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  • Google Mitbegründer sieht freies Internet bedroht - Rundumschlag gegen Facebook, SOPA und Apple

    The Guardian hatte die Gelegenheit mit Sergey Brin, einem Mitgründer von Google, ein Interview zu führen. Seine Kritik fand eine breite Abnehmerschaft, von Facebook über SOPA bis hin zu den Versuchen der Unterhaltungsindustrie, Restriktionen im Internet aufzubauen.

    Das Konzept Google stand bisher im weitesten Sinne für ein frei zugängliches Internet und die breite Verfügbarkeit von Informationen. Die in Deutschland nach wie vor führende Suchmaschine und das Open-Source-Betriebssystem für Tablet-PC und Smartphones unterstreichen das. Es verwundert daher nicht, wenn einer der Mitgründer von Google, Sergey Brin, ordentlich Dampf in Richtung proprietär aufgestellter Systeme ablässt. Im Fokus seiner Kritik stehen vor allem der Konkurrent in der Werbe-Branche Facebook, diverse US-Gesetzesinitiativen und totalitär regierende Staaten.

    Die US-Content-Industrie muss sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. Deren angestrebten Gesetzesinitiativen SOPA, PIPA und jetzt auch neuerdings CISPA hätten bei einer Ratifizierung die USa auf eine Ebene mit Iran und China gestellt, was die Zensur im Internet anbelangt. Die notwendigen Filtertechniken, wären die gleichen gewesen. Nach Ansicht von Brin habe die Unterhaltungsindustrie es versäumt neuartige Geschäftskonzepte im Internet zu etablieren. Dazu zähle das Herunterladen von Dateien auf beliebige Geräte.

    Doch auch der Konkurrent Facebook kommt nicht gut weg. Wäre Google zu einer Zeit entstanden, in der Facebook bereits marktbeherrschend gewesen sei, hätte Google nicht gegründet werden können. Andere Unternehmen müssten nach Facebooks Regeln spielen, die sehr restriktiv seien. "Wenn man zu viele Regeln befolgen muss, erstickt das die Innovation." Hauptproblem sei, dass Daten im sozialen Netzwerk nicht ohne Weiteres exportiert werden können. Facebook selbst "sauge" Google-Mail-Kontakte ab, aber ein umgekehrter Weg ist nicht möglich. Was einmal bei Facebook ist, bleibt auch dort und komme nicht mehr raus. Aber auch Apple selbst wird attackiert. Die Smartphone-Apps würden abgeschottet, eine Wahl bei der Software bestehe nicht. "Die Informationen sind in den Apps. Diese Daten lassen sich nicht mit Webcrawlern erfassen. Man kann sie schlichtweg nicht suchen."

    Quelle: The Guardian

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  • Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
    Von Cook2211
    Google ist eigentlich kein Stück besser als alle anderen. Sie "verkaufen" es nur anders. Google propagiert die…
    Von kühlprofi
    Google und Facebook ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen.Dass Google viel sympathie gewinnt finde ich aber gut. All…
    Von Gast20150401
    Facebook isi eh nicht ganz ohne....massenweise "Tracking Cookis" usw.....mein Vierenprogram hat da mächtig arbeit...
    Von Henry1694
    Google ist mir lieber als alles andere sprich Fb sonst was.. Google Gefällt mir
    Von docdent
    Von allen Großkonzernen der Computerbranche ist mir Google schon noch der liebste. Google selbst lebt vom freien…
      • Von Cook2211 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von "docdent"

        Von allen Großkonzernen der Computerbranche ist mir Google schon noch der liebste. Google selbst lebt vom freien Internet. Umgekehrt habe ich dann auch die Freiheit, eine andere Suchmaschine zu benutzen, wenn mir Google nicht mehr passt. Über Google zu suchen oder Youtube zu benutzen unterliegt keinem Gruppenzwang. Google muss daher seine Produkte so anpassen, dass sie den Anwendern weiter gefallen, denn jeder kann jederzeit zur Konkurrenz wechseln.
        Google ist eigentlich kein Stück besser als alle anderen. Sie "verkaufen" es nur anders. Google propagiert die "Freiheit". Freie, kostenlose Anwendungen und Dienste. Insgeheim sammeln sie aber alle Daten die sie kriegen können. Google gilt nicht umsonst als Datenkrake. Auch Google verschenkt nichts.
        Und wer wie Google auf dem Monopolisten-Thron sitzt, der kann sich auch nach außen hin generös geben.

