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Games World
  • [Update mit Video-Interview] Vorschau zu Homefront: The Revolution - Cryengine-Shooter als Hitkandidat für 2015?

    Deep Silver lud uns nach London ein, wo wir erstmals Spielszenen aus dem kommenden Shooter Homefront: The Revolution sehen konnten. Im Gegensatz zum enttäuschenden ersten Teil, dessen Gameplay sich an Call of Duty orientierte und dessen mäßige Optik auf der UE3 basierte, setzt der von Crytek UK entwickelte Nachfolger auf die Cryengine und eine dynamische, offene Spielewelt. Die ersten Spielszenen sowie Trailer machen Lust auf mehr.


    Homefront: The Revolution - Aufmacher Homefront: The Revolution - Aufmacher Quelle: Koch Media / Deep Silver Nach dem von Kaos Studios entwickelten, enttäuschenden ersten Teil von Homefront übernahm Crytek UK die Entwicklung des zweiten Teils. Nach der Insolvenz von THQ sicherte sich Crytek für rund 500.000 US-Dollar die Rechte an der Homefront-Marke und arbeitet nun mit Deep Silver als Publisher. Das in Nottingham beheimatete Crytek-Studio - vormals unter dem Namen Free Radical Design vor allem Konsolenspielern durch die ausgezeichnete Time-Splitters-Reihe bekannt - krempelte das an Call of Duty erinnernde Gameplay gehörig um und ersetzte die angestaubte Unreal Engine 3 durch die hauseigene Cryengine. In London konnten wir nun erstmals Szenen des Spiels bewundern, sowohl in Form eines schicken Trailers, als auch mit echtem Gameplay - gespielt von den Entwicklern. Was wir zu Gesicht bekamen, machte sofort Lust auf mehr und lässt auf einen technisch wie spielerisch eindrucksvollen Shooter-Hit hoffen.

    Homefront: The Revolution - Beeindruckende Technik, offenes Gameplay

          

    Das 2011 erschienene Homefront enttäuschte viele Spieler durch eine maue technische Umsetzung und eine viel zu kurze, stark an ein Call of Duty angelehnte Singleplayer-Kampagne. Der von Crytek UK entwickelte Nachfolger hingegen hinterließ bei uns nach den erstmals gezeigten Szenen aus dem Spiel einen völlig anderen Eindruck. Zuerst wäre da natürlich die Technik: Statt auf eine schon zum Erscheinen des ersten Teils veraltete Version der Unreal Engine 3 setzt Crytek UK natürlich auf die aktuelle Version der Cryengine mit sämtlichen modernen Effekten. Das Gameplay weicht von einer vordefinierten, stark geskripteten Achterbahnfahrt durch schlauchige Levels einem weit offeneren, dynamischen Konzept. Ziel der Entwicklung ist ein an das erste Crysis und Far Cry erinnerndes Gameplay verschmolzen mit der technisch und optisch besten Grafik, die aktuell erzielt werden kann. Im Prinzip wurde vom ersten Teil nur das Szenario übernommen: 2025 überfällt und erobert das nun vereinte Korea die durch Öl- und Wirtschaftskrisen geschwächten USA. Zwei Jahre später spielen sich die Ereignisse des ersten Homefronts ab, in dem der Spieler aus amerikanischer Sicht den Kampf gegen die fremde Besatzungsmacht aufnimmt. Nochmals zwei Jahre später beginnt die Handlung von Homefront: The Revolution.

    Offenes, dynamisches Gameplay und topaktuelle Technik - das klingt nach großen Versprechungen. Doch nachdem wir den ersten Trailer zu Gesicht bekamen, waren wir sehr angetan. Hier nähert sich ein Kämpfer des Widerstandes in Zivilkleidung einem militärischen Stützpunkt der Koreaner. Er trägt einen Karton, der Inhalt ist verborgen. Nachdem die koreanischen Besatzer ihn mehrfach zum Stehenbleiben auffordern, nehmen sie ihn gewaltsam fest. In dem Karton finden die Soldaten jedoch nur gegen das neue Regime gerichtete Pamphlete des Widerstandes. Doch während die koreanischen Truppen auf diese Art abgelenkt wurden, konnten weitere Revolutionäre sie umgehen und Positionen in ihren Flanken einnehmen. Von dort nehmen sie nun die Besatzer unter Feuer.

