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  • Auf die Ohren: Zwei neue Headsets und eine neue externe Soundkarten-Verstärker-Kombination von Creative Labs

    Creative Labs H7 Quelle: PC Games Hardware

    Moderne PC-Spiele legen immer mehr Wert auf guten Klang. Gleichzeitig wird es immer schwerer, auch noch spätabends die Lautsprecher aufzudrehen. Creative Labs stellte auf der CES 2016 in Las Vegas daher ein neues 7.1-Headset, ein neues In-Ear-Headset und eine neue externe Soundkarte vor - für kernige Spielsessions, bei denen man nicht das ganze Haus aufweckt.

    Creative Labs richtet sich mit seinen drei neuen Produkten der Sound-BlasterX-Reihe an passionierter Spieler mit anspruchsvollen Ohren, die daheim vielleicht nicht den Platz haben, ein Surround-System um den Heimrechner aufzubauen. Da kommt das Gaming-Headset H7 genau richtig. Per USB an den PC angeschlossen, produziert es ein beeindruckendes 7.1-Surround-Signal. Der Klang entströmt zwei 50-Millimeter-Lautsprechern, die leicht angewinkelt sind, um die Form des Ohres als natürlichen Bassreflexraum zu nutzen.

    Das H7 bietet zwei Hörprofile: Beim Anschluss per Klinkenstecker gibt es einen analog-hohen Dynamikumfang, bei dem kein Frequenzbereich besonders hervorgehoben wird. Das eignet sich besonders für das Hören von Musik. Bei einer USB-Verbindung kommt die digitale Ausgabe mit 24 Bit und 96 KHz zum Tragen, die statt bullernder Bässe klar differenzierbare Höhen und Mitten liefert. Das hilft gerade bei PC-Spielen, die nicht immer besonders gut abgemischt sind - und beim Spielen von Team-Titeln, bei denen man die Mitspieler gut verstehen muss.

    Trotz einer hohen Abkapselung, die Geräusche von außen fernhält, drückt das H7 nicht auf den Ohren - noch einmal weniger als Creative Labs analoges H5-Headset. "Unsere Ingenieure haben sich auf der GamesCom erschreckt, dass viele Spieler dort erst einmal die beiden Hörmuscheln nach oben biegen, um Druck und Flexibilität des Headsets zu testen", lacht Ryan Schlieper, Marketing Manager bei Creative Labs. Das führt er prompt auch beim H7 vor - das die Tortur mühelos mitmacht.

    7.1-Verstärker für die Hosentasche

    Der ideale Begleiter für das Gaming-Headset H7 ist die Sound BlasterX G5: tragbare 7.1-Soundkarte und Kopfhörerverstärker in einem. Eine externe Soundkarte liefert weniger Störgeräusche als eine On-Board-Karte, nimmt per USB Verbindung mit dem PC Kontakt auf und berechnet dann eigenständig die Signale für den Kopfhörer. Für den guten Klang sorgt ein 120-dB-D/A-Wandler, dessen Signale vom Verstärker mit einer Impedanz von 2,2 Ohm ausgegeben werden - identisch zur Eingangsimpedanz des H7-Headsets und damit ein Garant für gleichbleibende Lautstärke. An die G5 lassen sich allerdings auch Kopfhörer mit bis zu 600 Ohm anschließen.

    Ein Problem vieler Spiele ist, dass sie für relativ günstige Kopfhörer und Lautsprecher abgemischt sind. Damit es dann beim Spielen richtig kracht, heben die Toningenieure dann beim Mastering beispielsweise die Bässe kräftig an, so dass man teilweise nicht mehr versteht, was die Akteure auf dem Monitor sagen. Wer einen ausgeglichenen Klang über alle Frequenzen bevorzugt, guckt in die Röhre. Um dem gegenzusteuern, lassen sich für die G5 mit Hilfe von Creative Labs' Software-Tool BlasterX Acoustic Engine eigene Profile einrichten, die den Klang einzelner Spiele individuell an den verwendeten Kopfhörer anpassen.

    Das funktioniert auch in die andere Richtung: Wer beispielsweise einen HiFi-Kopfhörer zum Spielen verwendet, wundert sich wahrscheinlich über ein unaufgeregtes, schmales Klangbild - der Dynamikumfang des Headsets wird nicht vollständig ausgenutzt. Die G5 hilft mit einem eingebauten Klangprozessor, der den Spielesound in HiFi-Qualität verbreitert. Welchen Unterschied das machen kann, führte uns Dan Clark vor. Der Chef der Kopfhörermanufaktur MrSpeakers aus San Diego reichte uns einen rund 1500 US-Dollar teuren Ether C und spielte dann The Witcher 3 über eine externe Sound-Blaster-Karte vom Typ X7 - der große Bruder der G5. Erst nach der Verarbeitung des Signals in den Klangprozessoren der X7 hörte sich das Spiel wirklich episch und "breit" an - vorher rauschte der Wind und plätscherte ein Fluss eher gelangweilt daher.

    Direkt aufs Trommelfell

    Wem zu dicke Ohrmuscheln nicht gefallen oder wer wie viele Pro-Gamer auf In-Ear-Kopfhörer schwört, der greift zum Sound BlasterX P5: einem In-Ear-Headset mit zwei Sieben-Millimeter-Lautsprechern, die sich eines linearen, unverfälschten Frequenzgangs rühmen. In jedem Ohr wirkt ein Neodym-Magnet mit titanbeschichtetem Schutzgitter. Für Schallisolation sorgen ringförmige Aufsätze auf den Kunststoffohrstöpseln.

