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Games World
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Nihiletex
        Die Privatsender werden aber nicht durch Gebühren finanziert und müssen sich darum auch nicht den Gesetzen unterwerfen die für die ÖR gelten. Im Gegenzug sind die ÖR ja auch "unabhängig" vom Geld anderer.
        Es ist für Leute die GEZahlt haben eventuell auch ärgerlich wenn für ihr Geld Millionen an Bruce Darnell, Volksmusik oder Fußballübertragungen abgegeben werden. Das ist auch keine Deckung des Grundbedarfs mehr, sondern geht wohl darüber hinaus.


        Dass der Themenschwerpunkt der ÖR mal regulierungsbedürftig ist, stimmt durchaus. Aber auch das ist nicht Ziel dieser Verordnung. Die erlaubt den ÖR weiterhin, abseits ihres Daseinzwecks, in allen Print- oder Unterhaltungsbereichen zu wildern, anstatt was sinnvolles zu machen.
        Es werden nur einfach pauschal alle Aktivitäten der ÖR erschwert.
        Vergleichbar mit "Damit weniger mit Tempo60 vor Kindergärten fahren, bekommen alle Autos eine 300kg Bleiplatte" - wirkt mildernd auf das eigentliche Problem, hemmt aber genauso alles positive und verursacht vor allen Dingen Kosten ohne Ende.
      • Von Nurgler Komplett-PC-Käufer(in)
        Die zusätzlichen journalistischen Texte der öffentlich-rechtlichen (sofern diese denn existieren) einzuschränken, halte ich ja noch für gewisser maßen sinnvoll. Aber es sollte doch möglich sein die ohnehin existierenden Bewegtbildinhalte auch über das Internet zu verbreiten. Sei es als Live-Stream oder als OnDemand-Service.
        Der Gebührenzahler hat dafür geblecht und dann muss er auch die Möglichkeit haben sich das anzusehen, was ihn interessiert.
        Denn es gibt viel Kram, den viele nicht sehen wollen. Das ist aber letztlich auch immer subjektiv. Deshalb wäre es doch optimal, wenn sich neben den Live-Formaten, Plattformen etablieren, über die man auf die Inhalte zugreifen kann, die einen interessieren.
      • Von Nihiletex Schraubenverwechsler(in)
        Zitat

        Es werden aber nicht nur zusätzliche Inhalte bei den ÖR verboten, es ist nicht mal erlaubt, den Inhalt des ohnehin für fast alle zugänglichen TV-Programms ins Internet zu übertragen.
        Das ist nichts weiter als eine Komforteinschränkung für den GEZ-Zahler (aufnehmen statt runterladen) die den ÖR Dinge verbietet, die bei jedem Privatsender Standart sind.
        Die Privatsender werden aber nicht durch Gebühren finanziert und müssen sich darum auch nicht den Gesetzen unterwerfen die für die ÖR gelten. Im Gegenzug sind die ÖR ja auch "unabhängig" vom Geld anderer.
        Es ist für Leute die GEZahlt haben eventuell auch ärgerlich wenn für ihr Geld Millionen an Bruce Darnell, Volksmusik oder Fußballübertragungen abgegeben werden. Das ist auch keine Deckung des Grundbedarfs mehr, sondern geht wohl darüber hinaus.

        Zitat von El Wahno

        Lieber Schraubenverdreher,

        nur weil es eine Vielzahl an gibt, beliben es immer noch
        Ich glaube Du hast was nicht verstanden - es geht um Qualität und echte Information und die stimmt zwar z.B. hier im technischen Fachbereich, aber im politischen ist sie Mangels Objektivität leider nicht mehr vorhanden
        Danke Mod für den guten Beitrag!
        Wie naiv doch zu glauben das tatsächliche Objektivität in den Nachrichten auch erreicht werden kann, in etwa auf der Basis wie nen kleinlichen Flame über den Postcounter anzubringen. Hier geht es nicht um den Vergleich "Tagesschau" gegen "RTL Aktuell" (oder was auch immer), sondern, wäre ein uneingeschränkter Internetauftritt zugelassen worden, die Konkurrenz zu den Onlineaktivität "seriöser" Tageszeitungen und Magazine.
        Alles direkt als schlecht und als Kern einer großen Verschwörung abzutun mag zwar leicht sein, aber das ist sicher nicht der Fall. Natürlich kann die Haltung eines Verlagshauses sich in Auswahl und Art der Artikel wiederfinden, aber es gibt immernoch Regeln an die sich Journalisten halten müssen. Es gibt nur wenige Länder in denen das strenger geregelt ist als in Deutschland (vgl. Presserecht Sorgfaltspflicht, Recht auf Gegendarstellung etc.).