        Klar, man muss nicht Google oder Youtube nutzen. Aber es nutzt halt jeder, denn es ist ja "frei". Und hinter dem Rücken sammeln sie alle Daten die sie kriegen können.

        Ich selber nutze Facebook, habe zwei Google Mail Konten und bin Apple-User. Besonders hervorheben kann man keine dieser Marken. Sie haben alle ihre guten Seiten und anderseits auch ihre schlechten.
        Von daher finde ich die Aussagen von Brin etwas scheinheilig.
      • Von kühlprofi BIOS-Overclocker(in)
        Google und Facebook ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen.
        Dass Google viel sympathie gewinnt finde ich aber gut. All die Tools und Dienste die uns Gratis angeboten werden sind einfach genial, mächtig und mMn sehr gut umgesetzt.
        Google ist ein Arbeitsinstrument, dass in jedem Büro mit Internetanschluss Gebrauch findet. FB meistens durch die Firmenproxy's gesperrt
        FB ist für den einen Toll für den anderen BS. Der Zusammenhang zwischen Google, Facebook und der bedrohung des freien Internets ist mir nicht so klar. Das wäre auch so ohne FB und Google und könnte doch auch wirtschaftlich (nicht nur bei genannten zwei Firmen) riesen Geldlöcher reissen oder?

        Btw findet bzw. hat Google vielleicht so 30-50% aller Webseiten indexiert
      • Von Gast20150401
        Facebook isi eh nicht ganz ohne....massenweise "Tracking Cookis" usw.....mein Vierenprogram hat da mächtig arbeit...
      • Von Henry1694
        Google ist mir lieber als alles andere sprich Fb sonst was.. Google Gefällt mir
      • Von docdent Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Master Shake
        ...und der Chef von McDonalds befürchtet, dass Burger King und KFC eine Epidemie von Fettleibigkeit verursachen werden. Herr Brin scheint ein Meister der kognitiven Dissonanz zu sein. Die Facebook Seuche ist allerdings schon nervig. GIbt es überhaupt noch Webseiten, die nicht mit facebook verknüpft sind?

        Von allen Großkonzernen der Computerbranche ist mir Google schon noch der liebste. Google selbst lebt vom freien Internet. Umgekehrt habe ich dann auch die Freiheit, eine andere Suchmaschine zu benutzen, wenn mir Google nicht mehr passt. Über Google zu suchen oder Youtube zu benutzen unterliegt keinem Gruppenzwang. Google muss daher seine Produkte so anpassen, dass sie den Anwendern weiter gefallen, denn jeder kann jederzeit zur Konkurrenz wechseln.

        Facebook hat dagegen bald eine kritische Masse, die es zum Monopolisten macht ("Was, Du bist nicht auf Facebook?"). Facebook ist ein geschlossenes System. Wenn mir das eines Tages nicht gefällt, kann ich kündigen (wodurch die Daten nicht einmal gelöscht werden) und mache mich dadurch zum digitalen Einsiedler. Ergo bin ich gezwungen, mit dem Strom zu schwimmen, wenn ich die Vorteile dieses riesigen sozialen Netzwerkes nutzen will.

        Auch der App-Wahn nervt und beeinträchtigt die Freiheit. Nichts gegen süße kleine Programme, solange sie Funktionalität bieten. Aber viele Apps können nicht mehr als eine etwas bessere Webseite. Die kann ich aber mit jedem Gerät und jedem Browser aufrufen und der Gestalter ist nicht daran gebunden, dass eine zentrale Aufpasser-Firma dazu ihren Segen gibt.

        Insofern ist die genannte Analyse durchaus zutreffend. Dass Google mit den geschilderten Fehlentwicklungen auch eigene Geschäftsmodelle bedroht sieht, ist kein Geheimnis, ändert aber nichts am Wahrheitsgehalt: Die Freiheit des Internet ist von vielen Seiten bedroht.
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„Wenn man zu viele Regeln befolgen muss, erstickt das die Innovation“
The Guardian hatte die Gelegenheit mit Sergey Brin, einem Mitgründer von Google, ein Interview zu führen. Seine Kritik fand eine breite Abnehmerschaft, von Facebook über SOPA bis hin zu den Versuchen der Unterhaltungsindustrie, Restriktionen im Internet aufzubauen.
http://www.pcgameshardware.de/Internet-Thema-34041/News/Google-sieht-freies-Internet-bedroht-Kritik-an-Facebook-und-SOPA-878131/
17.04.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/10/01-Google-Answers.JPG
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