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  • Zum baldigen Hitman-Absolution-Release: So wurde Agent 47 vom Meister-Killer zur Kultfigur

    Vor gut 12 Jahren veröffentlichten Eidos und IO Interactive mit Hitman Codename 47 ein in vielerlei Hinsicht neuartiges Videospiel. Ein Antiheld als Hauptcharakter, Attentate als Missionsziele und die Möglichkeit, seine Aufträge kreativ abzuschließen verzauberten auf Anhieb ein Millionenpublikum. Agent 47 reifte zur Kultfigur der Videospielbranche, die Spieleserie ist einer der Erfolgsgaranten von Eidos. Zum Start des neuen Hitman Absolution hat sich PC Games Hardware die Spiele-Reihe Hitman einmal genauer angeschaut und für Sie die Geschichte des lautlosen Killers 47 zusammengefasst.

    Hitman Codename 47 veränderte im Jahr 2000 die Videospielbranche durch viele Neuerungen und innovativen Ideen. Schon bei dem Hauptcharakter ging IO Interactive neue Wege: 47, selbst ein Klon, war nicht der typische Held, der nur für das gute kämpft. Er war ein Auftragsmörder, der für das nötige Kleingeld emotionslos und eiskalt Menschen exekutierte. Der Antiheld erlangte trotz oder gerade wegen seiner bösen Eigenschaften Kultstatus, beinahe jeder ein Videospiel-Fan weiß mit wem er es zu tun hat, wenn er den glatzköpfigen Killer in seinem schwarzen Anzug mit der roten Kravatte und einer Klaviersaite in der Hand sieht. Grund für den Erfolg der Hitman-Reihe war allerdings nicht nur der starke Hauptcharakter, sondern auch das neuartige Gameplay, das nicht nur Kaltschnäutzigkeit, sondern auch Kreativität von den Spielern verlangte.

    Bis heute hat sich die Hitman-Reihe mit ihrem düsteren Setting, ihrem moralisch fragwürdigen Helden und dem kreativen Gameplay ein großes Fan-Lager aufgebaut, das sehnsüchtig auf das am 20. November erscheinende Hitman Absolution wartet. Der inzwischen fünfte Teil der Serie soll einige Neuerungen für den Agenten 47 mit sich bringen, dabei aber den Wurzeln der Serie treu bleiben. Der anstehende Release von Hitman Absolution ist Grund genug für PC Games Hardware, die Geschichte der wohl berüchtigsten Spiele-Serie in der Branche aufzuarbeiten und Ihnen die Highlights der Hitman-Serie zu präsentieren.

    Bevor es losgeht - Unsere persönlichen Highlights aus 12 Jahren Hitman:

    Hitman Codename 47 (2000):

    Mysteriös, ikonisch und eiskalt: Der Antiheld Agent 47 betrat erstmals im Jahr 2000 die große Videospielbühne. Schon damals signalisierte sein markantes Aussehen, dass sich Spieler auf einen neuen Typ des Videospielhelden einstellen mussten. Fein gekleidet, mit Lederhandschuhen, Klaviersaite und individuell modifizierten Pistolen ausgestattet, machte sich 47 auf, seiner Bestimmung zu folgen. Agent 47 ist nämlich kein normaler Mensch, sondern ein Klon aus fünf Superschurken, der die ersten 30 Jahre seines Lebens in einer speziellen Ausbildungsanstalt verbrachte.

    Dort wurde er zusammen mit seinen geklonten Brüdern zum eiskalten Profi-Killer ausgebildet, ein Strichcode auf dem Hinterkopf der Meuchelmörder sollte die identischen Killer besser auseinander halten. In Hitman Codename 47 flieht 47 am Anfang des Spiels aus der Anstalt, kann sein bisheriges Leben allerdings nie hinter sich lassen. Sofort wird er von der mysteriösen Agentur ICA in Form von Diana kontaktiert, um Auftragsmorde auszuführen.
    Hitman Codename 47 (2000) Hitman Codename 47 (2000) Quelle: Square Enix
    Während die Third-Person-Persektive und das umfangreiche Waffenarsenal von Agent 47 Hitman als einfaches Ballerspiel erscheinen lassen, erkennt der Spieler beim genaueren Hinsehen das eigentliche Spielziel. Zwar können Sie Ihre Ziele auch in einer wilden Schießerei eliminieren, allerdings entfaltet Hitman erst im Schleich-Modus seine wahre Stärke. Sie können nämlich die meisten Missionen innerhalb des Spieles abschließen, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern, vorausgesetzt Sie nutzen Ihre Fähigkeiten, Ihre Umgebung und Ihren Verstand.

