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  • Handy-Test: LG GD880 Mini - schickes Ding für die Hosentasche

    Mit dem GD880 Mini hat LG seit einigen Monaten ein sehr stylisches Handy mit Smartphone-Funktionen im Angebot. High-End-Herausforderer oder Low-End-Blender? PC Games Hardware macht den Test.

    LG GD880 Mini (1)LG GD880 Mini (1)Quelle: LGWer bislang auf einem halbwegs aktuellen Android-Gerät, einem Palm-Smartphone, einem Iphone oder gar einem Windows Mobile-Gerät unterwegs war, kann das LG GD880 Mini eigentlich von seiner Wunschliste streichen. Zwar bietet das Handy alle gängigen Smartphone-Funktionen, aber der quasi nichtexistente App Store und das verwendete das eigene S-Class OS nehmen es eigentlich aus dem klassischen Smartphone-Markt. Wer allerdings noch ein klassisches Tastenhandy besitzt und demnächst upgraden will, aber kein großes Smartphone mit High-End-Leistung benötigt, findet im GD880 einen durchaus schicken und praktischen Begleiter. Aber auch hier muss man differenzieren, denn wenn Sie viel am Handy schreiben müssen, sollten Sie auch hier bei anderen Modellen Ausschau halten.

    LG GD880 Mini - die Hardware
    In Sachen Hardware hält man sich bei LG etwas bedeckt, so gibt es keinerlei Angaben zum verwendeten Chipsatz, lediglich die Taktrate von 600 MHz ist bekannt. Diese Leistung würde auch zu den überschaubaren 55 MByte internem Speicher passen, ein MicroSD-Kartenslot ermöglicht aber das Aufrüsten auf 32 LG GD880 MiniLG GD880 MiniQuelle: PC Games HardwareGByte - ist aber nicht ganz so schlimm, da man ohnehin kaum Apps für das Gerät findet. Das Gerät unterstützt neben WLAN (b/g) auch HSDPA bis zu 7,2 Mbps. Eine 5 Megapixel-Kamera rundet die Ausstattung ab, eine zweite Kamera für Videoanrufe ist auch installiert - einen Blitz oder ein LED-Licht gibt es nicht. Ein Pluspunkt des LG GD880 Mini ist das verbaute TFT-Multitouch-Display mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixel im 3,2-Zoll-Format.

    LG GD880 MiniLG GD880 MiniQuelle: PC Games HardwareLG GD880 Mini - Form, Verarbeitung und Finish
    In dieser Disziplin punktet das Handy nicht zuletzt wegen seiner teilweise vorhandenen Metallapplikationen und der schon fast als nüchtern zu bezeichnenden Form. Mit den Abmessungen von 102 x 47 x 11 Millimeter und einem Gewicht von 92 Gramm ist das Handy trotz des 3,2-Zoll-Displays sehr kompakt. Die Rückseite des GD880 besteht aus einer schwarzen Plastikabdeckung, diese ist matt und mit einer gummiartigen Oberfläche versehen - liegt gut in der Hand und Schmutz ist auf dieser Seite kein Thema. Oben links auf der Rückseite ist die LG GD880 MiniLG GD880 MiniQuelle: gsmarena5-Megapixel-Kamera untergebracht, die Schutzlinse ist leicht vertieft, lässt sich aber sehr einfach reinigen. Auf der linken Metallseite des Geräts sind zwei Metalltasten für die Lautstärkeregelung eingelassen, die Druckpunkte und die Positionierung sind sehr gut.

    Auf der rechten Seite befindet sich der MicroSD-Schacht, welcher mit einem Plastikschieber vor Schmutz geschützt wird, ebenfalls vorbildlich. Am unteren Ende der Seitenleiste liegt der Auslöser für die Kamera, ebenfalls aus Metall und gut positioniert. Im oberen Rahmen verbergen sich der USB-Anschluss, geschützt durch eine Plastiklasche, der Powerschalter und eine herkömmliche Klinkenbuchse für den Anschluss des mitgelieferten Headsets. Der 3,2-Zoll-Touchscreen ist mit einem schwarzen Rahmen versehen und fügt sich perfekt in die klare Linienführung des Designs ein. Die kleinen Störkonturen in Form der Bedienknöpfe außen vor gelassen, ist das LG GD880 Mini nahezu ein perfekter Quader.

