport auf dem Fernseher in Full HD flüssig darzustellen. Auch Bioshock: Infinite macht keine Probleme. Beim neuen Wolfenstein muss ich aber auf 720p ausweichen. Kurzum: Manchmal hängt es auch vom Titel ab.
Das Streamen funktioniert grundsätzlich übrigens auch mit Steam fremden Titeln, allerdings nicht mit jedem: Battlefield 4 beispielsweise verweigert den Dienst. Star Citizen auf der anderen Seite funktioniert. Manchmal muss man mit kleinen Bugs rechnen, etwa das im Spielemenü noch am Host bedient werden muss und erst im eigentlichen Spiel die Eingaben am Client übernommen werden. Da lässt sich aber leider keine allgemeingültige Aussage treffen, hier hilft nur ausprobieren.
Was ich amüsant fand: Das Spiel nimmt eigentlich immer beide Eingaben entgegen, d.h. wenn ich am Macbook zocke und meine Freundin am Desktop-PC rumhantiert "verwirrt" dies das Spiel und die Steuerung wird leicht erratisch. ;)"
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.
