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  • Neu im PCGH-Testlabor: HTC Sensation - erste Eindrücke

    Jetzt im PCGH-Testlabor: Mit dem Sensation präsentiert HTC ein neues High-End-Gerät mit dem Android-Betriebssystem von Google, unter der Haube werkelt ein 1,2-GHz-Prozessor mit zwei Kernen und die grafische Ausgabe übernimmt ein großes 4,3-Zoll-Display. Neben der Hardware kann das Gerät aber auch mit der neuen Sense-3.0-Oberfläche überzeugen, die durchaus als Verbesserung und nicht als grafischer Schnickschnack durchgeht.

    Hands-on-Test: HTC Sensation mit Sense 3.0 (3) Hands-on-Test: HTC Sensation mit Sense 3.0 (3) Quelle: PC Games Hardware Nachtrag vom 27. Mai 2011: Erster Eindruck der finalen Version
    Heute ist bei uns die finale Version des HTC Sensation angekommen. Wir haben uns natürlich sofort die Kritikpunkte der Vorserien-Version erneut angeschaut und können teilweise Entwarnung geben. Die Ruckler quer durch das Betriebssystem konnten wir bei den ersten Tests nicht mehr feststellen. Wenn man allerdings Videos in Full-HD-Auflösung aufnimmt, kann man ab und an sehr kurze Mikro-Ruckler feststellen, dieses Phänomen tritt aber auch beim Galaxy S2 auf. Wir vermuten, dass die Ruckler bei Schreibvorgängen in den Speicher auftreten. Wählt man kleinere Auflösungen, die immer noch eine sehr gute Qualität bieten, verschwinden die Mikro-Ruckler bei der Wiedergabe auf dem Smartphone gänzlich. Einen Test, bei dem wir die Wiedergabe auf einem angeschlossenen TV-Bildschirm testen, werden wir nachreichen. Der zweite Kritikpunkt, bei dem uns die scharfen Kanten des gewölbten Displays am Rand störten, hat HTC anscheinend ebenfalls beseitigt. Man spürt zwar immer noch die Kante am Rande, diese ist aber wesentlich abgerundeter als beim Vorserienmodell.

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    Das Sensation ist das aktuelle High-End-Gerät von HTC im Android-Segment. Der Hersteller liefert das Smartphone mit dem aktuellen Google-Betriebssystem Android 2.3.3 (Gingerbread) aus. Das Sensation besitzt darüber hinaus mit Sense 3.0 eine sinnvolle Anpassung des Android-Betriebssystems. Normalerweise könnten die Smartphone-Hersteller das Google-Betriebssystem ohne grafische und funktionelle Anpassungen auf den eigenen Geräten ausliefern, allerdings haben Hersteller wie HTC durch Sense 3.0 die Möglichkeit, sich aus der Masse an Android-Smartphones hervorzuheben. Auch andere Anbieter wie beispielsweise Samsung mit Touchwiz oder Motorola mit Motoblur bieten solche Erweiterungen an. Kritiker dieser Zusatzsoftware würdigen zwar die zusätzlichen Funktionen, allerdings muss die veränderte Oberfläche an neue Software-Versionen angepasst werden - dies ist einer der Gründe, warum Smartphone-Hersteller Android-Updates teils mit einer deutlichen Verzögerung für den Kunden anbieten. Ein weiterer Kritikpunkt ist die zusätzliche Leistung, die so eine komplexe Zusatzsoftware erfordert.

    HTC Sensation - die Hardware in der Praxis
    Das neue High-End-Gerät aus dem Hause HTC ist mit einem 1,2-GHz-Prozessor (Qualcomm Snapdragon MSM8260) ausgerüstet, dieser besitzt zwei Kerne. Als Grafikeinheit kommt eine Adreno-220-GPU zum Einsatz. Der 4,3-Zoll-Bildschirm basiert auf Sonys Super-LCD-Technik, die im Vergleich zu herkömmlichen Handy-LCDs wirklichkeitsgetreuere Farben bei geringerem Strombedarf ermöglichen soll. Im direkten Vergleich mit einem Super-AMOLED-Display des Samsung Galaxy S haben beide Techniken Vor- und Nachteile. So bietet Super AMOLED zwar die kräftigeren Farben und besseren Einblickwinkel, Super-LCD trumpft jedoch mit wirklichkeitsgetreueren Farbtönen auf. In der Praxis erkennt man als Laie allerdings kaum einen Unterschied. Das Super-LCD-Display des HTC Sensation besitzt eine Auflösung von 540 x 960 Bildpunkten, dieses 16:9-Format wird als Q-HD bezeichnet - kaum ein anderes Android-Gerät löst derzeit so hoch auf. Auch die Pixeldichte ist mit 256 ppi vergleichsweise hoch, ein Galaxy S erreicht hier nur 233 ppi - Klassenprimus bleibt aber vorerst das iPhone 4 mit Retina-Technik und 326 ppi.

