Nach Kino.to: Download-Portal 1load.net vom Netz genommen - Staatsanwaltschaft ermittelt

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Nach Kino.to: Download-Portal 1load.net vom Netz genommen - Staatsanwaltschaft ermittelt

Clemens Gäfgen
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26.07.2013 13:45 Uhr
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Neu
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Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) erklärte in einer Pressemitteilung, dass das Download-Portal 1load.net vom Netz genommen wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei verantwortliche Betreiber aus Leipzig und dem thüringischen Altenburg. Das erinnert an den Fall Kino.to aus dem Jahre 2011.

Download-Portal 1load.net vom Netz genommen - Staatsanwaltschaft ermittelt Download-Portal 1load.net vom Netz genommen - Staatsanwaltschaft ermittelt [Quelle: MEV] Der Fall kino.to ist nach wie vor präsent. Am 8. Juni 2011 wurde das illegale Streaming-Portal abgeschaltet. Die Betreiber wurden strafrechtlich verfolgt und verurteilt. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen hatte damals maßgeblichen Anteil an der Abschaltung. Auf Grundlage ihrer Recherchen konnte die zuständige Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber des Portals vorgehen. Die Nutzer von kino.to wurden nicht strafrechtlich verfolgt. Bis heute ist strittig, ob die vorübergehenden Vervielfältigungen auf den PCs der Nutzer rechtswidrig sind. Nunmehr gab die GVU bekannt, dass erneut ein bekanntes Streaming-Portal vom Netz genommen wurde. 1load.net wurde nach einer Durchsuchung unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgeschaltet.

Gegen die Betreiber, zwei Personen aus Leipzig bzw. dem thüringischen Altenburg, werde wegen gewerbsmäßiger Verletzung des Urheberrechts ermittelt. Zuletzt seien über das Portal über 100.000 verschiedene Filme, TV-Serien, Spiele, Ebooks, Musikdateien, Software und pornografische Filme angeboten worden. Der Domaininhaber habe seine Identität bis zuletzt mithilfe von Anonymisierungsdienstleister verschleiert. Ein Impressum war nicht vorhanden. Das Verfahren baue auf den Ermittlungserkenntnissen der GVU auf. Es bestünden Hinweise, dass die Betreiber von 1load.net auch Kontakte zu Werbedienstleistern gehabt hätten, die schon im Fall kino.to aufgetaucht wären.

Anfang 2008 startete 1load.net sein Angebot, damals noch mit 1.621 Dateien. Heute seien bereits 102.480 Titel öffentlich zugänglich. Das Prinzip von 1Load.net funktioniere so wie bei kino.to. Die Webseite selbst bietet ausschließlich Links an, die zu externen Servern führen, auf denen die Dateien gespeichert seien. Insbesondere Filehoster seien dies gewesen, namentlich Shareonline, Uploaded und Cloudzer.

Wir hatten bereits in einem früheren Artikel die Strafbarkeit der Nutzer erläutert. Angesichts des vergleichbaren Sachverhalts lassen sich diese Ausführungen auch auf den aktuellen Fall anwenden. An der Rechtslage hat sich auch nach zwei Jahren nichts geändert. Sollte den Betreibern eine rechtswidrige gewerbsmäßige Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken nachgewiesen werden, drohen diesen bis zu fünf Jahr Haft.

Beachten Sie bitte die Forenregeln, falls Sie im Kommentarthread auf die eigene Nutzung solcher Plattformen hinweisen.

Quelle: GVU

 
Freizeitschrauber(in)
26.07.2013 23:40 Uhr
Wer illegales Streaming unterbinden will, sollte vergleichbare Alternativen schaffen, mit großem Angebot und zu einem vernünftigen Preis... Lovefilm/Watchever gehen da in die richtige Richtung, bloß das Angebot ist winzig im Vergleich zu den "bösen" Streamingseiten... Bei Musik funktioniert das doch inzwischen auch, es gibt ne Menge Wege, legal Musik zu hören; Spotify etc. zeigt doch, dass es funktionieren kann, entweder kostenlos mit Werbung oder dann gegen Bezahlung ohne diese; warum ist man gezwungen, im TV durcheinander laufende Serien zu schauen (eine neue Folge, zwei alte etc.), wenn es doch auch anders gehen würde? meinetwegen kann es auch abgestufte Gebühren geben (z.B. mit Werbung 10€, ohne 15 oder so)... ich habe auch nix gegen 2 Minuten Werbung zwischendrin, man kann ja rausgehen...
Streamingseiten sind recht einfach zu bedienen, haben eine riesige Auswahl und man kann jederzeit sehen, was man will... Es gibt tausend verschiedene davon, jeweils spezialisiert auf ein Genre, manche funktionieren auch auf Tablets/Handys... Ohne richtige Alternativen wird es nun mal immer so weitergehen, eine Seite schließt, 3 neue öffnen. Kann doch nicht der richtige Weg sein...

