Alarmstufe Rot auf dem PC-Markt: Ehemalige Wachstumsbranche vor dem Umbruch
Die Überschrift mag drastisch klingen, aber für einen Markt, der jahrzehntelang nur zweistellige Wachstumsraten kannte, ist das vorläufige Ergebnis für 2013 eine mittelschwere Katastrophe. Der PC-Markt geht um über 10 Prozent zurück und es hätte sogar noch schlimmer kommen können. Auch für 2014 ist die Prognose sehr überschaubar.
Das Jahr 2013 ist für den PC-Markt eine mittelschwere Katastrophe, die sich bereits in den Quartalszahlen angedeutet hatte. Die International Data Corporation (IDC) hat nun die Hochrechnung für das Jahr 2013 herausgegeben, das noch rund vier Wochen läuft. Die Zahlen wirken prozentual klein, sind aber drastisch für einen Markt, der jahrzehntelang nur Aufwärtstrends kannte. Für 2013 wird ein Rückgang von 10,1 Prozent zum Vorjahr prognostiziert und dieser Wert dürfte wohl zutreffen, wenn das Weihnachgeschäft kein Wunder mehr bringt. In Stückzahlen bedeutet das einen Rückgang von 349,4 Millionen Computern auf 314,2 Millionen Computer. Zuletzt hatte man den Rückgang noch auf 9,7 Prozent kalkuliert. Für 2014 ist übrigens keine Besserung in Sicht. Man rechnet mit einem Rückgang von erstaunlich geringen 3,8 Prozent. Ob sich dieser Wert bewahrheitet, muss abgewartet werden. Schon 2013 wurden die Zahlen mehrfach korrigiert.
Immerhin soll sich der PC-Markt bei rund 300 Millionen verkauften Geräten jährlich stabilisieren. Das dürfte vor allem die Komplettsystemanbieter freuen, die unter den Rückgängen enorm leiden. Die Gründe sind vielfältiger Natur. Der wichtigste Punkt ist wohl eine Marktsättigung auch in der Form, dass die Geschwindigkeitsinnovationen nicht mehr so drastisch ausfallen wie noch vor einigen Jahren. Insbesondere bei den Prozessoren hat die Entwicklung deutlich an Tempo verloren. Heute lässt sich auf einem drei Jahre alten Prozessor noch ohne große Einschränkungen spielen – von weniger anspruchsvollen Anwendungen ganz zu schweigen. Zudem kommt deutlicher Druck aus dem Mobilbereich, vor allem von Tablets. Statt sich einen neuen Rechner zu kaufen, greifen viele lieber zum Mobilgerät und verwenden den vorhandenen Desktoprechner weiter. Auch die Analysten sehen das so. Wer nicht gerade einen steinalten Rechner zuhause stehen hat, bekommt derzeit nur wenig Gründe zum Aufrüsten geboten. Spieler greifen in erster Linie zu einer schnelleren Grafikkarte. Das reicht in der Regel, um wieder vorne mitzumischen. Aufgrund des Konsolenmarktes besteht aber auch hier starke Konkurrenz. Kurzum: Die Lebenszyklen für klassische Computer wachsen und das verhindert letztlich Wachstum.
Der Rückgang wäre laut Analysten sogar noch drastischer ausgefallen, wenn Unternehmen nicht von Windows XP auf ein neueres Betriebssystem hätten umrüsten müssen, weil der Support ausläuft. Diesen marktbelebenden Umstand wird es so schnell nicht mehr geben, da selbst bei umrüstwilligen Unternehmen Windows 8 ganz locker auf dem Windows-7-Rechner läuft. In Zahlen ist der Enterprise-Markt nur um 5 Prozent zurückgegangen, während es im Consumer-Markt 15 Prozent sind. Besonders alarmierend ist zudem, dass sogar aufstrebende Märkte 2013 an Fahrt verloren haben. Man rechnet zwar mit einer Belebung ab 2015, aber Wachstumsraten in der Summe soll es nicht mehr geben. Vielmehr reiche es gerade, um die Verluste aus den Sättigungsmärkten zu kompensieren.
Das Leid des PC-Marktes teilt das marktdominierende Betriebssystem Windows übrigens nicht. Hier machen sich die ersten Früchte des Umdenkens bemerkbar. Die Redmonder können leichte Zuwächse verzeichnen, was vor allem an der Erweiterung von Windows auf Mobilmärkte zurückzuführen ist. Microsoft wird von IDC eine positive Zukunft prognostiziert. Man darf nun gespannt auf die Zahlen der Ausrüster warten – allen voran Intel und AMD. Beide haben den Trend nämlich auch erkannt und bemühen sich um Alternativen. AMD ist erfolgreich ins Konsolengeschäft eingestiegen und Intel buhlt im Mobilsegment um Kunden.