    LG GD880 Mini - Fotos und Video
    Die 5-Megapixel-Kamera des GD880 liefert bei ausreichender Beleuchtung gute Bilder, die Auflösung beträgt maximal 2.560 x 1.920 Pixel. Als Sonderfunktionen gibt es Geotagging und Gesichtserkennung. Versierte Anwender können sogar den Weißabgleich oder die verwendete ISO manuell einstellen. In der Praxis bei guter Beleuchtung sind uns scharfe Bilder mit einer sehr guten Tiefenschärfe und guten Farben gelungen. Die Videofunktion funktioniert. VGA-Videos ruckeln etwas mit 15 Bildern pro Sekunde - definitiv keine Stärke des GD880. Das LG besitzt auch eine Kamera für Videotelefonie, diese arbeitet ebenfalls mit VGA-Auflösung und die Qualität reicht, um den Gegenüber (bei Licht) zu erkennen. Foto und Videofans, die auch bei einem Handy Wert auf sehr gute Leistung legen, müssen Abstriche in Kauf nehmen oder gleich nach einem anderen gerät Ausschau halten.

    LG GD880 Mini - die Software
    Beim GD880 kommt die aktuelle Version der S-Class-Software zum Einsatz. Diese verzichtet auf eine 3D-Animation der vorherigen Geräte und bietet 3 Homescreens, die man selber mit Widgets und Verknüpfungen füllen kann. Unter rechts auf den Displays befindet sich ein Button, über den man die gewünschte Software hinzufügen kann. Links ist meist ein Taskmanager-Symbol, mit dem man Anwendungen bequem schließen kann. Ein Berührung des oberen Anzeigebalkens (Signalstärke und Co.) öffnet ein Kontextmenü, in dem man schnellen Zugriff auf WLAN, Musik, Alarm und andere Funktionen hat. Unten auf dem Bildschirm sind darüber hinaus noch feste Verlinkungen für die Telefon-Funktionen, Mail und Adressbuch.

    Ab Werk wird man mit einem Twitter- und einem Facebook-App versorgt, die Anwendungen funktionieren tadellos und lassen sich recht schnell aktivieren. Zwar hat man nicht alle Funktionen der Webseiten, aber hier liegt man fast mit den Platzhirschen gleichauf. Der Browser arbeitet schnell, allerdings konnten wir bei unseren ersten Tests keine Youtube-Videos abspielen, auch HTML5-Videos wurden verweigert - LG hat bereits für die nächsten Tage ein Firmware-Update angekündigt.

    LG GD880 Mini - das Smartphone in der Praxis
    Im Testbetrieb sind uns einige Schwachstellen des Geräts aufgefallen, die im alltäglichen Betrieb, je nach Nutzerprofil, durchaus stören können. Da wäre zuerst das WLAN, dessen Empfangsstärke deutlich schlechter ist als bei vergleichbaren Geräten. Entfernt man sich etwas von der WLAN-Station, erkennt das Gerät diese nicht mehr und sie wird noch nicht einmal in der Übersicht angezeigt. Ohne installierte SIM-Karte war es darüber hinaus nicht möglich, die WLAN-Settings zu speichern. Die Geschwindigkeit an sich ist gut, allerdings sollte man immer nah bei der Sendestation sein.

    Will man die Firmware updaten, verweist einen das Telefon auf eine nicht mehr aktuelle LG-Seite. Auf der neuen Support-Seite wird das GD880 nicht aufgeführt. Ratlos findet man letztendlich das universelle Upgrade-Programm, mit dem man das Handy am PC aktualisieren kann. Die aktuelle Firmware gibt es allerdings noch nicht - LG empfiehlt aber ein Besuch im nächsten LG-Servicepoint. Kundenfreudlichkeit sieht anders aus.

