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      • Von bombinho Kabelverknoter(in)
        Ich muss Dir auch dieses Mal recht geben, ich kann es nicht auf sich beruhen lassen. Aus einen GAAP-Net Income in Q1/2015 von -65Mio.$ wurden immerhin recht kreative 1,388 Mrd.$ EDITBA! Weisst Du, wie man das Net Income berechnet? Sehr simple Rechnung: Einnahmen - Ausgaben.

        Eine Moeglichkeit diese Differenz zu erreichen sind sehr hohe Ausschuettungen, denn diese fliessen in EDITBA mit ein aber dazu muss Kapital erst fluessig gemacht werden, denn wenn ich 65 Mio weniger eingenommen habe als ich ausgegeben habe, faellt es schwer auf Cash zurueckzugreifen.

        Aber vielleicht hat die T-Mobile R&D Abteilung Patente fuer ueber 1Mrd.$ entwickelt? Und wie wurde deren virtueller Wert dann ermittelt? Denn genutzte Patente wuerden sich im Net Income widerspiegeln.

        Kreativ? Gesund? oder gesunde Kreativitaet?

        1,388 Mrd.$ EDITBA heisst in den USA 35% Income Tax, also wurden zu den 65Mio. Verlust nochmal 486 Mio. Einkommenssteuer faellig. Die restlichen Steuern/Gebuehren noch nicht inkludiert. Aber die zaehlen gluecklicherweise im naechsten Quartal steuersenkend.

        Ich muss mich korrigieren, der folgende Text ist falsch:
        Und es gibt da noch ein kleines Problem, als Assets werden von der T-Mobile USA nach dem Zusammenschluss etwas ueber 1Mrd. Dollar angegeben. Wenn aber die Telekom Finanzen ausgegliedert hat dann muessten das umgerechnet 12,2 Mrd.$ sein. in der 1 Mrd. sind aber die Anteile von MetroPCS Communications enthalten.

        Ich muss zugeben es wuerde mich sehr reizen, bei jemandem in die Lehre zu gehen, der es schafft 10 Mrd.€ legal auf eine Firma abzuschreiben, die nominell deutlich unter 1Mrd.€ liegt.

        Richtig ist: dass der Assetwert (current assets) zur Zusammenschlusszeit tatsaechlich bei 12,228 Mrd.$ lag , plus die 3,1Mrd.$ von MetroPCS ist dort exzessiv aber im ueblichen Rahmen abgeschrieben worden.

        Offensichtlich werden die Tabellen von Hand erstellt, Q4 2013 gibt verwechselte Werte im Asset Sheet. (Ausser alle anderen Jahre sind falsch?)

        Allerdings wuerde sich im angelsaechsischen Raum der Kapitalwert einer Firma nicht veraendern, denn sowohl Eigentum als auch Aktien zaehlen als Assets. Sprich, wenn ich eine Tochterfirma gruende und ihr Teile meiner Firma ueberantworte, dann reduziert sich mein Kapitalwert erst einmal gar nicht, denn es aendert sich nur das Konto auf dem der Wert liegt. Selbst ein Verkauf aendert erstmal nichts, weil auch dort wieder nur das Konto gewechselt wird. Wie das in der deutschen Buchhaltung gehandhabt wird, lasse ich mir gerne erklaeren. Ich kann mir nicht erklaeren, wie das Geld von der Telekom verschwinden konnte.

        Auffaellig ist, dass ich nirgendwo ein 12/11 GAAP Statement finden kann und das bei ansonsten recht konstanten Geschaeftswerten ein Posten von 12 Mrd.$ Goodwill zwischen 2010 und 2012 auf 0$ umgewertet wurde.
        Und die Buchfuehrungsmethode wurde etwas umgestellt.
        Irgendwie ironisch, seit quasi die Marke T-Mobile einen schlechten Ruf hat (0$ Goodwill) , rennen ihr offensichtlich die Kunden die Bude ein und das Geschaeft waechst.
      • Von Cook2211 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bombinho
        EDITBA ist eben nicht der Gewinn vor Steuern. Selbst in der deutschen Uebersetzung ist das ersichtlich.
        Dann präziser für dich: Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen.

        Zitat
        Also ich habe in den letzten Jahren staendig Meldungen gelesen, dass die Telekom ihre Ausschuettungen erhoeht. Du sagst mir, dass sich das kein Aktionaer gefallen laesst? Oha
        Das verstehst du aus meiner Aussage? Seehr witzig....
        Der Dreh- und Angelpunkt meiner Argumentation ist, dass Geld nicht einfach verschwindet. Denn eine Aktiengesellschaft muss penibel genau belegen, wo welche Gelder hingeflossen sind. Deswegen ist es nicht möglich, dass Geld einfach mal so aus der Bilanz verschwindet.
        Und da die Telekom 2012 einen massiven Verlust wegen T-Mobile USA hinnehmen musste, ist wohl vollkommen klar, warum das Eigenkapital gerade in diesem Jahr so massiv gesunken ist. Denn Eigenkapital sinkt durch Verluste. Die Telekom hat dieses Geld also nicht ausgeschüttet oder sonst was. Sie haben es in einem schwachen Geschäftsjahr schlichtweg verloren.

