Hands-on-Test: Samsung Galaxy Plus - 4-Zoll-AMOLED-Dispay und 1,4-GHz-CPU

Handy (Mobile)

Hands-on-Test: Samsung Galaxy Plus - 4-Zoll-AMOLED-Dispay und 1,4-GHz-CPU

Lars Craemer Google+
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01.08.2011 11:49 Uhr
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Mit dem Galaxy S Plus hat Samsung jetzt den direkten Nachfolger des Galaxy S auf den Markt gebracht. Am Design hat man wenig geändert. Neben einer höheren Taktrate gibt es mehr Akku-Kapazität. PC Games Hardware hatte das Smartphone in der Redaktion und es in einem Test auf Herz und Nieren geprüft.

Hands-on-Test: Samsung Galaxy Plus - 4-Zoll-AMOLED-Dispay und 1,4-GHz-CPU (6) Hands-on-Test: Samsung Galaxy Plus - 4-Zoll-AMOLED-Dispay und 1,4-GHz-CPU (6) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Auswahl an Smartphones mit dem Android-Betriebssystem ist gigantisch, doch wenn man noch die AMOLED-Display-Technik mit ins Spiel bringt, wird die Auswahl schon kleiner. Will man darüber hinaus nicht ganz so viel Geld in die Hand nehmen, landet man zwangsläufig mein Galaxy S und beim Galaxy S Plus von Samsung. Zwar muss man dann auf Zweikern-Technik verzichten, doch vertrauen Sie uns, für 99 Prozent aller Anwender tut es derzeit auch ein aktuelles Gerät mit nur einem CPU-Kern, auch High-End-Spiele sind mit diesen Geräten ohne Einschränkungen möglich. Das Galaxy S von Samsung haben wir bereits getestet und bis auf einige Abstriche ist es das beste Allround-Gerät mit dem Android-Betriebssystem ab einer Display-Größe von 4 Zoll. Mit dem Galaxy S Plus bringt Samsung jetzt den direkten Nachfolger des Galaxy S auf den Markt. Äußerlich sind beide Geräte-Versionen identisch, auch wenn einige Berichte das Gegenteil behaupten, unter der Haube hat Samsung aber ein wenig nachgebessert. Die Leistung liegt zwar nicht auf dem Niveau eines HTC Sensation oder Samsung Galaxy S2, doch wie bereits erwähnt, Android-Einsteiger finden derzeit kaum ein besseres Allround-Gerät.

Samsung Galaxy S Plus - Gehäuse, Verarbeitung, Ergonomie
Anwender, die vorher das iPhone in der Hand hatten, werden durch das geringe Gewicht das Galaxy S irritiert sein - 119 Gramm fühlen sich im Vergleich zum iPhone 4 (137 Gramm) sehr leicht an. Aber auch die restliche Verarbeitung des Galaxy S Plus mutet etwas "leicht" an, so wird man rundum von Plastik begrüßt und der Rückendeckel aus Plastik lässt sich komplett abnehmen. Erste Berichte haben eine Metallrückseite für das Galaxy S Plus angekündigt, unser Testmuster ist jedoch absolut identisch mit dem Galaxy S - Plastik rundherum, bis auf die Vorderseite mit Glas über dem Super-AMOLED-Display.

Unter der Plastikabdeckung verstecken sich der Akku, die SIM-Karte und der Slot für die microSD-Karte. Des Weiteren bietet das Galaxy S Plus noch einen USB-Anschluss samt Schieber zum Schutz, einen Klinkenanschluss und eine Lautstärkewippe auf der linken Seite. Der Homebutton ist mit einem Mikroschalter ausgestattet, links und rechts daneben befindet sich jeweils ein berührungsempfindlicher Knopf. Einen Auslöser für die Kamera sucht man aber auch beim Plus-Update vergeblich, man muss also weiterhin über das Touchdisplay die Kamera auslösen.

Samsung Galaxy S Plus - Hardware in der Praxis
Herzstück das Samsung Galaxy S Plus ist kein Samsung-Hummingbird-Prozessor mit 1 GHz, sondern in der Plus-Variante verbaut Samsung ein MSM8255T-SoC von Qualcom mit einer Taktrate von 1,4 GHz. Beim Galaxy S steht der CPU eine PowerVR SGX 540-GPU zur Seite, beim MSM8255T ist dies ein Adreno 205, dieser ist allerdings in etwa genauso schnell wie der Vorgänger beim Galaxy S. Der CPU zur Seite stehen weiterhin 512 MByte RAM, darüber hinaus besitzt das Gerät noch 8 GByte internen Speicher, der via microSD-Karte auf insgesamt 32 GByte aufgebohrt werden kann - im Lieferumfang ist keine Speicherkarte enthalten

Das verwendete Display ist 4 Zoll groß und bietet eine maximale Auflösung von 800 x 480 Pixel. Ein echtes Highlight des Galaxy S Plus ist die Super-AMOLED-Technik, die im Vergleich zu herkömmlichen Handy-Displays deutlich knackigere Farben erlaubt. Die Pixeldichte liegt bei 233 ppi. Samsung hat beim Galaxy S2 zwar ein deutlich verbessertes Super AMOLED Plus-Display verbaut, aber in der Galaxy-S-Plus-Preisklasse setzt das verwendete Display weiterhin Maßstäbe, auch wenn die Konkurrenz teilweise mit höherer Auflösung punktet.