    Damit im Eifer des Gefechts bei schnellen Kopfbewegungen die eigene Stimme nicht auf der Strecke bleibt, weil der Kopf sich vom am Kabel hängenden Mikro wegdreht, balancierten die Designer bei Creative Labs das omnidirektionale Mikrofon so aus, dass es immer in der richtigen Position bleibt und nur maximal 30 Grad von der Sprechrichtung des Trägers abweicht. Frequenzgangstechnisch kommt das P5 nicht ganz an das H7 heran: Statt 100 bis 15 kHz kommt das In-Ear-Headset hier nur auf 100 bis 10 kHz. Fairerweise muss man sagen, dass im Alter die hohen Frequenzen eh weniger stark zum Tragen kommen beziehungsweise vernehmbar sind. Wie sagt man im englischen Sprachraum? "The highs go first."

    08:56
    Soundkarte vs. Onboard im Spielebetrieb: Deutlich hörbare Unterschiede
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Headset-Test 2016 für Spieler: Kaufberatung und Vergleich [April]
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    Es gibt 4 Kommentare zum Artikel
    Von Aradisa
    Alles klar,danke für die Erläuterungen
    Von Stryke7
    Ich sehe da mal wieder die beliebte Hörer-Aufhängung von Beyerdynamic. Ernsthaft, sind alle Firmen zu faul eine zu entwickeln und bestellen deshalb alle dasselbe Standard-Bauteil?

    Ansonsten ... mittelmäßig interessant.
    Von Roland Austinat


    Hallo, den Edelkopfhörer habe ich über eine SoundBlaster X7 gehört. Ohne Processing, aber mit HiFi-Kopfhörer klang das alles etwas schal, erst mit eingeschaltetem DSP kam es besser. Die Funktion eines DSPs übernimmt bei Gaming-Headsets dann der Designer, der den Frequenzgang von linear in "bumm bumm" umwandelt. Mir ist der erste Fall lieber, da bin ich selbst der Herr dessen, was ich höre.
    Von Aradisa
    Und gleich mal eine Frage zum Artikel.

    "[COLOR=#000000] Erst nach der Verarbeitung des Signals in den Klangprozessoren der X7 hörte sich das Spiel wirklich episch und "breit" an - vorher rauschte der Wind und plätscherte ein Fluss eher gelangweilt daher."

    von welcher Soundkarte…
      • Von Aradisa PC-Selbstbauer(in)
        Alles klar,danke für die Erläuterungen
      • Von Stryke7 Lötkolbengott/-göttin
        Ich sehe da mal wieder die beliebte Hörer-Aufhängung von Beyerdynamic. Ernsthaft, sind alle Firmen zu faul eine zu entwickeln und bestellen deshalb alle dasselbe Standard-Bauteil?

        Ansonsten ... mittelmäßig interessant.
      • Von Roland Austinat Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Aradisa
        Und gleich mal eine Frage zum Artikel.

        " Erst nach der Verarbeitung des Signals in den Klangprozessoren der X7 hörte sich das Spiel wirklich episch und "breit" an - vorher rauschte der Wind und plätscherte ein Fluss eher gelangweilt daher."

        von welcher Soundkarte wurde den vorher der Sound ausgegeben ?
        Dieses Phänomen das der Sound nicht wirklich zum Spiel bzw. zur gerade gezeigten Szene passt,ist mir auch schon aufgefallen.
        Und ein Test der G5 wäre toll.
        Hallo, den Edelkopfhörer habe ich über eine SoundBlaster X7 gehört. Ohne Processing, aber mit HiFi-Kopfhörer klang das alles etwas schal, erst mit eingeschaltetem DSP kam es besser. Die Funktion eines DSPs übernimmt bei Gaming-Headsets dann der Designer, der den Frequenzgang von linear in "bumm bumm" umwandelt. Mir ist der erste Fall lieber, da bin ich selbst der Herr dessen, was ich höre.
      • Von Aradisa PC-Selbstbauer(in)
        Und gleich mal eine Frage zum Artikel.

        " Erst nach der Verarbeitung des Signals in den Klangprozessoren der X7 hörte sich das Spiel wirklich episch und "breit" an - vorher rauschte der Wind und plätscherte ein Fluss eher gelangweilt daher."

        von welcher Soundkarte wurde den vorher der Sound ausgegeben ?
        Dieses Phänomen das der Sound nicht wirklich zum Spiel bzw. zur gerade gezeigten Szene passt,ist mir auch schon aufgefallen.
        Und ein Test der G5 wäre toll.
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Auf die Ohren: Zwei neue Headsets und eine neue externe Soundkarten-Verstärker-Kombination von Creative Labs
Moderne PC-Spiele legen immer mehr Wert auf guten Klang. Gleichzeitig wird es immer schwerer, auch noch spätabends die Lautsprecher aufzudrehen. Creative Labs stellte auf der CES 2016 in Las Vegas daher ein neues 7.1-Headset, ein neues In-Ear-Headset und eine neue externe Soundkarte vor - für kernige Spielsessions, bei denen man nicht das ganze Haus aufweckt.
http://www.pcgameshardware.de/Headset-Hardware-255588/Specials/Headsets-Soundkarte-Verstaerker-CES-1182840/
10.01.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/01/H7_006-pcgh_b2teaser_169.jpg
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