        Und jetzt mal ganz ehrlich:
        Du scheinst zu den Usern zu gehören, die nicht mal einfach sagen können: "Ja, okay, hast recht. Lass uns das Thema einfach beenden."
        Nein, du musst hier weiter so tun, als wärest du der große Finanz-Zampano, der anderen die Finanzen der Telekom erklären kann. Dass du das jedoch eben nicht kannst, hast du hier unter Beweis gestellt.

        Also werde ich an dieser Stelle diese Diskussion beenden. Wir haben jetzt mehr als genug über die Finanzen der Telekom geredet, und damit muss es dann auch mal gut sein.
        Von meiner Seite aus: Over and out!
      • Von bombinho Kabelverknoter(in)
        Zitat von Cook2211
        Nein. Die EDITBA, oder anders gesagt der Gewinn vor Steuern, IST die Kennzahl für die Rentabilität.
        EDITBA ist eben nicht der Gewinn vor Steuern. Selbst in der deutschen Uebersetzung ist das ersichtlich.
        Einwurf: Gewinn vor Steuern nennt sich "Net Profit".
        Zitat von Cook2211
        Verschwunden sind sie ganz sicher nicht. Das wäre Betrug. Und kein Aktionär würde sich diesen Betrug gefallen lassen.
        Also ich habe in den letzten Jahren staendig Meldungen gelesen, dass die Telekom ihre Ausschuettungen erhoeht. Du sagst mir, dass sich das kein Aktionaer gefallen laesst? Oha

        Anhang: Man koennte EDITBA als "zu versteuerndes Einkommen" bezeichnen aber die Steuersysteme sind doch recht unterschiedlich.
      • Von Cook2211 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bombinho
        Also die fehlende Angabe von net income deutet ganz klar auch da auf eine fehlende Rentabilitaet, sonst wuerde damit ganz gross herumgewunken werden.
        Nein. Die EDITBA, oder anders gesagt der Gewinn vor Steuern, IST die Kennzahl für die Rentabilität. Wenn T-Mobile USA also ein positives Ergebnis vor Steuern aufweisen kann, dann gilt T-Mobile USA als rentabel. Und da T-Mobile USA darüber hinaus auch einen positiven Einfluss auf den Gewinn des Gesamtkonzerns nach Steuern hat, ist diese Konzerntochter natürlich erst recht rentabel.

        Zitat
        Und ja, Bilanzen sind nicht so mein Ding aber ich halte immerhin einige Zertifikate fuer Buchhaltung im angelsaechsischen Raum. Demzufolge habe ich zumindest ein Basisverstaendnis und muss mich nicht auf Uebersetzungen verlassen.
        Ganz ehrlich: Bisher habe ich in deinen Ausführungen zu den Finanzen der Telekom nicht so viel Basisverständnis gesehen....
        Und bevor du dich um Kopf und Kragen redest, solltest du dieses Thema wirklich besser auf sich beruhen lassen.

        Zitat
        Ganz genau und doch fehlen 2012 9.398 Mrd.€, wenn die nicht verschwunden sind, wo sind sie hinverschoben worden?
        Verschwunden sind sie ganz sicher nicht. Das wäre Betrug. Und kein Aktionär würde sich diesen Betrug gefallen lassen.
      • Von bombinho Kabelverknoter(in)
        Okay, ich hatte EDITBA mit gross income gleichgesetzt. Aber es ist klar gesagt: EBITDA is essentially net income with interest, taxes, depreciation, and amortization added back to it. Also mein Fehler, Energiekosten sind enthalten.

        Aber eben eine Abwertung aufgrund des Alters und fehlender Wartung (depreciation - tangible), zu zahlende Steuern (taxes), zu zahlende Zinsen (interest) und andere Wertverluste (Amortisation -intangible) sind nicht enthalten.

        Also die fehlende Angabe von net income deutet ganz klar auch da auf eine fehlende Rentabilitaet, sonst wuerde damit ganz gross herumgewunken werden.

        Und ja, Bilanzen sind nicht so mein Ding aber ich halte immerhin einige Zertifikate fuer Buchhaltung im angelsaechsischen Raum. Demzufolge habe ich zumindest ein Basisverstaendnis und muss mich nicht auf Uebersetzungen verlassen.

        Anhang: vermutlich wird auch dieser Pool ausgequetscht werden wie es schon bei den eigenen Finanzen recht erfolgreich praktiziert wird. Damit kann man kurzzeitig Ausschuettungen generieren, welche dann der Telekom zufliessen. Und dann wird mit einem Knall abgeschrieben.

        Zitat von Cook2211
        Kapital verschwindet nicht einfach aus der Bilanz...
        Ganz genau und doch fehlen 2012 9.398 Mrd.€, wenn die nicht verschwunden sind, wo sind sie hinverschoben worden? Waeren sie in den Leitungsausbau gesteckt worden, haette sich das Kapital erhoeht, da ein Produkt hoeher bewertet ist als die reinen Erstellungskosten. Waere etwas verkauft worden, dann waere lediglich die Differenz des Buchwertes zum Verkaufswert in den Bilanzen aufgetaucht. Aber ein Viertel des Gesamtkapitals?

        Im Prinzip bedeuten grosse Spruenge in den Bilanzen fast immer, dass da jemand "kreative" Buchhaltung betreibt.
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