        Ich habe das Thema nun schon einige Semester zwangsweise durchkauen müssen, mit der einfachen Aussage "die bösen privaten erlauben den ÖR nicht ins internet zu gehen" ist es aber einfach nicht getan. Es spielt viel mehr da rein als nur es den Leuten als es angeblich den Leuten schwer zu machen ihre Nachrichten der ARD im Internet anzusehen. Von der ganzen Diskussion (die nun nicht gerade neu ist) und den Hintergründen liest man im Artikel übrigens nichts, genausowenig wie zu dem rechtlichen Hintergrund. Soviel zur Objektivität, nicht wahr?
      • Von El Wahno Kabelverknoter(in)
        Zitat von Nihiletex
        Ich glaube du hast nicht ganz verstanden worum es bei dem Thema geht.
        Es geht nicht um irgendeine Art von Zensur, sondern lediglich darum den Rundfunkstaatsvertrag auch im Hinblick auf das immer wichtiger werdende Internet klarer zu regeln.
        Natürlich möchten die ÖR hier auch verstärkt im Netz präsent sein, um auch jüngere Leute zu erreichen, aber es geht sich eben auch um die Auswirkungen auf die restliche Presse, bzw. die Onlineangebote der normalen Printverlage.
        Die Internetauftritte werden eben auch durch die Milliarden an Gebühren finanziert, da sollte jedem klar sein das es da zu Wettbewerbsverzerrungen kommt wenn plötzlich jemand ohne Werbung und mit einem riesigem Netzwerk inklusive massig Geld das Feld beackert in das Spiegel,Süddeutsche usw. ebenfalls investieren. Die Verlage hätten schlichtweg keine Chance auf soetwas zu reagieren. Um sich in dem Bereich was zu arrangieren gibt es auch schon kooperationen zwichen den Sendern und den Verlagen (die btw. auch auf große Kritik von den Privatsendern gestoßen sind), wie zwichen der WAZ und dem WDR.
        Das ÖR soll den Grundbedarf decken und nicht das Geld für Sachen ausgeben die lediglich dem Image und der Quote dienen.Daher ist eine Beschränkung auf sendungsbezogene Themen absolut sinnvoll.

        Im übrigen würde der Computec Verlag wahrscheinlich auch protestieren wenn es über das onlineangebot vom ZDF plötzlich eine Rubrik zu Themen geben würde die im eigenen Hause erscheinen und man dann massive Besucherzahlen verliert weil sie nicht so dick Cash reinpumpen können.

        PS: Deutschland hat eine extrem vielseitige Presselandschaft, ganz besonders im Bereich der Magazine.

        Lieber Schraubenverdreher,

        nur weil es eine Vielzahl an gibt, beliben es immer noch
        Ich glaube Du hast was nicht verstanden - es geht um Qualität und echte Information und die stimmt zwar z.B. hier im technischen Fachbereich, aber im politischen ist sie Mangels Objektivität leider nicht mehr vorhanden
        Danke Mod für den guten Beitrag!
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Es werden aber nicht nur zusätzliche Inhalte bei den ÖR verboten, es ist nicht mal erlaubt, den Inhalt des ohnehin für fast alle zugänglichen TV-Programms ins Internet zu übertragen.
        Das ist nichts weiter als eine Komforteinschränkung für den GEZ-Zahler (aufnehmen statt runterladen) die den ÖR Dinge verbietet, die bei jedem Privatsender Standart sind.

        Der Teil, der in Konkurrenz mit Spiegel&Co steht, also das Eindringen der ÖR in den Printmarkt betrifft, wird dagegen nur teilweise beschnitten - denn das Begleitmaterial zu den Nachrichtensendungen nur noch eine Woche online ist, macht nun wirklich überhaupt keinen Unterschied.
        Das schmerzt bei Dokus und kritischen Reportagen, die aber ohnehin nicht in Konkurrenz zu Spiegel&Co stehen, sondern eine wertvolle Alternative zu den Sensations-Magazinen und ""Wissens""-Formaten der Privaten darstellen - die ihrerseits unbeschränkt angeboten werden.
        (okay, zugegeben: SpiegelTV ist jetzt vor Frontal21 sicher. Wär aber imho kein Verlust, wenn beide Pleite gehen)
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Neuer Rundfunkstaatsvertrag beschlossen
Die neueste Version des Rundfunkstaatsvertrags, welche die Ministerpräsidenten der Länder am 23. Oktober in Dresden beschlossen haben, soll vor allem die textbasierten Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen Sender empfindlich einschränken.
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25.10.2008
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