Das Galaxy S nimmt Bilder mit einer maximalen Auflösung von 2.560 x 1.920 Bildpunkten auf und bietet eine Autofokus-Funktion an, als Bildsensor kommt weiterhin ein 5-Megapixel-Modell zum Einsatz. Durch Berühren des Displays können Sie manuell den Fokus-Punkt bestimmen. Alle Bilder bei durchschnittlicher Beleuchtung sind gut gelungen und auch die Auslösezeit ist für Smartphone-Verhältnisse noch gut.

Videos werden mit 720p (1.280 x 720 Bildpunkte) bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Auch hier ist die Qualität gut bis sehr gut, allerdings hat man mit den Grundsettings je nach Umgebung eine leichte Farbverfälschung Richtung Grün - für einen Fotofuchs sollte dies durch einen manuellen Weißabgleich keine echte Herausforderung darstellen. Videos sind auf jeden Fall Youtube-tauglich.

Samsung verzichtet beim Galaxy S Plus auf eine LED-Beleuchtung, das Smartphone liefert aber auch bei schlechter Beleuchtung noch gute Ergebnisse. Die Zusatzkamera mit VGA-Qualität ist für Videotelefonie gedacht, die Qualität ist dem VGA-Standard entsprechend - akzeptabel.

Beim Galaxy S Plus hat Samsung den Akku etwas aufgewertet, nun arbeitet ein 1.650-mAh-Modell im Smartphone. Erste Tests zeigen trotz der höheren Taktrate Verbesserung bei der Laufzeit. Es fehlen derzeit zwar noch längere Testläufe im Alltagseinsatz, aber mit der neuen Hardware scheinen bei normalem Einsatz bis maximal zwei Tage Laufzeit möglich.

Zum Marktstart wird das Galaxy S Plus von Samsung wird das Smartphone mit Android 2.3.3 ausgeliefert, darüber hinaus kommt weiterhin die TouchWIZ-3.0-Oberfläche zum Einsatz. TouchWiz UI 3.0 sieht gut aus, fasst verschiedene Social Network-Schnittstellen zusammen und bietet ansonsten bekannte Android-Kost. Die höhere Taktrate scheint dem Galaxy S Plus gut zu bekommen, bei unseren Tests konnten wir bislang noch keine Aussetzer auf Grund von Ladevorgängen beobachten und auch sonst arbeitet das Gerät deutlich zügiger als das alte Galaxy S. Im Vergleich zud en derzeitigen High-End-Modellen wie dem Galaxy S2 oder dem HTC Sensation sind zwar Unterschiede feststellbar, aber selbst für den anspruchsvollen Einsteiger wird hier gute Leistung fürs Geld geboten.

Fazit: Samsung Galaxy S Plus - der Vernunft-Sieger
Das Galaxy S Plus hat keinen Zweikern-Prozessor, eine LED-Beleuchtung fehlt ebenso wie ein eigener Auslöser für die Kamera, darüber hinaus kommt beim Galaxy S Plus auch viel Plastik zum Einsatz. Doch in Anbetracht des Preises von rund 350 Euro ist das Galaxy S Plus der ideale Einstieg für Android-Neulinge, die sich nicht mit langsamen oder kleinen Smartphones herumärgern wollen. Derzeit ist das Gerät nur bei Notebooksbilliger lieferbar.

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BIOS-Overclocker(in)
16.08.2011 13:34 Uhr
Passt der denn beim normalen? Ich hab mal gelesen, dass der 1-2mm kleiner ist und somit locker drin sitzt und rausrutschen kann...
PCGHX-HWbot-Member (m/w)
16.08.2011 13:29 Uhr
@Gnome
Einen stärkeren Akku hättest du längst von der Armani Version bestellen können, dieser ist genau so leistungsstark und auch lieferbar
ile
BIOS-Overclocker(in)
07.08.2011 21:11 Uhr
Immer noch keine Kamera-LED, was für ein Witz!
Komplett-PC-Käufer(in)
07.08.2011 20:25 Uhr
Hi

Der Test ist an sich ja recht gut, aber ich finde die Wortwahl "für Einsteiger" oder so sehr verwirrend.
Ich hab immer das Gefühl als würde ich mir 350 € teuren Schrott kaufen.
Für mich ist es so als würden Sie sagen, die ATI 5870 ist ne gute Einsteigerkarte, obwohl diese sich auf dem Niveau der Highend Karte
AMD 6950 bzw. teilweise sogar darüber befindet.
BIOS-Overclocker(in)
07.08.2011 18:18 Uhr
Jawoll! Ein Ersatzteilspender für mein Galaxy S I9000 . Sobald der Akku draußen is, wird der bestellt

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