EDIT: nach dem, was ich bei Heise in den Kommentaren gelesen habe, war 1load keine Streaming-Seite, sondern hat Links zu Filehostern bereitgestellt, ich denke mal, der Prozess wird dann wohl eher in Richtung Geld verdienen mit Werbung gehen, wenn die Sachen nicht gerade selbst vom Anbieter hochgeladen wurden...
Volt-Modder(in)
26.07.2013 20:45 Uhr
Zitat: (Original von OctoCore;5494977)
Ich kenne auch jede Menge Leute, die irgendwelche D-Promis kennen, von denen ich noch nie gehört habe.
Und per Google findet man auch wirklich jeden Kram.
Aber ich sammle, was Filme angeht, nicht jeden Mist und die Klassiker, die mich wirklich interessieren, habe ich sowieso und die sind ohne dubiose Portale nicht schwer zu bekommen.
Aber das ist nicht der Punkt - die Sache mit kino.to hat wohl damals so manchen "Kunden" getroffen.
Bei 1load bemerkt man außer eher gelangweiltem Schulterzucken kaum etwas.


Nochmals an dich, wenn du in dieser Szene nicht drin bist, dann sollte klar sein das du keinen Schimmer von der Seite hattest.
Alle anderen die so etwas regelmäßig machen und sich auch mal ein bissel umgeschaut haben, kennen die Seite. Ist nicht so unbekannt wie du zu glauben scheinst.
Lötkolbengott/-göttin
26.07.2013 18:48 Uhr
Zitat: (Original von majinvegeta20;5494792)

Diese Seite kennen mehr Menschen als du glaubst. Nur wenn ihr davon niemals gehört habt, heißt es nicht das zig andere die Seite nicht kennen.
Wer ein bissel mal gegoogelt hat, der Stoß auch ganz schnell auf diese Seite. Zudem gab es dort auch viele Inhalte (besonders ältere Filme!) die bei Kinox.to etc nicht zugeben waren.


Ich kenne auch jede Menge Leute, die irgendwelche D-Promis kennen, von denen ich noch nie gehört habe.
Und per Google findet man auch wirklich jeden Kram.
Aber ich sammle, was Filme angeht, nicht jeden Mist und die Klassiker, die mich wirklich interessieren, habe ich sowieso und die sind ohne dubiose Portale nicht schwer zu bekommen.
Aber das ist nicht der Punkt - die Sache mit kino.to hat wohl damals so manchen "Kunden" getroffen.
Bei 1load bemerkt man außer eher gelangweiltem Schulterzucken kaum etwas.
PC-Selbstbauer(in)
26.07.2013 18:09 Uhr
Zitat: (Original von majinvegeta20;5494792)
Ließ mal bitte genau was er geschrieben hat.
Er hat gesagt es müsste ein Dienst für Serien und Filme geben und das für 8-10 Euro im Monat.
Den habe ich genannt. Wie viel und in welche Qualität der Content angeboten wird, war überhaupt nicht gefragt gewesen.


Hast Recht
Volt-Modder(in)
26.07.2013 17:47 Uhr
Zitat: (Original von FrozenFlame6;5494559)
Ja, aber mit wie vielen Filmen? Haben die inzwischen 4.000?

Es gibt noch keinen Streaming-dienst in diesem Segment, der ein Angebot hat, das mit Anbietern wie kinox.to, movie4k.to etc. auch nur annähernd mithalten kann.
Einige der Filme sind dann wenigstens in 720p verfügbar, aber noch lange nicht alle.

Es gibt natürlich ein paar Anbieter die diese Idee aufgegriffen haben und jeder fängt einmal "klein" an. Aber mich wundert es, dass das nicht schneller ausgebaut wird. Selbstverständlich hängt das auch mit der Nachfrage zusammen -> ist natürlich schwer Kunden zu gewinnen, bis man mal eine ordentliche Mediathek aufgebaut hat.


Ließ mal bitte genau was er geschrieben hat.
Er hat gesagt es müsste ein Dienst für Serien und Filme geben und das für 8-10 Euro im Monat.
Den habe ich genannt. Wie viel und in welcher Qualität der Content angeboten wird, war überhaupt nicht gefragt gewesen.

Kannst auch nicht direkt kinox.to & Co mit Portalen die etwas direkt von Ihrem Server aus anbieten müssen vergleichen.
Kinox.to etc. sind einfach nur Verlinkungsseiten...keine Anbieter! und nichts weiter.
Selbst wenn es so etwas später dann ausreichend gäbe, wirst du auch zukünftig nie Kinofilme direkt zum Start angeboten bekommen. Daher ist dieser Vergleich eher unpassend.
(Diese spanischen PayTV Sender außen vor...den selbst dort dauert es auch ein paar Wochen nach Start. )


Zitat: (Original von OctoCore;5494641)
Oder drunter oder dahinter...
Da kann sich die GVU wieder feiern - sie haben ein Provinzler-Portal abgeschossen, das niemanden so wirklich interessiert.
Ändert auch nichts daran, dass die Dateien wahrscheinlich immer noch auf den diversen Schurkenservern herum oxidieren.
100.000 böse Inhalte? Wahrscheinlich eher mutmaßlich - und das ist nicht wirklich viel und die GVU macht bei ihren "Erfolgen" immer gerne auf dicke Hose und trägt kräftig auf.

Mit dem kino.to-Fall kann man es wohl kaum wirklich vergleichen.

Diese Seite kennen mehr Menschen als du glaubst. Nur wenn ihr davon niemals gehört habt, heißt es nicht das zig andere die Seite nicht kennen.
Wer ein bissel mal gegoogelt hat, der Stoß auch ganz schnell auf diese Seite. Zudem gab es dort auch viele Inhalte (besonders ältere Filme!) die bei Kinox.to etc nicht zugeben waren.

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