    02:27
    Homefront: The Revolution - Spektakulärer erster Trailer

    So oder so ähnlich soll das Gameplay in Homefront: The Revolution also aussehen: Große, offene Areale, die dem Spieler viele taktische Möglichkeiten bieten, eine Aufgabe anzugehen und zu lösen. Ein überlegtes Vorgehen soll dann auch vonnöten sein, denn die koreanischen Soldaten sind in der Überzahl, weit besser ausgerüstet und ausgebildet und können außerdem auch auf schwere Waffen zurückgreifen. Technisch machte der Trailer einen ausgezeichneten Eindruck.

    Homefront: The Revolution - Trailer versus Gameplay

          

    Gut, wir alle wissen, dass Trailer oft genug die besten Seiten eines Spiels in wenig aussagekräftigen Schnipseln präsentieren. Im Falle von Homefront: The Revolution konnten wir uns hingegen auch durch von den Entwicklern live gespielten Spielszenen einen Eindruck machen. Bereits die ersten Sekunden ließen uns staunen: Aus der Ego-Perspektive bediente die Spielfigur ein altes Radio. Sofort zu Beginn waren wir von der Texturierung begeistert: Die Pixeltapeten des Radios, des Tisches, auf dem es stand, und der Hand des Spielers waren so detailliert und die Beleuchtung so glaubwürdig, dass wir anfangs Schwierigkeiten hatten, die Szene tatsächlich als Spielszene wahrzunehmen. Doch bald wurde das Gameplay durch die Eingabe des Entwicklers entlarvt - inklusive einem kleinen Ruckler. Ein gutes Zeichen, hier handelte es sich also tatsächlich um live gespielte Szenen.

    Schon bald kristallisierte sich heraus, dass The Revolution außer dem Szenario und der Perspektive wirklich nicht mehr viel mit dem Korridor-Gameplay des Vorgängers zu tun hat. Das neue Homefront spielt in einer dystopischen Version Philadelphias im US-Staat Pennsylvania. Aus dem ehemaligen Symbol der amerikanischen Unabhängikeitsbewegung und Freiheit ist nach der Besatzung ein düsteres, zerstörtes Trümmerfeld geworden. Einen krassen Kontrast zu den heruntergekommenen Gebäuden bilden die koreanischen Truppen und deren High-Tech-Equipment in Form von Überwachungsdrohnen, gepanzerten Fahrzeugen und großen, über der Stadt schwebenden Mutterschiffen, sowie schwer bewachten Stützpunkten. Wir fühlen uns ein wenig an Half-Life 2 und die Combine-Soldaten erinnert. In dieser düsteren Zukunftsvision Philadelphias müssen die Einwohner ums Überleben kämpfen - auch der Spieler und dessen Widerstandsbewegung. Denn statt wie in bekannten Military-Shootern steuert der Spieler keinen kampfstarken Supersoldaten, sondern einen ganz normalen Bürger. Und: Statt Terroristen zu bekämpfen, wird er zudem - oder zumindest nach Auslegung der Gegenseite - selbst zu einem. Außerdem kann man nicht einfach so auf ein großes, modernes Waffenarsenal oder gar Artillerie-Unterstützung zurückgreifen, sondern der Spieler wird mit diesem konfroniert und muss dabei die Waffen der Gegner erbeuten und dann gegen sie einsetzen. Im Prinzip dreht The Revolution also die Perspektive des Spielers um - eine interessante und geschickte Design-Entscheidung. Dazu gehört auch das einfache, doch wirkungsvolle David-gegen-Goliath-Prinzip.

    Homefront: The Revolution - Unser erster Eindruck

          

    Das offene Gameplay erinnert uns entfernt an eine Mischung aus Far Cry 3, Metro 2033 und DayZ. In den dynamischen, (halb-)offenen Level kann der Spieler selbst entscheiden, wie bestimmte Aufgaben gelöst werden sollen. Soll behutsam vorgegangen werden, gegnerische Verteidigungen umgangen und stattdessen Schwachpunkte ins Visier genommen oder der Feind abgelenkt und in eine Falle gelockt werden? Das bleibt zu großen Teilen dem Spieler überlassen. Ist er erfolgreich, stärkt er damit den Widerstand in dieser Gegend. Um überhaupt Chancen bei einem Angriff zu haben, muss der Spieler außerdem Ressourcen und Waffen sammeln. Letztere können - wie aus der Crysis-Reihe bekannt - modifiziert werden. Wir fühlten uns allerdings ob der grob zusammengebastelten Schießprügel eher an die Metro-Reihe erinnert, der Grad der Modifizierbarkeit machte zudem einen deutlich umfangreicheren Eindruck. So wurde uns präsentiert, wie ein Sturmgewehr mit einem anderen Lauf, Verschlussmechanismus und Ladevorrichtung in ein leichtes Maschinengewehr umgebaut werden kann. Neben Waffen und Munition spielt auch Nahrung eine Rolle, zudem können aus vielen alltäglichen Gegenständen Anbauten für Waffen, aber auch Fallen, Molotov-Cocktails oder verschiedenartige IEDs - Improvised Explosive Device, also improvisierte Sprengsätze - hergestellt werden. Zum Beispiel mithilfe eines fertigen Sprengsatzes und einem zuvor eingesammelten, ferngesteuerten Spielzeugauto, wie uns demonstriert wurde.