    Das Handy ist kompakt, demzufolge ist auch die On-Screen-Tastatur Limitierungen unterworfen - nur im Landscape-Betrieb gibt es ein QWERTZ-Keyboard. Für SMS reicht an sich auch das bekannte Numpad, wer von einem klassischen Handy gewechselt ist, kann durchaus eine schnelle Schreibgeschwindigkeit erreichen - in der Theorie. In der Praxis verweigert die Tastatur die Eingabe bei hoher Tippgeschwindigkeit. An jeder Ecke und Kante merkt man dem Gerät den zu schwachen Prozessor an. Selbst beim Wechsel der Homescreens kann man ein deutliches Ruckeln erkennen. Dies beeinträchtigt zwar nicht die grundsätzliche Funktion des Geräts, die geringe Geschwindigkeit nervt aber. Google Maps funktioniert auch, allerdings ist jede Zoom-Aktivität von starken Rucklern gezeichnet.

    Der 900 mAh-Akku macht je nach Nutzung des Handys teilweise schon nach weniger als 24 Stunden schlapp. Schuld sind hier die Push-Dienste. Deaktiviert man diese, sind auch 2 Tage drin.

    LG GD880 Mini - Fazit
    Das LG GD880 Mini sieht unverschämt gut aus und ist gut verarbeitet. Der 3,2-Zoll-LCD mit der hohen Auflösung macht ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Aber bei allen Anwendungs-Bereichen die im Smartphone-Bereich liegen, muss man Abstriche machen. Das fängt bei der unterdimensionierten CPU an und hört bei der Eingabeverzögerung auf. Wer bislang ein Smartphone der letzten Generation besessen hat, wie beispielsweise ein HTC Hero, dem wird der Umstieg sehr schwer fallen. Anwender, die allerdings noch ein klassisches Handy besitzen und nicht so viel Wert auf Smartphone-Funktionen legen, sondern das schlichte Design mögen, sollten einen Blick riskieren. Das LG GD880 Mini kostet momentan bei Amazon rund 240 Euro, diverse Preisvergleiche bieten es aber mit Branding für rund 205 Euro an. Kleiner Haken an der Sache: Das Palm Pre wird für rund 210 Euro angeboten und ist aus Smartphone-Sicht das eindeutig bessere Gerät, sieht aber auch nicht so gut aus.

    LG hat für das GD880 Mini die Firmware GD880AT-00-V10d-262-XX-JUN-23-2010 angekündigt, diese soll neben der Verbesserung von Fehlern auch Studi-VZ- und Xing-Support bieten.

    Pro:
    - Gutes 3,2-Zoll-Display mit einer hohen Auflösung
    - Sehr kompakt und leicht
    - Gelungenes und schlichtes Design
    - Gute Verarbeitung

    Contra:
    - Der langsame Prozessor macht sich an vielen Stellen bemerkbar
    - WLAN-Empfang ist nicht so gut wie bei vergleichbaren Geräten
    - Akkulaufzeit liegt bei starker Nutzung unter 24 Stunden
    - Kaum Apps verfügbar

    ProduktnameGD880 Mini
    HerstellerLG
    FormatCandybar
    OSS-Class UI
    Custom UI-
    Preis ohne Vertrag 
      
    CPU-
    Takt600 MHz
      
    Interner Speicher55 Mibyte
    SD-Kartebis 32 Gbyte (microSD)
      
    Displaygröße3,2 Zoll
    DisplaytechnikTFT
    Auflösung854 x 480 Pixel
    Punktdichte-
    TouchdisplayKapazitiv, Multitouch
      
    Kamera5 Megapixel
    Blitz/LED-Licht-/-
    Maximale Bildauflösung2.560 x 1.920 Bildpunkte
    Videoqualität640 x 480 @ 20 Fps
    Zusatzkamera (Front)VGA
      
    SchnittstellenEDGE, HSDPA
     WLAN 802.11 b/g
     Bluetooth
     USB
      
    Akkukapazität900 mAh
    Modularer AkkuJa
    Gesprächszeit 3G*420 Sminuten
    Stand-by-Zeit 3G*330 Stunden
    Gewicht92 Gramm
    Abmessung102 x 47 x 11 Millimeter
      
