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Games World
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Auch wenn 832 Tage wohl in praktisch jedem Fall lächerlich sind... bedenkt, dass es nicht in jedem Fall nur um das Sichern von Daten geht...

        Hardware, einschließlich dem dazugehörigen PC kann z.B. auch beschlagnahmt werden wenn man damit Funknetze stört
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bandicoot
        : Was soll das denn. Hat der Jenige dann nicht ganz andere sorgen wenn sein PC beschlagnahmt wird.
        Wenigstens kannst dann gleich ein Teil deiner Prozesskosten zurück zahlen oder dir ein neuen Computer kaufen falls es soweit kommt!


        Du gehst von einer Schuld aus. Es kam ja zu keinem Prozess. Wenn dein Nachbar behauptet, du hättest illegale Software auf deinem Rechner und dich anzeigt, kann es passieren dass dein Rechner beschlagnahmt wird. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber kann passieren.

        Jetzt stell dir vor, nach zwei Jahren wird festgestellt, dass der Nachbar dich einfach nicht leiden konnte und die Geschichte erfunden hat. Du bekommst deinen Rechner also nach zwei Jahren zurück. Nach meinem Verständnis sollte selbstverständlich ein Nutzungsausfall bezahlt werden. Als mein Auto ohne meine Schuld in der Werkstatt war, habe ich 50 Euro pro Tag Nutzungsausfall bekommen.


        Zitat von Timmynator
        Immerhin sind die nicht auf die Idee gekommen, die anfallende Entschädigung mit der steuerlich möglichen, 3-jährigen Abschreibung eines solchen Arbeitsgeräts zu verrechnen...


        Ich denke das ein Nutzungsausfall damit nicht zusammenhängt. Sicher bin ich aber nicht.

        Ich weiß zwar nicht wie genau bei den Behörden gearbeitet wird, aber ich kann schon verstehen, dass die den ganzen Rechner mitnehmen.

        bye
        Spinal
      • Von Chemenu PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Sauerland
        Na sowas zeigt doch vielmerh wie Inteligent die IT-Experten der Ermittlungsbehörden sind.

        Wozu benötigt ein Ermittler einen ganzen Rechner bzw. Laptop. Die Festplatte ist der einzige Datenspeicher der wirklich relevante Daten über einen längeren Zeitraum enthalten könnte, bzw. USB-Stick oder eben CD/DVD.
        Das wissen die Behörden auch, aber man will sich die Arbeit sparen ständig Datenträger ein- und ausbauen zu müssen. Ausserdem ist es halt einfacher den ganzen PC mitzunehmen, den braucht man nur anstöpseln und starten und sieht sofort das OS wie es der vermeintliche Täter benutzt hat.
        Die beschlagnahmten PCs stehen teilweise Monate einfach nur rum ohne dass sich jemand damit beschäftigt, weil die Ermittler gar nicht so viele PCs auswerten können wie beschlagnahmt werden. Dass die PCs als Arbeitsrechner eingesetzt werden glaube ich aber nicht. Wäre ein viel zu hohes Risiko fremde Kisten mit unbekannter Software einfach mal so ins Behördennetz einzuklinken.
        Finde das ganze aber auch eine Sauerei. Ich würde mich mit Händen und Füßen wehren wenn die meinen PC haben wollen würden. Die könnten meine Datenträger haben, aber den Rest würde ich verteidigen.
      • Von Sauerland PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von violinista7000
        Finde ich sehr gut, sogar hervorragend! Denn 832 Tage sind 2 Jahre und fast 3,5 Monate. Wenn man denkt, dass es nicht einmal zum Prozess gekommen ist, ist das vollkommen inakzeptabel, dass man einem der PC/Laptop so lange entzieht.


        Na sowas zeigt doch vielmerh wie Inteligent die IT-Experten der Ermittlungsbehörden sind.

        Wozu benötigt ein Ermittler einen ganzen Rechner bzw. Laptop. Die Festplatte ist der einzige Datenspeicher der wirklich relevante Daten über einen längeren Zeitraum enthalten könnte, bzw. USB-Stick oder eben CD/DVD.

        Diese Datenspreicher kann man ja bekannter Weise mit jedem x-beliebigen Rechner auslesen, wie z.B. einem Sharkon Quickdeck für SATA, welches mittels USB angeschlossen wird.Kostenpunkt ca. 30,-€.

        Aber soviel Intelligenz setze ich bei den Behörden eben leider nicht voraus, was dann eben zeigt wie diese Leute selbst heute noch mit Computern umgehen.

        Hier zeigt sich doch vielmehr, dass die Justiz uns Bürgern vielmehr Ihre Macht demonstrieren will indem sie uns gleich die ganzen Geräte wegnimmt, was bei manch einem kleinen Unternehmer wohlmöglich den Geschäftsbetrieb zum erliegen bringen kann und damit wohlmöglich den Ruin.

        Passend dazu gab es gestern im Fernsehen einen Bericht über einen alten Familienvater aus ostdeutschland, der "angeblich" seine Tochter vergewaltigt haben soll. Trotz Gutachten das aussagte (weil sie nunmehr einen Polizisten beschuldigte sie gleichfalls vergewaltigt zu haben und sich dieser dagegen zur Wehr setzte) das die Tochter psychisch krank sei und dem Vater keine Schuld treffen kann, wurde das Urteil nicht aufgehoben. Erst nachdem ein prominenter Strafverteidiger sich dem Fall angenommen hatte kam es zu einem Freispruch. Die Richterin bedauerte die Haftstrafe, die Staatsanwaltschaft hingegen sah selbstverständlich keinen Grund für eine Entschuldigung. 7 Jahre Knast für die machtdemonstration der Justiz. Die Worte des Anwaltes sagten dazu so manches hinter vorgehaltener Hand darüber aus.

        Der Witz dabei ist dann ja noch, dass man uns einen Bundestrojaner für Spionagezwecke unterjubeln will.


        Gruß
      • Von Timmynator Software-Overclocker(in)
        Immerhin sind die nicht auf die Idee gekommen, die anfallende Entschädigung mit der steuerlich möglichen, 3-jährigen Abschreibung eines solchen Arbeitsgeräts zu verrechnen...
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1020135
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Urteil: Nutzungsausfallentschädigung bei Hardware-Beschlagnahmung
Betroffene können offenbar vor Gericht eine Nutzungsausfallentschädigung geltend machen, wenn der PC oder das Notebook im Zuge eines Verfahrens beschlagnahmt werden und der Anwender über einen längeren Zeitraum keinen Zugriff auf das Gerät hat. Rechtsexperten hoffen auf einen Modellcharakter des zu Grunde liegenden Urteils.
http://www.pcgameshardware.de/Internet-Thema-34041/News/Hardware-Nutzungsausfallentschaedigung-Beschlagnahmung-1020135/
24.08.2012
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