    Dieser Teil der Präsentation stammte aus dem Vier-Spieler-Coop-Modus, der abseits der Hauptkampagne laufen, aber zumindest Teile dieser enthalten soll. Ein Mitspieler griff den einzunehmenden Militär-Stützpunkt an, um für eine Ablenkung zu sorgen. Zwei andere gingen an den Flanken in Angriffsposition. Die eigene Spielfigur baute währenddessen den besagten ferngesteuerten Sprengsatz zusammen, der dann vorsichtig außerhalb des Blickfeldes der Gegner und unter Ausnutzung des Terrains in Position und anschließend zur Explosion gebracht wurde. Obwohl der Coop-Modus wohl außerhalb der Einzelspieler-Kampagne ablaufen wird - die Entwickler ließen sich diesbezüglich nur wenig Informationen entlocken -, scheint dieserart Vorgehen ein Kernelement des Gameplays von Homefront: The Revolution zu bilden - auch im Einzelspieler-Modus.

    Technisch hinterließen die gezeigten Spielszenen wie schon der Trailer einen ausgezeichneten Eindruck. Praktisch alle Texturen waren sehr hoch aufgelöst, handwerklich gelungen und vermittelten darüber hinaus einen sehr plastischen Eindruck. Die Lichtstimmung beeindruckte und lieferte in Kombination mit den großen, offenen Arealen und dem dynamischen Wetter sowie Tag- und Nachtsystem ein paar fantastische Ausblicke auf das düstere, heruntergekommene Philadelphia, in dessen finsteren Gassen und Straßen detaillierte gestaltete NPCs ums Überleben kämpften. Die Aussage von Crytek UK, das optisch Bestmögliche aus aktueller Technik zu holen, ist durchaus glaubhaft. Im anschließenden Interview erfuhren wir zudem, dass die verwendete Cryengine während des Entstehungsprozesses des Spiels weiterentwickelt würde und neue Features hinzukommen könnten. Die Vermutung liegt also nahe, dass die jüngst vorgestellten neuen Upgrades ihren Weg in Homefront: The Revolution finden könnten. Ob sich darunter auch die angekündigte Unterstützung für AMDs Mantle durch die Cryengine befinden würde, konnte man uns noch nicht sagen. Der Release-Zeitpunkt "irgendwann 2015" lässt diesen Punkt allerdings nicht unrealistisch klingen. Erscheinen wird Homefront: The Revolution für PS4, Xbox One, Mac und PC. Auf Letzterem zudem mit Unterstützung von Linux.

    04:29
    Homefront: The Revolution - Crytek über Engine, Crafting, Open World, Fahrzeuge

    Die ersten Szenen aus Homefront: The Revolution machten auf uns einen sehr guten Eindruck. Wie gut das halb-offene Gameplay schlussendlich funktioniert, lässt sich bisher nur schwer einschätzen, doch die Versprechen der Entwickler wurden in den vorgestellten Szenen eindrucksvoll untermauert. Interessant ist außerdem das Szenario, das uns zwar wie so oft gewohnt aus amerikanischer Perspektive spielen lässt, die übliche Situation aber umkehrt und uns selbst in die Position des Widerstand-Kämpfers beziehungsweise Terroristen bringt. Hier verbirgt sich auch ein interessanter moralischer Aspekt: Wir verstecken uns hinter unschuldigen Zivilisten. Werden wir Opfer in Kauf nehmen (müssen)? Technisch macht der Titel bereits in diesem frühen Entwicklungsstand einen hervorragenden Eindruck. Die Cryengine schafft es eindrücklich, die triste, finstere und zerstörte Stadt durch ausgezeichnete Beleuchtung, hochauflösende Texturierung und viele fein ausgearbeitete Details sowie den dynamischen Einflüssen durch Wetter und Tageszeit auf dem Bildschirm lebendig werden zu lassen. Kurzum: Mit Homefront: The Revolution entsteht in den Händen von Shooter-Profis ein Titel, den es unserer Meinung nach unbedingt im Auge zu behalten gilt - was meinen Sie? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.

