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  • Handy-Test: Motorola Flipout - kompaktes Android-Smartphone mit Volltastatur

    Mit dem Flipout hat Motorola ein Android-Smartphone mit ungewöhnlichem Design und Klappmechanismus und Volltastatur auf den Markt gebracht. Wie schlägt sich das Gerät in der Praxis? PC Games Hardware macht den Test.

    Motorola Flipout (1)Motorola Flipout (1)Quelle: PC Games HardwareAndroid-Smartphones stehen offenbar momentan hoch im Kurs und viele Hersteller beeilen sich, die steigende Nachfrage nach neuen und schnelleren Geräten zu bedienen. Einen etwas anderen Ansatz liefert Motorola mit dem Flipout - bei diesem Handy verbindet man ein ungewöhnliches Design mit einer Volltastatur.

    Motorola Flipout - die Technik
    Das Herz des Flipout stellt ein ARM Cortex-A8-Prozessor dar, dessen Kern auf einem TI OMAP3410 SoC arbeitet - laut Spezifikation mit maximal 600 MHz. Als Speicher Motorola Flipout (29)Motorola Flipout (29)Quelle: Motorolabesitzt das Motorola Flipout intern 256 MiByte, von denen rund 153 MiByte genutzt werden können. Im Lieferumfang ist eine 2 GiByte MicroSD-Karte vorhanden; das Flipout kann Karten bis zu einer Größe von 32 GiByte verwalten. Als Display kommt ein Multitouch-Panel mit eine Diagonale von 2,8 Zoll zum Einsatz - die Auflösung beträgt niedrige 320 x 240 Bildpunkte, auch die Pixeldichte ist mit 120 ppi sehr gering. Zum Vergleich: Beim Samsung Galaxy S liegt die Pixeldichte bei 233 ppi, beim Iphone 4 mit 326 ppi ist sie sogar noch höher.

    Die Datenübertragung erfolgt entweder über Edge oder HSDPA, hier sind maximal bis zu 7,2 Mbit/s möglich - aktueller 3G-Standard also. Das Motorola Flipout besitzt Motorola Flipout (30)Motorola Flipout (30)Quelle: Motorolaebenfalls einen WLAN-Chip, der sogar zum n-Standard kompatibel ist, Bluetooth 2.1 bietet EDR und A2DP. Die 3-Megapixel-Kamera mit fester Brennweite erlaubt auch Videoaufnahmen in einer maximalen Auflösung von 352 x 288 Bildpunkten, ein Blitz oder LED-Licht ist nicht vorhanden. Als Akku verwendet Motorola ein Modell mit einer Kapazität von 1.170 mAh.

    Motorola Flipout - Form und Verarbeitung
    Beim Flipout fällt auf den ersten Blick der ungewöhnliche Formfaktor auf: Im geschlossenem Zustand ist das Handy quadratisch und hat die Abmessungen 67 x 67 x 17 Millimeter - bis auf die Dicke passt es als nahezu in jede noch so kleine Tasche. Das Handy ist rund 122 Gramm schwer. Im geschlossenem Zustand dominiert das Display samt berührungsempfindlicher Bedienflächen das Handy. Auf dem oberen Rahmen befindet sich der Powerschalter und ein 3,5-mm-Klinkenanschluss, seitlich liegt eine Wippe für die Steuerung der Lautstärke. Auf der Rückseite liegt die Kamera samt einem kleinen Spiegel für Selbstportraits, LED-Licht oder ein Blitz sind nicht vorhanden.

    Die Verarbeitung des Motorola Flipout ist solide und stellenweise sogar edel, mit der High-End-Verarbeitung eines Iphone 4 kann es sich aber nicht messen. Etwas irritierend: Bei unserem Testmuster ist der Öffnungswinkel etwas zu groß geraten - nicht wirklich viel, lediglich ein oder zwei Grad, allerdings sieht man die leichte Schrägstellung des Displays dennoch recht deutlich. In der Praxis hat dies auf die Bedienung keinen Einfluss, ein kleiner Schönheitsfehler ist es dennoch.

    Unter dem um 90 Grad wegklappbaren Oberteil des Flipout verbirgt sich eine Volltastatur. Diese bietet alle nötigen Tasten sauber aufgereiht und die Bedienung geht einfach und zielsicher von der Hand.

    Motorola Flipout - Foto und Video
    Wie bereits erwähnt besitzt das Flipout weder ein Blitzlicht, noch ein LED-Licht zur Unterstützung der Aufnahme. Bei Sonnenschein stört das natürlich wenig und wenn man die Kamera einigermaßen ruhig hält, gelingen durchaus gute Bilder - trotz nominell geringen 3 Megapixel. Lässt allerdings die Lichtstärke nach oder kommt Bewegung ins Spiel, werden die Bilder oft milchig oder unscharf. Grundsätzlich reicht die Kamera für Schnappschüsse, aber wenn man öfter mit einem Handy Bilder machen will, kommt die Kamera des Flipout nicht in Frage. Die Videos mit dem Flipout werden, je nach Lichtverhältnissen, ähnlich gut oder schlecht wie bei den Fotos, allerdings ist zumindest die Geschwindigkeit akzeptabel - rund 25 bis 30 Bilder pro Sekunde werden aufgezeichnet, mit 352 x 288 Bildpunkten ist man aber weit von HD-Qualität entfernt.

