Intel NUC Skull Canyon: Mini-Rechner mit Skylake-i7 samt Iris-Pro-GPU
Intel hat seine aktuelle Next Unit of Computing, die NUC Skull Canyon, angekündigt. Verglichen mit Intels bisherigen Mini-PCs wächst der Neuling klar in die Breite, bringt dafür aber auch einen Core i7-6770HQ mit integrierter Iris-Pro-GPU (GT4e) samt 128 MiByte eDRAM unter. 650 US-Dollar als Barebone-System werden fällig.
Nachdem Intel in seine NUCs bisher maximal die U-Prozessoren mit einer TDP von maximal 28 Watt eingebaut hat, steht mit der NUC Skull Canyon (Modellnummer NUC6i7KYK) nun ein größerer Ableger mit 45-Watt-CPU an. Als Basis dient ein Core i7-6770HQ, dessen vier Kerne (plus Hyperthreading) in der Basis mit 2,6 GHz takten und per Turbo auf bis zu 3,5 GHz beschleunigt werden können.
Der Fokus liegt jedoch auf der integrierten Grafikeinheit. Im Core i7-6770HQ sitzt nämlich erstmalig eine vollaktivierte Iris Pro 580 mit 72 Execution-Units (max. 950 MHz) und 128 MiByte eDRAM als L4-Cache. Bisher hat Intel nur die kleineren Skylake-Dies mit GT2-GPUs auf den Markt gebracht - vermutlich aus Fertigungsgründen (Stichwort Yield). Die NUC Skull Canyon besitzt einen Thunderbolt-3-Anschluss als USB-Typ-C-Buchse, der über einen hauseigenen Alpine-Ridge-Controller zur Verfügung gestellt werden dürfte. Darüber lassen sich die jüngst wieder in Mode gekommenen Grafik-Docks über PCI-Express 3.0 x4 anschließen, um die Grafikleistung drastisch zu steigern. Die Auslieferung von Razers Core soll bald beginnen.
Ansonsten stehen zwei DDR4-Slots für bis zu 32 GiByte DDR4-2133-RAM zur Verfügung. Zwei M.2-Steckplätze (vermutlich M.2-2280) werden jeweils über PCIe 3.0 x4 angebunden und beherrschen das aktuelle NVMe-Protokoll. Über Intels Wireless-AC-8260-Chip wird ac-WLAN und Bluetooth 4.2 angeboten. Als Anschlüsse stehen noch HDMI 2.0, Displayport 1.2, 4 × USB 3.0, Audio und Gigabit-Ethernet zur Verfügung. Ein SD-Slot kann Karten bis 512 Gigabyte erkennen.
Die NUC Skull Canyon ist mit 216 × 23 × 116 mm (B×H×T) etwa doppelt so breit wie Intels bisherigen NUCs, dafür aber noch ein gutes Stück flacher. Die Oberseite wird standardmäßig von einem Totenkopf geziert, wie ihn Intel auf alle Gaming-Produkte setzt. Eine mattschwarze Alternative ist im Lieferumfang enthalten. Mittels 3D-Drucker lassen sich zudem eigene Abdeckungen anfertigen.
Die Auslieferung soll im Mai für empfohlene 650 US-Dollar beginnen. Hinzu kommen noch die Kosten für den Arbeits- und Massenspeicher sowie gegebenenfalls ein Betriebssystem. Intel geht von Gesamtkosten in Höhe von 1.000 US-Dollar aus, wenn man 16 GiByte RAM, eine 256 GByte große SSD und Windows 10 einsetzt.
Quelle: Intel (Pressemitteilung, Produktseite, PDF)

(den Unsinn betreibt Intel ja nicht erst seit dieser Gen!)