| Region | Formfaktor | 2012 in Millionen | 2012 in Prozent | 2013* in Millionen | 2013* in Prozent | 2014* in Millionen | 2014* in Prozent |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neumärkte | Desktop | 94,8 | -3,9 | 85,3 | -10,0 | 78,2 | -1,2 |
| Neumärkte | Portable | 110,4 | 0,5 | 96,8 | -12,3 | 106,0 | 4,8 |
| Neumärkte | Summe | 205,2 | -1,6 | 182,1 | -11,3 | 184,3 | 2,2 |
| Altmärkte | Desktop | 53,5 | -4,7 | 50,3 | -6,0 | 42,7 | -3,9 |
| Altmärkte | Portable | 90,6 | -8,5 | 81,8 | -9,8 | 78,1 | -1,3 |
| Altmärkte | Summe | 144,1 | -7,2 | 132,0 | -8,4 | 120,8 | -2,2 |
| Weltweit | Desktop | 148,3 | -4,2 | 135,6 | -8,6 | 121,0 | -2,2 |
| Weltweit | Portable | 201,1 | -3,8 | 178,6 | -11,2 | 184,1 | -2,1 |
| Weltweit | Summe | 349,4 | -4,0 | 314,2 | -10,1 | 305,1 | 0,4 |
Quelle: IDC, IDC Worldwide Quarter PC Tracker, November 2013

Wenn nicht, werde ich mir günstig Ersatz beschaffen.
Es gibt vergleichbare i7 CPU´s schon für 50 Talers, hehe !!!
Sehe aktuell noch keinen Grund, neue Hardware zu kaufen.
Da ich bei diesen beiden Sockeln 1155 sowie 1150, gefühlt Abstriche machen müsste, weniger RAM Slots usw.
Und wenn Aufrüsten, sollte es schon ein 6 Kerner von Intel werden, ja ich bin ein wenig Verwöhnt vom 1366 er
Lg - pod-user
Steam feiert, trotz PS4 + Xbox One, Rekordzahlen was am PC zockende Gamer angeht und die Fertig-Büro-PCs von Dell und HP sind rückläufig weil die Mädels im Büro keine doofe Windows 8 Oberfläche wollen, was ja auch absolut nachvollziehbar sein sollte.
Die meisten Büro PCs bei den großen Firmen haben noch Windows XP. O,o
Gamer PCs sind ein extrem kleiner Teil von den verkauften PCs. Geht hier echt jeder davon aus das die Leute die sich einen PC kaufen alles Gamer sind ?
Sooo klein kann der Markt der PC Zocker nicht sein. Ansonsten hätte sich Diablo3 nicht 14 Millionen mal in einen Jahr verkauft. Oder Spiele wie WoT und LoL 60-80 Millionen Accounts. Selbst wenn nur 30% aktiv spielen, haben sich doch so viele angemeldet. Ich glaube kaum das bei den Games viele einen 2 oder 3 Account am gleichen PC haben. ( wie bei EVE wo es normal ist 2 oder 3 zu haben)
Es zocken schon viele am PC, es lohnt sich halt nur nicht sich jedes Jahr ein neues System anzuschaffen. Allerdings denke ich mal das es durch die neuen Konsolen wieder einen Aufwertstrend gibt. Zumindest ein paar Jahre lang, danach bricht es wieder ein.
Gamer PCs sind ein extrem kleiner Teil von den verkauften PCs. Geht hier echt jeder davon aus das die Leute die sich einen PC kaufen alles Gamer sind ?
Weder Firmen, Rentner, und auch Erwachsene brauchen für E-Mails und etwas Surfen keine neue Hardware. Da würde theoretisch auch ein 8 Jahre alter Dual Core Rechner noch locker ausreichen. Da ist es kein Wunder das die Verkaufszahlen runtergehen.
8 Jahre alte Dualcores kriegen mittlerweile auch so langsam Probleme, wie ich anhand des 8 jahre alten C2D meiner Mutter problemlos feststellen kann. Surfen wird langsam echt zäh und die damals üblichen RAM Austattung ist schon bei nur wenigen Tabs ziemlich am Ende weil die Webseiten deutlich komplexer sind als damals. Von GPU beschleunigten Seiten mal ganz abgesehen, das können deren Uralt Grafikchips eh nicht unterstützen. Sogar Outlook ist spürbar zäher als früher wenn ich meine Mutter mal wieder am aufregen höre, wieso die Mails mal wieder ewig brauchen zum laden.
Naja, letzte Woche hat der Bildschirm den Geist aufgegeben, vielleicht kommt ja dann endlich dort mal was neues rein
...die Fertig-Büro-PCs von Dell und HP sind rückläufig weil die Mädels im Büro keine doofe Windows 8 Oberfläche wollen, was ja auch absolut nachvollziehbar sein sollte.
Ist es defintiv!
Gamer PCs sind ein extrem kleiner Teil von den verkauften PCs. Geht hier echt jeder davon aus das die Leute die sich einen PC kaufen alles Gamer sind ?
Weder Firmen, Rentner, und auch Erwachsene brauchen für E-Mails und etwas Surfen keine neue Hardware. Da würde theoretisch auch ein 8 Jahre alter Dual Core Rechner noch locker ausreichen. Da ist es kein Wunder das die Verkaufszahlen runtergehen.