Embedded Displayport 1.4a: 8K mit 60 Hertz, Freesync für Mobilgeräte
Das VESA-Konsortium hat den Embedded-Displayport-Standard (eDP) 1.4a spezifiziert, mit dem die Bandbreite erhöht und der Energiebedarf verringert wird. Selbst 8K-Auflösungen von 7.680 × 4.320 Bildpunkten können so mit 60 Hertz dargestellt werden. Die offizielle (optionale) Unterstützung für Adaptive-Sync und somit Freesync dürfte eher marketingtechnisch relevant sein.
Nachdem die VESA zuletzt den "normalen" Displayport auf Version 1.3 aktualisiert hat, bekommt nun der embedded-Ableger ein Update auf 1.4a spendiert. Der eDP kommt vorwiegend in Mobilgeräten zum Einsatz, wo keine Steckverbindungen zwischen Grafikchip und Display genutzt werden. Im Desktop-Bereich kommen, wenn überhaupt, All-in-One-Systeme mit der Schnittstelle daher. Mit der Version 1.4a sollen vor allem zwei Interessensgebiete bedient werden: Höhere Auflösungen beziehungsweise Bildwiederholraten und ein niedriger Energiebedarf.
Wie auch der DP 1.3 kann der eDP 1.4a Daten mit 8,1 Gigabit pro Sekunde über vier Lanes schicken, was in einer theoretischen Bandbreite von 32,4 Gbit/s resultiert. Während DP 1.3 aber "nur" 5K in 60 Hertz darstellen kann, sind es bei eDP 1.4a 8K. Grund dafür ist eine überarbeitete "Display Stream Compression", kurz DSC 1.1, mit welcher der Datenaufwand um 25 Prozent reduziert wird.
Quelle: VESA
Embedded Displayport 1.4a: Aufgliederung eines Displays in zwei oder vier Teile
Über die genannten vier Lanes kann ein Display in zwei oder vier Segmente unterteilt und dann intern über MST, also eine Daisy-Chain, angesteuert werden. Jedes dieser Segmente beherrscht einen eigenen Panel Self Refresh, das heißt, bei einer Bildänderung wird ausschließlich der entsprechende Teilframe des Displays aktualisiert. Bleibt das Bild auf einem Segment statisch, wird der letzte Frame aus einem Display-Speicher bezogen. Gegenüber dem PSR im eDP 1.4, bei dem das komplette Bild aktualisiert werden musste, sollen sich so weitere Energieersparnisse ergeben.
Zu guter Letzt soll eDP 1.4a Adaptive-Sync unterstützen, den AMD für Freesync nutzt. Das dürfte allerdings vorwiegend marketingtechnisch relevant sein. Wir erinnern uns: Adaptive-Sync stammt ursprünglich aus dem Mobile-Bereich, wo die VBLANK-Intervalle unter anderem auch von früheren eDP-Standards genutzt wurden, um Energie zu sparen. Wenn überhaupt, sollte es mit der optionalen Unterstützung für eDP 1.4a also nur minimale Anpassungen gegeben haben. Freesync auf Notebooks sollte grundsätzlich schon genutzt werden können, wenn denn Modelle mit GPUs ab GCN 1.1 und eDP verfügbar wären. Erste Endgeräte, die embedded Displayport 1.4a verwendet, erwartet die VESA indes im kommenden Jahr.
Quelle: tomshardware.com

Adaptive Sync ist bei Mobilgeräten je nach Displaytyp wie seit jeher aus Energiespargründen sinnvoll.