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  • Banished: Tester meist zufrieden, Spieler begeistert - ist Banished das bessere Sim City?

    Banished ist raus und die Spieler feiern die Städtebau-Simulation mit Survival-Anleihen. Auch bei den ersten Tests kommt der Titel für ein 1-Mann-Projekt sehr gut an. Das sind gute Voraussetzungen für den Erfolg, aber es gibt auch Kritik zu verüben. Zudem kann am ersten Tag gerade bei Simulationen nur eine Tendenz ermittelt werden. Wie lange Banished motivieren kann, werden die kommenden Wochen zeigen.

    Seit gestern ist Banished auf Steam erhältlich und die ersten Tests wurden bereits veröffentlicht. Die Städtebau-Simulation mit Survival-Anleihen macht bisher einen weitestgehend guten Eindruck auf die Tester und ist bei Spielern recht beliebt. Noch wäre es unseriös, eine Durchschnittsnote anzugeben, aber vier größere Tests von Webseiten vergeben jeweils zwei Mal 80 bzw. 70 Prozent. Das ist ein guter Start für Banished – ein Projekt, das von Luke Hodorowicz quasi im Alleingang realisiert wurde.

    Grundsätzlich muss man das Genre mögen, um mit Banished etwas anfangen zu können, und einfach vor sich hinspielen können – ohne konkrete Ziele und Anweisungen. Wer sich für Städtebau-Simulationen nicht begeistern kann, wird auch hier nicht glücklich. Banished wird von allen Testern als grundsätzlich solide bezeichnet und bietet unter der Oberfläche einen erstaunlichen Tiefgang, den man so zunächst nicht erwartet hätte. Am Gameplay gibt es zum aktuellen Stand wenig auszusetzen. Die Tester ziehen zum Vergleich erwartungsgemäß Sim City aus der Schublade und kommen zum Ergebnis, dass Banished seinen Job auf mechanischer Seite deutlich besser macht. Ob der Vergleich angebracht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sim City hat sich mittlerweile weiterentwickelt und permanentes Nachtreten macht es auch nicht besser. Ohne Frage ist es aber so, dass Banished aus dem Stand zu funktioniert scheint – aber auch weniger Features bietet.

    Banished teilt sich aber offenbar ein Problem mit Sim City: Das undurchsichtige Gameplay. Nicht nur ein testender Kollege kam mit dem Spiel zuweilen nicht klar und die Siedlungen scheiterten ein ums andere Mal. Woran es genau liegt, lässt sich so kurz nach Release nur schwer erörtern. Weitere Kritik gibt es an den bereits angerissenen Features, die gefühlt etwas knapp ausfallen und die Gefahr bergen, dass der Titel schnell langweilig wird. Ein ähnliches Problem hat Prison Architect, bei dem die Langzeitmotivation aktuell vor allem von den monatlich erscheinenden Updates mit neuen Funktionen erhalten wird. Auf grafischer Seite hat Banished dagegen einige Defizite. Zweifelsohne sieht der Titel für ein "One-Man-Army"-Projekt sehr respektabel aus, aber der aktuelle Stand der Technik ist das gezeigte nicht. Hinzu kommt das Benutzerinterface, dass als klobig und teils nicht intuitiv kritisiert wird. Positiv ist indes die Idee des Survival-Gedanken (und das ganz ohne Zombies). Da kommt einem Anno zum Vergleich wie ein Sandkasten vor, denn bei Misswirtschaft geht es doch immer irgendwie weiter – bei Banished nicht. Ist kein Essen da, sterben die Einwohner und wenn alle weg sind dann, naja: Game Over.

    Auf der Habenseite steht, dass Banished durchaus viel Spaß machen kann, wenn man – sie erinnern sich – das Genre mag und über die vorhandenen Unzulänglichkeiten hinwegsehen kann. Das galt auch für Sim City – mit dem Unterschied, dass EA 60 Euro verlangte und einen ganz anderen Anspruch hat als Luke Hodorowicz mit einem Preis von 20 Euro. Für eine echte Empfehlung ist es noch zu früh, aber Banished scheint viel Potenzial zu haben, das es zu nutzen gilt. Wer den Spielern vertraut, der bekommt im Moment tendenziell nur positives Feedback und sollte die knapp 20 Euro versuchsweise investieren. Das schmerzt nicht so sehr wie bei einem Vollpreisspiel. Die Tests sind für ein Indie-Projekt auch sehr gut. Offen ist aber die Frage, wie lange man Spaß an Banished hat. Wer sich unsicher ist und Anno 1404 nicht kennt, sollte da zuschlagen.