    Ihre Ziele können nämlich vergiftet, erschlagen, stranguliert oder verbrannt werden, Sie entscheiden über die Art und Weise Ihres Attentates. Jedes Level gibt Ihnen natürlich einen mehr oder weniger vorgezeichneten Weg vor und präsentiert Ihnen die perfekte Mordoption, allerdings bleibt es Ihnen überlassen wie Sie Ihr Missionsziel erledigen. Diese spielerische Freiheit in der Missionsgestaltung war für das Jahr 2000 revolutionär, immerhin bot bislang nur Deus Ex das ebenfalls 2000 von Eidos veröffentlicht wurde eine solche Freiheit für den Spieler.

    Hitman Codename 47 forderte von Anfang den Grips der Spieler, weil alleine das Herankommen an die Opfer durch Wachen, Türen und Sicherheitssysteme schwierig gestaltet wurde. Als Auftragskiller mussten die Spieler Uniformen der Wachen klauen, sich an geeigneten Orten verstecken oder den optimalen Zugang zu einem gut gesicherten Raum finden, um nicht die Aufmerksamkeit der Feinde zu erregen. Selten versprühte ein Spiel so viel Nervenkitzel während einer Mission, selten freute man sich vor dem Bildschirm so diabolisch, wenn der eigene Plan funktionierte und 47 locker vom Tatort spazierte, während die Wachen fieberhaft nach dem möglichen Mörder Ausschau hielten.

    Auch technisch konnte Hitman Codename 47 ein echtes Ausrufezeichen setzen. Die Glacier-Engine kombinierte weitläufige und offene Areale mit starken Polygon-Objekten, die die Levels von Hitman füllten. Wasseranimationen, Explosionen und Lichteffekte konnten mit damaligen Top-Titeln mithalten, herausragend waren allerdings die Animationen der NPCs. Die Bewegungen der Charaktere wirkten sehr realistisch und flüssig. Durch das neuartige Ragdoll-Feature konnten Leichen versteckt oder verschoben werden, die KI-gesteuerten Gegner machten 47 also noch nach ihrem Ableben eine menge Arbeit.

    Das düstere Setting, die kreativen Morde und höchstwahrscheinlich auch das Ragdoll-Feature sorgten übrigens für eine Indizierung von Hitman Codename 47 in Deutschland. Erst seit diesem Jahr darf der Titel wieder verkauft und beworben werden, da die BPjM das Spiel von dem Index genommen hat. Auch wenn Hitman Codename 47 als Meilenstein der Videospielgeschichte gilt, verkaufte sich der erste Teil, der übrigens PC-exklusiv erschien, gerade einmal gute 600.000 Mal. Den großen Erfolg sollte erst der zweite Teil der Serie liefern.

    Hitman 2: Silent Assassin (2002):

    Eidos und IO Interactive waren sich der Schwächen des ersten Hitmans bewusst und arbeiteten fieberhaft an einer angemessenen Fortsetzung. Im Jahr 2002 erschien dann Hitman 2 Silent Assassin und hievte 47 endgültig in das Rampenlicht der Videospiel-Branche. Über 3,6 Millionen Mal verkaufte sich der Titel weltweit, eine für damalige Verhältnisse fantastische Zahl. Grund für den Erfolg waren neben einer überarbeiteten Grafik vor allem die Neuerungen im Gameplay. Endlich konnte zwischen Ego- und 3rd-Person-Perspektive gewechselt werden und alle Schleichfans bekamen ein nützliches Feature zur Hand.
    Hitman 2 Silent Assassin (2002) Hitman 2 Silent Assassin (2002) Quelle: Square Enix
    Der Verdacht-Pegel zeigte dem Spieler nun an, wie aufmerksam die Wachen auf 47 reagieren: Laufen Sie zu schnell, schießen Sie wild um sich oder haben Sie die falsche Verkleidung an, bemerken das die unzähligen Wachen und eröffnen das Feuer auf Sie. Vorsicht ist also geboten, falls Sie auf Ihrer Jagd unentdeckt bleiben wollen. Das Spiel belohnt Sie sogar, wenn Sie keine Wachen töten und unauffällig bleiben, indem es Ihnen nach der Level den Titel "Silent Assassin" (dt. lautloser Killer) vergibt. Das neuartige Bewertungssystem in Hitman 2 beobachtet nämlich Ihre Vorgehensweise und vergibt zwischen "Massenmörder" und eben "Silent Assassin" Noten für Ihre Spielweise. So sollten die Spieler dazu aufgefordert werden, möglichst Leise vorzugehen, allerdings torpedierte das nun fehlende Bezahlungssystem dieses Vorhaben ein wenig.

    Während das Gameplay durch die zahlreichen Neuerungen glänzte, war die Story in Hitman 2 eher dürftig: Zurückgezogen und alleine hat 47 dem Morden abgeschworen, bis sein guter Freund und Mentor von der itanlienischen Mafia entführt wird. Daraufhin macht sich 47 auf die Suche nach dem Strippenzieher hinter dem Komplott und erfährt nicht nur mehr über seine Vergangenheit, sondern kämpft auch gegen seinen letzten verbliebenen Bruder. Auch wenn die Story etwas dünn ist und während den Missionen etwas in den Hintergrund tritt, kann Hitman 2 durch das geniale Gameplay, die spannenden Aufträge und die offenen Levels vollends überzeugen. Hitman-Veteranen erlebten sofort wieder den Nervenkitzel, der schon in der ersten Mission auf dem Anwesen des Mafioso-Bosses wieder für Gänsehaut sorgte.