    Das HTC Sensation verfügt über 768 MiByte Arbeitsspeicher und 1 GiByte lokalem Speicher. Im Lieferumfang ist eine 8-GByte-Speicherkarte enthalten, diese kann bis auf 32 GByte aufgerüstet werden - mehr als genug Speicherplatz für Videos, Musik und Apps. Als 3G-Datenschnittstelle kommt HSPA zum Einsatz, so sind im bis zu 14,4 Mbps (HSDPA, Download) und bis zu 5,76 Mbps (HSUPA, Upload) möglich. Als weitere Datenschnittstellen bietet das HTC Sensation WLAN-n und Bluetooth 3.0 (A2DP). Über den USB-Stecker des Geräts können Videos auch über einen geeigneten HDMI-Adapter direkt an ein geeignetes Ausgabegerät weitergereicht werden - so lassen sich Urlaubsvideos auf dem Handy auch zur Familienfeier am TV mit HDMI-Anschluss betrachten. Geräte mit DLNA-Kompatibilität können sogar drahtlos mit Inhalten versorgt werden.

    Dank einer ganzen Sensoren-Phalanx können viele verschiedene Umwelteinflüsse vom HTC Sensation verarbeitet werden, so bietet das Gerät A-GPS zur Ortsbestimmung, einen Umgebungslicht-Sensor, einen Kompass, ein Gyroskop zur Lagebestimmung, einen G-Sensor für Beschleunigungsmessungen und einen Annäherungssensor, der beispielsweise erkennt, ob sich das Smartphone am Ohr oder auf dem Tisch befindet.

    Fotos werden beim HTC Sensation entweder mit einer 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite oder mit einer VGA-Kamera auf der Vorderseite gemacht - letztere ist allerdings eher für Videotelefonate gedacht. Zwei LED-Lichter sollen auch bei schlechten Lichtverhältnissen für bessere Bilder sorgen. Die Bilder mit der Hauptkamera sind auch bei mäßiger Beleuchtung gut gelungen, bei perfekter Beleuchtung ermöglicht das Sensation sehr gute Bilder, Kontrast, Farbe und Schärfe sind vorhanden - verrauschte Bilder, wie wir sie schon bei älteren Smartphone-Kameras gesehen haben, bleiben dem Sensation-Besitzer glücklicherweise erspart. HTC wirbt mit einer verbesserten Auslösezeit, in der Praxis konnten wir nach zwei bis maximal drei Sekunden (also inklusive App-Ladezeit vom Startbildschirm aus) ein Bild schießen - für aktuelle Handys ein sehr guter Wert.

    Videos können im 1080p-Format mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. In unseren Praxistests haben wir beim Abspielen auf dem Gerät allerdings ab und an kleine Micro-Ruckler feststellen, dies war allerdings in der Vorserien-Version deutlich ausgeprägter. Das Galaxy S2 von Samsung produziert übrigens ebenfalls Micro-Ruckler. Die Qualität der HD-Videos war, je nach Lichtverhältnissen, gut bis sehr gut.

    Das HTC Sensation besitzt trotz 1,2-GHz-CPU, 4,3-Zoll-Bildschirm einen gängigen 1.520-mAh-Akku, andere Modelle bieten bereits 1.650 mAh oder mehr. Wer sein Telefon durchgehend mit Spielen, Videos und Web-Anwendungen quält, muss damit rechnen, dass bereits nach nicht ganz einem Tag wieder an Netz muss - je nach aktivierten und genutzten Funktionen liegt dieser Wert zwischen 15 bis 20 Stunden. Wer bewusst nicht genutzte Funktionen wie WLAN deaktiviert und auch die Bildschirmhelligkeit auf einem niedrigen Niveau hält, kommt sogar auf 1,5 bis maximal 2 Tage. Grundsätzlich sollten Sie bei der aktuellen High-End-Smartphone-Riege immer ein Ladegerät dabei haben.