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    Wer noch ein paar Stimmen von Steam hören will:
    • "Ein unglaublich atmospährisches Aufbauspiel, dessen Spielkonzept mit dem Augenmerk auf ‚Survival' schon jetzt voll aufgeht und zu unterhalten weiß." – BeamLPP
    • "Endlich ein Aufbauspiel das nicht in Krieg mündet. Unglaublich das 1 Person nach 3 Jahre langer Arbeit dieses Meisterstück abgeliefert hat." – DaGolem
    • "It's much harder and more challenging than it sounds, but it is also extremely rewarding once you've got a thriving town." – ziflin
    • "It's a tremendous balancing act, managing your town's growth while harvesting resources and not getting yourself stretched too thin. As other reviewers have seen, you can cross the tipping point quickly and go from thriving town to ghost town in a matter of minutes." Fodder2009
    • "Granted, for the fact it was just made by one man, this game is great. However! It is stilla horrible shell of a game. Essentially nothing happens. No story, no events, the building isn't with much detail." – Akim
    • "I'm very impressed this game was made by one person since this requires a lot of passion, hard work and dedication, but that shouldn't be a factor when judging the final game - since you pay for it with the same money that you would pay for any other game. The game itself is very weakly balanced and instead of fun city building simulator it's more like a neverending stress game based on balancing spreadsheets and all stats that aren't even working according to any logic (amount of people that need to gather food/fuel is a bit ridiculous in example)." – Klakwa

    Quellen: Steam, Rock Paper Shotgun, Eurogamer, Metacritic

    01:54
    Banished: Gameplay-Trailer zum Sim City im Mittelalter

    Über Banished

    Die Aufgabe des Spielers ist es, dafür zu sorgen, dass sie zufrieden, gesund und gut ernährt sind und Nachkommen haben. Denn die Siedler werden geboren, arbeiten, werden krank, älter und sterben. Der Spieler muss nicht nur Ereignisse wie den Winter und den Bedarf an Feuerholz und Essen berücksichtigen, sondern auch, dass Überfischen, zu viel Jagd oder Abholzung letztlich zu ganz eigenen Problemen führen. Im Gegensatz zu anderen Spielen gibt es in Banished keinen Skill-Tree, der bestimmte Forschungen für spezielle Gebäude vorsieht. Alles kann gebaut werden, sofern die Ressourcen dafür vorhanden sind oder von Händlern ertauscht werden.

    Die Bewohner der Stadt können zwanzig Berufe ausüben, die vom Bauern über Jäger, Schmied, Minenarbeiter, Lehrer bis zum Heiler reichen. Auf den verschiedenen Karten sind aufgrund der Ressourcenverteilung stets neue Strategien notwendig, die auch Aufforstungen, das Einrichten von Minen oder Steinbrüchen beinhalten. Dabei ist der Platz für solche Vorhaben stets begrenzt. Wie Hodorowicz in seinem Blog schreibt, ist das Spiel nun fertig, was den Inhalt betrifft und es bleiben nur noch weitere Tests und Fehlerbehebungen. Dann soll das Spiel am 18. Februar bei Steam veröffentlicht werden.

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    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von PL4NBT3CH
    Ich kaufe seit Jahren nichts mehr von EA und UBI, auch wenn ich schon Bock hätte auf sowas wie AC Black Flag. Es geht…
    Von Dr Bakterius
    Spiele ignorieren? Ich bete so etwas seit Jahren schon aber Lemminge kann man nicht überzeugen. Als überzeugter Anno…
    Von DerBratmaxe
    Ihr dürft eine Sache nicht vergessen ...Den "großen" Firmen ist es egal wie sie zu ihrem Umsatz kommen. Ob mit guten…
    Von Lelwani
    Weil große siehe EA, Ubi Blizz etc nur auf profit aus sind... bei EA ises halt am schlimmsten
    Von RavenlordX
    Das ist wohl der Punkt. Gerade die kleinen und unbekannten Hersteller (Indie und co.) sind noch darauf bedacht ihre…
      • Von PL4NBT3CH Freizeitschrauber(in)
        Ich kaufe seit Jahren nichts mehr von EA und UBI, auch wenn ich schon Bock hätte auf sowas wie AC Black Flag. Es geht halt ums Prinzip und es ist schade das es so viele Lemminge und Heuchler gibt
      • Von Dr Bakterius Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Spiele ignorieren? Ich bete so etwas seit Jahren schon aber Lemminge kann man nicht überzeugen. Als überzeugter Anno Attentäter ( ohne 2070 ) sollte ich vielleicht mal das Game probieren
      • Von DerBratmaxe Freizeitschrauber(in)
        Ihr dürft eine Sache nicht vergessen ...