    OrtsbestimmungA-GPS
    SensorenBeschleunigungssensor
     Annäherungssensor
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    Es gibt 20 Kommentare zum Artikel
    Von Moritz2000
    @pushmax: Warum denn nicht? Schlechte Erfahrungen gemacht?[Ich war mit meinem einzigen auch nicht so zufrieden, nach 1…
    Von push@max
    Vom Design ganz nett...allerdings würde ich mir persönlich kein Handy von LG zulegen.
    Von Iceananas
    Bei uns ist auch Eduroam. Da braucht man ein root-zertifikat, das stimmt. Auch dennoch kommen die meisten eh nicht…
    Von King of Oranges
    Naja, also für Apple, Symbian und windows Mobile gibts recht gute und ausführliche Anleitungen, die bekommt man bei…
    Von Iceananas
    Das liegt größtenteils an der WLAN der Uninetzen, die eher seltene Erweiterungen für die Verschlüsselung einsetzen, da…
      • Von Moritz2000 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        @pushmax: Warum denn nicht? Schlechte Erfahrungen gemacht?
        [Ich war mit meinem einzigen auch nicht so zufrieden, nach 1,5 Jahren wars hin ]
      • Von push@max Volt-Modder(in)
        Vom Design ganz nett...allerdings würde ich mir persönlich kein Handy von LG zulegen.
      • Von Iceananas BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von King of Oranges
        Naja, also für Apple, Symbian und windows Mobile gibts recht gute und ausführliche Anleitungen, die bekommt man bei uns im ungesicherten Wlan angezeigt und kann dort auch direkt die nötigen Zertifikate runterladen (mehr aber auch nicht). Außerdem ist das bei uns verwendete Eduroam durch die Verbreitung an Universitäten weltweit ja auch recht standartisiert.
        Bei uns ist auch Eduroam. Da braucht man ein root-zertifikat, das stimmt. Auch dennoch kommen die meisten eh nicht rein, wenn sie gerade Netz brauchen
      • Von King of Oranges Schraubenverwechsler(in)
        Naja, also für Apple, Symbian und windows Mobile gibts recht gute und ausführliche Anleitungen, die bekommt man bei uns im ungesicherten Wlan angezeigt und kann dort auch direkt die nötigen Zertifikate runterladen (mehr aber auch nicht). Außerdem ist das bei uns verwendete Eduroam durch die Verbreitung an Universitäten weltweit ja auch recht standartisiert.
      • Von Iceananas BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von King of Oranges
        Hab mir das LG mini auch vor kurzem zugelegt, da ichs vom design ganz schick fand und vor allem ein kleines Handy wollte, mit dem ich aber auch während der ein oder anderen (langweiligen) vorlesung mal fix ins internet gehen kann. Leider ist es mit dem Handy jedoch unmöglich, sich per Wlan ins Netzwerk der Uni einzuklinken, da das Handy zwar die WPA Verschlüsselung kennt, von Erweiterungen wie PEAP o. Ä. jedoch noch nichts gehört hat. Finde es also ziemlich bescheiden, dass die Firma mit einem Handy Werbung macht, welches StudiVZ Unterstützung vorinstalliert haben soll (jedenfalls die zuletzt ausgelieferten Modelle; alle anderen ab der neuen Firmware), es den Studenten im gleichen Zug dann aber nicht ermöglicht an der Uni übers Wlan ins Internet zu kommen.
        Das liegt größtenteils an der WLAN der Uninetzen, die eher seltene Erweiterungen für die Verschlüsselung einsetzen, da hat nicht nur dein Handy ein Problem, bei uns kommen die Leute mit ihren iPhones, Andoids, Symbian und mein WM Handy auch nur sporadisch und auf gut Glück rein.
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Mit dem GD880 Mini hat LG seit einigen Monaten ein sehr stylisches Handy mit Smartphone-Funktionen im Angebot. High-End-Herausforderer oder Low-End-Blender? PC Games Hardware macht den Test.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/Tests/Hands-on-Test-765145/
24.07.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/07/GD880__11_.jpg
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