  • Homefront: The Revolution
    Homefront: The Revolution
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    Deep Silver (DE)
    Release
    20.05.2016

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    Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
    Von Bandicoot
    @ Da_Vid, was ist dann für dich ein anständiger Shooter? Ein Hit wird das auch nur nicht. Aber wenns gut wird ist es…
    Von Lord_Tyranus
    Mein PC wird dann neben ARMA 3 mal mit etwas anderem zu tun haben. Ob's den PC dann mehr als jenen Titel fordert,…
    Von Da_Vid
    Schlechter als der ganze Battlefail und call of copy Müll kanns ja gar nicht mehr werden. Solangs ein anständiger…
    Von Stiefelriemen85
    Wieso Vorbestellung? Hr. Yerli will doch nur noch in F2P machen!? Mal sehen wie die das hier umsetzen wollen. Aber…
    Von Killermarkus81
    Viel weiter bin ich auch nicht gekommen nachdem der erste Schusswechsel akute langweile aufkommen ließ - meinen…
      • Von Bandicoot BIOS-Overclocker(in)
        @ Da_Vid, was ist dann für dich ein anständiger Shooter? Ein Hit wird das auch nur nicht. Aber wenns gut wird ist es viel Wert. Keine Spiel wäre ein Hit wenns nach Meinung der Gamer geht. Es wird immer Hater und Befürworter geben.
        Nur vom Vorbestellungen bin auch ich weg. Die meisten Titel haben zu viele Probleme am Erscheinungstag.
        Geduld macht den besseren Preis und Zeit die Fehler weg.
      • Von Lord_Tyranus PC-Selbstbauer(in)
        Mein PC wird dann neben ARMA 3 mal mit etwas anderem zu tun haben. Ob's den PC dann mehr als jenen Titel fordert, bleibt abzuwarten.
      • Von Da_Vid PC-Selbstbauer(in)
        Schlechter als der ganze Battlefail und call of copy Müll kanns ja gar nicht mehr werden. Solangs ein anständiger solider Shooter wird (was man von Crytek ja durchaus gewohnt ist - Storyaspekt mal weggelassen) könnte es durchaus ein kleiner Genre Hit für 2015 werden.
      • Von Stiefelriemen85 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von aloha84
        Klingt ganz gut, aber der Vorgänger klang in den Vorberichterstattungen auch "ganz gut", und das Ergebnis war eine kampagne mit 3-4Std "Naja-gampelay" --> also eher .
        Ich bin vorsichtig geworden, sprich keine Vorbestellung!


        Wieso Vorbestellung? Hr. Yerli will doch nur noch in F2P machen!? Mal sehen wie die das hier umsetzen wollen. Aber wahrscheinlich ist dieser Titel dann noch eine "Ausnahme" bevor sie komplett umstellen... *rolleyes*
      • Von Killermarkus81 Software-Overclocker(in)
        Zitat von ~AnthraX~
        Also ich fand jetzt auch Homefront von der Atmosphäre gut, besser gesagt der Anfang vom Homefront, als man in dem Bus saß, so hätte man das Spiel weiter verfolgen sollen
        Viel weiter bin ich auch nicht gekommen nachdem der erste Schusswechsel akute langweile aufkommen ließ - meinen Kumpels denen ich das schlimmerweise ungesehen empfohlen hatte gings ausnahmslos genauso - also, mit äußerster Vorsicht genießen!
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Homefront: The Revolution
[Update mit Video-Interview] Vorschau zu Homefront: The Revolution - Cryengine-Shooter als Hitkandidat für 2015?
Deep Silver lud uns nach London ein, wo wir erstmals Spielszenen aus dem kommenden Shooter Homefront: The Revolution sehen konnten. Im Gegensatz zum enttäuschenden ersten Teil, dessen Gameplay sich an Call of Duty orientierte und dessen mäßige Optik auf der UE3 basierte, setzt der von Crytek UK entwickelte Nachfolger auf die Cryengine und eine dynamische, offene Spielewelt. Die ersten Spielszenen sowie Trailer machen Lust auf mehr.
http://www.pcgameshardware.de/Homefront-The-Revolution-Spiel-54406/Specials/Homefront-The-Revolution-Cryengine-Preview-1122921/
02.06.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/05/Homefront_The_Revolution_07-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials