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  • CES 2016: Interessantes, Schräges und Verrücktes - eine Vorschau

    CES Unveiled: Alle Neune! Quelle: PC Games Hardware

    Vor dem offiziellen Messebeginn der CES zeigen knapp 200 Aussteller in Las Vegas bei einer Vorschau-Veranstaltung ihre neuesten Produkte. Hier sind die interessantesten - und die vermutlich schrägsten.

    Wenn es irgendwie mit Elektronik zu tun hat, gehört es auf die CES. Diese Prämisse stimmt auch 2016 wieder: Smarte Zahnbürsten, Drohnen, Autos und Tracking-Tools, wohin das Auge reicht. Bevor wir uns für Sie auf der Messe tummeln, haben wir die alljährliche CES-Unveiled-Veranstaltung besucht. Knapp 200 Aussteller aus allen Fachgebieten präsentierten dort Schräges und Sinnvolles. Hier die neun Erfindungen, die uns am besten gefallen haben - oder die uns durch ihren Bizarrheitsgrad aufgefallen sind. Dabei gibt es wie überall auf der CES keine Garantie dafür, dass alle Produkte wirklich jemals erscheinen beziehungsweise es bis nach Deutschland schaffen.

    HairMax LaserBand 82

    In den 1970ern machte Kaiser Franz Beckenbauer Werbung für den Hairmatic 2000 - eine Mischung aus Kamm und Haarschneidegerät. Ähnlich bizarr ist das HairMax LaserBand 82, eine Art Platikhaarreif mit 82 "medizinischen" Lasern und einem Design, das etwas an Geordi LaForges Visor auf der Enterprise erinnert. Nur 90 Sekunden soll eine Anwendung dauern, die man drei Mal pro Woche durchführen sollte. Dann können sich die Benutzer mit erblichem Haarausfall laut Herstellerangaben über deutlich stärkeren Haarwuchs, dichteres, volleres und scheinendes Haar freuen. Ob oder wie schnell das LaserBand 82 den Haarausfall ins Gegenteil verkehren kann, konnten wir auf der Messe verständlicherweise nicht ausprobieren, auch wenn klinische Studien eine Erfolgsquote von bis zu 90 Prozent verheißen. Denn vier bis sechs Monate soll es dauern, bis die Behandlungen Wirkung zeigen. Wem das rund 900 US-Dollar wert ist, sollte zugreifen. HairMax LaserBand 82 auf der CES HairMax LaserBand 82 auf der CES Quelle: PC Games Hardware

    Parrot Pot

    Drohnenhersteller Parrot hatte schon auf der letzten CES einen schlauen Blumentopf angekündigt. Nach langer Entwicklungszeit soll das gute Stück namens Parrot Pot endlich in diesem Jahr erscheinen. Alle Blumenfreunde ohne grünen Daumen können auf die Unterstützung des Topfes bauen, der mit Sensoren und einem rund zwei Liter großen Wassertank für das Wohlbefinden seines Bewohners sorgen will. Die Sensoren messen den Feuchtigkeits- und Nährstoffgehalt der Blumenerde sowie deren Temperatur. Auch die Raumtemperatur beziehungsweise der Helligkeitsgrad der Wohnung bleiben dem Topf nicht verborgen. Je nach Raumklima gießt er dann seinen Schützling und hält ihn eine Woche bei bester Gesundheit. Wer in den Urlaub geht, muss keine Nachbarn mehr um Hilfe bitten: Der rund 100 US-Dollar teure Parrot Pot kann in einer Art Überlebensmodus die Pflanze rund drei Wochen am Leben halten. Alle 15 Sekunden schickt der Topf dabei seine Messdaten in die Cloud, die sich per Smartphone-App von überall auf dem Planeten begutachten lassen.

    Digitsole Smartshoe

    Eben noch feierten wir den "Back to the Future Day", schon folgt der Smartshoe von Digitsole. Der französische Hersteller hat das Schuhwerk mit Partnerfirma Zhortech entwickelt und einiges an Technik hereingesteckt, die einen Einsatz im nächsten James-Bond-Kinofilm nahelegen. Im Winter wärmt ein integriertes Heizsystem die kalten Füße, Bewegungssensoren und Drucksensoren messen, ob man sich richtig abrollend durchs Leben bewegt und welche Kräfte dabei auf den Füßen lasten. Zurück in die Zukunft geht es mit dem automatisch per Smartphone aktivierbaren Zuschnüren der Treter. Soviel Technik braucht natürlich auch Strom - der wird scheinbar nicht beim Laufen generiert. Stattdessen muss der Smartshoe regelmäßig an die Steckdose. Das Aufladen geschieht immerhin schnurlos. Rund 450 US-Dollar sollen die futuristischen Galoschen kosten, die angeblich sogar mit integrierten Taschen- oder wohl eher Fußlampen aufwarten sollen.

    gosun Grill

    Wem bei soviel Laufaction hungrig geworden ist, freut sich über den solarbetriebenen Grill der Firma gosun aus dem Mittleren Westen der USA. Wie uns ein Mitarbeiter versicherte, scheint dort nicht pausenlos die Sonne, weshalb die Designer darauf achteten, dass der Grill auch bei bedecktem Himmel funktioniert. In 20 Minuten soll er ein Menü für eine achtköpfige Familie zubereiten. Dabei werden die Speisen komplett in einem Rutsch in die Röhre geschoben. Gemüse soll nach Worten des Mitarbeiters besonders gut schmecken. Fleisch bewältigt das Gerät ebenfalls, wobei bauartbedingt natürlich keine Grillrost-Brandzeichen auf Steaks, Bratwürsten und Co. erscheinen. Um das vorzeitige Austrocknen gerade von Rindfleisch zu verhindern, empfiehlt es sich, Reis oder Quinoa mit in den Grill zu geben. Für rund 600 US-Dollar soll er ab Mitte 2016 erhältlich sein. Die Entwickler brüten derweil über einer Möglichkeit, die Sonnenenergie zu speichern, damit man auch nach Einbruch der Dunkelheit Essen zubereiten kann - das macht den Einsatz des Gerätes auch und gerade in Entwicklungs- und Krisenländern attraktiv.

    gosun Grill auf der CES (1) gosun Grill auf der CES (1)

    Canhe-Fit

    Wo wir gerade von Ernährung sprechen: Wer seinen vierbeinigen Freund bei bester Gesundheit halten will, für den ist der Canhe-Fit-Tracker für Katzen und Hunde einen Blick wert. Wie bei Fitbit und Co. misst das Gerät die Aktivitäten von Hasso und Minka sowie deren Energieverbrauch und gibt sie per Bluetooth ans Smartphone weiter. Besonders aktive Zeitgenossen benötigen wie wir mehr Proteine und Nährstoffe. Deshalb kennt die Begleitsoftware des Messgeräts hunderte von Futtertypen, aus denen sie das passende aussucht und dem Tierfreund empfiehlt. "Manche Tiere fressen vielleicht soviel, weil nicht genug Nährstoffe im derzeit verwendeten Futter stecken", erklärt uns einer der Entwickler. Die Gesundheitsdaten helfen auch dem Tierarzt bei der Diagnose etwaiger Krankheiten. Tauchen Hunde oder Katzen unter, dann soll Canhe-Fit dabei helfen, die verlorenen Söhne und Töchter wieder zu finden. Die Tracker melden sich nämlich nicht nur bei den rechtmäßigen Eigentümern, sondern bei allen Tierfreunden, die Canhe-Fit im Einsatz haben. Sie können beispielsweise Ihrem Nachbarn melden, wenn sich seine Katze in Ihren Garten "verirrt" und Ihr Smartphone ab September 2016 deren Signal auffängt. Schöne neue Tierwelt.

    Sen.se Mother

    Natürlich lassen sich nicht nur Topfblumen oder Haustiere, sondern auch Menschen tracken. Das 2014 erstmals veröffentlichte System Mother der Firma Sen.se besteht aus einer an eine Barbapapa-Figur erinnernden Zentraleinheit, die mit bis zu 24 kleinen Sensoren kommuniziert. Diese konnten als Fitness- und Schlaf-Tracker fungieren, oder auch darüber wachen, ob eine Tür ordnungsgemäß geschlossen wurde. Im auf der diesjährigen CES vorgestellten Anwendungsfeld geht es nun um Senioren. Vergessen diese beispielsweise, ihre Herztabletten zu nehmen, merkt das der Sensor auf der Pillendose. Er funkt ein entsprechendes Signal an die Zentraleinheit, die daraufhin den Senior per Telefonanruf erinnert, doch bitte die Medizin einzunehmen. Parallel bekommen beispielsweise seine Kinder eine Benachrichtigung an die Sen.se-App auf ihrem Smartphone. Der Kreativität bei der Überwachung sind keine Grenzen gesetzt. So zeigen die Entwickler Sensoren, die an einer Wasserkaraffe, einem Spazierstock, einer TV-Fernbedienung und einem Buch (!) angebracht sind. Fast fragt man sich, wie die Menschheit so lange ohne Sensoren und Big Data überleben konnte.

    Smarter Fridge Cam

    Sie haben schon wieder den Einkaufszettel daheim vergessen oder am Ende überhaupt keinen geschrieben? Kein Problem. Denn bald gibt es die Fridge Cam der britischen Firma Smarter. Sie schießt ein Foto Ihres Kühlschranks beziehungsweise dessen Inhalt, damit Sie immer wissen, welche Nahrungsmittel Sie im Haus haben. Das passiert sinnigerweise beim Öffnen beziehungsweise Schließen der Kühlschranktür, damit das Licht noch die Lebensmittel erhellen und die Fünf-Megapixel-Kamera ein 1080p-Foto schießen kann, das umgehend auf dem Smartphone landet. Teil der Smarter-Familie ist auch die Detect-Einheit. Sie hörte genau zu, was in der Küche passiert und erkennt so Geräusche und Bewegungen, die nicht alltäglich sind - etwa einen Wasserrohrbruch. Detect meldet auch, wenn etwa der Backofen seine Betriebstemperatur erreicht hat. Die Smarter Mats kümmern sich um die Lebensmittelvorräte in Speisekammer und Kühlschrank. Per Drucksensor spüren sie, wenn ein Nahrungsmittel zur Neige geht. Alternativ schlagen sie Rezepte vor, die sich mit den noch verbleibenden Speisen zubereiten lassen. Wohl bekomm's!

    Smarter Fridge Cam auf der CES (1) Smarter Fridge Cam auf der CES (1) Quelle: PC Games Hardware

    SmartWheel

    Das SmartWheel von SmartWheel USA will nichts Geringeres als Menschenleben retten. Wie uns Brian Evarts, Vice President of Operations, verriet, ist das Produkt seiner Firma eine Antwort auf die Unsitte, beim Autofahren eine SMS zu schreiben oder das Lenkrad aus anderen Gründen loszulassen. Zu diesem Zweck spannt man den mit Sensoren und einer Warnanlage ausgerüsteten Überzug über das Lenkrad seines Autos. Er registriert dann, wenn man eine Hand oder gar beide Hände vom Steuerrad nimmt. Mit einem Warnlicht und -ton weist das SmartWheel den Fahrer dann auf seine Missetaten hin. Weil sich das Produkt insbesondere an Fahranfänger in den USA richten soll, die oft schon mit 16 Jahren hinters Lenkrad dürfen, sendet es eine Art digitales Fahrtenbuch ans Smartphone der Eltern. "Die können dann sehen, ob sie dem Nachwuchs das Benzingeld kürzen sollten, wenn er zu gedankenlos unterwegs ist", lacht Brian Evarts. Auch erfahrene Motoristen sollen vom SmartWheel profitieren können. Geplant sind unter anderem eine Müdigkeitsüberwachung des Fahrers sowie die Möglichkeit, mit einer Fingergeste etwa die Musikwiedergabe zu steuern, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

    Logbar ili

    Was im Star-Trek- und dem Perry-Rhodan-Universum Standard ist, steckt bei uns auf der Erde im Jahr 2016 noch immer in den Kinderschuhen: ein Universal-Translator, mit dessen Hilfe sich Menschen fließend unterhalten können, die die jeweilige Sprache ihres Gegenübers nicht verstehen geschweige denn sprechen können. Das will die japanische Firma Logbar ändern. Ihre Entwickler präsentierten auf dem CES-Unveiled-Event den an einer Kette um den Hals tragbaren Übersetzungsgehilfen ili. Der versteht beziehungsweise übersetzt derzeit die Sprachen Englisch, Japanisch und Chinesisch. Spricht man ein "Hello!" hinein, hört das Gegenüber beispielsweise ein "Nǐ hǎo!". Logbars proprietäre Übersetzungs-Engine soll auf Reisen alle vergleichbaren Systeme übertreffen. Ausprobieren durften wir den ili leider nicht selbst. Dass das Gerät, das im Sommer 2016 erscheinen soll, durchaus funktioniert, demonstrierten die Entwickler mit einem herrlichen Video, das sie an ihrem Stand zeigten. Darin spricht ein Engländer mit zahlreichen Frauen in Tokio und versucht sie davon zu überzeugen, dass es in seiner Heimat gang und gäbe ist, wildfremde Frauen zu küssen ...

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    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von The_Searcher
    Den Übersetzer find ich mal richtig geil Wenn ich das erste mal nach Japan Reise muss das Teil mit ^^ Oder ich nutze…
      • Von The_Searcher Kabelverknoter(in)
        Den Übersetzer find ich mal richtig geil

        Wenn ich das erste mal nach Japan Reise muss das Teil mit ^^
        Oder ich nutze meinen Kumpel einfach als Dolmetscher
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CES 2016: Interessantes, Schräges und Verrücktes - eine Vorschau
Vor dem offiziellen Messebeginn der CES zeigen knapp 200 Aussteller in Las Vegas bei einer Vorschau-Veranstaltung ihre neuesten Produkte. Hier sind die interessantesten - und die vermutlich schrägsten.
http://www.pcgameshardware.de/Hardware-Thema-130320/Specials/CES-2016-1182393/
05.01.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/01/CES_Unveiled_022-pcgh_b2teaser_169.JPG
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