Surfen am Arbeitsplatz ist nicht zwingend ein Kündigungsgrund

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Surfen am Arbeitsplatz ist nicht zwingend ein Kündigungsgrund

Florian Schmidt
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19.04.2010 17:24 Uhr
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Neu
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Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschied in einem aktuellen Urteil, dass die private Nutzung des Internets kein automatischer Kündigungsgrund ist.

Surfen am Arbeitsplatz ist nicht zwingend ein Kündigungsgrund Surfen am Arbeitsplatz ist nicht zwingend ein Kündigungsgrund [Quelle: PC Games Hardware] Der angeklagten Person wurde vorgeworfen, während der Arbeitszeit im Internet privat gesurft zu haben. Das Gericht entschied, dass der Arbeitgeber dem Angestellten die nicht-Erledigung der ihm aufgetragenen Aufgaben nachweisen muss. Selbst wenn der Arbeitnehmer eine schriftliche Erklärung unterschrieben hat, die den Gebrauch des Internets nur für dienstliche Zwecke erlaubt, besteht kein Grund für eine sofortige Kündigung. Der Arbeitgeber hat im vorliegenden Fall keine Nachweise vorgelegt, die den Angeklagten belasten könnten. Laut dem Urteil besuchte die angeklagte Person Homepages von Banken, um den aktuellen Kontostand zu überprüfen. Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz hielt in dem Fall eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses für sozial unangemessen.

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Komplett-PC-Aufrüster(in)
20.04.2010 12:02 Uhr
Zitat: (Original von Carver;1740550)
Ja, die Umstände unter denen teils heutzutage gearbeitet wird, gehören ganz klar verbessert. Ich arbeite in der Krankenpflege und weiß, wovon ich rede. Trotzdem würde ich nicht generell sagen daß es besser wäre, gar nix mehr zu arbeiten. Bessere Arbeitsbedingungen mit weniger Druck, Anpassungszwängen und mehr Selbstentfaltungsmöglichkeiten müßten geschaffen werden.

Aber ich glaube davon träumen wir in 100 Jahren noch...


Wir sollten den Zustand der Lohnarbeit an sich in Frage stellen. Du bekommst nämlich nie den korrekten Gegenwert deiner Arbeit.
Software-Overclocker(in)
20.04.2010 10:57 Uhr
Hallo Chef!
Komplett-PC-Käufer(in)
20.04.2010 10:00 Uhr
Zitat: (Original von riedochs;1741945)
Es gibt genug Firmen die die Internetnutzung für private Zwecke am Arbeitsplatz verbieten oder nur in der Pause gestatten und das auch zurecht kontrollieren. Wer es tut: Abmahnung -> Kündigung.

Schließlich ist man zum arbeiten da und wenn der Arbeitgeber das eben nicht will muss man das akzeptieren oder sich einen anderen Job suchen.


JAAAAAAAA GENAU. Geh mal krank in die Arbeit...mal sehen ob dir einer DANKE für deine Mühe etc. sagt. Viele Arbeitgeber sind heutzutage wie Sklaventreiber siehe Unternehmen wo nur Zeitarbeiter eingestellt werden!!!!
Man sollte nicht immer alles so eng sehen. Den die Arbeitgeber sind auch keine ENGEL!!!!

Wenn eine Person permanent im internet surft ohne seine Arbeit zu erledigen dannnn jaaaaa. Aber nicht wegen 2 Minuten *lächerlich*
Freizeitschrauber(in)
20.04.2010 08:58 Uhr
Zitat: (Original von doghma;1741693)
Blödsinn? Ich habe nicht die 'menschliche' Seite gemeint. Das ist was anderes. Ist bin kein AG. Und sollte ich jemals einer sein, ich würde Produktivität in den Vordergrund stellen. Freude am Arbeitslplatz und ein gutes Umfeld.

Es geht mir hier nur um die rechtliche Seite. Und wie weiter vorn schon erwähnt, wenn ich als AN etwas unterschreibe, halt ich mich daran. Ob ich in einem solchen disziplinären Umfeld arbeiten möchte, anderes Blatt.

Ok das kam dann falsch rüber. Sogesehen muss ich dir schon Recht geben - ansonsten hätte ich mich auch gleich weigern können das zu unterschreiben.

Dennoch muss man hier ja sehen, dass keine Gleichbehandlung vorliegt. Ein AN, der ab und zu Raucherpause macht arbeitet in dieser bezahlten Zeit auch nicht außer an seinem Lungenkrebs ^^), dennoch würde wohl kein AG eine Erklärung unterschreiben lassen, dass während der Arbeitszeit das Rauchen nicht gestattet ist.

Ohnehin hat sich das bald erledigt: In ein paar Jahren geht man dann halt mit dem Smartphone aufs Klo und surft vom Topf aus. *gg*
Freizeitschrauber(in)
20.04.2010 08:35 Uhr
Ich denke auch, dass hier nur ein Grund gesucht wurde, einen unliebsamen AN loszuwerden.
Was bei solchen Entscheidungen aber MMn die größere Rolle spielen sollte ist an erster Stelle:
Hat der AN seine Arbeit dadurch vernachlässigt?
Damit einher gehend zweitens:
Hat er es in noch "zeitlich vertretbarem Rahmen" belassen?
Und drittens:
Sind die besuchten Seiten "ok", d.h. keine Sex,Warez,etc Seiten besucht?
Beispiel:
Wenn ich morgens und nachmittags jeweils für 5-10 min bei gmx meine beiden eMail-Konten checke, ob da was wichtiges(!) bei ist, und ich meine Arbeit dadurch nicht vernachlässige wird kein "normaler" Chef was sagen, im Gegenteil, ein zufriedener Mitarbeiter ist produktiver und "schafft mehr" als ein gegängelter und über die Maßen Kontrollierter!
greezt

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