    Eigentlich erwartet man als Kunde bei dieser Ansammlung von herausragenden Hardware-Komponenten ein relativ großes Smartphone - doch in der Hand liegt das HTC Sensation überraschend kompakt. In Zahlen ist das Gerät 126 x 65 x 11 Millimeter groß und das Gewicht ist mit 148 Gramm vergleichsweise hoch, aber noch nicht störend. Die Verarbeitung ist gelungen. Die Vorderseite birgt das leicht gewölbte 4,3-Zoll-Display. Am unteren Rand liegen die vier berührungsempfindlichen Bedienknöpfe, oben am Rand sind die LED-Statusleuchte und der Lautsprecher, so wie die VGA-Kamera untergebracht. Auf der rechten Seite des Sensation befindet sich kein Bedienelement, hier hätten wir uns einen echten Knopf zur Kameraauslösung gewünscht. Auf der linken Seite liegt wie gewohnt die straffe Lautstärkewippe, eine kleine Kerbe in der Mitte zur Orientierung wäre hier ein kleiner Verbesserungsvorschlag. Unten am Rand liegt der ungeschützte USB-Stecker zum Datenaustausch, zum Aufladen oder zur Videowiedergabe via HDMI-Adapter. Auf dem oberen Rand sitzt der, unserer Meinung nach etwas zu klein geratene Power-Knopf, daneben liegt der ungeschützte Kopfhörer-Port. Die Rückseite des HTC Sensation ist ein Mix aus Plastik und Alu, die LED-Lichter und die 8-Megapixel-Kamera sind sauber eingefasst und liegen geschützt etwas vertieft im Gehäuse.

    HTC Sensation - die Software
    Wie bereits erwähnt, verwendet HTC die aktuelle Android-Version 2.3.3 samt der neuen HTC-Oberfläche Sense 3.0. Die erste und sinnvollste Erweiterung die ins Auge fällt ist ein anpassbarer Lock-Bildschirm - dieser erscheint beim Druck auf die Power-Taste, normalerweise müssen Sie hier einen Balken zur Seite schieben und gelangen so auf den Startbildschirm des Android-Smartphones. Mit HTC Sense 3.0 können Sie den Lock-Bildschirm mit interaktiven Inhalten wie beispielsweise Social-Network-Informationen oder dem aktuellen Wetterbericht erweitern. Darüber hinaus lassen sich vier Shortcuts anwählen und belegen, mit denen Sie beispielsweise sofort vom Lock-Bildschirm auf die Kamera zugreifen können - genial. Diese Funktion bietet das "normale" Android ohne Hersteller-Erweiterungen nicht.

    Die neue Sense-Version bietet auch innerhalb des Android-Betriebssystems viele 3D-Animationen, Widgets, wie beispielsweise ein überarbeiteter Kalender oder auch HTC Watch. HTC Watch startet im Juni und ist quasi eine Online-Videothek, über die Sie zukünftig Blockbuster direkt auf dem Handy ohne Wartezeit anschauen können. HTC konnte auf Nachfrage noch keine Informationen zum Preismodell liefern.

    Fazit: Das HTC Sensation ist den überfrachteten Feature-Monstern der letzten Generation entwachsen
    Das HTC Sensation hält, was der Name verspricht. Zwar ist die Batterielaufzeit auch weiterhin ein Problem, allerdings gilt dies für so gut wie jedes High-End-Smartphone mit Android - wie auch das Galaxy S2 erreicht die Laufzeit des Sensation im normalen Betrieb dennoch mittlerweile zwei Tage, angesichts der letzten Generationen ein Quantensprung. Das Gerät exklusiv bei Vodafone verfügbar, in rund drei Wochen soll es auch auf dem freien Markt angeboten werden. Der Startpreis liegt bei rund 600 Euro, weitere Preise gibt es unter anderem im PCGH-Preisvergleich. Unser Tipp: Wenn Sie nicht zwingend umsteigen wollen oder müssen, dann sollten Sie zwei Monate bis zum Kauf des Geräts warten, bis dahin ist der Preis in akzeptable Regionen gefallen.

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    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel
    Von Freakyyy2011
    also ich hab nochs DHD und es ist wahnsinnig gut, aber vonner hardware und bedienung her wird Sensation wohl die Nase…
    Von Mistadon
    100% Ansichtssache
    Von ile
    Beim Desire HD sind die von mir angesprochenen Dinge hält besser geregelt, wie ich finde.
    Von Mistadon
    Signed!Und der USB-Anschluss ist doch auch irrelevant, meiner ist auch links und es stört mich nicht. Unten finde ich…
    Von Ezio
    naja ich hätte den Kopfhörer anschluss lieber oben als unten
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Jetzt im PCGH-Testlabor: Mit dem Sensation präsentiert HTC ein neues High-End-Gerät mit dem Android-Betriebssystem von Google, unter der Haube werkelt ein 1,2-GHz-Prozessor mit zwei Kernen und die grafische Ausgabe übernimmt ein großes 4,3-Zoll-Display. Neben der Hardware kann das Gerät aber auch mit der neuen Sense-3.0-Oberfläche überzeugen, die durchaus als Verbesserung und nicht als grafischer Schnickschnack durchgeht.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/Tests/Smartphone-826609/
30.05.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/04/HTC-Sensation-Android-Hands-on__1_.JPG
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