        Den "großen" Firmen ist es egal wie sie zu ihrem Umsatz kommen. Ob mit guten Spielen oder mit schlechten.

        Auf der einen Seite finde ich es ein wenig traurig was z.B. aus Battlefield geworden ist ... ich hab in BF2 ca. 3000 Stunden verbracht, in BC2 knapp 1000 Stunden und in BF3 gerade mal 100. EA hat das Spiel meiner Meinung nach kaputt "gewirtschaftet. Seit BF3 ging es nur noch abwärts, BF4 hab ich mir gar nicht erst geholt. Ich finde einfach die momentane Strategie von EA fürn Anus. Egal ob es jetzt die C&C Reihe, die BF Reihe oder die NFS Reihe ist. In jeder Spielserie geht es mit jedem weiteren Titel einfach nur den Bach runter. Ich schätze mal, dass 90% der BF Spieler mit BF4 unzufrieden sind, weil es einfach -immer noch- nicht fertig ist. Das schlimme daran ist aber, dass genau diese Spieler zum Teil wussten, dass BF4 einfach unfertig auf den Markt kommt und trotzdem wird es gekauft.

        EA kann machen was sie wollen und wie sie wollen, solange der Spieler weiterhin die Spiele kauft. Der beste Weg um EA eins auszuwischen ist einfach ... einfach mal deren Spiele für ein paar Jahre ignorieren. Wenn ein Großteil derer, die sich über EA aufregen, einfach mal keine Spiele mehr von EA kauft, werden sie irgendwann merken, dass nicht EA mächtig ist, sondern die Personen die in der Hand haben ob sie so eine Strategie unterstützen oder nicht.
      • Von Lelwani Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RavenlordX
        Das ist wohl der Punkt. Gerade die kleinen und unbekannten Hersteller (Indie und co.) sind noch darauf bedacht ihre Spiele so zu entwickeln dass siie auch Spaß machen.

        Klar gelingt dass nicht immer, aber in den Zwängen eines großen Puplischers mit gewisser Gewinnmaximierung entwickelt es sich nicht so wie gedacht. Herz und Seele werden durch Geldgier ersetzt.

        Sie müssen auch von was leben, dass ist klar. Aber bei einigen verstehe ich so manches nicht mehr.


        Weil große siehe EA, Ubi Blizz etc nur auf profit aus sind... bei EA ises halt am schlimmsten
      • Von RavenlordX Freizeitschrauber(in)
        Das ist wohl der Punkt. Gerade die kleinen und unbekannten Hersteller (Indie und co.) sind noch darauf bedacht ihre Spiele so zu entwickeln dass siie auch Spaß machen.

        Klar gelingt dass nicht immer, aber in den Zwängen eines großen Puplischers mit gewisser Gewinnmaximierung entwickelt es sich nicht so wie gedacht. Herz und Seele werden durch Geldgier ersetzt.

        Sie müssen auch von was leben, dass ist klar. Aber bei einigen verstehe ich so manches nicht mehr.
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Banished: Tester meist zufrieden, Spieler begeistert - ist Banished das bessere Sim City?
Banished ist raus und die Spieler feiern die Städtebau-Simulation mit Survival-Anleihen. Auch bei den ersten Tests kommt der Titel für ein 1-Mann-Projekt sehr gut an. Das sind gute Voraussetzungen für den Erfolg, aber es gibt auch Kritik zu verüben. Zudem kann am ersten Tag gerade bei Simulationen nur eine Tendenz ermittelt werden. Wie lange Banished motivieren kann, werden die kommenden Wochen zeigen.
http://www.pcgameshardware.de/Indie-Games-Thema-239276/News/Banished-Tester-meist-zufrieden-Spieler-begeistert-1110273/
19.02.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2013/04/Banished_PC_09.jpg
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