Zotac: Komplett-PCs in allen Größen - jetzt auch mit AMDs-Prozessoren
Zotac verpasst seinen Mikro- und Mini-PCs CPU-Updates, lässt jedoch auch erstmals einen Magnus mit Ryzen-CPU sowie eine Zbox mit Raven-Ridge-APU vom Stapel laufen. Außerdem im Angebot: externe Grafikkartengehäuse und neue PC-Cases.
Eine Hotelsuite randvoll mit Komplett-PCs - das kann nur eins bedeuten: Auch Zotac ist wieder auf der CES dabei. Senior Marketing Manager Maciej Wieczorek half uns dabei, Ordnung in die Fülle der Systeme zu bringen, die seine Firma auf die CES 2018 nach Las Vegas mitgebracht hatte - vom zigarrenkistengroßen Mikro-PC bis zum ausgewachsenen Full-Tower-Computer.
Mikro-PCs - nicht nur - für Platzsparer
Zotacs kleinste PCs bekamen ein Update verpasst: der Pico PI226 und der PI336. In beiden schlägt nun ein Intel Celeron vom Typ Gemini Lake mit 1,1 GHz - im PI226 mit zwei, im PI336 mit vier Kernen. Beide werden mit 4 GByte RAM und 32 GByte eMMC-Speicher ausgeliefert. Der PI226 ist nur per WLAN unterwegs, der große Bruder besitzt einen Gigabit-LAN-Port und gibt wie der PI226 ein HDMI-Signal aus, verfügt darüber hinaus aber noch über einen Display-Port-Anschluss. Beide sollen um die 200 US-Dollar kosten.
Der CI660 Nano ist dagegen schon beinahe ein Riese und erinnert kultig an einen Radiowecker aus den 1980ern. Im passiv gekühlten Rechner schlägt sogar ein Intel-i7-Chip der 8. Generation alias Coffee Lake. Bis zu 32 GByte RAM passen in den Nano, der obendrein wie ein "großer" PC Platz für entweder eine SSD oder eine 2,5-Zoll-Festplatte bietet. Mit zwei LAN-Ports, 802.11ac-WLAN und sechs USB-Anschlüssen muss er sich vor einem Desktop-Rechner nicht verstecken - bis auf die fehlende dedizierte Grafikkarte.
Mini-PCs für Intel-CPUs ...
Auch Zotacs Mini-PC-Bestseller Magnus bekommt ein Update: Kam das bisherige Spitzenmodell Magnus EN1080K noch mit einer i7-7700-CPU aus der Kaby-Lake-Generation nebst einer GeForce GTX 1080, steckt im neuesten Magnus nun ein i7-8700-Chip, dessen sechs Kerne mit bis zu 4,6 GHz getaktet sind.
Ansonsten gleichen die technischen Details denen des Vorgängers. Allerdings ist die Grafikkarte des neuen Magnus nicht mehr als MXM-Modul ausgeführt, sondern ist eine reguläre Mini-Variante Marke Zotac. Damit bleibt allerdings kein Platz mehr für die bisherige Wasserkühlung - der Mini-PC setzt diesmal auf Luftkühlung und benötigt nun nur noch ein statt bisher zwei externe Netzteile.
Profis will Zotac hingegen mit den Modellen P1000, P3000 und P5000 ansprechen. In diesen Mini-Systemen steckt neben einer Kaby-Lake-CPU eine Nvidia-Quadro-GPU vom Typ - raten Sie mal - P1000, P3000 und P5000.
... und AMD-Prozessoren
Auf der CES präsentierte Zotac erstmals einen mit einer AMD-CPU bestückten Magnus: den ER51070. Unter der Haube wirkt ein Ryzen-5-1400-Vierkerner mit bis zu 3,4 GHz CPU-Takt im Verbund mit einer GeForce GTX 1070 Mini. Die zwei Speicherbänke, vier M.2-Slots und einen SATA-SSD-Slot müssen Sie wie gewohnt selbst bestücken.