    Motorola Flipout - die Praxis
    Das Motorola Flipout ist noch mit Android 2.1 ausgerüstet, bislang gibt es noch keine offizielle Ankündigung für das 2.2-Update. Motorola erweitert die Standard-Android-Oberfläche mit der eigenen Motoblur-Oberfläche. Diese ist ähnlich wie HTC Sense, auf dem kleinen Display will aber bei der Bedienung nicht wirklich viel Freude aufkommen. Zwar reagiert das Display ohne Verzug und auch kleinere Symbole lassen sich zielsicher treffen, aber spätestens wenn man mit Maps arbeitet, streicht man oft über den Bildrahmen hinaus. Positiv: Trotz des nominell schwachen Prozessors läuft Google Maps relativ flüssig. Zwar nicht so gut wie bei aktuellen High-End-Geräten, aber eben brauchbar. Die Tastatur ist ein Sahnestück des Motorola Flipout, diese ist zwar sehr kompakt, lässt sich aber erstaunlich gut und schnell bedienen. Vielschreiber sollten dennoch ein anderes Gerät mit QWERTZ-Tastatur wählen, der Bildschirm ist schlichtweg zu klein um länger an ihm zu arbeiten. Die Akkulaufzeit des Geräts liegt bei intensiver Nutzung bei etwa einem Tag, wenn man ab und an Maps startet und telefoniert, reicht eine Ladung sogar für zwei Tage.

    Motorola Flipout - Fazit
    Das Motorola Flipout kostet bei Amazon momentan rund 280 Euro, damit liegt der Preis etwas über den der Einsteigermodelle, wie beispielsweise dem HTC Wildfire. In Sachen Funktionsumfang setzt es sich aber nicht deutlich von der Budget-Konkurrenz ab, somit bleibt als Kaufargument, zumindest aus technischer Sicht, nur der Formfaktor und die Tastatur. In Sachen Philosophie will mir diese Konstellation allerdings nicht ganz einleuchten - wenn ich Vielschreiber bin, benötige ich eine gute Tastatur und einen guten Bildschirm. Wie auch beim Wildfire ist der Bildschirm einer der Hauptkritikpunkte, auch der Preis ist im Vergleich zu anderen Smartphones etwas hoch angesetzt.

    ProduktnameFlipout
    HerstellerMotorola
    FormatCandybar
    OSAndroid 2.1
    Custom UIMotoblur
    Preis ohne Vertrag300 Euro
      
    CPUTI OMAP3410
    Takt600 MHz
      
    Interner Speicher (MiByte)256 MiByte
    SD-Kartebis 32 Gbyte (microSD)
      
    Displaygröße2,8 Zoll
    DisplaytechnikTFT
    Auflösung320 x 240 Pixel
    Punktdichte120 ppi
    TouchdisplayKapazitiv, Multitouch
      
    Kamera3 Mgeapixel
    Blitz/LED-Licht-/-
    Maximale Bildauflösung2048 x 1536 Bildpunkte
    Videoqualität352 x 288 Bildpunkte @25 fps
      
    Zusatzkamera (Front)Ja
      
    SchnittstellenEDGE, HSDPA
     WLAN 802.11 b/g/n
     Bluetooth 2.1
     USB 2.0
      
    Akkukapazität1.270 mAh
    Modularer AkkuJa
    Gesprächszeit 3G*360 Minuten
    Stand-by-Zeit 3G*365 Stunden
    Gewicht122 Gramm
    Abmessung67 x 67 x 17 Millimeter
      
    OrtsbestimmungA-GPS
    SensorenBeschleunigungssensor
     Kompass
     Annäherungssensor
  • Handy
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    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von BikeRider
    Für mich wäre das Ding nichts. Die Tasten sind für meine Wurstfinger viel zu klein. Ich empfinde das Display auch als…
      • Von BikeRider BIOS-Overclocker(in)
        Für mich wäre das Ding nichts. Die Tasten sind für meine Wurstfinger viel zu klein. Ich empfinde das Display auch als zu klein.
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Mit dem Flipout hat Motorola ein Android-Smartphone mit ungewöhnlichem Design und Klappmechanismus und Volltastatur auf den Markt gebracht. Wie schlägt sich das Gerät in der Praxis? PC Games Hardware macht den Test.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/Tests/Android-Smartphone-766631/
09.08.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/08/Motorola_Flipout__1_.JPG
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