    Hitman Contracts (2004):

    Hitman Contracts (2004) Hitman Contracts (2004) Quelle: Square Enix Zwei Jahre nach dem Erfolg von Hitman 2 veröffentlichte Eidos den dritten Teil der Serie Hitman Contracts. Mit einem sehr düsteren Setting und einer mysteriösen Rahmenhandlung wollte man wieder ein Millionenpublikum für die Spieleserie begeistern. Am Anfang von Hitman Contracts finden Sie 47 verletzt in einem Hotelzimmer wieder, die einzelnen Missionen werden als Flashbacks erzählt. In dem dritten Teil der Serie sorgen nicht nur die Auftragsmorde, sondern auch die Ungewissheit über die Geschichte um 47 für Spannung. In insgesamt 12 Missionen können Sie in Hitman Contracts Ihr können unter Beweis stellen, allerdings werden Hitman-Veteranen manche Levels schnell wieder erkennen.

    Hitman Contracts verwertet nämlich vier Missionen aus Hitman Codename 47 und stattet die alten Levels nur mit kleinen Neuerungen aus. Auch sonst hat der dritte Teil der Serie mit fehlenden echten Neuerungen zu kämpfen. Ein Bezahlungssystem fehlt immer noch, für sehr gut abgeschlossene Missionen gibt es nun lediglich eine Spezial-Waffe. Dazu hat sich in Sachen Gameplay oder Grafik beinahe nichts getan. Die Aufträge selber versprühen allerdings immer noch den Glanz alter Tage: Die Missionen in einer Disko, in einer U-Boot-Werft oder auf einem herrschaftlichen Anwesen benötigen Fingerspitzengefühl und eine sorgfältige Planung, um die Ausflüge nach Hong Kong perfekt abzuschließen, müssen Sie schon ein Meister-Assassine sein.

    Wegen dem gewohnt starken Gameplay erhielt auch Hitman Contracts eine gute Wertung von der Fachpresse, auch wenn die fehlenden Neuerungen schon in den verschiedenen Reviews angekreidet wurden. Die Verkaufszahlen hingegen halbierten sich beinahe: Konnte Hitman 2 noch gute 3,6 Millionen Exemplare verkaufen, ging Hitman Contracts gerade einmal 1,9 Millionen Mal über die Ladentheke. Entwickler und Publisher waren sich darüber einig, dass die Hitman-Reihe einige neue Ansätze brauchte.

    02:34
    Hitman: Absolution - Attack of the Saints [E3-Trailer]
    Spielecover zu Hitman: Absolution
    Hitman: Absolution
  • Hitman: Absolution
    Hitman: Absolution
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    IO Interactive
    Release
    20.11.2012

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    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Heumond
    Da waren schon echt geniale Spiele dabei! Hoffe es knüpft vom Spielstil an seine Vorgänger an ich brauch garnicht so…
    Von sahvg
    ahrg ich will endlich hitman zocken! jeden tag wird einem der mund wässrig gemacht. ihr schweineee ^^
      • Von Heumond Software-Overclocker(in)
        Da waren schon echt geniale Spiele dabei! Hoffe es knüpft vom Spielstil an seine Vorgänger an ich brauch garnicht so viel Innovation^^
      • Von sahvg PC-Selbstbauer(in)
        ahrg ich will endlich hitman zocken! jeden tag wird einem der mund wässrig gemacht. ihr schweineee ^^
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Hitman: Absolution
Zum baldigen Hitman-Absolution-Release: So wurde Agent 47 vom Meister-Killer zur Kultfigur
Vor gut 12 Jahren veröffentlichten Eidos und IO Interactive mit Hitman Codename 47 ein in vielerlei Hinsicht neuartiges Videospiel. Ein Antiheld als Hauptcharakter, Attentate als Missionsziele und die Möglichkeit, seine Aufträge kreativ abzuschließen verzauberten auf Anhieb ein Millionenpublikum. Agent 47 reifte zur Kultfigur der Videospielbranche, die Spieleserie ist einer der Erfolgsgaranten von Eidos. Zum Start des neuen Hitman Absolution hat sich PC Games Hardware die Spiele-Reihe Hitman einmal genauer angeschaut und für Sie die Geschichte des lautlosen Killers 47 zusammengefasst.
http://www.pcgameshardware.de/Hitman-Absolution-Spiel-6338/Specials/Hitman-History-Die-Geschichte-von-Agent-47-1028879/
09.10.2012
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