Und dann war da noch die Zbox MA551: Sie kommt ohne dedizierte Grafikkarte aus, denn die Zotac-Designer verpassten ihr eine Raven-Ridge-APU vom Typ Ryzen 3 2200G beziehungsweise Ryzen 5 2400G. Die möchten maximal 65 Watt haben, weshalb die Kühlung des Systems per Luft geschieht. Bis 32 GByte RAM und ein 2,5-Zoll-Massenspeicher finden im Gehäuse Platz, das sechs USB-3.0-Ports, 802.11ac-WLAN, Bluetooth 4.2 und einen Gigabit-LAN-Anschluss sowie einen Display-Port-1.2- und zwei HDMI-2.0-Stecker besitzt.
Externe Grafikkartengehäuse für Aufrüster
Auf den letzten CES-Ausgaben waren externe Grafikkartengehäuse noch der Renner. In diesem Jahr ist die Erregung etwas abgeklungen. Dennoch zeigte Zotac auch hier gleich zwei neue Varianten. Eher an professionelle Kunden, die neidisch auf die schicke Mac-Welt schielen, richtet sich das Gehäuse mit dem zweckmäßigen Namen External Thunderbolt 3. Darin steckt ein Alpine-Ridge-Controller von Intel, der den Datenfluss per Thunderbolt-3-Schnittstelle regelt. Zwei USB-3.0-Anschlüsse und natürlich ein PCIe-Slot nebst 550-Watt-Netzteil bietet das Gehäuse, das einer bis zu 30,988 Zentimeter lange Grafikkarte mit einem Energiebedarf von 300 Watt ein Zuhause bietet.
Die AMP Box Mini ist die etwas kleinere Schwester des External Thunderbolt 3. Hier hinein passen bis zu 19,812 Zentimeter lange Grafikkarten, die maximal 150 Watt aus dem 180-Watt-Netzteil geliefert bekommen. Alternativ landet eine externe SSD im Gehäuse, das mit vier USB-3.0-Anschlüssen und natürlich einem Thunderbolt-3-Port ausgeliefert wird. Gleich nebenan stand übrigens ein AMP Extreme Gaming System, mit dem Zotac eine App für Mobilgeräte demonstrierte, mit der sich Spannung, Frequenzen und natürlich die RGB-Beleuchtung des Systems regeln lassen.
Bildergalerie
Komplett-PCs für jeden Geschmack
Maciej Wieczorek ließ es sich nicht nehmen, noch einmal auf den VR Go hinzuweisen - Zotacs Rucksack-PC für Virtual-Reality-Fans ist seit Anfang 2017 am Start und kostet satte 2000 US-Dollar. Etwas erschwinglicher ist das neue Komplettsystem Mek1 Gaming, das für 1200 bis 1400 US-Dollar den Besitzer wechselt.
Für diesen Betrag gibt es eine i7-7700-CPU, eine GeForce GTX 1070 Ti, 16 GByte DDR4-RAM, eine 240-GByte-NVME-M.2-SSD, eine 1-TByte-Festplatte sowie ein 450-Watt-SFX-Netzteil mit 80-Plus-Bronze-Zertifizierung. Außerdem mit dabei, weil nicht ganz unwichtig: eine Mek1-Maus nebst Mauspad und eine Mek1-Tastatur. All das lässt sich auf Wunsch mit Kirmesbeleuchtung erhellen.
Ein weiterer, etwas mysteriöser All-in-One-PC fiel uns auch noch auf: Der an einen etwas dicken iMac mit gekrümmtem Display erinnernde Rechner besitzt ein 38-Zoll-Display von LG mit einer Auflösung von 3840 mal 1600 Bildpunkten. Auf der Rückseite erspähten wir zwei USB-A- und zwei USB-C-Anschlüsse sowie einen Display-Port-, einen Headset-, einen LAN- und einen Stromanschluss. Mal sehen, was noch aus diesem Gehäuse wird. Apropos Gehäuse: Zotac ließ es sich nicht nehmen, eine wirklich schicke Destiny-2-Case-Mod auszustellen - die ist leider nicht käuflich erhältlich.
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Also vom Messebesucher selbst erstellt.
Da kann Zotac nicht viel für
Gebt dem armen Mann doch ne DSLR mit.
Bin voll bei dir. Bin irgendwie mehr von Zotac gewohnt.
Die Fotos sind etwas ... traurig